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Lars Ihring, Adminteam
21.03.15, 22:20
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Olaf Reichardt - Fotografie

Leica Q3 Monochrom - Die schöne Kamera für das schwarzweiße

Prolog

Bei einem Langzeit Foto Projekt einer meiner letzten Arbeitgeber arbeiteten wir 2018 mit zwei Profi-Fotografen, von denen einer vereinzelt auch eine Leica Q einsetzte. Mich faszinierte vom ersten Augenblick an die Form der Kamera (Diese kannte ich von der Leica M und von der Fuji X-Pro1/2.) und die Bildergebnisse des beauftragten Fotografen. Wann immer er diese Kamera einsetzte, vergaßen die in dem Moment beteiligten Menschen schon nach sehr kurzer Zeit, dass eine Kamera in Ihrer Nähe war. Es entstanden wunderbare Bilder gänzlich ohne künstliche Lichtquellen.
Meine Neugierde und mein Interesse wäre geweckt, aber der Profi riet mir von einem Kauf ab, denn insbesondere der Autofokus sein deutlich unter dem schon damals üblichen, technischen Standard. Also blieb ich vorerst weiter bei meiner Fotografie mit Fuji und mit Canon, aber die Leica Q hatte ich nicht vergessen.

Mein Weg zur Leica Q

Im März 2019 kam die Leica Q2 auf den Markt und somit erneut ein starker Impuls mich erneut mit dieser Kamera zu beschäftigen. Ich las die Testberichte in den Fotozeitschriften und sah mir viele Videos auf YouTube an. Die Anziehungskraft dieser Kamera wurde immer stärker und von einem Kauf hielt mich nur die immer wieder kehrende Frage ab, ob denn ein so hoher Preis für eine Kamera mit nur einer Brennweite wirklich Sinn machen würde ?
Als dann im Oktober 2019 Fuji die X-Pro 3 vorstellte, schwächte sich die Präferenz für die Leica Q2 etwas ab, denn rational betrachtet hatte die Fuji ein ähnliches Design, die gleiche, kompakte Größe, den besten Autofokus aller X-Pro Modelle und vor allen Dingen die Option für verschiedene Brennweiten. Neben dem finanziellen Aspekt hatte die Fuji auch noch für damalige Verhältnisse ein spektakuläres Klappdisplay, so dass die Leica zunächst zurück in die zweite Reihe musste.
Mitte des Jahres 2020 gab es für mich eine starke, berufliche Zäsur und ich orientierte mich neu in einer Position, welche mich ab 2021 nach Nürnberg verschlug. Die Stadt ist nicht nur fotografisch spannend, sie hat auch einen Leica Store und somit trafen sich die Leica Q2 und ich uns wieder. Die Einschränkungen des ersten Jahres der Pandemie wurden weniger und es dauerte nicht lange, da hatte ich die Kamera im Ladengeschäft in der Hand und keine zwei Wochen später war ich ein glücklicher Besitzer einer Leica Q2.
Was dann passierte, verstehe ich bis heute nur bedingt: Ganz schnell entstanden mehr oder weniger zwei Drittel meiner Bilder mit dieser Kamera. Die Einschränkung der einen, festen Brennweite störte mich nur ganz selten, meine Fotografie veränderte sich, mein Zoom und mein Objektiv Wechsel wurden durch Laufarbeit und die Suche nach alternativen Standpunkten ersetzt. Wenn ich etwas vermisst habe, dann ein Klappdisplay, einen schnelleren Autofokus und eine 35er oder 50er Brennweite. Kurzum: Fuji & Canon blieben aber fast immer im Schrank.
Keine 24 Monate später stellte Leica dann das aktuelle Modell Q3 (28) mit Klappdisplay und deutlich stärkerem Autofokus vor. Ich kaufte die Kamera am Tag der Vorstellung und bin bis heute noch begeisterter als ich es schon bei der Q2 war. Als dann im September 2024 (für mich) völlig überraschend noch eine Q3 43 auf den Markt kam, konnte ich mein Glück kaum fassen: Zwei kompakte Gehäuse, zwei Brennweiten und dies zusammen in einer genauso kompakten Fototasche, die Anzahl der Bilder mit den noch vorhandenen Systemen mit Wechselobjektiven reduzierte sich weiter.

Schwarzweiß Fotografie mit der Leica Q

Ich mag es farbig, ich mag die Vielfalt der Farben und von von daher hatte die Schwarzweiß Fotografie für mich keine Attraktivität. In einer meiner vorherigen Unternehmen bereiste ich über 10 Jahre regelmäßig unterschiedliche Länder in den Tropen und bin bis heute schwer beeindruckt von den dort zu entdeckenden Lichtstimmungen und der Kraft der Farben in nahezu allen Bereichen der Länder, welche ich gesehen habe. Auch die Luftbilder mit meiner Drohne wären ohne Farbe nur halb so schön.
Mit Schwarzweiß habe ich mich das erste Mal 2024 intensiver beschäftigt bzw. beschäftigen müssen: Meine Lebensgefährtin bat mich ein Jahrbuch mit Bildern unserer Familien doch zur Abwechslung mal in schwarzweiß zu machen und ich begann mich mit dieser Thematik zu beschäftigen. Ich wandelte die farbigen Raw-Dateien mit Camera Raw in schwarzweiß um, veränderte Kontraste, Tonwerte, Farben, etc., baute mir eigene Presets und landete dann schnell auch bei der Nik Collection und dem SilverEfex Filter mit den nahezu unbegrenzten Möglichkeiten.
Mir gefiel die andere Bildsprache, zunächst bei Gesichtern und Porträts, aber dann auch bei Landschaften und im urbanen Umfeld. Immer öfter stellte ich die Kameraansicht auf schwarzweiß und entdeckte so die anderen Möglichkeiten der monochromen Fotografie.
Was aber immer blieb, war das ewige hin und her zwischen Farbe und schwarzweiß in einer Kamera: „Wie könnte das Bild in schwarzweiß aussehen ? Wirkt das vielleicht in der oder der anderen Variante besser ?“ Oft genug wechselte ich in der Kamera von Ansicht zu Ansicht, ein dauerhafter Spagat zwischen den Möglichkeiten der digitalen Fotografie.
Auf Workshops der Leica Akademie lernte ich dann Fotografen kennen, die ausschließlich mit der Leica Q2 Monochrom und der Leica M11 Monochrom arbeiteten und berichteten, dass ihnen genau diese Beschränkung geholfen hat, eine „schwarzweiße Sichtweise“ zu entwickeln.
Ich entschied mich für einen entsprechenden Workshop und fotografierte in der Zeit mit einer geliehenen Q2 Monochrom. Und siehe da, die Reduzierung auf Schwarzweiß verändert tatsächlich das fotografische Sehen und es macht große Freude sich darauf einzulassen.
Der einzige Wermutstropfen war zu diesem Moment aber die Kamera: Wenn man eine Leica Q3 gewohnt ist, dann wirkt die Q2 Monochrom im Vergleich wie ein iPhone 9 mit dem iPhone 16. Und dann ist da noch das fehlende Klappdisplay, so stark mein Interesse an der „Sonderkamera“ auch war, kameratechnisch wollte ich mich nicht verschlechtern.

Leica Q3 Monochrom - „Da ist das Ding !“

Im November 2025 ist es dann soweit: Leica bleibt mutig und setzt die Tradition der etwas anderen Kameramodellen fort und präsentiert die Leica Q3 (28) Monochrom. Am Tag nach dem Erscheinungsdatum halte ich die Kamera in den Händen und habe seit diesem Tag ein weiteres, neues Genre für mich entdeckt.
Das Gehäuse aus der bekannten Magnesiumlegierung liegt mit 746g satt aber nicht zu schwer in der Hand. Ästhetisch ist sie für meine Begriffe die „schönste Q“ und ganz sicher eine der schönsten, aktuellen Leica Modelle: Komplett in mattschwarz, ohne rotes Logo, die Skalen sind komplett in Grau und Weiß gehalten, so geht Understatement, wenn es nach mir geht, könnten alle Kameras so aussehen, eine „echte Schönheit“.
Die monochrome Q macht es mir denkbar leicht, mich auf Schwarzweiß einzustellen und es gibt eben nicht mehr die Verlockung, sich auch noch die farbige Ansicht abzurufen. Der Blick durch den Sucher liefert eine Vielfalt von Grautönen und mein fotografisches Umfeld verwandelt sich eine aufregende, neue, schwarzweiße Welt. Je öfter und länger ich die Motive im Sucher sehe, je schneller beginne ich in Schwarzweiß zu denken.
Die Kamera hat keinen Bayer-Filter und keinen Tiefpassfilter. Das Weniger wird in diesem Fall allerdings zum Mehr, denn die hohe Lichtempfindlichkeit des 60 Megapixelsensors und das beeindruckende Auflösungsvermögen sorgt für detailreiche Bilder mit sehr fein abgestuften Grauwerten.
Der tägliche Einsatz ist „typisch Q“ ganz einfach: Einschalten, Verschlusszeit und/oder Blende einstellen (Ich wähle die Blende manuell und überlasse alle anderen Parameter der Automatik mit definierten Obergrenzen bei der ISO.) und los fotografieren. Und dann ist da ja noch das wunderbare Objektiv mit einer Offenblende von 1:1.7 .Damit gelingen auch Porträts mit toller Freistellung. Auch wenn die Tiefenschärfe gering ist, der Autofokus mit Gesichts-/Augenerkennung hilft auch im Vergleich zum Vorgängermodell das Fokussieren zu optimieren.
Es gibt einen digitalen Zoom (35, 50 und 75 Millimeter), welchen ich bei keiner meiner Q3’s nutze. Ich beschneide meine Bilder ohnehin nur sehr wenig und wenn, dann ausschließlich nur am Rechner.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich den Hinweis, dass der monochrome Sensor nur einen Farbkanal (nur Helligkeitswerte) hat und somit sollte man bei manueller Belichtung das Histogramm beachten. Ich nutze die Automatik und hatte hier noch keine Schwierigkeiten.
Aus dem Leica Zubehör Regal empfehle/nutze ich die Daumenstütze, den Handgriff, einen Softrelease Button für den Auslöser und die fest zu verbauende Handschlaufe.
Bei der Entwicklung/Bearbeitung der Bilder könnte man einwenden, dass der Verzicht auf Farbkanäle die kreativen Entwicklungsmöglichkeiten reduziert im Vergleich zur Umwandlung von Farbbildern. Das aktive Beeinflussen bestimmter Farb- und Tonwerte entfällt, dies funktioniert bei der Q3 Monochrom mit entsprechenden Farbfiltern, die über ein Schraubgewinde angebracht werden. (Ich habe diese Option bisher nur sehr rudimentär genutzt und taste mich erst langsam die Filtereffekte heran.) Die Bearbeitung meiner Bilder hat sich insofern verändert, als dass ich die Nik SilverEfex Filter nahezu gar nicht mehr einsetze. Mit wenigen Anpassungen in CameraRaw und mit zwei eigenen Presets komme ich schnell zu den Ergebnissen, welche mir gefallen. (Auf meinem Profil gibt eine Auswahl von mehreren Bildern aus/mit dieser Kamera.)
Mein (vorläufiges) Fazit: Die Leica Q3 Monochrom ist keine Kamera, welche man braucht, sie ist eine Kamera, welche man will. Sie hat meine Fotografie in dem Sinne verändert, dass mit der Schwarzweiß Fotografie eine neue Facette hinzugekommen ist. Seit 5 Monaten genieße ich es mit der „monochromen Tasche“ loszuziehen und komplett in Schwarzweiß zu denken und zu fotografieren. Das hätte ich in der Form mit einer „normalen Kamera“ so nicht erreicht. Ich nehme diese Kamera gerne in die Hand, denn sie ist einfach eine Augenweide und wie jede Q ein Handschmeichler. Mir fehlt nichts, außer vielleicht einer Leica Q3 43 Monochrom oder einer Leica SL3 Monochrom…“Bleibt verrückt und mutig bei Leica und bringt auch weiterhin diese Art der Kameras auf den Markt !“
01:34
Prolog

Bei einem Langzeit Foto Projekt einer meiner letzten Arbeitgeber arbeiteten wir 2018 mit zwei Profi-Fotografen, von denen einer vereinzelt auch eine Leica Q einsetzte. Mich faszinierte vom ersten Augenblick an die Form der Kamera (Diese kannte ich von der Leica M und von der Fuji X-Pro1/2.) und die Bildergebnisse des beauftragten Fotografen. Wann immer er diese Kamera einsetzte, vergaßen die in dem Moment beteiligten Menschen schon nach sehr kurzer Zeit, dass eine Kamera in Ihrer Nähe war. Es entstanden wunderbare Bilder gänzlich ohne künstliche Lichtquellen.
Meine Neugierde und mein Interesse wäre geweckt, aber der Profi riet mir von einem Kauf ab, denn insbesondere der Autofokus sein deutlich unter dem schon damals üblichen, technischen Standard. Also blieb ich vorerst weiter bei meiner Fotografie mit Fuji und mit Canon, aber die Leica Q hatte ich nicht vergessen.

Mein Weg zur Leica Q

Im März 2019 kam die Leica Q2 auf den Markt und somit erneut ein starker Impuls mich erneut mit dieser Kamera zu beschäftigen. Ich las die Testberichte in den Fotozeitschriften und sah mir viele Videos auf YouTube an. Die Anziehungskraft dieser Kamera wurde immer stärker und von einem Kauf hielt mich nur die immer wieder kehrende Frage ab, ob denn ein so hoher Preis für eine Kamera mit nur einer Brennweite wirklich Sinn machen würde ?
Als dann im Oktober 2019 Fuji die X-Pro 3 vorstellte, schwächte sich die Präferenz für die Leica Q2 etwas ab, denn rational betrachtet hatte die Fuji ein ähnliches Design, die gleiche, kompakte Größe, den besten Autofokus aller X-Pro Modelle und vor allen Dingen die Option für verschiedene Brennweiten. Neben dem finanziellen Aspekt hatte die Fuji auch noch für damalige Verhältnisse ein spektakuläres Klappdisplay, so dass die Leica zunächst zurück in die zweite Reihe musste.
Mitte des Jahres 2020 gab es für mich eine starke, berufliche Zäsur und ich orientierte mich neu in einer Position, welche mich ab 2021 nach Nürnberg verschlug. Die Stadt ist nicht nur fotografisch spannend, sie hat auch einen Leica Store und somit trafen sich die Leica Q2 und ich uns wieder. Die Einschränkungen des ersten Jahres der Pandemie wurden weniger und es dauerte nicht lange, da hatte ich die Kamera im Ladengeschäft in der Hand und keine zwei Wochen später war ich ein glücklicher Besitzer einer Leica Q2.
Was dann passierte, verstehe ich bis heute nur bedingt: Ganz schnell entstanden mehr oder weniger zwei Drittel meiner Bilder mit dieser Kamera. Die Einschränkung der einen, festen Brennweite störte mich nur ganz selten, meine Fotografie veränderte sich, mein Zoom und mein Objektiv Wechsel wurden durch Laufarbeit und die Suche nach alternativen Standpunkten ersetzt. Wenn ich etwas vermisst habe, dann ein Klappdisplay, einen schnelleren Autofokus und eine 35er oder 50er Brennweite. Kurzum: Fuji & Canon blieben aber fast immer im Schrank.
Keine 24 Monate später stellte Leica dann das aktuelle Modell Q3 (28) mit Klappdisplay und deutlich stärkerem Autofokus vor. Ich kaufte die Kamera am Tag der Vorstellung und bin bis heute noch begeisterter als ich es schon bei der Q2 war. Als dann im September 2024 (für mich) völlig überraschend noch eine Q3 43 auf den Markt kam, konnte ich mein Glück kaum fassen: Zwei kompakte Gehäuse, zwei Brennweiten und dies zusammen in einer genauso kompakten Fototasche, die Anzahl der Bilder mit den noch vorhandenen Systemen mit Wechselobjektiven reduzierte sich weiter.

Schwarzweiß Fotografie mit der Leica Q

Ich mag es farbig, ich mag die Vielfalt der Farben und von von daher hatte die Schwarzweiß Fotografie für mich keine Attraktivität. In einer meiner vorherigen Unternehmen bereiste ich über 10 Jahre regelmäßig unterschiedliche Länder in den Tropen und bin bis heute schwer beeindruckt von den dort zu entdeckenden Lichtstimmungen und der Kraft der Farben in nahezu allen Bereichen der Länder, welche ich gesehen habe. Auch die Luftbilder mit meiner Drohne wären ohne Farbe nur halb so schön.
Mit Schwarzweiß habe ich mich das erste Mal 2024 intensiver beschäftigt bzw. beschäftigen müssen: Meine Lebensgefährtin bat mich ein Jahrbuch mit Bildern unserer Familien doch zur Abwechslung mal in schwarzweiß zu machen und ich begann mich mit dieser Thematik zu beschäftigen. Ich wandelte die farbigen Raw-Dateien mit Camera Raw in schwarzweiß um, veränderte Kontraste, Tonwerte, Farben, etc., baute mir eigene Presets und landete dann schnell auch bei der Nik Collection und dem SilverEfex Filter mit den nahezu unbegrenzten Möglichkeiten.
Mir gefiel die andere Bildsprache, zunächst bei Gesichtern und Porträts, aber dann auch bei Landschaften und im urbanen Umfeld. Immer öfter stellte ich die Kameraansicht auf schwarzweiß und entdeckte so die anderen Möglichkeiten der monochromen Fotografie.
Was aber immer blieb, war das ewige hin und her zwischen Farbe und schwarzweiß in einer Kamera: „Wie könnte das Bild in schwarzweiß aussehen ? Wirkt das vielleicht in der oder der anderen Variante besser ?“ Oft genug wechselte ich in der Kamera von Ansicht zu Ansicht, ein dauerhafter Spagat zwischen den Möglichkeiten der digitalen Fotografie.
Auf Workshops der Leica Akademie lernte ich dann Fotografen kennen, die ausschließlich mit der Leica Q2 Monochrom und der Leica M11 Monochrom arbeiteten und berichteten, dass ihnen genau diese Beschränkung geholfen hat, eine „schwarzweiße Sichtweise“ zu entwickeln.
Ich entschied mich für einen entsprechenden Workshop und fotografierte in der Zeit mit einer geliehenen Q2 Monochrom. Und siehe da, die Reduzierung auf Schwarzweiß verändert tatsächlich das fotografische Sehen und es macht große Freude sich darauf einzulassen.
Der einzige Wermutstropfen war zu diesem Moment aber die Kamera: Wenn man eine Leica Q3 gewohnt ist, dann wirkt die Q2 Monochrom im Vergleich wie ein iPhone 9 mit dem iPhone 16. Und dann ist da noch das fehlende Klappdisplay, so stark mein Interesse an der „Sonderkamera“ auch war, kameratechnisch wollte ich mich nicht verschlechtern.

Leica Q3 Monochrom - „Da ist das Ding !“

Im November 2025 ist es dann soweit: Leica bleibt mutig und setzt die Tradition der etwas anderen Kameramodellen fort und präsentiert die Leica Q3 (28) Monochrom. Am Tag nach dem Erscheinungsdatum halte ich die Kamera in den Händen und habe seit diesem Tag ein weiteres, neues Genre für mich entdeckt.
Das Gehäuse aus der bekannten Magnesiumlegierung liegt mit 746g satt aber nicht zu schwer in der Hand. Ästhetisch ist sie für meine Begriffe die „schönste Q“ und ganz sicher eine der schönsten, aktuellen Leica Modelle: Komplett in mattschwarz, ohne rotes Logo, die Skalen sind komplett in Grau und Weiß gehalten, so geht Understatement, wenn es nach mir geht, könnten alle Kameras so aussehen, eine „echte Schönheit“.
Die monochrome Q macht es mir denkbar leicht, mich auf Schwarzweiß einzustellen und es gibt eben nicht mehr die Verlockung, sich auch noch die farbige Ansicht abzurufen. Der Blick durch den Sucher liefert eine Vielfalt von Grautönen und mein fotografisches Umfeld verwandelt sich eine aufregende, neue, schwarzweiße Welt. Je öfter und länger ich die Motive im Sucher sehe, je schneller beginne ich in Schwarzweiß zu denken.
Die Kamera hat keinen Bayer-Filter und keinen Tiefpassfilter. Das Weniger wird in diesem Fall allerdings zum Mehr, denn die hohe Lichtempfindlichkeit des 60 Megapixelsensors und das beeindruckende Auflösungsvermögen sorgt für detailreiche Bilder mit sehr fein abgestuften Grauwerten.
Der tägliche Einsatz ist „typisch Q“ ganz einfach: Einschalten, Verschlusszeit und/oder Blende einstellen (Ich wähle die Blende manuell und überlasse alle anderen Parameter der Automatik mit definierten Obergrenzen bei der ISO.) und los fotografieren. Und dann ist da ja noch das wunderbare Objektiv mit einer Offenblende von 1:1.7 .Damit gelingen auch Porträts mit toller Freistellung. Auch wenn die Tiefenschärfe gering ist, der Autofokus mit Gesichts-/Augenerkennung hilft auch im Vergleich zum Vorgängermodell das Fokussieren zu optimieren.
Es gibt einen digitalen Zoom (35, 50 und 75 Millimeter), welchen ich bei keiner meiner Q3’s nutze. Ich beschneide meine Bilder ohnehin nur sehr wenig und wenn, dann ausschließlich nur am Rechner.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich den Hinweis, dass der monochrome Sensor nur einen Farbkanal (nur Helligkeitswerte) hat und somit sollte man bei manueller Belichtung das Histogramm beachten. Ich nutze die Automatik und hatte hier noch keine Schwierigkeiten.
Aus dem Leica Zubehör Regal empfehle/nutze ich die Daumenstütze, den Handgriff, einen Softrelease Button für den Auslöser und die fest zu verbauende Handschlaufe.
Bei der Entwicklung/Bearbeitung der Bilder könnte man einwenden, dass der Verzicht auf Farbkanäle die kreativen Entwicklungsmöglichkeiten reduziert im Vergleich zur Umwandlung von Farbbildern. Das aktive Beeinflussen bestimmter Farb- und Tonwerte entfällt, dies funktioniert bei der Q3 Monochrom mit entsprechenden Farbfiltern, die über ein Schraubgewinde angebracht werden. (Ich habe diese Option bisher nur sehr rudimentär genutzt und taste mich erst langsam die Filtereffekte heran.) Die Bearbeitung meiner Bilder hat sich insofern verändert, als dass ich die Nik SilverEfex Filter nahezu gar nicht mehr einsetze. Mit wenigen Anpassungen in CameraRaw und mit zwei eigenen Presets komme ich schnell zu den Ergebnissen, welche mir gefallen. (Auf meinem Profil gibt eine Auswahl von mehreren Bildern aus/mit dieser Kamera.)
Mein (vorläufiges) Fazit: Die Leica Q3 Monochrom ist keine Kamera, welche man braucht, sie ist eine Kamera, welche man will. Sie hat meine Fotografie in dem Sinne verändert, dass mit der Schwarzweiß Fotografie eine neue Facette hinzugekommen ist. Seit 5 Monaten genieße ich es mit der „monochromen Tasche“ loszuziehen und komplett in Schwarzweiß zu denken und zu fotografieren. Das hätte ich in der Form mit einer „normalen Kamera“ so nicht erreicht. Ich nehme diese Kamera gerne in die Hand, denn sie ist einfach eine Augenweide und wie jede Q ein Handschmeichler. Mir fehlt nichts, außer vielleicht einer Leica Q3 43 Monochrom oder einer Leica SL3 Monochrom…“Bleibt verrückt und mutig bei Leica und bringt auch weiterhin diese Art der Kameras auf den Markt !“
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SD Karte aus Sony A7M2 nicht auslesbar

Schaut mal auf die Ordnerstruktur der Karte, da gibt es Ordner für Videos, je nachdem welches Format für 4K und sowas gewählt wird und jeder Hersteller macht das etwas anders. Im Prinzip ist das eine Struktur wie auf einer Blu-Ray.
Bei Fotos ist das auch so, die Kameras arbeiten mit jeweils herstellereigenen Datenbanken und Formaten.

Wenn eine Karte aus einer Sony in eine Leica oder Nikon, Canon... eingelegt wird, kann die andere Kamera mit den Fotos der Sony nichts anfangen und umgekehrt natürlich auch. Wie soll ein RAW in einer Kamera angezeigt werden, wenn die Aufnahme aus einer anderen Zusammenstellung von Pixeln entstammt? Geht nicht. Aufnahmen aus brandneuen Kameras auf dem Markt kann Lightroom auch nicht öffnen, um ein Beispiel zu geben. Das muss im Lightroom einprogrammiert werden.
Selbst beim gleichen Hersteller gibt es diese Einschränkungen, wenn man dies so empfindet. Eine ältere Version einer Herstellerreihe kann die Fotos der neueren nicht anzeigen oder hat Probleme mit der Datenbank. Gibt es auch umgekehrt. Daher ist es ein Risiko, eine Speicherkarte an Kameras rotieren zu lassen.

Also gilt der Tipp: Speicherkarten immer in die gleiche Kamera stecken oder zuvor Formatieren, in der Zielkamera.
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