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Was ist neu?

Lumiguel56


Basic Mitglied, Köln
[fc-user:2250529]

Über mich

Warum zeige ich meine Bilder hier?
Aus dem gleichen Grund aus dem vermutlich die Meisten dies tun. Ich suche Anregungen, Kritik, Austausch und natürlich auch Lob. Vielleicht bringt mich die Rückmeldung in irgendeiner Form weiter und motiviert mich, bessere, interessantere Fotos zu machen. Und natürlich ist es im Gegenzug auch wichtig, diese Rückmeldung den Anderen hier in dieser Community zu geben. Das kommt bei mir eher schon mal zu kurz. Aber ich werde mich bemühen.

17. Januar 17
Langsam wird mir immer klarer, wohin sich meine Fotografie entwickeln sollte. ich möchte weg von einer klischeehaften Zurschaustellung. Also keine Bilder, die aus einem Reiseprospekt kommen könnten, keine Effekthascherei, keine superscharfen, keine superästhetischen Aufnahmen. Keine niedlichen Tierchen. Keine kopierten Fotokünstler.
Und wie lässt es sich positiv formulieren, was ich will. Es sollen Fotos sein, die sich gegen ein gewohntes Wahrnehmungsmuster sperren. An denen man hängenbleibt, weil sie vielleicht eine Geschichte erzählen, weil sie etwas Eigenes und nicht etwas Nachgemachtes sind.
Das ist ein hoher Anspruch, ich weiss. Ob mir das gelingen wird, weiss ich nicht. Aber den Versuch ist es wert.
28. Januar 17
Ich möchte vielseitig sein. Mich nicht auf ein Genre festlegen. Schwarz-Weiss kann, muss aber nicht. Es gibt noch so Vieles auszuprobieren. Manches funktioniert, anderes nicht so gut. Ich suche keinen "Stil". Ich will mir keine Beschränkungen auferlegen. Allerdings sind es schon Menschen in Alltagssituationen, die trotzdem das "Besondere" haben, die mich am meisten faszinieren.
15. Mai 17
Nachdem mein Schwerpunkt in der letzten Zeit auf Street lag und ich, wie von David Gibson angeraten, recht intensiv Bildbände von Fotografen dieses Genres studiert habe, merke ich, dass es mich zu etwas Neuem hinzieht. Verfremdung und Überarbeitung der Fotos faszinieren mich jetzt ganz besonders. Bin gespannt, wo mich das hinführt.
19. Dezember 17
Über langweilige Fotos
Es wird zuviel fotografiert. Die Mehrzahl der hier in der FC (und nicht nur hier) gezeigten Fotos langweilen mich. Und ich bin selbstkritisch genug, zuzugeben, dass mich viele meiner eigenen Fotos langweilen
Die Fotos, die am langweiligsten sind, sind die technisch übermäßig perfekten, die die Leistungsfähigkeit des Equipments des Fotografen demonstrieren, die versuchen Eindruck zu schinden, deren Ästhetik aber blutleer und kalt ist.
Die gegenteilige Masche ist kaum weniger langweilig. Fotos, die die Imperfektion feiern. Alles ist verwischt, düster oder überbelichtet nach dem Grundsatz: "Je mehr ich darüber rätseln muss, was auf dem Foto dargestellt ist, desto mehr Interesse verdient es."
Die gänzlich naiven Fotos, in denen "mein Kätzchen" oder "mein Auto" präsentiert wird, spielen hier eine eher untergeordnete Rolle. Es gibt sie, aber sie sind selten in der FC.
Dann gibt es noch die "lustigen" Fotos, bei denen der Fotograf seinen Humor unter Beweis stellen will. Womit ich nicht sagen will, dass ein spannendes Foto nicht auch witzig sein darf.
Landschafts, Natur- und Architekturfotografie ist häufig langweilig, weil immer die gleichen Klischees variiert werden. Es gibt aber auch sehr ansehnliche Gegenbeispiele.
Auch viele Fotos des Genres "Streetphotography", das mich eigentlich sehr fasziniert, sind langweilig. Es sind die immer gleichen Fußgänger mit ihrem Schattenwurf oder - schlimmer noch - Fotos, bei denen einfach mal auf Passanten "draufgehalten" wird oder Parkbankbenutzer zum Motiv werden, die dann als Streetfotografie etikettiert werden.
Was also macht ein Foto zum Gegenteil eines langweiligen Fotos? Es sollte eine unverbrauchte neue Sicht auf die Welt bieten. Es sollte den Betrachter mit seinen Sehgewohnheiten herausfordern. Wenn auf einem Foto das glaubwürdige Streben des Fotografen nach Weltaneignung erkennbar ist, wird es zu einem interessanten Bild. Fotos, in denen man die Leidenschaft des Fotografen, seine Obsessionen erkennen kann, sind nicht langweilig. Spannende Fotos erzählen eine Geschichte, sie sind mitfühlend, sie schockieren, sie sind komplex und rätselhaft oder einfach und effektiv. Künstlerische Fotoprojekte können die Welt auf neuartige und ungewöhnliche Weise erforschen und dem Betrachter zugänglich machen, aber man muss sie in Angriff nehmen.
Die hier formulierten Ansprüche sind hoch und ich bin der Überzeugung, dass es gerade in der Streetfotografie ein großes Geschenk ist, wenn einem dann und wann ein Foto gelingt, das näherungsweise derartigen Anforderungen genügt. Das wäre dann vielleicht eines von Hundert oder auch Tausend.
Warum aber ist die FC in so hohem Maße überflutet mit langweiligen Fotos? Selbstverständlich teilen nicht alle FC'ler meine Ansprüche. Für Viele ist die FC eine Art Facebook mit erhöhtem Foto Anteil. Das ist aber nur eine Ursache. Eine wesentliche andere liegt in den Mechanismen, die die FC mit allen anderen Internet-Platformen gemeinsam hat, nämlich der Notwenigkeit stets Neues nachliefern zu müssen.
Aufmerksamkeit wird immer dann generiert, wenn neue Fotos eingestellt werden. Dieses Prinzip führt somit zu einem Mittelmaß, wenn nicht sogar geringerer Qualität in der Masse, der hier gezeigten Fotos. Damit müssen wir wohl leben. Auch ich stelle Fotos ein, von denen ich nicht restlos überzeugt bin, einfach um zu zeigen, dass ich da bin und um Rückmeldungen meiner Community zu erhalten.
Man muss die Grenzen dieses Mediums kennen und wahrscheinlich akzeptieren. Ich habe keine Idee, durch welche Maßnahmen sich die allgemeine Qualität der hier gezeigten Bilder verbessern ließe. Immerhin gibt es die "Perlen", die in der Masse leicht untergehen, sich aber dennoch finden lassen.

Kommentare 37

  • Lawoe 12. September 2018, 16:35

    ich auch ............
  • Sybil.J 24. August 2018, 9:58

    Ich folge dir mal :-)
  • kristofor 7. August 2018, 14:32

    Interessant deine Texte, sie zeigen ja auch die Ambivalenz und Aporie, der wir nicht entkommen. Wir versuchen das Beste daraus zu machen und wissen, dass das nicht heißt, das wir die Besten sind (wenigstens nicht jedesmal :-).
  • peju 4. August 2018, 13:02

    >Es wird zuviel fotografiert.<
    Absolut zu unterschreiben.
    >Immerhin gibt es die "Perlen", die in der Masse leicht untergehen, sich aber dennoch finden lassen.<
    dito.
    Wie so mancher andere Satz hier in dem Statement.
    Weniger ist oft mehr.
    Das Bild der Fahrradparkplätze vom Lentpark hätte von mir sein können. Wartet auf meiner Festplatte, etwas anders (enger geschnitten)...aber mir fiel kein Text dazu ein. :-)
    Grüße aus auch Köln
    Peter
  • Antaeus65 25. Juli 2018, 8:00

    Vielen Dank für Deine Kommentar zu „OF - we Love?“ An Gursky musste ich beim Entdecken des Motivs tatsächlich auch denken!
  • Gardin 21. Mai 2018, 20:47

    Hallo Michael.
    Ich beziehe mich noch einmal auf die Treppenläuferin.
    Das ist mein Problem Wäre wirklich Dynamik verloren gegangen? Mit Kopf hätte es für mich eher gepasst. Man hätte mehr die Anstrengung gesehen. Schnelligkeit kommt bei mir nicht an. Was auch verständlich ist. Die Frau läuft ja nicht geradeaus.
    LG
  • emfredo 19. Mai 2018, 10:30

    Deinen Ausführungen "über mich" kann ich nur zustimmen,
    Auch deinen Fotos merkt man an das du aus dem Mainstream ausbrechen willst.
    Ich finde das ist Dir gelungen
    VG Manfred
  • uli62 17. April 2018, 19:52

    Danke für Deinen Kommentar. Das mit der Tapete behalte ich mal im Auge ;-)
    LG Uli
    Es waren mal zwei Bäume...
    Es waren mal zwei Bäume...
    uli62
  • Fernando Anzani 17. April 2018, 16:35

    Thank you very much. Ciao. Fernando.-----------------------------------------------------------
    Le bonnet rouge
    Le bonnet rouge
    Fernando Anzani
    Full Color 7
    Full Color 7
    Fernando Anzani
  • Hartmut Ustorf 27. März 2018, 23:35

    Hallo Michael.
    Danke für Deinen Kommentar auf meiner Profilseite. Ich habe ebenfalls soeben mit Interesse Deinen Text gelesen.

    Tja, ich gehe da mit weniger hohen Ansprüchen an die Fotografie heran; Langweilig, spannend, interessant, individuell usw.: Das ist wirklich eine Frage der persönlichen Wahrnehmung. Tatsächlich aber ist durch die Massenfotografie dank des digitalen Fortschritts eine Lücke nur noch schwer auszumachen, in die man hineinstoßen und sich von der Masse abheben könnte.

    Bei der Beurteilung von Fremdfotos halte ich mich bezüglich der Motivwahl zurück. Ich achte darauf, wie es in Szene gesetzt wurde. Denn grundsätzlich kann man jedes beliebige Motiv interessant darstellen oder auch versauen; letzteres selbst bei den spannendsten Szenen.

    Ich hinterfrage daher auch kaum je ein Foto; wie mittelalterliche oder frühneuzeitliche Maler kommt es mir darauf an, eine optische Wirkung zu erzielen. Das Bild soll gefallen! Zu allererst natürlich sollen meine eigenen Bilder mir selber gefallen! Der Rest ergibt sich dann von selber. Eine interessante Frage ist immer, würde ich mir so ein Bild an bedeutender Stelle irgendwo an die Wand hängen?

    Die Frage, was will uns der Fotograf sagen, habe ich nie gestellt. Wenn ich ihn nicht kenne, kann ich die Frage gar nicht beantworten. Wenn ich seine Ansprüche nicht kenne, weiß ich nicht, ob er solche erfüllt hat. Die gestellte Frage hat mich in der Schule schon immer genervt im Kunstunterricht, wenn sie jemand bei einer Bildbesprechung in die Diskussion eingeführt hat. Jeder Versuch, darauf eine Antwort zu geben, kann nur absurde Antworten produzieren.

    Man darf also ein Foto nicht philosophisch überhöhen; das geht immer in die Hose. Als Ingenieur denke und fühle ich pragmatisch.

    Die richtige Frage lautet, ist das Foto gelungen? Die Maßstäbe, die ich für die Antwort anlege, setze ich selber, wenn ich ein Urteil fälle. In vielen Fällen komme ich zu einem ganz anderen Urteil als der jeweilige Fotograf. Und natürlich gilt das auch für Fremdbetrachter meiner eigenen Fotos.

    In diesem Spannungsfeld bewegt sich jeder Fotograf.

    Gruß Hartmut
  • Marion Jäger 7. Januar 2018, 22:17

    Hallo Michael,
    Dein Profiltext hat mich sehr angesprochen. In großen Teilen sehe ich es ähnlich.
    Und ich finde - ebenso wie Blende10 - dass Dir mit "Begegnung an einem Regentag" ein Bild gelungen ist, das in die von Dir angestrebte Richtung geht.
    Gruß Marion
  • Blende10 29. November 2017, 17:07

    Hallo Michael,
    vielen Dank für Deinen Besuch in meinem Account.
    Aufmerksam habe ich Deine vorgenannte fotografischen Ziele gelesen, bzw. die Wege die Du einschlagen möchtest, um Dich ein wenig von der Masse abzuheben. Ich finde mit Deinem Bild "Begegnung an einem Regentag" ist Dir dies vorzüglich gelungen.
    Beim Betrachten des Bildes fühlte ich mich irgendwie in die 30er Jahre nach New York versetzt. Auch sonst konnte ich viele anspruchsvolle Fotografien bei Dir entdecken.
    LG Ralf
  • Haui 12. Juni 2017, 17:26

    Hallo Michael
    danke für deine vielen Anmerkungen und Lobe.
    Bei diesem Bild handelt es sich um einen Durchgang in einer U-Bahnstation mit Spiegeln auf dennen verschiedenes draufgeschrieben wurde - also siehst du das Paar als Spiegelbild.
    Gruss Marcus
    Kreisumfang
    Kreisumfang
    Haui
  • Klaus Liebertz 8. Juni 2017, 15:28

    Hallo Michael,
    Danke für Dein Interesse an meinen Bilder.
    Die Halle ist die Dir bekannte in Zierikzee.
    VG Klaus
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