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o.T.

http://www.fotocommunity.de/blog/agora-bilddiskussion-intensiv

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Kommentare 21

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 3. Mai 2019, 18:19

    Der Fotograf HF25 schreibt:

    "In Kirchengebäuden kann sich wohl niemand ihrer besonderen Stimmung entziehen. Die Baumeister haben diese Räume bewusst darauf angelegt, in ihnen innezuhalten. Kein Wunder, dass sich in Kirchen viele ansprechende, in die Tiefe führende Anblicke für Fotograf*innen finden. Beim Fotografieren der abgebildeten Gebäudeeinzelheiten war ich ganz im Bann der Wirkung, die ihre Baumeister an dieser Stelle schufen; eher gefühlsmäßig-selbstbesinnlich als verstandesgesteuert. Soviel zum angefragten Hintergrund des Stichwortes Kirchengebäude in meiner Eingangserläuterung.
     Eure fachkundigen und einfühlsamen Zeilen haben mich auch diesmal wieder angenehm überrascht und berührt. Ich kann jede einzelne Rückmeldung gut nachvollziehen. Auch die Ratschläge zur Bildverbesserung; wenn ich auch im einen oder anderen Punkt in der Kirche vor dem Auslösen anders entschieden habe. Die Rückmeldungen treffen alle den Kern dessen, dem ich bei der Aufnahme des Fotos auf der Spur war. Vielen Dank und meine Anerkennung dafür.
     Nach meinem Empfinden kommen die zuletzt geschriebenen Beiträge besonders nah an das heran, was mich vor Ort beim Fotografieren angetrieben hat. Eure Gedankengänge zu meinem Vorgehen, mich in diesem Foto aufs Wesentliche zu beschränken, und zu dem Sinn und der Bedeutung dieses Vorgehens möchte ich gern um einen ergänzen. Eine Betrachtung, die meine nicht gegenständliche Zielrichtung beibehält, eröffnet den Betrachter*innen auch die Möglichkeit, nicht in einer rückwärtsgewandten wirklichkeitsbezogenen Deutung zu enden, sondern könnte folgerichtig auch ins Selbstbesinnliche, die Wirklichkeit Überschreitende, Geheimnisvolle führen. Eine solche Übung würde den Betrachter*innen dann auch über das am Wirklichen ausgerichtete Deuten hinaus neue Erfahrungen und Bereiche erschliessen und so ganz nebenbei auch die zitierte irrige Meinung widerlegen, „das Reale/Konkrete [sei] eben […] das einzige [..], was wir vom Abstrakten kennen“.
    Bleibt schließlich noch die Frage zu beantworten, warum ich mich auch bei diesem Foto gegen eine Bildüberschrift entschieden habe, obwohl ich eine im Kopf habe. Weil´s hier mehr als bei jedem meiner anderen Bilder in der Richtung des fotografischen Vorgehens liegt, den Betrachter*innen beim Anschauen keine Vorgaben zu machen oder sie zu beeinflussen, so dass sie selbstverantwortlich und frei bewerten, deuten und ihre Schlüsse ziehen können.
     Nochmals vielen Dank und meine Anerkennung an alle, die sich die Zeit genommen haben, zu dem Foto zu schreiben und sich so intensiv damit auseinanderzusetzen; und vielleicht bis zu einem nächsten Wiedersehen.
     Herzliche Grüße Horst"
  • elstp 26. April 2019, 17:46

    Die Abstraktion reduziert das Wahrgenommene bis zur Übertragbarkeit auf ein Bild, ein Wort oder eine andere Darstellungsform. Je klarer eine bildliche oder verbale Darstellung, desto mehr Übereinstimmung in einer Beschreibung durch den Betrachter, desto klarer daher auch eine Botschaft, die sich vermitteln lässt.
    Eine hochgradige Abstraktion bedeutet weitgehende Freiheit der Deutungsmöglichkeiten, so dass 'richtig' oder 'falsch' nicht mehr angebracht sind. Eine Wahrnehmung des Bildes ergibt sich beim Einzelnen individuell. Man kann Meinungen vergleichen, aber nicht erzwingen. Dies ist eine Grundvoraussetzung für Kommunikation, und Kommunikation eine wichtige Voraussetzung für Meinungsbildung.

    Der Autor zeigt hier etwas sehr emotional wahrgenommenes, was er nicht versinnbildlicht und einer Deutung zugänglich macht. Im Gegenteil verhindert er den Eindruck von räumlicher Tiefe durch die Wahl des Bildausschnitts: Die weiße Senkrechte links schafft so etwas wie Irritation anstelle von Orientierung.
    Seine Absicht ist daher aus meiner Sicht: "Der Betrachter soll hierin nichts verstehbares sehen." Das erscheint vielleicht vordergründig sinnlos, eröffnet ihm aber die Freiheit, aus der wahrgenommenen Emotion neue Ideen, eine neue Wirklichkeit zu entdecken, also selbst als Betrachtender kreativ zu sein. So würde die Frage nach der Be-Deutung ergänzt um die Worte "für mich, das eigenständige Individuum". 

    Gruß LILO
    • Wolf Schroedax 26. April 2019, 21:31

      o.T.  bedeutet für mich, dass Autor/in keine inhaltliche Be-Deutung anstrebt,  Also reine Ästhetik digitalfotografischer Effekte (gezeigt mittels eines Blicks in einen Kirchen(raum) .....)
  • Agora Bilddiskussion intensiv 25. April 2019, 20:35

    Liebe Fotografen und Kritiker,

    morgen wird es ausnahmsweise kein neues Bild in der Agora geben, da fast alle im Hintergrund tätigen unterwegs sein werden.
    Bitte entschuldigt und ich hoffe, die Vorfreude auf das Bild am folgenden Freitag wird dafür desto größer sein.

    Viele Grüße
    Stefan von der Agora-Redaktion
  • Wolf Schroedax 24. April 2019, 7:42

    In der Mitte ziemlich scharf ein säulenförmiges Gebilde. Metallisch-matt oben metallisch-spiegelnd unten, dazwischen ein Element gekrisselt glänzend. Darunter ist die "Säule" unterbrochen. Der Teil unten ist mit einem Deckel versehen, die oberen Teile schweben oder stehen drauf, hängen darüber... Der Lichtstreifen am linken Bildrand blendet und zieht alles ins abstrakt Beiläufige. Deck ich ihn ab, entsteht ein Durchblick in ein Rätsel...  Büchse der Pandora ?  -  Man hat die Wahl !
    • elstp 25. April 2019, 6:59

      Abstrahieren, das bedeutet reduzieren, und das geht notwendigerweise aus von vorhandenem: um eine Abstraktion zu deuten, muss man zurück zum vollständigen, zumindest in diese Richtung. 
      Gruß LILO
    • elevatorjwo 25. April 2019, 9:36

      @ Wolf Schroedax: ...und was ist, wenn der Autor sich nur in Farben und Lichtern bewegte, ohne Strukturen und Realität seiner emotionalen Bewegung folgend?
      Dann wird jeder Versuch der realen Deutung scheitern müssen...
    • motorhand 25. April 2019, 12:53

      Steht eigentlich alles in Kommentar nº eins.
      Für mich bleiben keine Fragen offen.
    • Wolf Schroedax 25. April 2019, 23:03

      @elevatorjwo :  .. Autor/in bewegten sich in einem Kirchenraum und entdeckte hier einen attraktiven abstrakt anmutenden Durchblick ....  Wenn es um Deutung geht, musst Du elstp fragen
      @motorhand :  fast ...
  • elstp 22. April 2019, 18:02

    Wenn ich als Blinde plötzlich sehen könnte, wären meine ersten Eindrücke möglicherweise so, denn das Erkennen, Benennen und Einordnen muss das Gehirn leisten, und das geht nicht schlagartig. Wenn ich diese Situation also erlebte, fände ich sie vielleicht interessant, spannend und nicht so angenehm, weil fremd. 
    Wichtiger als das farbige Licht wären mir die Strukturen, von denen die Senkrechten am einfachsten einzuordnen sein müssten. - Das ist nur so eine Idee....
    Gruß LILO
  • Rogam 22. April 2019, 12:37

    Sowas würd ich mir auf Leinwand oder besser auf hochwertiges Papier gedruckt an die Wand hängen und auch Geld dafür ausgeben. Würde ich bei den meisten meiner Bilder nicht tun.
  • twelve_pictures 21. April 2019, 10:25

    Mir gefällt das Bild. 
    Sicher wird es jeder anders machen, weil er es auch anders sieht. Vorausgesetzt, man sieht so etwas überhaupt als Motiv und traut sich dann auch noch es so wie hier umzusetzen und zu zeigen. Ist schließlich nicht bunt genug und scharf ist es auch nicht von vorn bis hinten - Ach ja, und der Weißabgleich...
  • Hotzenwäldler 21. April 2019, 8:20

    diese drei Kreise in etwa Bildmitte sind Farben, die sonst in der Aufnahme nicht vorkommen.Ansonsten wiederholen sich die Farben weiß, blau und braun an anderen Stellen. Für mich eine gelungene farbl. Balance.
    Die Formen sind streng(Ausnahme die drei Kreise),durch die fotografische Unschärfe ist dort Platz für Fantasien. Selten solch ein harmonisches Farben und Formenspiel gesehen.
  • Matthias von Schramm 20. April 2019, 19:14

    Ich verstehe, dass Formen, Farben und Licht einen anziehen. Die sind schließlich Grundelemente der Fotografie. Diese besonders zu sehen, ist auch mitunter eine fotografische Grundleistung. Hier ist die Entscheidung so gefallen ein Motiv, ein Detail eines Gebäudeinneren so zu abstrahieren, dass es nicht mehr zu erkennen ist - dabei erübrigt sich dann für den Betrachter auch die Information, ob man in einer Kirche fotografiert hat oder sonst wo.

    Wenn man etwas zu Abstrahierendes sieht, löst man es vom eigentlichen Inhalt und schafft einen neuen ästhetischen Inhalt mit bekannten Mitteln. Geringe Schärfentiefe, Lichter, Farbspektrum, neue Linien, abstrakte Interpretationsvorgaben. Ich sehe hier die Neonröhren in lieblichen blau, die aber in Wahrheit wohl gar nicht da sind. Durch Reflexionen und wilde Schärfeabwechslung, Discoartige Ampelfarbideen und Fleckiges, weißes Licht auf Metall oder Holz kommt das Auge nicht zur Ruhe und vermisst eine klar gesehene Struktur einer Grafik, welche der Floskel "Weniger ist mehr" in diesem Fall Futter gibt.
  • Ester Greiner 20. April 2019, 11:54

    Bei diesem Bild fühle ich mich in das Spiel... ich sehe was, was du nicht siehst... versetzt!  Der FotografIN gibt zwar vor von Licht, Formen Farben in den Bann gezogen worden sein. Ich schau mir das Bild schon zum  X-Mal an und reibe mir verwundert die Augen und suche verzweifelt diese Faszination die den FotografIN dazu ermutigt hat dieses Motiv so und nicht anders in Szene zu setzen. Ich suche den Punkt an dem mein Auge einen Zugang findet, um mich diesem besagten Bann nähern und der als Auslöser dient, mich auf das Bild letztlich auch einlassen zu können!  Mich persönlich irritiert das Bild und ich frage mich ob die Art der Darstellung nicht auch anders hätte gewählt werden können. Vielleicht muss man/ich einfach noch ein bisschen im Dunklen tappen, um das Licht am Ende des Tunnels letztlich doch noch zu erkennen !? Vielleicht hilft mir der eine oder andere Betrachter, wenn er/sie seine Gedanken dazu schreibt... Liebe Grüße Ester
  • motorhand 19. April 2019, 21:49

    Das finde ich schön !
    Eventuell könnte die Kamera ein klein wenig tiefer geschwenkt werden, um mehr von der fokussierten Oberfläche zu zeigen und die eher langweilige Fläche über den drei Punkten zu verkleinern. Die helle Linie links stört mich ebenfalls etwas, hier hätte ich mir vielleicht einen dunklen Abschluß gewünscht. Also beispielsweise links etwas beschneiden und oben ebenso viel, um das Format zu erhalten.
  • Agora Bilddiskussion intensiv 19. April 2019, 18:10

    Die Fotografin /Der Fotograf schreibt:

    "das licht, die farben, die linien und boegen in diesem kirchenteil zogen mich von anfang an in ihren bann und ich habe dann versucht, das gefundene moeglichst interessant abzubilden..."