Ctenophora festiva männlich aus der Gattung Kammschnaken 20210507

Ctenophora festiva männlich aus der Gattung Kammschnaken 20210507

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Din G o


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Ctenophora festiva männlich aus der Gattung Kammschnaken 20210507

Danke für die Hilfe bei der Artbestimmung Garfield 78 (Nicole).
Ctenophora festiva ist ein Zweiflügler aus der Familie der Schnaken und der Gattung der Kammschnaken (Ctenophora). Die Gattung ist in Europa mit drei Untergattungen vertreten, Ctenophora festiva gehört zur Untergattung Cnemoncosis, die in Europa mit drei Arten vertreten ist.
Der Gattungsname Ctenophora („phorós“ für „tragend“) spielt auf gekämmten Fühler des Männchens an, was sich auch im deutschen Gattungsnamen „Kammschnake“ spiegelt. Der Artname festiva (lat.) bedeutet „niedlich“.
Die robuste Schnake ist überwiegend schwarz mit gelben Flecken. Die Männchen werden etwa zwanzig Millimeter lang, die Weibchen 23 bis 25.

Die auffallenden vorgestreckten Fühler sind schwarzbraun. Sie bestehen aus dreizehn Gliedern und sind bei Männchen und Weibchen verschieden gebaut. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ctenophora_antenna.png#/media/Datei:Ctenophora_antenna.png

Der glänzende eirunde Brustabschnitt ist vorn seitlich wulstig aufgeworfen. Über den schwarzen Rücken verläuft eine nach vorn geöffnete V-förmige deutliche Quernaht, von der eine Längsnaht zum Schildchen abzweigt. Seitlich liegt vor und hinter der Einlenkung der Flügel je ein gelber Fleck. Die Seiten des Brustabschnittes sind lang behaart.

Die glänzenden Flügel sind lanzettförmig. Sie sind durchsichtig, etwas braun getrübt, nur vor der Spitze tragen sie vorn eine dunkle Halbbinde. Sie ist abgerundet, am Flügelvorderrand breiter, aber sie erreicht die Flügelspitze nicht. In Ruhe werden die Flügel aufgesperrt getragen und lassen die großen gelblichbraunen Schwingkölbchen (Halteren) unbedeckt. Ein Schwingkölbchen ist scharf erkennbar. Hinter den Halteren befindet sich eine schmale gelbe Querbinde.
Die Beine sind rostgelb. Die Schiene des Hinterbeins trägt im basalen Bereich einen schwärzlichen breiten Ring, die Basis ist aber nicht völlig geschwärzt. Auch der Schenkel der Hinterbeine trägt einen schwarzen Ring. Die Schienen sind mit Endstacheln versehen.

Der Hinterleib besteht aus acht sichtbaren Ringen. Beim Männchen ist er walzenförmig und endet in einem kolbigen After, beim Weibchen ist er spindelförmig und endet in zwei Afterspitzen. Die gelbe Zeichnung auf dem schwarzen Hinterleib ist bei Weibchen und Männchen etwas unterschiedlich, beide tragen jedoch eine auffallende, breite durchgehende Querbinde auf dem dritten und eine in der Mitte geteilte Querbinde auf dem vierten Hinterleibssegment, alle anderen gelben Flecken (Wirklich nur Flecken?) sind deutlich kleiner.

Das Vorkommen der Art ist auf die Balkanhalbinsel, Mittel- und Westeuropa beschränkt. Innerhalb des Verbreitungstypes Europäische Tiefebenen und Balkanhalbinsel gehören sie zu der Gruppe, die mehr westlich verteilt ist. Insgesamt liegen Fundmeldungen aus im Westen zwischen Niederlande und Nordspanien bis im Osten zwischen Litauen und Griechenland vor.

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Kamera E-M1
Objektiv OLYMPUS M.60mm F2.8 Macro
Blende 5
Belichtungszeit 1/250
Brennweite 60.0 mm
ISO 200