Gerhard Körsgen


Premium (Pro), Köln

Les colonnes de Buren

Aufnahme 17.04.2012, Paris

Text übersetzt aus der englischen Wikipedia: "Les Deux Plateaux, besser bekannt als die Colonnes de Buren, ist eine höchst umstrittene Kunstinstallation, die der französische Künstler Daniel Buren in den Jahren 1985-1986 schuf. Sie befindet sich im Innenhof (Cour d'Honneur) des Palais Royal in Paris, Frankreich.
Wie der Architekturschriftsteller Andrew Ayers beschrieb, "nimmt Burens Arbeit die Form eines konzeptuellen Rasters an, das dem Hof aufgezwungen wird, dessen Schnittpunkte durch schwarz-weiße, schwarz-weiße, bonbongestreifte Säulen unterschiedlicher Höhe markiert sind, die vom Boden des Hofes wie Stöcke aus Meeresfelsen aufragen...In gewisser Weise kann die Installation als eine Untersuchung der Wahrnehmung und intellektuellen Projektion von Raum gelesen werden".
In gewisser Weise kann die Installation als eine Untersuchung der Wahrnehmung und intellektuellen Projektion von Raum gelesen werden".
Die Arbeit ersetzte den ehemaligen Parkplatz des Hofes und sollte Lüftungsschächte für eine unterirdische Erweiterung der Räumlichkeiten des Kulturministeriums verbergen. Einige der Säulen reichen bis unter das Hofniveau und sind von Wasserbecken umgeben, in die Passanten Münzen werfen.
Das Projekt war die "Idee" des Kulturministers Jack Lang und löste seinerzeit erhebliche Kontroversen aus. Es wurde wegen seiner Kosten und seiner mangelnden Eignung für ein historisches Wahrzeichen angegriffen. Lang schenkte den Anordnungen der Commission des Monuments Historiques, die sich gegen den Plan aussprach, keine Beachtung. Im Rückblick hat Ayers bemerkt:"Angesichts der Harmlosigkeit des Ergebnisses (absichtlich - Buren wollte ein Monument, das nicht dominieren würde) erscheint das Aufsehen übertrieben, obwohl sich die Säulen nicht nur in der Installation, sondern auch in der Wartung als teuer erwiesen haben."

Neue 3erSerie in color, streets aus drei verschiedenen europäischen Großstädten. Den Anfang macht Paris, 2012.

Kommentare 35

  • Dragomir Vukovic 6. Oktober 2020, 2:55

    deep contemplation !
  • Thomas Tilker 3. Oktober 2020, 21:20

    Der Akteur mit Schirm rechts macht die Szene rund.
    LG Thom
  • Lilelu 3. Oktober 2020, 12:22

    Schornsteine-Landschaft
  • T. Schiffers 2. Oktober 2020, 23:21

    sehr wildes wimmelbild...und gut mit dem beschirmten "hauptakteur"...!;-) tino
  • Uwe Rothuysen 29. September 2020, 18:45

    Nach der langen fc-Pause bist du mir irgendwie verschütt  gegangen (wie der Kölner so sagt).
    Dank Dorothee ist mir das jetzt aufgefallen.
    Zum Bild ist schon vieles Gutes gesagt worden.
    Ich mache es mir erst mal bequem und schließe mich den positiven Kritiken an und freue mich auf die Fortsetzung der 3er-Serie.
    • Gerhard Körsgen 29. September 2020, 19:13

      Na schön dass Du wieder dabei bist :-) Ich bin nach wie vor am Start...nur noch 1 Foto pro Woche, aber streng selbst kuratiert wie ehedem, seit Beginn des Jahres nur noch 4er oder 3er - Serien. Hast also nicht soo viel verpasst ;-)
    • Uwe Rothuysen 30. September 2020, 8:48

      Würd ich so nicht sagen.
      Habe mir einiges im Rückblick angeschaut.
      Viele bemerkenswerte und gute Kleinserien dabei in gewohnter Gerry-Qualität.
  • Jürgen Michael Walter Kemper 25. September 2020, 12:27

    Großartiges Bild!!!
    LG Jürgen
  • felixfoto01 25. September 2020, 12:18

    Irgendwas kratzt mich an diesem Bild. Ich kann Dir leider nicht sagen, was genau. Für mich sieht es aus wie "not there, yet" ..
    • Gerhard Körsgen 26. September 2020, 0:30

      Kann ich verstehen dass einen das "kratzt", irgendwie seltsam berührt zurücklässt. Vielleicht ist es das konsequente "Verweigern" des "easy going Eyecatchers" bzw. dessen "Deplatzierung". Hoffe ich zumindest, denn darauf lag mein Augenmerk bei dieser Aufnahme. Falls nicht...weiß ich es auch nicht, aber es ist ja auch kein Drama ;-)
      Für mich kann ich sagen dass ich mehrere Male dort war danach, aber nie mehr eine solche stimmige Situation erlebt habe wo nahezu alles "stimmte".
    • felixfoto01 26. September 2020, 7:29

      Ich meinte, dass das Bild für mich den Eindruck macht, als hättest Du zu früh aufgehört zu fotografieren oder Du hast nicht das richtige Bilausgewählt. Es macht mich nicht zufrieden. Die Art, wie die Fenster angeschnitten sind, wie die Linien in den Raum laufen, dem Bild fehlt - für mich - die innere Ordnung. Der Ort ist sehr grafisch und sehr in Ordnung. Das Bild gibt das nicht in der Form wider. Die Person mit dem bunten Schirm scheint mir im Verhältnis zu den äußeren Rändern des Bild gut platziert, aber im Verhältnis der Ordnung des Raums nicht so gut. Das verstärkt meinen Eindruck der Unordnung.
    • Gerhard Körsgen 26. September 2020, 12:09

      Da gebe ich dir Recht, also was die "Unordnung" anbetrifft. Vielleicht ist mein Foto ja  "zu gewollt anders" gegenüber dem wie man "sowas" gemeinhin angehen würde. Bei den mehreren Malen die ich dort war war ich (ausser hier) ja auch nie der einzige Fotograf. Die meisten versuchen etwas mit den Linien zu machen, diese zu betonen. Bei meinem Foto kriegt man zwar mit dass es diese Linien gibt, aber der Blick wird nicht dahingehend zentriert oder gelenkt sondern findet erstmal keinen Ausgangspunkt von dem man die Linien entlangschaut. Das kann man unbefriedigend finden - oder eben als "anders" - jedenfalls wollte ich es so. 
      Das ist dahingehend auch ein wirklich interessanter Platz um solche "grafischen Studien und Experimente" zu machen, denn erstaunlicherweise gibt es gar nicht soo viele Perspektiven die sofort funktionieren - jedenfalls nicht wenn man eine individuelle Sicht anstrebt.
  • Peter Mertz 23. September 2020, 21:43

    superb !
  • REN SEN 23. September 2020, 21:19

    Das macht Eindruck!
  • Bernadette O. 23. September 2020, 21:10

    Da wird mein Auge ziemlich an der Nase rumgeführt.
    Spannendes Bild!
    LG Bernadette
    • Gerhard Körsgen 23. September 2020, 22:21

      Ja, auch damals schon war das anderNase'rumführen  bei mir Teil des Programms. Der Mann kam ja von quer links oben hinten immer mal zwischen den Säulen hervor, er wählte den kürzesten Weg quer. Aber erst als er die letzte hohe Säule passiert hatte fühlte es sich für mich "richtig" an.
  • Hannes Gensfleisch 23. September 2020, 20:28

    Die Geschichte vom Bauzaun, der Kunst sein wollte.
  • Frank Keller 23. September 2020, 19:10

    Der Schirm muss hier fast sein - nicht dass Paris immer im Regen wäre - aber hier ist es ein toller Akzent.

    LG von Frank
  • Lumiguel56 23. September 2020, 18:05

    Der Monsieur Buren und die Streifen... Gut, dass der Mann mit dem Regenschirm auch da war.
  • Photomann Der 23. September 2020, 18:02

    hübsche Darstellung
  • Hellmut Hubmann 23. September 2020, 17:09

    Lassen wur mal die Theorie.

    Optisch ein Hingucker. Der Mann als stilles Highlight.