Schlange stehen ..... Polen 1984 (Dia-Scan)

Schlange stehen ..... Polen 1984 (Dia-Scan)

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Blula


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Schlange stehen ..... Polen 1984 (Dia-Scan)

Vor knapp 40 Jahren gehörte das dort noch zum normalen Alltagsleben. Schlange stehen vor Geschäften und Ämtern, sowie Sonderzuteilungen bestimmten den Alltag speziell der Frauen auch bei uns in der Nachkriegszeit. Und in Polen sah es
im Jahre 1984 noch ähnlich aus. Hier gesehen in der Innenstadt von Krakau.

Bilder/Eindrücke, die ich während einer Studienreise durch Polen im Jahre 1984 gesammelt habe.

Kontraste...... Polen 1984 (Dia-Scan)
Kontraste...... Polen 1984 (Dia-Scan)
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Textilladen ....... Polen 1984 (Dia-Scan)
Textilladen ....... Polen 1984 (Dia-Scan)
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Kommentare 140

  • noblog 27. August 2021, 20:36

    klasse in Bild und Info
    LG Norbert
  • Reinhard D. L. 21. August 2021, 12:32

    die erfahrung kann ich glücklicherweise nicht teilen; schlangen und gedrängel gab es bei uns im westen nur beim sommer- oder winterschlußverkauf - und neuerdings wenn es ein neues i-phone gibt (o;
    zu dem bild und der heutigen situation in polen kann ich nur sagen, dass die menschen leider sehr schnell vergessen...
    gruß
    Reinhard
  • fotowabo 20. August 2021, 12:25

    Erstaunlich, wie gelassen die Menschen  dieses Warte-Problem damals hingenommen haben. . Eine starke Streetaufnahme aus dem letzten Jahrhundert, Ursula !
    Liebe Grüße, Walter.
  • Frank G. P. Selbmann 17. August 2021, 19:06

    eine für uns eher ungewöhnliche szene, ursula. wer hat schon bei uns zeit? wir haben das erstmals in moskau im kaufhaus gum ebenfalls im vorigen jahrhundert so erlebt. ich wünsche dir eine entspannte woche.
    liebe grüße franKS
    • Blula 18. August 2021, 9:19

      Du warst auch im vorigen Jahrhundert im Kaufhaus GUM ? Das ist ja interessant... ganz genau, da gab es auch solche Szenen, die ich nicht vergessen werde.
      LG Ursula
  • Ruth U. 13. August 2021, 18:12

    Heute steht man wegen Corona in der Schlange ;-)) ... ich kenne das auch nur vom Hörensagen oder aus Fernsehberichten. Wir hatten damals Verwandte in Leipzig, dort haben wir in der Vorweihnachtszeit immer alle Zutaten für einen Christstollen hingeschickt und sie haben auch immer einen für uns gebacken und uns geschickt. Als mein 
    Großonkel dann Rentner wurde, durften sie uns im Westen besuchen. Der Onkel war gehörlos durch den Krieg. Meine Mutter ist mit ihm zu Real einkaufen gegangen, er war so fasziniert und konnte nicht fassen, was es alles zu kaufen gab. Da er wegen seines Gehörs keine Kontrolle über die Lautstärke seiner Stimme hatte, sprach er manchmal viel zu laut. Bei Real hat er sich dann auch sehr laut geäußert: "Mensch, wer soll denn das alles fressen?" meiner Mutter war das sehr peinlich :-) 
    LG Ruth
    • Blula 14. August 2021, 6:25

      Herzlichen Dank für Deinen so guten und ausführlichen Kommentar zu dieser Aufnahme. Bei der Story von Deinem Onkel musste ich schmunzeln und musste dabei auch an meinen Vater denken, der zwar nicht gehörlos, aber extrem schwerhörig war. Er hat so z.B. auch in der Kirche immer laut und kräftig gesungen ... und falsch. Ja, das war auch immer schrecklich peinlich  ;-))
      LG Ursula
    • Ruth U. 15. August 2021, 18:49

      Das kann ich mir gut vorstellen :-))
  • Biso 8. August 2021, 12:56

    Im Westen geboren und aufgewachsen und niemals im Ostblock gewesen, kenn ich das nur von Bildern. Das schlimme an der Sache war ja, dass im kapitalistischen Nachbarland alles in Hülle und Fülle zur Verfügung stand und für die Menschen dort unerreichbar. Dass dieser Überfluss teuer zu bezahlen ist, wissen wir aber auch, wohin hat uns unsere Wohlstandsgesellschaft gebracht?!
    Zu deinem Bild: eine eindrucksvolle Dokumentation dieser Zeit.
    LG Birgit
    • Blula 8. August 2021, 14:03

      Du hast vollkommen recht. Danke für diesen guten Kommentar von Dir.
      LG Ursula
  • Eifelpixel 7. August 2021, 10:29

    Kann sich das in Polen heute noch einer vorstellen?
    Auch Heute wünsche ich dir ein schönes Motiv  Joachim
  • bujaehrling 3. August 2021, 9:55

    Ein sehr anschauliches Zeitdokument ist das. Für den "modernen" Menschen von heute kaum nachvollziehbar. Schließlich kenne  wir keinen Mangel und können im Zweifelsfall alles online bestellen und liefern lassen.
    VG Burkhard
  • Tante Mizzi 3. August 2021, 9:31

    Eine sehr interessante Aufnahme von dieser historischen Situation !!!
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag und bleib gesund!
    Liebe Grüße
    Mizzi
  • Paul Piepiorka 1. August 2021, 15:07

    Ein sehr ausdruckstarkes Zeitdokument!
  • sitagita 30. Juli 2021, 21:01

    Es ist keine Selbstverständlichkeit dass für uns immer und alles zu haben ist. Meine Eltern mussten nach dem Krieg auch Schlange stehen. Und heute gibt es noch viele Länder, wo wenig angeboten wird oder wo Viele sich das Nötigste nicht leisten können, weil das Einkommen zu gering ist. Hier in Deutschland wird oft über jede Kleinigkeit gemeckert. Viele wissen nicht, wie gut es uns geht.
    LG Brigitte
  • Sabine Junge 30. Juli 2021, 8:20

    Ursula, was du da schreibst, habe ich sofort beim Anblick deines Fotos gedacht: Wären da nicht die bunte Kleidung und die Autos, hätte man fast an das hungernde Nachkriegsdeutschland und das Schlange stehen mit Lebensmittelmarken denken können.
    Für mich ein mahnendes, wichtiges Foto, das uns dazu bringen sollte, einmal innezuhalten, damit uns bewusst wird, wie gut wir es haben.
    Diese Wertschätzung unseres Ist-Zustandes fehlt heute zuweilen doch sehr. Das Gute wird als Selbstverständlichkeit hingenommen, dabei ist gar nichts in Stein gemeißelt, alles kann sich jederzeit ändern, und wie schnell das geht, auch hier, im vermeintlich behüteten Westen, sehen wir ja an den Schicksalen der Flutopfer, die oftmals innerhalb weniger Minuten alles verloren haben, manchmal sogar ihr Leben.
    Auch in diesem Sinne ist dein Foto ein ganz besonders Besonderes - und ich danke dir fürs Einscannen des Dias!
    LG Sabine
    • Blula 30. Juli 2021, 8:33

      Herzlichen Dank für diesen besonders einfühlsamen und ausführlichen Kommentar, Sabine. Indem ich diese Bilder zeige, möchte ich tatsächlich auch die Betrachter etwas zum Nachdenken und Innehalten anregen. Mir sind sie sehr wertvoll. Es ist eine Reise gewesen, die ich tatsächlich wie kaum eine andere stets in Erinnerung behalten werde.
      LG Ursula
  • LLUIS Mª. MONNE MUNOA 29. Juli 2021, 12:41

    IMPRESIONANTE DOCUMENTO PARA LA HISTORIA, BUEN TRABAJO Y MUY BIEN REALIZADO, CORDIALES SALUDOS.
  • HJ.B. 28. Juli 2021, 15:37

    Ein wertvolles Erinnerungsfoto:
    Die Schlangen passen zu den Autos, die Menschen sind geduldig, die Farben sind kommunistisch gedämpft.
    Heute sind die Farben greller, die Autos vom Windkanal alle gleichgeformt, die Schlangen sind nicht mehr sichtbar.
    Die Menschen heute stehen in virtuellen Schlangen nach Leben und Zufriedenheit an, in Polen, in Deutschland und in anderen Ländern.
    Von Deutschland weiß ich, dass die alten und kranken Menschen die Ladentür für etwas Glück nie erreichen werden.
    Herzliche Grüße
    Hans Jürgen.
  • Hans-Rudolf Gygax 27. Juli 2021, 15:56

    Hallo Ursula, war auch schon vielerorts doch vom ganzen Ostblock hatte ich nur in Dokus oder Fernseher gesehen. Schon krass was damals und auch Heute da noch abgeht. Habe mich gerade durch eine "Reise"  Deiner eindrücklichen Bilder begeben!!! Meine Ziele waren da eher durch die nordischen Länder wie auch bis hin zu Alaska in den 70igern. Hier war ich mit Gleichgesinnten zum Fischen mit dem Schlauchboot unterwegs. Hab sorge zu Dir und mit liebem Gruss vom Hans-Rudolf