KLEMENS H.


Premium (Pro), aus der Stadt zwischen Solling und Weser

Ein Hoch auf ´s Moor und seine Idylle...

Jahrhunderte lang und noch bis heute wurden Moore entwässert
um Nutz- und Anbauflächen zu schaffen.

Hier handelt es sich um einen ehemaligen
für die traditionelle Glasbläserei künstlich aufgestauten Waldteich,
der nach aufgegebener Nutzung allmählich verlandete
und sich zum Hochmoor entwickelte.

Mit der Zeit jedoch verrotteten auch die Holzstauwerke,
so dass das Hochmoor auszutrocknen drohte:

Herbstliche Moor-Schönheit... (4. der Serie  "Mecklenbruch")
Herbstliche Moor-Schönheit... (4. der Serie "Mecklenbruch")
KLEMENS H.

Mit hohem finanziellem und technischem Aufwand
wurde das Hochmoor neu aufgestaut und so wiedervernässt.
Die Verlandung wurde rückgängig gemacht,
indem Verbuschungen und Birken als erste Pionierbäume
im größten Teil der Fläche ausgeräumt wurden...

Ein gutes Beispiel für eine zweite Natur, für eine Natur aus Menschenhand...
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Die Farben des Moores...- (2. der Serie "Mecklenbruch")
Die Farben des Moores...- (2. der Serie "Mecklenbruch")
KLEMENS H.
Herbst-Farben-Vielfalt im Hochmoor... (mit Diskurs über Schärfe und Komposition)
Herbst-Farben-Vielfalt im Hochmoor... (mit Diskurs über Schärfe und Komposition)
KLEMENS H.
Blauer Himmel im Auge des Hochmoors...
Blauer Himmel im Auge des Hochmoors...
KLEMENS H.

Kommentare 34

  • Bela H. 31. Oktober 2020, 18:59

    Sehr schön, mal wieder vom Hochmoor zu sehen und zu hören. Ich kann mich noch gut an diese besondere Landschaft erinnern. Es ist wohltuend zu wissen, dass sie erhalten bleibt.
    Das Bild gefällt mir trotz scheinbarer Kargheit. Besonders gut finde ich den Einbezug der Birken, dessen weiße Rinde sich wirkvoll gegen die restlichen (Farben) Elemente stemmt.
    LG Bela
    • KLEMENS H. 31. Oktober 2020, 22:39

      Als wir zusammen dort waren,
      war die Restaurierung des Holzwehres bereits vollzogen.
      Mein Titeltext ist hier als allgemeine Info gedacht.

      Die Birken, DEREN weiße Rinden ;-)) ich
      für einen stärkeren Helldunkel-Kontrast aufgehellt habe,
      haben eine wichtige Funktion in der Komposition.
      Weiteres kannst Du in den Kommentaren und Antworten nachlesen...
      LG Klemens
  • Jörg H. 29. Oktober 2020, 8:34

    Gefällt mir sehr gut mit der Staffelung der Bildelemente von vorn bis hinten.
    Die weißen Birkenstämme sind schöne Akzente in der dezenten Farbigkeit der Moorlandschaft. 

    Gruss, Jörg
  • Gisela Schwede 26. Oktober 2020, 19:53

    Da bin ich doch ganz bei dir. Auf diese herrliche Herbstlandschaft kann man nur ein Hoch ausbringen und sich in diesen Anblick vertiefen. Was für zauberhafte Farben bringt doch die Natur hervor. Du hast einen Standort gefunden, der das alles sehr gut zeigt. Ich denke, du bist hin- und hergelaufen, hast den Bildaufbau geprüft, verworfen, anderswo wieder geprüft, bis du etwas gefunden hast, das deinem geübten fotografischen Blick gefiel.
    LG Gisela
    • KLEMENS H. 26. Oktober 2020, 21:22

      Natürlich ist der Titel - wie nicht selten bei mir -
      auch ein kleines Wortspiel mit dem Ausdruck "Hoch-Moor"...   ;-))
      *
      Dass ich immer wieder neue Ausschnitte suche und finde,
      hast Du richtig erkannt, Gisela - 
      aber nicht, weil ich sie jeweils vorher verwerfe... -
      denn im Prinzip ist JEDER Landschafts-Ausschnitt
      sorgfältig ausgesucht...  :-))

      Es können dann gut zehn, zwanzig sein, manchmal auch mehr...
      Das macht es gelegentlichen Begleitern nicht leicht,
      mit mir durch die Natur zu streifen...   ;-))

      Hier bot mir ein Hochstand eine erhöhte Perspektive, die ich gerne nutzte
      um die Vielfalt an Farben und Formen überhaupt überschauen zu können...

      Danke, Gisela, für deine schöne Motiv- und Situationsbeschreibung...
      LG Klemens
  • Lutz-Henrik Basch 26. Oktober 2020, 18:20

    Eine sehr ansprechende Landschaftsaufnahme, Klemens und die zarten Birkenstämme wirken darin wie grazile Balletttänzerinnen. Sehr schön!
    LG Lutz
  • Isy H. 26. Oktober 2020, 14:25

    Einmalig schön, die Farben sind eine Pracht. Lg Isy
  • Simbelmyne 26. Oktober 2020, 13:08

    das ist fein, ich mag die farben und die birken im vordergrund, die tiefenwirkung ins bild bringen. Die helligkeit der stämme ist gestalterisch sinnvoll, gut auch, dass der bildpunkt mit der markantesten färbung im goldenen schnitt liegt, die diagonal verlaufenden heidekrautreihen tun ein übriges zur blickführung. Der birkenanschnitt am oberrand war wohl situativ nicht zu vermeiden, ein höherer fotografierstandpunkt wäre aufgrund der norddeutschen verhältnisse wahrscheinlich nur mit drohne, leiter oder aussichtsturm drin gewesen... oder mit viel PS-bastelei, eine fleissarbeit für trübe novemeberabende ;-))
    • Simbelmyne 27. Oktober 2020, 12:41

      ein wesentlicher unterschied, wie wir beide bilder betrachten und analysieren, scheint der zu sein, dass du bilddiagonalen offenbar stark als stilmittel favorisierst, während ich grossen wert auf die gestaltung der bildränder lege, ob da wesentliche strukturen zu randnah stehen oder bewusst oder auch unglücklich beschnitten sind. Müsste ich dieses bild für einen wettberb jurieren, gäbe die (so leider unvermeidbare) randnähe plus beschitt der birken punktabzug, aber wir sind ja hier weder bei der GDT noch beim DVF ;-))
       so sieht und liest jeder ein bild etwas anders und das ist sicherlich auch gut so, sofern es sich nicht wie bei notorischen streefotografie- oder naturfoto-hassern zum dogma entwickelt.
    • KLEMENS H. 27. Oktober 2020, 12:53

      Du unterschätzst meine gestalterischen Prinzipien,
      denn mein Credo ist das "in-sich-geschlossene Bild" ! :-))

      Dafür schaue ich mir sehr genau die Randzonen an,
      einmal ringsherum, sie bestimmen den Ausschnitt... -
      dort wird oft etwas verändert, weil dort vielleicht
      ein - aus anderen Gründen - notwendiger Schnitt erfolgen soll...

      Allerdings halte ich mich daran als eine selbst-gestellte Regel,
      nicht als ein Gesetz Anderer...
      HG Klemens
    • KLEMENS H. 27. Oktober 2020, 12:59

      P.S.: Die Impressionisten, allen voran Claude Monet, haben -
      besonders in der Spätphase - bewusst und absichtlich, teilweise "schonungslos"
      Bildgegenstände am Rand (halb) abgeschnitten, "amputiert"...   ;-))

      ...weil sie damit den "zufälligen", "beliebigen" Ausschnitt
      von Tausenden möglichen ver-sinn-bildlichen wollten...
      (...und damit den stetigen Wandel aller Erscheinungen...)
      HG Klemens
    • Simbelmyne 27. Oktober 2020, 13:09

      ...so wie es auch in der streetfotografie gemacht wird, in der naturfotgrafie hingegen, zumindest, wenn es um jurierungen aller art geht, ist es nicht gerne gesehen.
  • Gerd Wiechers 25. Oktober 2020, 21:45

    Immer wieder gern bin ich da im Moor. Du hast einen schönen Ausschnitt gewählt. Die Farben sind so schön stimmig....
    Die oberste Birkenkrone hast du leider "abgesäbelt" ;-)
    Lg, Gerd
    • KLEMENS H. 26. Oktober 2020, 9:30

      Das habe ich mir schon gedacht,
      dass irgend Jemand die "Absäbelung" anspricht...   :-))
      (auch wenn Du kein "Jemand" bist...) ;-))

      ...aber irgendwo muss man ja immer schneiden,
      auch wenn ´s "wehtut"...   ;-))

      Der Schnitt erfolgte knapp an der Fichtenspitzen-Obergrenze,
      denn einen blassen Himmel wollte ich nicht haben,
      nur um die Birkenkrone einzubeziehen...
      (...die den Blick nach oben hin abgelenkt hätte...)

      ...und so bildet das Fichtenband einen schön gleichmäßigen,
      dunklen Rahmen, der die anderen Birkenkronen einbezieht,
      rechts der Mitte und links in der Ecke.
      LG Klemens
  • thomas-digital 25. Oktober 2020, 19:12

    ein wunderschöner Ort mit diesen jungen Birken und Heidekräutern
    - lg thomas
  • Klaus Nagel Braunschweig 25. Oktober 2020, 18:30

    Eine ganz herrliche Aufnahme vom Hochmoor und seiner vielfältigen Vegetation und das in so wunderschöner Farbenpracht.
    Weiter unten schreibst du die Birken hast du "nachträglich Aufgehellt" (selektives "Abwedeln"). finde ich sehr schön ist auch nicht übertrieben.
    Das was Constantin H. schreibt
     "" Das kann ich im Prinzip nur gutheißen, auch wenn es mir zumindest in einem Fall etwas zu weit gegangen scheint - weil der Stamm nur noch weiß ist und keine Zeichnung oder Schatten mehr zeigt."" kann ich nicht nachvollziehen, die Birken haben doch noch eine wunderbare Zeichnung, zumindest in diesem Bild.
    LG
    Klaus
    • KLEMENS H. 25. Oktober 2020, 19:09

      Die Stämmchen sind ja so dünn im Verhältnis zur Größe der Bildfläche,
      dass eine Zeichnung (das sind feine Grautöne, nicht die schwarzen Risse)
      sowieso kaum zu sehen wäre...
      Soweit zum Begriff "Zeichnung"...

      ...und Schatten sind hier von vornherein nicht vorhanden,
      weil es im diffusen Streulicht (s. Schlagwörter) eines diesigen Tages
      nun mal keine gibt.
      Dadurch gibt es (sowieso) auch keine plastische Wirkung in den Stämmchen...

      Durch die Weiß-Anhebung in den Stämmchen habe ich aber
      die Senkrechten in der Komposition betont,
      so kommt eine "Taktung" ins Bild,
      die den Mittelgrund mit dem andersfarbigen HG "verzahnt".

      Die unterschiedlichen Abstände zwischen den Stämmchen
      kann man auch als "rythmisch" bezeichnen.

      So kommt - trotz der "statischen" Wirkung der Senkrechten - 
      eine leicht wellenartige ("schreitende") Bewegung nach rechts auf,
      in den "offneren" Bildteil hinein...

      Ich weiß nicht, ob Du mir noch folgen kannst, Klaus,
      aber das ist sensible Fachsprache...   ;-))
      LG Klemens
  • Sigrid Warnke 25. Oktober 2020, 16:24

    Ein wunderschöner Anblick und mit den fast pastelligen Farben strahlt die Landschaft etwas Zartes und Leichtes aus.
    LG Sigrid
    • KLEMENS H. 25. Oktober 2020, 19:21

      Ich freue mich, Sigrid, dass dir die "pastelligen"
      (Andere würden vielleicht sagen: blassen) herbstlichen Farben gefallen.

      Sie entsprechen der grauen, diesigen und 
      schattenlosen Wetterstimmung an diesem Tag...

      Dass man den Farbtönen tatsächlich
      eine ganz andere "Sättigungs-Power" geben kann,
      kann man - zum Vergleich - hier erkennen:
      Herbst des Lebens... (in neuer Bearbeitung)
      Herbst des Lebens... (in neuer Bearbeitung)
      KLEMENS H.

      LG Klemens
  • i.m.foto-art 24. Oktober 2020, 18:34

    Welch anmutige Landschaft, welche Vielfalt an Farben. Sehr lebendig wirken die jungen Birken.
    Feines Bild!
    LG Ingeborg
    • KLEMENS H. 24. Oktober 2020, 22:11

      Danke, Ingeborg, dass Du so schöne Worte gefunden hast
      für eine zwar bunte Herbstfarbigkeit,
      aber eben auch eine dezente Farbgebung dafür -

      ...d.h. dass ich dabei nicht der Versuchung erlegen bin,
      die Farbtöne stärker zu sättigen...

      So entspricht sie der natürlich-feinen, zarten Dunststimmung
      dieses sich erst später auflockernden, lichter werdenden Herbstmorgens...
      LG Klemens
  • Constantin H. 24. Oktober 2020, 17:00

    Faszinierende Palette von herbstlichen Farben. Gut, dass doch noch einige Birken die "Ausräumung" überstanden haben, denn mit ihren anmutigen weißen Stämmen und eleganten Kronen runden sie die Schönheit der Moorlandschaft erst ab. Liebe Grüße, Constantin
    • KLEMENS H. 24. Oktober 2020, 17:11

      Du hast es erkannt, Constantin, dass mir die Birken hier
      gestalterisch sehr wichtig sind... - 
      ...und wie sie in die offene Fläche "wandern"...

      ...darum ich habe sie noch hervor gehoben
      durch ein nachträgliches Aufhellen (selektives "Abwedeln")...
      LG Klemens
    • Constantin H. 24. Oktober 2020, 17:18

      Das kann ich im Prinzip nur gutheißen, auch wenn es mir zumindest in einem Fall etwas zu weit gegangen scheint - weil der Stamm nur noch weiß ist und keine Zeichnung oder Schatten mehr zeigt.
    • KLEMENS H. 24. Oktober 2020, 17:31

      So dünne Stämmchen müssen keine Zeichnung haben,
      vermutlich gibt es sie stellenweise noch nicht einmal in der Natur... ;-))

      Was Anderes ist es, wenn eine Himmelsfläche
      ohne jeden Farbhauch oder eine Wolkenstruktur
      dem Bild jeden Raum nimmt, den Blick falsch auf sich lenkt
      und das räumliche Motiv an dieser Stelle zur grafischen Fläche macht...
      Das lässt das Bild in unvereinbare Teile zerfallen...

      Ähnlich gilt das für andere weiße, größere Flächen,
      wie spiegelnde Wasserflächen oder das Gefieder eines großen weißen Vogels...
      War da was... ?! - Silberreiher auf Fischjagd...
      War da was... ?! - Silberreiher auf Fischjagd...
      KLEMENS H.

      Wieder was gelernt...   ;-))
      LG Klemens
    • KLEMENS H. 24. Oktober 2020, 22:57

      Das Foto ist übrigens
      von dem Besucher-Hochstand aus gemacht worden,
      den Ihr im Mecklenbruch kennen gelernt habt...
      LG Klemens
  • Glücksfliegenpilz 24. Oktober 2020, 17:00

    Was für eine farbenfrohe Landschaft.
    Voller Freude betrachte ich dein Bild.
    viele Grüße Barbara
  • Sigrun Pfeifer 24. Oktober 2020, 16:04

    Danke für die interessante Info. Dieser Anblick ist fantastisch. Bin seit einer Woche im Solling, bleibe wohl noch 3, und versuche, mal das Moor zu besuchen. So flott wie früher bin ich ja leider nicht mehr. LG Sigrun
    • KLEMENS H. 24. Oktober 2020, 16:09

      Wie es aktuell dort aussieht, weiß ich nicht,
      dieses ist ein Foto von 2016 aus meinem Fundus...
      Die Laubfärbung beginnt aber schon rasant...

      Übrigens: ...diese Info gilt auch für den Lakenteich...
      Dort gibt es auch Schautafeln zu diesem Thema...
      LG Klemens
  • alicefairy 24. Oktober 2020, 14:51

    Wunderschön sieht es aus dort!
    Lg Alice