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Conny Müller


World Mitglied, Essen

Bagger sehen

Der Bagger 288 - er ist so schwer wie 13.000 VW Golf, zwei Drittel so hoch wie der Kölner Dom und stellt mit seinem Schaufelrad (21,60 Meter) ein achtstöckiges Wohnhaus in den Schatten. Er und sein fast baugleicher "Kollege" 289 waren 1978 die ersten Bagger einer Geräte-Generation, die täglich 240.000 Tonnen Kohle fördern können.

Die Region im Städtedreieck zwischen Aachen, Köln und Düsseldorf wird seit mehr als einem Jahrhundert durch die Braunkohlengewinnung und –nutzung geprägt. Noch immer leistet die Braunkohle einen erheblichen Beitrag zur Stromerzeugung und ist ein wichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor. Gleichzeitig gilt die Braunkohle aber auch als Klimasünder Nummer 1: Mehr als ein Viertel der nordrhein-westfälischen Treibhausgasemissionen gehen auf ihr Konto.

Nach Abbau der Braunkohle soll das verbleibende Restloch im westlichen Teil des Tagebaues zu einem See umgestaltet werden. Dieser stellt für die Tagebauindustrie eine kostengünstige Möglichkeit zur pflichtgemäßen Rekultivierung dar, da das Volumen der geförderten Rohstoffe fehlt, der Abraum nicht in großem Ausmaß neu bewegt werden muss und die Wirtschaftlichkeit des staatlich mit „Erhaltungssubventionen“ geförderten Bergbaus weiter gesenkt werden würde. Ab 2045 sollen circa 40 Jahre lang rund 60 Millionen Kubikmeter Wasser jährlich aus dem Rhein in das Loch geleitet werden. Dieser See wird bis zu 185 m tief sein, eine Fläche von 23 km² besitzen und eine Füllmenge von 2 Milliarden m³ Wasser aufweisen. Die Fläche des Sees wird fast so groß sein wie das Steinhuder Meer in Niedersachsen und bis zu 60mal so tief. Damit dieser geplante See nicht versauert, wird schon heute dem Abraum Kalk zugesetzt.

Mit nicht ganz unkritischem Glückauf

Conny
http://www.kunst-im-blauen-haus.de/

Mit Dank an Jürgen Leuffen für die tolle Begleitung

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