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Leerstand

http://www.fotocommunity.de/blog/agora-bilddiskussion-intensiv

Wichtig:

Hier werden destruktive und/oder verletzende Anmerkungen gelöscht. Wir bitten darum, die Diskussion aufs Bild zu fokussieren und persönliche Streitigkeiten genauso wie irgendwelche Vermutungen über den Bildautor, aus der Diskussion herauszulassen.

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Kommentare 14

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 13. Juli 2018, 18:28

    Der Fotograf twelve_pictures schreibt:

    "Zunächst war ich erfreut darüber, dass das Bild zu kontroversen Diskussionen anregte und dass sich auch einige an der Diskussion beteiligt haben, die so häufig nicht hier zu finden sind. Dieser Eindruck hat sich dann nach dem Beitrag von MvS relativiert, als sich die Diskussion zu einer regelrechten Flaute entwickelte.

    Sie blieb, wie in letzter Zeit eigentlich immer hängen, wenn das gezeigte Bild ein genaueres Hinsehen verlangt und nicht vordergründig und eindeutig Motiv und Bildaussage auf dem Präsentierteller liefert.

    Die Diskutanten ziehen sich auf Titel- bzw. Beschreibungsanalyse sowie auf formale Bildattribute, wie Schnitt, Schärfe, Kontrast usw. zurück, ohne sich zu Bildinhalten Gedanken zu machen. Sie geben Hinweise zu „besserer“ Lichtführung, bemängeln den Schnitt, fragen den Autor nach Zusammenhängen oder Interpretationen, und begeben sich in spekulative Ebenen über die Motive des Fotografen. Das alles ohne sich überhaupt auf das Gezeigte einlassen zu wollen oder zu können.

    Der Einzige, der sich in seinem Diskussionsbeitrag mit den verschiedenen Ebenen des Bildes auseinander gesetzt hat, ist Wolf Schroedax. Er hat sich sogar die Mühe gemacht und ist den Hinweisen zur Örtlichkeit gefolgt. Er kommt damit auch zu interpretatorischen Aussagen, die einigen meiner Gedanken sehr nahe kommen. Auch Clara Hase hat sich darum bemüht.

    Oberflächlichkeit ist in der Agora-Diskussion leider sehr häufig anzutreffen. Ich kann mir nicht erklären, woher Einige die Forderung ableiten, das man ein Bild auf den ersten Blick erkennen können muss und/oder dass der Fotograf gefälligst eine Erläuterung für den Betrachter abzugeben hat. Für mangelte Fantasie des Betrachters kann der Bildautor nichts.

    Ob ein Bild formal völlig daneben gegangen ist, kann ich m. E. nur dann beurteilen, wenn ich die Bildinhalte und die Bildaussage verstanden habe und sie in den Kontext mit dem zu sehende stellen kann.

    Auch ist mir nicht klar, welche andere Bildaussage z. B. mehr Gewicht durch schwarz/weiß bekommen könnte, wo doch gar keine Bildaussage erkannt wurde.

    Florett statt Holzhammer - also mehr Sorgfalt - wünschte ich hier in der Diskussion öfter. Einige scheinen grundsätzlich von ihrer eigenen fotografischen Brillanz so überzeugt zu sein, dass sie sich veranlasst sehen, die hier einstellenden Autoren allesamt als blutige fotografisch Laien zu behandeln.

    Dass manche der hier Diskutierenden die Frage stellen, was ein Konzept ist, scheint mir allerdings symptomatisch. In diesem Falle bestand das Konzept darin, ganz einfach nur darin, mit der Kamera durch die Stadt zu ziehen und leerstehende Ladengeschäfte zu fotografieren. Dass dabei ausschließlich reine Dokumentationsfotos herauskommen, spräche eher gegen den Fotografen.

    Wenn ich unten schreibe, dass das Bild aus einer Konzeptarbeit stammt und dass ich es als alleinstehendes Bild ausgewählt habe, weil die verschiedenen Bild- und Interpretationsebenen für mich gerade bei diesem Bild wichtig waren, ergibt sich daraus logischerweise die Konsequenz, dass das Bild (für mich) auch allein funktioniert.

    Dass das viele der Betrachter offensichtlich anders sehen, ist für mich dabei kein Problem, es ist eher mein fotografische Alltag. Angemerkt sei aber, dass meine Bilder sehr vielen Betrachtern gefallen und dass die Resonanz je nach Fotografieplattform und angesprochener Betrachtergruppe sehr, sehr unterschiedlich ausfällt.

    Übrigens hatte Hannes Wanderer eine völlig andere Intension als ich. Ich hoffe, der Unterschied zwischen Konzeptkunst (H. W.) und Arbeit mit einem fotografischen Konzept (12_pic), ist den Diskutanten bewusst. Wanderers „Time Out“ ist übrigens auch bei Weltbild zu erwerben. Dieser Zusammenhang ist in diesem Bild zufällig entstanden, wäre aber für den Betrachter, der es weiß, eine weitere Beziehungsebene.

    Am Rande sei bemerkt, dass „Mrs. Sporty“ nie in diesem Ladengeschäft war sondern immer in der Mühlenstr. und sie war auch nie „zu haben“. Hier wurde die LEER STEHENDE Schaufensterfläche im sehr belebten Stadtzentrum für ein zentrale Werbung benutzt, um auf einen Standort nicht ganz so zentral hinzuweisen, damit die Geräte dort nicht LEER STEHEN bleiben.

    Mit diesem Bild verabschiede ich mich aus dem „Bezahlfernsehen“ und werde zukünftig entsprechen den Regeln der FC nur noch einmal wöchentlich nerven und das dann auch noch häufig analog.

    Für die vielen doch sehr anregenden und nicht immer kritiklosen Diskussionsbeiträge unter meinen Bildern und auch hier in der Agora bedanke ich mich sehr herzlich.

    12_pic"
  • Thomas Braunstorfinger 13. Juli 2018, 12:22

    Das steht meiner Meinung nach nicht für Leerstand, und das aus zwei Gründen:
    1. Fitnesscenter haben oft Scheiben, durch die man nicht sehen kann (wegen den vielen Spannern, die sich sonst die Nase daran platt drücken würden :-) )
    2. "Mrs Sporty" ist ja nicht pleite oder kann sich die Miete nicht mehr leisten, sondern ist 80 Meter weiter gezogen - vielleicht sogar eine Vergrößerung...
    Ansonsten hätte ich die Spiegelungen evtl. versucht, per Polfilter einzudämmen.
    Ein witziger Aspekt ist mir aber aufgefallen:
    Wenn man mit dem Auge dem Mrs-Sporty-Pfeil nach links folgt, findet man das Ich-bin-zu-haben-Herzchen...vielleicht eine versteckte Partnerbörse? :-)
  • Matthias von Schramm 8. Juli 2018, 11:02

    Es klingt nach einem spannenden konzeptionellem Projekt, wofür dieses Bild aber keine Werbung macht. Es ist schlicht und ergreifend zu wenig aussagekräftig. Die Leere ist ja hinter den Scheiben und die sieht man nicht, weil sie verdeckt wurde. Die Spiegelungen stören die "Leere" ebenfalls und der Hinweis des Pfeils, der auf einen Umgzug von Mrs. Sporty hinweist ist profan, was für mich allerdings nichts negatives hat. Der Schnitt gefällt mir.
  • mia taugts 8. Juli 2018, 9:45

    Interpretation: Was soll da interpretiert werden ?
    Formal: Völlig daneben gegangen, da fehlt jede Spannung, die Anschnitte unten und oben machen daraus ein Dokumentionsbild ohne jeden weiteren Anspruch
  • mond.rose 8. Juli 2018, 9:41

    Leerstand als Titel finde ich hier unpassend. Warum? Weil es danach aussieht, dass entweder umgeräumt wird oder einfach nur der Besitzer wechselt. Heute gängige Methode in großen Einkaufszentren, weil vielleicht der Mietpreis zu hoch ist.
    Für einen Leerstand ist das Gebäude zu neu. Als Leerstand würde ich ein viel älteres, ausgedientes Gebäude oder Lager fotografieren, wo wirklich nichts mehr drin steht und es nicht mehr benutzt wird.
    Gestaltungstechnisch würde ich hier eher in s/w fotografieren, damit die Bildaussage viel mehr Bedeutung bekommt. Ich hätte sicherlich einen anderen Blickwinkel fotografiert. Als Foto ist es -wie schon erwähnt- etwas flau; auch bedingt durch schwierige Lichtverhältnisse. Die Spiegelungen lenken irgendwie ab. So richtig als Konzeptfotografie verstehe ich das Bild nicht, weil auch wie gesagt es nur ein Einzelbild ist. Eine Fotoserie wäre angebrachter.
    • Wolf Schroedax 8. Juli 2018, 10:47

      Leerstand bleibt Leerstand , ganz unabhängig vom Baujahr des Gebäudes. .... Mrs Sporty ist umgezogen. Das sagt sie aber gar nicht, um diesen Standort nicht schlecht zu machen, sondern tut so, als sei sie schon immer in der Mühlenstr.23 zu finden gewesen.....
  • Wolf Schroedax 8. Juli 2018, 9:33

    Das kann passieren, dass bei einer Dokumentation – hier für das Leerstandsregister der Kreisstadt F. an der Spree - ein Bild entsteht, welches als Narrativ eine komplexe Spiegelung enthält. Autor/in fragt nach den Bildebenen (BE), stellt uns also eine Aufgabe !
    Diese zu lösen, muss man dem Bild zuerst entnehmen, dass es die Glasfront (BE 1) eines Ladens (Leerstand) zeigt, welcher sich am Eingang einer Passage gegenüber eines Ladens namens „Weltbild“ befindet. Dessen Glasfront und beleuchtete Tiefe spiegelt sich in BE 1 und bildet somit BE 2. Das kann das Bild aus Gründen des Kontrastes nur zeigen, weil der Leerstand unbeleuchtet ist, wenn man vom durch die Fenster zur Straße einfallenden Licht absieht.
    Als BE 3 kann man die Spiegelung der integrierten Deckenleuchten der Passage ansehen, welche sich auf die Kasettendecke des Leerstands projezieren, deren eigene Leuchtkörper ausgeschaltet sind ! Dabei sollte bedacht werden, dass sich in BE1 auch die Spiegelungen irgenwo wiederfinden, welche sich in der Glasfront des Weltbild-Ladens befinden.
    Zu BE 1 gehört der Boden der Passage, welcher offenbar in eine Fahr- und eine Fußspur (Standpunkt des Betrachtenden) aufgeteilt ist, und der Hinweis auf Mrs.Sporty, welcher die gesamte Bildkomposition wesentlich prägt und zur Ortsbestimmung beitragen kann.
    Ästhetik :: Die Komposition stimmt weitgehend.
    Interpretation :: Das Erleuchtete findet nur in grauer Leere zu sich.....
  • Clara Hase 7. Juli 2018, 21:18

    als interpretation sehe ich miss sporty - also immer fit wie ein turnschuh - aber die Läden schliessen - da ist nichts fit oder mrs sporty ist vorbeigerannt an den tausend möglichkeiten.
    ich habe auch schon den erdrückenden leerstand oder geräumte läden fotografiert - es fehlt einem ja auch was in der umgebung oder man wundert sich. wie ben beim Lesen über Weltbild auch.
    Unsere schöne Welt wird immer glanzloser. Da helfen auch keine Pillen und keine Medizin, wie sie in der spiegelung sichtbar werden - inklusive Aussenaufsteller.

    Das es über Leerstände Konzeptfotografen gibt ist mir neu - bei mir ist das eher Heimattümelei. alles verändert sich.

    PS schon länger hörte ich: Passagen sind out - man bestellt online
  • felixfoto01 7. Juli 2018, 10:38

    Ein Bild aus einem seriellen Kontext zu reissen, um es als Einzelbild zu diskutieren halte ich für eine sehr schlechte Idee, denn erst durch die Serie werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutlich. Besonders die Unterschiede. Worauf kommt es dem Fotografen an, welche Idee steckt hinter der Serie und ist sie hinreichend präzise formuliert? Aus einem Einzelbild kann das niemand ersehen.
    Im Kontext der Serie würde ich vielleicht anders denken, aber so ist es wieder wie immer: Zu wenig Raum, zu eng geschnitten. Welche Informationen soll mir das Bild vermitteln?

    Hannes Wanderer machte ein Buch über Leerstände in Berlin. Das war sein Erstes, danach wurde er Fotobuch Verleger.
    https://www.amazon.de/dp/3980967700/ref=cm_sw_r_cp_tai_nEhqBbX6Y3VP3

    Er hat allerdings in die leeren Läden hinein fotografiert, vielleicht ein Ansatz als Recherche Material, vielleicht auch eine Erweiterung des Projekts. Philip Toledano machte ein Buch über Bancrupcy und fotografierte leergeräumte Büros.

    Das wäre mein Vorschlag an den FotografIn - das Konzept abklopfen, ob es verstanden werden kann, ggf. neu nachfotografieren.

    Mein Feedback - würde ich eine Serie von Bildern wie diesen sehen, würde ich sie zur Kenntnis nehmen, aber sie brächten mir keinen Mehrwert. Der würde gegeben werden, gäbe es mehr Kontext - wie sieht das Umfeld aus, wie sieht es innen aus. Die Spurensuche sollte mich in ihren Bann ziehen. Das tut dieses Bild hier nicht, so wie es jetzt alleine steht.
  • P. King NT 6. Juli 2018, 23:43

    ich kann den leerstand nicht so recht erkennen, weil das milchglas keinen einblick zulässt. vielleicht fließt dahinter ja der schweiß. vielleicht ist gerade geschlossen. das schild 'ich bin noch zun haben' kann, muss aber nicht auf den leerstand hinweisen. es kann auch für irgendetwas anderes werben. um mich mit bild- oder gar interpretationsebenen zu beschäftigen ist mir das bild zu eindimensional, wenn man mal von den spiegelungen absieht, die aber eher nichtssagend sind. vielleicht wirkt es als teil einer serie (ich vermute mal, dass mit "konzeptarbeit" eine serie zu einem thema gemeint ist) ja anders, aber als einzelbild sollte es schon das zeigen, was das thema verspricht.
  • Helge Jörn 6. Juli 2018, 23:20

    Schnitt rechts ist in Ordnung.
    Unten wurde die Ecke abgeschnitten. Oben ist die Linienführung ebenfalls unausgewogen. Der linke Rand läuft ins Leere. Bei einer Konzeptarbeit - was immer das heißen soll - hätte man etwas mehr Sorgfalt erwarten dürfen.
    Dem Betrachter wird ein leerstehendes Fitnessstudio präsentiert. Deckenstrahler verschwimmen im von links einfallenden Licht. Viel mehr ist nicht zu erkennen. Den Milchglasscheiben sei Dank:)
    Der "Ich bin zu haben" Aufkleber ist dann der dritte Hinweis nach Titel und Erläuterung des Autors auf das Thema der Arbeit. Damit es auch noch der Dümmste begreift?
    Ein "Weltbild" spieglt sich in der Scheibe. Ich meine gelesen zu haben, dass es dem Verlag wirtschaftlich auch nicht besonders gut geht. Der nächste Leerstand also schon in Aussicht.
    Alles etwas zu viel des Guten. Die Botschaft wird mit dem Holzhammer überbracht.
    Florett wäre mir lieber.
  • Wolf Schroedax 6. Juli 2018, 23:07

    Feedback 1: Was darf man unter einer "Konzeptarbeit Leerstand" verstehen, etwa eine Dokumentation (betr. Bildsprache)? Fb 2: Soll man dem Bild Hinweise entnehmen können, warum der Laden leer steht ? (betr.Interpretationsebenen) ?
  • Agora Bilddiskussion intensiv 6. Juli 2018, 19:12

    Die Fotografin / Der Fotograf schreibt:

    "Das Bild entstand neben einigen anderen im Rahmen einer Konzeptarbeit über Leerstände in unserer Stadt.

    Bei diesem Bild interessierten mich die verschiedenen Bild- und Interpretationsebenen."