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Letzter Sonnenstrahl

Letzter Sonnenstrahl

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Macrofreak


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Letzter Sonnenstrahl

Vorletztes Jahr war ich mit einem sehr guten Freund zwei Wochen in Island für eine Rundreise unterwegs. Entlang der Ringstraße 1 im Süden kommt jeder irgendwann an dem bekannten Seljalandfoss vorbei. Dies ist wohl der bekannteste Wasserfall, wo man hinter den Wasserfall gehen kann. Wie alle Naturattraktionen in Island ist auch dieser Touristisch sehr gut ausgebaut. Bereits auf der Ringstraße wird man mit einem Schild auf diese Attraktion hingewiesen. Nichmal einen Kilometer weiter ist auch schon der Parkplatz und 300 m Fußweg bis zum Wasserfall.

Als Wir dort gegen Abend ankamen, goss es in Strömen. Das stellte für uns aber kein Problem dar. Jeder der Island kennt weiß, dass das Wetter alle 30min wechselt. Man muss also nur auf sein Wunschwetter an der Location warten. Da wir mit einem Wohnmobil unterwegs waren, machten wir uns die praktische Eigenheit dieses Gefährts zu nutzen und kochten erstmal im Trockenen unser Abendessen. Im isländischen Sommer geht die Sonne erst nach 22 Uhr unter. Wir hatten demnach noch genügend Zeit für eine große Portionen Nudeln mit Soße (wie fast jeden Tag :-) ). Auf diese Weise überbrücken wir den Regen.

Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg um die Location zu erkunden. Vor dem Wasserfall gibt es einige Wege, ob ihn von rechts und links zu bewundern. Mein Bild hatte ich bereits im Kopf. Der Wasserfall von hinten bei Sonnenuntergang in Kombination mit Wolkenstimmung und Sonnenstrahlen. Je näher man dem Wasserfall kam, desto feuchter wurde es. Durch den Ständigen Wind werden Teile des Wassers in alle Richtungen verteilt. Ich zog meine Regenjacke an und machte mich auf den Weg. Immer in der Hoffnung, einigermaßen trocken am anderen Ende anzukommen. Hinter dem Wasserfall angekommen, erkundete ich den Spot von wo aus ich am besten mein Bild machen kann. Ich wollte, dass das Wasser nicht aus dem oberen Bildrand kommt, sondern oben ein Stück Felsen zu sehen ist. Gleichzeitig sollte die Grotte sichtbar sein und natürlich der kleine See, den das stürzende Wasser geschaffen hat. Mit nur 17mm Brennweite hatte ich nicht die ideale Linse dabei. Besser wäre ein Bereich 12-15mm gewesen. Ich probierte einiges aus, bis ich meinen Standpunkt gefunden hatte. Ich fand eine kleine Ausbuchtung an der rückwärtigen Felswand, in der ich mein Stativ so aufbauen konnte, dass ich gerade noch in den Sucher meiner Kamera schauen konnte. Nun wartete ich auf das perfekte Licht. Durch den Sprühregen wurde Kamera, Objektiv und ich immer nasser uns nasser. Bei jedem Bild, das ich machte, hieß es jedesmal: Linse putzen. Mein Putztuch war hier sehr stark gefragt. Ach ca. einer Stunde an dieser Position riss der Himmel für einen Moment auf und die goldenen Sonnenstrahlen der Abendsonne erhellten die Szenerie.

Making of dazu gibt’s später ;-)


Vielen Dank und Beste Grüße Michl

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Informationen

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Exif

Kamera Canon EOS 5D Mark III
Objektiv EF17-40mm f/4L USM
Blende 9
Belichtungszeit ---
Brennweite 17.0 mm
ISO 320

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Geo