Clara Hase


Premium (Basic), Kreis Segeberg
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Über mich

Corona und der Mangel an Kultur hat eine digitale Ausstellung notwendig gemacht.
am 20-08-21 war die Vernissage - mit zoom.
Wer mal schauen mag freier Eintritt:
https://artspaces.kunstmatrix.com/en/exhibition/7405326/detail-20082021-bis-28012022

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Auch wenn es nett ist, auf dem Familiensofa zu sitzen um Fotos gemeinsam zu betrachten, sich zu erinnern, oder wieder zu freuen, ist das für mich in der FC eigentlich nicht ausschließlich so angedacht gewesen. Eher vermutete ich hier sachdienliche Hinweise oder Aussagen zum Bild von Fotografen.

Die FC ist 2020 auch so freundlich Hinweise zu Kommentaren zu geben. Wenn man sie so nie bekommt, macht es kaum Freude selbst noch so niederzulegen was ich sehe, meine oder auch nicht - und ja - falsch kann man dabei auch mal liegen:
http://www.fotocommunity.de/blog/tipps_tricks/bildkommentare-das-salz-in-der-suppe


Schönes Bild - von Kurt
http://thomas-tremmel.de/mein-nachbar-kurt/schoenes-bild

Lobhäkchen? Noch mal Lobhäkchen? Und ich weiss immer noch nicht warum?
Kommt mir vor wie das liken bei Facebook. Text und Lob macht sich besser.
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Wo ist das?
Diese Frage ist völlig überflüssig, für die Besprechung nach fotografischen Gesichtspunkten.
Will ich es sagen, zuordnen steht es in den Schlagworten.
Für die heimische Ablage ist es sehr wichtig.

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"Wenn alle einstimmig singen, ist der Text
ohne Bedeutung."
Stanislaw Lec

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Google liest mit...
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Heimat

Was ist das?

Heimat ist rund. Quasi eine runde Sache. Ein Rund in dem sich vieles wiederholt. Wie z.B. unser Frühstück – Brot, Butter, Marmelade und Kaffee.
Langweilig sagen die einen und die anderen freuen sich nach drei Wochen interkontinental Frühstück auf „ihren Kaffee“.
Heimat, das ist der Geschmack, der Duft von Gulasch, so wie ihn Oma oder Mutter kochte. Heimat, Heimat ist der Duft der Wiesen und ebenso der Geruch der Fleete und der Abgase in Hamburg an der Alster.
Heimat, das sind vertraute Stimmen, vertraute Worte. Heimat ist die Erinnerung an die Tage der kindlichen Unbesorgtheit, der Geborgenheit. Heimat ist die Erinnerung, die Rückschau, das Andenken an Vater, Mutter und Großeltern.
Heimat ist auch die weiche dunkelbraune Erde, aus der so vieles sprießt. Warum sage ich dunkelbraune Erde, betone dies? Ist doch logisch das die Erde braun, wie auch der Himmel blau ist. Ist aber nur in meiner Heimat so, da Heimat auch ihre eigenen Farben hat.
Hätte ich z. B. dunkelbraune Haare, wäre ich für Mexikaner blond. Und auch meine von der Sonne gefärbte Haut hätte ein anderes Braun, als das des Mexikaners, Spaniers oder Türken. Und was passiert, wenn eine olivebraune Hand meinen rotbraunen Arm greift, um mich über die mir fremde Kreuzung zu führen? Ich fühle mich in meiner eigenen Haut fremd. In der eigenen Haut nicht mehr wohl, ja fast verunsichert – Was will die olivebraune Hand von mir? Befremden und Argwohn würden in mir kribbeln und der Gänseschauer des Fremden lässt Argwohn in meine Augen gleiten.
Und wenn Vanille nicht so schmeckt, wie in Mutters Apfelkuchen (mit Zimt), dann ist das gar nicht komisch.
Also, Heimat ist Vertrautes, Wiederkehrendes. Heimat ist rund, ist Geborgenheit, Sicherheit und behütet sein.
Heimat ist auch Selbstverständnis, das dem was, ich tue, keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird, denn Heimat ist nicht nur rund, Heimat auch einen festen Rahmen. Einen unsichtbaren, wie auch einen sichtbaren Rahmen von Regeln, Normen und Gebräuchen oder Ritualen. Gesetze nicht zu vergessen.
Wer hoffnungsfrohe Ausflüge unternimmt, diesen Rahmen zu durchbrechen, der wird uns fremd. Ja, wir werden uns selbst fremd, wenn wir diesen Rahmen versuchen zu durchbrechen. Ziehen unbemerkt die Register des unsichtbaren Rahmens nach dem Motto: Darf das das? Wenn dann eine Stimme folgt: Das darf das! Dann ist Heimat wieder Heimat. Der Fremde wundert sich und sagt: Daß das das darf!
Und auch dieses Zeichen "ß" ist Heimat und ich möchte diesen Buchstaben nicht durch eine deutsche Rechtschreibreform verlieren.
Heimat, das sind auch die Gräber der Großeltern und die Häuser, in denen meine Eltern aufgewachsen sind. Heimat ist Vertrauen und Vertrautheit zwischen einigen wenigen und vielen Menschen. Heimat ist die sinkende Glückseligkeit und Wonne des Gefühls, Wehmut und gelegentlich der Blick zurück im Zorn oder in Angst.

Heimat , das ist sehr oft etwas, was wir leider vergessen oder auch verloren haben und doch an vielen Orten oder Gelegenheiten meinen gefunden zu haben. Mal ist es nur ein Bild, eine Gestik, ein netter Mensch, ein altes Haus, ein Straßenname, eine besondere Blume die wir lieben. Wie auch immer : Heimat lebt durch Erinnerung. Bewusst oder unbewusst. Wir richten uns ein.

Ergänzung 2018 Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
Jean Paul


19.05.2000 Webmaster Prosa-und-Bild
01-01-2015 nachdem ich nun das Heimatmuseum von S Lenz gelesen habe
wäre noch so einiges zu ergänzen oder auch anders zu setzen.
Aber so im Groben hab ich´s wohl erfasst.
Und, wehe jemand kommt und will auch hier seine Heimat haben - oh je, da gehts ins Politische emotional aufgeladenes. Neu ist das aber auch nicht wirklich


03.10.2015 Herbert Grönemeyer singt, Heimat ist kein Ort, sondern ein Gefühl.
Dem kann ich voll zustimmen, doch in dem Gefühl liegt der gesamte Klebstoff der eigenen Kultur, also auch der anderen. Und der ist Ortsgebunden.
Zieht man um, flüchtet, lässt sich nieder, die Heimat verbleibt doch im Herzen.
die Kultur kann sich anpassen - kann.
Jeder weiss wohl selbst wie schwer es ist, sich von den Macken die evtl ein Elternteil hatte zu lösen. Und die sind unauffällig.


12.10.2015 Heimat - das Wort schwallert neuerdings soviel herum und ich wurde damals eher beschimpft als ich obigen Text schrieb.
Heimaträume und Gefühle - ein Zitat aus der Literaturkritik welches mit meinen Gedanken übereinstimmte und auch mit Grönemeyer "Heimat ist kein Ort"

Zitat: Vor dem belasteten Heimat-Begriff schreckte Reitz, der seine Filme in mehreren "Büchern zum Film" kommentiert hat, damals zunächst zurück, rechtfertigte dann aber den Titel seiner Serie so:

Es [das Wort Heimat] war mit lauter negativen Erinnerungen belastet. Heimat war bei den Nazis ein Propagandawort. Dann gab es in den fünfziger Jahren die seicht-kitschigen Heimatfilme. Ich war aber überzeugt davon, dass man das Wort von diesem Ballast befreien kann, und sagte mir: Weder die Nazis noch die Folklore-Musiker haben das Wort erfunden; sein wahrer Inhalt ist eigentlich unschuldig. Der Begriff Heimat hat eine große kulturgeschichtliche Vergangenheit. Ich sah bedeutende Philosophen an meiner Seite, die sich damit auseinandergesetzt hatten, zum Beispiel Ernst Bloch. In seinem Prinzip Hoffnung heißt es: „…so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.“ Der Satz enthält die Vorstellung, dass Heimat etwas ist, das jeder von uns verloren hat.
Mein Cent: nichtsdestotrotz stellt er die Zeit dar in dieser Trilogie - ganze Filme sind zu bezahlen: https://www.moviepilot.de/serie/heimat-eine-deutsche-chronik/trailer
Spricht mich nicht unbedingt an.

In einer anderen Stellungnahme grenzte sich Reitz entschieden von nationalistischen Vereinnahmungen des Heimat-Begriffs ab:

Ich habe die Nation Deutschland noch nie als meine Heimat begriffen. Das ist mir zu abstrakt für das Gefühl. Heimat hat für mich immer mit konkreter Erinnerung zu tun. Leute, die Heimat politisch definieren, sie vermarkten, […] die Volkstum pflegen und dergleichen, schädigen den Begriff…Zitatende

es lohnt die gesamten Artikel zu lesen - ob von Drüben, oder aus dem Sudetenland, Eingewandert, wie auch immer, ein jeder wird sich wiederfinden.
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=21214

Interessant auch der Wandel Hamburgs -
https://www.youtube.com/watch?v=Qpu-zqDbnN0
es ist leiser und qualmfreier geworden und einfach nur schön

Mal wieder Herr Lenz
eindrucksvoller kann man wohl das Gerangel auf der Elbe bei Hamburg nicht darstellen http://www.zeit.de/1969/45/einstein-ueberquert-die-elbe-bei-hamburg

Und ganz einfach - Heimat ist die Natur in der wir aufwachsen:
https://www.stadtmagazin-norderstedt.de/stadtpark/norderstedt/2107/eine-reise-durch-die-natur-unserer-heimat -

Kinofilm https://heimatnatur-derfilm.de.

Kommentare 24

  • Ruth Rudolph 1. Juni 2021, 20:34

    Danke liebe Clara für Deine Lobe zu meinen Fotos.
    L.G.Ruth
  • Mittelosteuropa-Entdecker 31. Mai 2021, 8:46

    Liebe Clara,
    zum Thema Spargel: Leider ist sogar der teure Bio-Spargel meistens nicht ökologisch. Bio bedeutet dabei eigentlich nur Chemikalienverzicht. Das Bodenleben wird aber durch die Folien sehr geschädigt.
    Viele Grüße nordwärts

    Übrigens https://www.youtube.com/watch?v=Skwr5OcS_Tg
  • Eva B. 16. Mai 2021, 10:14

    Gerade veröffentlicht ;)
  • Mittelosteuropa-Entdecker 14. Februar 2021, 12:59

    Hallo Clara,
    Dank für Deine Kommentare.

    Berlin hat natürlich mehr zu bieten als die "Mauer". Aber schon über diese könnte man stundenlang diskutieren.
    Meistens sortiere ich "Ausschuss" gleich aus. Deiner Ausschnitt-Variante bei meinem Agora-Foto möchte ich insbesondere links nicht folgen. Die angedeutete Fortsetzung der Kreuzung dort finde ich gerade reizvoll.
    Übrigens: Im Vollformat-Original kann man den Spruch an der Hauswand ganz deutlich lesen.

    Beste Grüße aus der Hauptstadt!
  • Mittelosteuropa-Entdecker 28. Januar 2021, 5:19

    Ist ja nicht so, dass ich mit meinem ecological grief nur jammere. Ich engagiere mich in mehreren Vereinen und Initiativen, auch wenn die "Erwerbskarriere" eher darunter leidet.
    Nochmals beste Grüße
  • boloking 30. April 2019, 9:09

    Sehr lesenswerte Texte in deinem Profil!
  • GabrielArts 6. November 2018, 21:13

    Nachtschatten...
    Nachtschatten...
    GabrielArts
    ... liebe Clara... vielen Dank für deine Worte und Besuch... LG
  • Lemisart 30. Mai 2018, 10:42

    Hallo Clara , hab Dank für Deine nette Anmerkung. Wegen der Linien werde ich noch ein bißchen dran arbeiten. Ich kriege es hin. Später, wenn mehr Zeit ist. Beste Grüße von Adolf
  • junimond51 8. Mai 2018, 10:58

    Moin Clara,
    normalerweise schreibe ich kaum mal etwas als Profiltext. Da ich aber eben deine Texte zum Thema Heimat gelesen habe, möchte ich hiermit meine Anerkennung für deine Worte ausdrücken. Das sind schöne Gedanken, die ich gut teilen kann.
    Und zu Edgar Reitz: Ich fand seine Heimat Filme, die ich alle gesehen habe und damals die nächsten Folgen im Fernsehen kaum erwarten konnte, alle sehr schön und anregend, zum nachdenklichen reflektieren.
    VG Stefan
  • Christian Gaß 28. April 2018, 17:07

    Klasse Profilbild!!

    P.S.: Wir haben drei Katzen, und keine würd ich hergeben.
  • Inge S. K. 9. Mai 2017, 8:32

    Für was war das nützlich?
    Für was war das nützlich?
    Inge S. K.

    Danke Clara für deine Anmerkung mit dem Link.
    Da war ja die ganze Bandbreite dieser alten Geräte zu sehen.
    LG iNge
  • HorstK-Foto 2. April 2017, 9:50

    Moin Clara, vielen Dank für Interesse und Kommentar. Sehr schöne Konzert-FGotografien hast Du an dieser Stelle. Kompliment!
    hG aus Bremen Horst
  • Dark Side_1 12. Dezember 2016, 16:58

    Hallo Clara es,ist alles gut geht mir genauso
    Liebe Grüße
    Rainer
  • Weinstein 29. November 2016, 23:03

    Lieben Dank, Clara! Nein, der Marabu hat nicht immer diese olle Dauerwelle... deshalb war er ja so unglücklich... hatte ich auch mal... nie wieder...
    Lieben Gruß
    Hanne
  • Killerkralle 15. November 2016, 14:42

    Hallo Clara , ich habe "den Hut" noch nicht veröffentlicht ..... schätze Dir ist der Hut genau da am Rathausmarkt während der Veranstaltung "Maskenzauber" aufgefallen denn so ein markantes Teil bleibt meist im Fotografengedächnis hängen. LG