Landschaft mit Kühen

Landschaft mit Kühen

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Landschaft mit Kühen

Bei einem Spaziergang auf dem Land habe ich dieses Bild aufgenommen. Ich bin auf die verschiedenen Sichtweisen neugierig.
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Kommentare 51

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 30. Mai 2021, 8:56

    felixfoto01 schreibt: “Vielen Dank für Eure Anmerkungen und Sichtweisen.

    Das Bild und besonders der direkte Blick der Kuh führt mich in einen inneren Dialog. Die Dunkelheit der Umgebung überrascht mich etwas und der Himmel sieht für mich zu dramatisch aus. Dennoch schafft es dieses Bild mich an den Ort zu bringen, das Rauschen der Blätter zu hören und den Frieden, der für mich immer von Kühen ausgeht, zu mir zu bringen.

    Zu sagen, alles in diesem Bild sei so wie ich es geplant hatte, hielte ich für vermessen. Es war eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang und das iPhone hat hier aus der Dunkelheit etwas geschaffen, was ich so nicht gesehen habe. Darüber könnte ich über die “Wahrheit” in der Fotografie sinnieren. Zeigt dieses Bild die Realität? Mit Sicherheit nicht. Eine 2-3 Sekunden Belichtung, alleine durch die Rechenleistung eines iPhones unverwackelt, als HDR - zeigt mehr, als mein Auge so sehen würde. 
    “Wie sieht die Welt fotografiert aus?”

    Ausser das Format auf 2:3 zu bringen und s/w zu konvertieren wurde keine Bearbeitung vorgenommen. Die Datei gibt schon die s/w Konvertierung nicht her. Siehe auch der Kontaktbogen:
    Kontaktbogen Spaziergang mit Kühen
    Kontaktbogen Spaziergang mit Kühen
    Agora Bilddiskussion intensiv
    (Danke an das Agora Team, dieses Bild hinzufügen zu können)

    Danke an alle, die sich mit dem Bild auseinander gesetzt haben, ob inhaltlich, in der Metaebene oder mit Scheidwerkzeugen ;-)
    Es gibt ein Anders hier, aber weder richtig noch falsch. Jede Person, die hier anmerkt hat aus Ihrer Sicht einen gültigen Standpunkt - vielen Dank, dass Ihr ihn hier mitgeteilt habt. 

    Viele Grüße,
    felixfoto01”
  • MBodo 29. Mai 2021, 17:41

    Respekt. Das fällt mir zu dem Bild ein. Die Landschaft bildet quasi einen schützenden Rahmen um diese Rindergruppe, speziell der Baum mit seinen nach links ausladenden Ästen, um den die Tiere gruppiert sind. Das dunkle Gestrüpp rechts wirkt wie eine Begrenzung für den oder die FotografIn, diese nicht zu überschreiten und damit Abstand zu wahren, den Tieren nicht näher treten zu wollen, ihrer Ruhe nicht zu stören, auch wenn das doch passiert ist. Die Landschaft bleibt durch diesen respektvollen Abstand zunächst dominierend, bevor man sich näher mit den Tieren beschäftigt.
    Dazu treten bei mir erstmal Klischeevorstellungen in den Vordergrund. Ach wie niedlich, süßes Kälbchen, will mal streicheln und dann ehrlicherweise auch lecker Rumsteak und Kalbsschnitzel. Idylle pur, und damit auch ein Grund, warum ich mich selbst bisher fotografisch noch nie mit Weidevieh beschäftigt habe.
    Das werde ich mal überdenken, weil dieses Bild "Landschaft mit Kühen" für mich ein
    "Volltreffer" ist.
  • midnightspecial 28. Mai 2021, 23:28

    Was gibt es gegen den Kuhblick zu sagen? Kuh guckt halt so. Neugierig, interessiert, die Ohren in Richtung Fotografen gestellt. Und das Kalb im Hintergrund peilt genauso den Fotografen an. Das finde ich echt gut gelungen.
    Rechts ist mir das Foto durch die vielen Blätter etwas zu dunkel. Die linke, filigrane Seite gefällt mir wesentlich besser. Ein anderer Zuschnitt (maximal bis zur Hälfte des rechten Baumes), vielleicht sogar als Quadrat, hätte mir besser gefallen.
    • Gerhard Körsgen 29. Mai 2021, 14:30

      Ich hab`ja einen Schnitt - und Bearbeitungsvorschlag gemacht, der wird weiter unten kontrovers diskutiert. Wie ist denn deine Meinung ?
      Screenshot 2021-05-23 160033+
      Screenshot 2021-05-23 160033+
      Gerhard Körsgen
    • midnightspecial 29. Mai 2021, 18:23

      Da fehlt mir der rechte Baum und vom Baum neben der Kuh ist leider auch nicht mehr allzu viel zu sehen... :-(
    • Gerhard Körsgen 30. Mai 2021, 5:19

      Hier noch auch für die anderen Mitlesenden deine FM die Du mir sandtest (Ich hatte ihr zuvor auf Anfrage einen Tipp aus der fc-Hilfe gegeben wie man Bilder verlinkt): " Hi Gerry,
      danke für die schnelle Antwort.

      Jetzt habe ich auch mitbekommen, dass das ein quadratisches Thumbnail von einem rechteckigen Foto ist... Also habe ich meinen Kommentar zu Deiner Antwort noch mal geändert.
      Rechts ist es perfekt, so hätte ich es auch gemacht. Oben fehlt mir etwas von den schönen Ästen, da hätte ich vielleicht ein anderes Format genommen."
  • skrelli 26. Mai 2021, 15:04

    Mir gefallen die blattlosen Bäume geben ein herrliches feingliedriges Gebilde. Kontrast ist klasse. Die Kuh ist nicht besonders gut inszeniert. Sie guckt zu doof.
  • Wolf Schroedax 25. Mai 2021, 23:35

    Ich sehe: Neugierde !  Insofern zweifle ich die Ruhe an, die hier von manchen Betrachtern beschworen wird, denn Blick und Haltung der Tiere zeigt Spannung. Eine hastige Bewegung - und  die Kühe könnten sich zur Flucht wenden.

    Außerdem bezweifle ich, dass S/W hier die richtige Wahl ist:::  Wir erfahren die verschiedenen Grüntöne des Frühlings nicht und nicht die Brauntöne des Fells der Tiere. Auch scheint mir der Tag gar nicht so grau zu sein, sondern freundlich......

    Den Schnitt, den Gerhard vorschlägt finde ich angebracht.
    • Gerhard Körsgen 26. Mai 2021, 12:06

      Die Neugierde sehe ich auch. Ich kann mir auch vorstellen dass die helle Mutter-Kuh sich generell mal vorsorglich dort postiert hat um zu signalisieren: "Wenn ihr zu meinem "Kind" wollt müsst ihr erst mal an mir vorbei".
      Das sw finde ich aber nicht generell schlecht...ich finde nur eben diese "Stimmungsmache" mit der Abdunklung nach oben nicht gut - gerade DIE hat aber auch ihre Fans.
      Mein Schnittvorschlag eben um diese Abdunklung teilweise raus zu kriegen, die viele andere aber gut finden.
      Da kann man in der Tat geteilter Meinung sein.
      Aber auch wegen des zu vielen Gestrüpps rechts.
      Und die "Tiefenwirkung" finde ich so besser.
      Dass dadurch die ("gemachte") Stimmung reduziert wird stimmt aber auch.
    • Matthias von Schramm 26. Mai 2021, 13:18

      Kühe sind in der Regel sehr gelassene Tiere. Sie sind ruhig und verharren in ihrer Position und gucken. Diese Rasse hat auf vielen Bildern die man findet diese Ohrenposition. Durch Bewegungen von Menschen lassen sie sich nicht allzu stark verunsichern. Sie kennen Menschen und sie haben als Weidetiere meistens keine negativen Erfahrungen mit ihnen. Meistens stehen sie eine Weile so da. Nach einer Weile verlieren sie das Interesse am Tun des Menschen in noch dazu sicherer Entfernung und grasen weiter. Deswegen hält sich die Spannung in dieser ruhigen Szene für mich in Grenzen.

      Generell ist jedes Motiv dazu geeignet in Monochrome abgebildet zu werden, weil ich analog generell mit dem SW Film alles abbilden kann, oder auch mit einem monochromen Sensor. Habe ich die Wahl, wie bei den meisten digitalen Sensoren, so empfiehlt es sich zu überlegen welche Bildinformationen wichtig sind und welche verzichtbar. Das grün der Weide und die Farben vom Fell der Tiere können wir uns denken. Wir müssen nicht drauf hingewiesen werden. Es sei denn, die Farbe erzählt mir eine wichtige Bildinformation. Bei dieser Aufnahme ist das vermutlich nicht der Fall. Jedoch hebt das SW Strukturen und Kontraste sozusagen von Farbnuancen unbelastet hervor. Das Bild hat viele Details und es gibt viel zu sehen, aufgrund von Ort und Brennweite, bzw. geschickt gewähltem Bildwinkel. Da ist Farbe manchmal ein Tacken zu viel.
    • Wolf Schroedax 26. Mai 2021, 16:06

      Auge in Auge mit einer Kuh hat etwas Spannendes,  mindestens so viel wie mit einem Menschen....    Aber klar, mit einem Hund könnte es spannender und dynamischer sein.
    • Clara Hase 26. Mai 2021, 17:30

      genau das soll man nicht tun ,den Kühen in die Augen sehen - dann werden sie wild - sie flüchten dann nach vorne - nicht nach hinten.

      so wie sie ihre Hufe paarig stehen hat, ist sie aber ganz gelassen und auch unbewegt.
  • Teletiger 25. Mai 2021, 17:13

    Das Original zeigt Stimmung, die Korrektur zeigt Kühe. (sorry...)
  • Gerhard Körsgen 24. Mai 2021, 12:07

    Mein erster Eindruck ist der von Ruhe und Ausgeglichenheit, der zweite der von einer gewissen bleiernen Schwere die in dieser Aufnahme liegt.
    Die Ruhe liegt in der Szene selbst begründet: Eine Landschaftsaufnahme mit Kühen, wie schon der Titel besagt, alles statisch. Die "bleierne Schwere" rührt für mein Empfinden daher dass diese sw-Aufnahme zwar einige Grauwertnuancen hat, diese aber wenig differenziert wirken und alles in einer tonal eher dunkel gehaltenen Darstellung gezeigt wird. Mich erstaunt dass die Baumstämme, bei denen in Bodennähe durchaus noch Zeichnung vorhanden ist, selbst hinter dem zusätzlich abschattenden Gestrüpp rechts, nach oben hin "zulaufen" und ihre Zeichnung verlieren. Hier vermute ich eine nachträgliche Bildbearbeitung die wohl dazu führen sollte die vielen Astverzweigungen des prägnanten mittleren Baums markanter wirken zu lassen gegenüber dem hintergründigen Himmel.
    Das ist - wenn man die "zulaufenden" Stämme akzeptiert - auch durchaus gelungen.
    Allerdings hat man so eine Kontrastverteilung "oben knackig, unten pastellen/undifferenziert" die ich mir genau andersrum gewünscht hätte.
    Also die untere Bildhälfte knackiger, klarer, kontrastreicher und den Himmel und die Bäume heller, luftiger, weniger "drückend".
    Nun ist das Leben und die Fotografie kein Wunschkonzert und ich kann natürlich nicht sagen ob das was ich mir vorstelle in der Praxis überhaupt möglich war. Das weiß nur der/die Fotograf*in welche/r die Aufnahme gemacht hat.
    Basierend auf meinen Belichtungsüberlegungen wäre der Schnitt - wäre es mein Bild - auch anders ausgefallen.
    Ich forme mir bei der Bildbetrachtung gerne mit der Hand eigene "Sichtfenster" mit denen ich anhand grundsätzlicher Formen Abschattungen vornehme um für mich die bildwichtigsten Stellen herauszufinden.
    Hier formte meine Hand ein "Durchblick-Oval" welches vom linken Bildrand unterhalb der dunklen Furche und knapp oberhalb der links auslaufenden hintergründigen Baumreihe bis nach rechts zum Stamm des rechten Baumes reicht. Unten wäre unterhalb der hellen Kuh die Linie, oben oberhalb des unteren nach links laufenden markanten Astes die gedachte Begrenzung. Es entstünde eine recht stark beschnittene Aufnahme in ca. 2 : 3 die den Blick mehr auf die Kühe, aber insbesondere mehr in die Tiefe lenkt.
    Das wäre allerdings eine ziemlich radikale Maßnahme, zugegebenermaßen.
    Wahrscheinlich nicht mehrheitsfähig hier.
    Aber ich rede da ja auch nur von MEINEM Geschmack.
    Mir würde es so wohl besser gefallen.

    Mein Schnitt und -Bearbeitungsvorschlag:
    Screenshot 2021-05-23 160033+
    Screenshot 2021-05-23 160033+
    Gerhard Körsgen
    • Matthias von Schramm 26. Mai 2021, 8:49

      Bester Gerry, mich wundert Deine Alternative schon sehr, da ich Dich eher für einen Fotografen betrachte, der mitten im Leben das Leben sucht und betrachtet und daraus die Essenz zieht. Ich möchte nicht aus einer Szene, in der ich mitten drin stehe eine Grußpostkarte für Oma und Opa machen, frei nach dem Motto: Hab Galloways gefunden. Dafür gehen wir doch nicht auf die Straße und fotografieren, oder? Und das alles nur, weil wir einen gefälligen Schnitt machen um aufzuhübschen. Damit holen wir uns Applaus bei "Paradeschülern", machen aber das Foto kaputt!
    • Gerhard Körsgen 27. Mai 2021, 22:03

      @Matthias : Tja, Du schätzt mich ja durchaus richtig ein, nur manchmal sieht s dann vielleicht anders aus als man es sich von mir erwartet. Für mich der ich im städtischen Kontext an keinem Müllhaufen vorbei gehen kann ohne zu fotografieren ist diese Szene vielleicht schon an sich zu lieblich. Durchaus möglich dass aufgrund meiner eigenen mentalen Gemengelage dann der Schnittvorschlag ein wenig ironisch ausgefallen ist obwohl ich es so gar nicht gemeint habe.
      Mich stört halt insbesondere dass diese Baumstämme nach oben hin so schwarz zulaufen, was dem natürlichen Augeneindruck widerspricht, denn SO stark ist das Licht nicht und unten haben die noch gut Zeichnung.
      Insofern ist diese ja durchaus hübsche Blätterzweigsilhouette des mittigen Baums insbesondere für mich zu sehr gewollt, gemacht, und so was mag ich nicht.
      Das viele das genau so wie zu sehen gut finden kann ich insofern nachvollziehen dass es ja durchaus optisch einen gewissen Schmiss hat - wenn man sich nicht daran stört dass es eben nicht ganz "astrein" gemacht ist.
      Jaja, da kann man jetzt natürlich ein Riesenfass aufmachen von wegen Bildbearbeitung ja/nein, echt/fake, etc., aber das will ich gar nicht.
      Mir geht es hauptsächlich darum ein Foto zu betrachten dem ich glauben kann und das gerne und möglichst offensichtlich.
      "Aufhübschen" tun wohl die meisten ihre Fotos, nur hardcore-puristen heutzutage nicht mehr.
      Am Diskussionsbild wurde auch "aufgehübscht" und viele finden das gut. Mir gefällt es dagegen weniger. Da habe ich mir dann meine eigene Version erstellt und zur Diskussion gestellt.
      Wer mir dafür nun Applaus oder Kritik zollt war mir wirklich völlig egal und ist es noch. Es ist ja lediglich ein Diskussionsbeitrag und ich erhebe keinerlei Anspruch darauf dass sich meine Sicht eines fremden Fotos als "die wahre" durchsetzt. Ich habe ja auch schon einige gute Argumente dagegen gelesen und lerne daraus wie man auch sehen kann, einen anderen Blick haben kann.
    • Clara Hase 27. Mai 2021, 23:26

      Gerhard: Zitat: Mich stört halt insbesondere dass diese Baumstämme nach oben hin so schwarz zulaufen, was dem natürlichen Augeneindruck widerspricht, denn SO stark ist das Licht nicht und unten haben die noch gut Zeichnung.Ende

      Es ist aber auch Gegenlicht - ich sehe die Bäume in den Knicks hier auch manchmal so.
      Du musst Dich für deine Idee des Schnitts auch nicht rechtfertigen.
      Die muss wenn dem Originalbildersteller zusagen oder nicht. tut mir leid dass ich damit anfing was dazu zu sagen.
    • Matthias von Schramm 28. Mai 2021, 11:30

      @Gerhard Körsgen  Die Schwächen des Bildes offenbaren sich vermutlich in seiner Rohform, die wir nicht kennen. Ich vermute ein flaues Foto bei schlechten Lichtverhältnissen. Immerhin konnte Zeichnung auf einigen Elementen gerettet werden. Ich fotografiere möglichst so, wie ich sehe. Hier also dieses vorbei gehen ohne beschnitt und als Ausschnitt der Landschaft in dessen Rahmen man ein- und aussteigen kann. Ein guter FC Fotograf hatte das mal so geschrieben auf die Kritik von abgeschnittenen Füßen. Du hast natürlich recht, man kriegt den Applaus oder Nichtapplaus möglicher weise von allen Seiten und das kann man nicht immer steuern. Gerne attestiere ich Dir auch bei langem und immer wieder beobachten den etwas ungewollt unkomponierten Schnitt und die Dimensionsverschiebungen. Genau das kann man natürlich am Bild kritisieren und es ist vermutlich genau das, was für mich eben die Stärke des Bildes ist. Im übrigen erwische ich mich ja auch dabei näher am Konventionellen zu wirken, weil das je nach Aufgabe eben "leider" auch Sinn machen kann.
  • Matthias von Schramm 24. Mai 2021, 11:43

    Die Lichtverhältnisse haben hier zu einer Nachbearbeitung geführt. Diese würde ich als gelungen betrachten. Der helle Hintergrund hat allerdings noch etwas Grauschleier. Der Vordergrund ist klar und leicht zu dunkel, was kaum stört. Die Tiere sind im Schatten der Bäume ausreichend mit Konturen versehen, ihre Blicke zum Fotografen sind typisch, wenn man an einer Kuhweide stehen bleibt und mit Kamera agiert. Das immer stoisch aber ausgesprochen friedlich wirkende Schauen der Tiere hat etliche Fotografen und Künstler dazu angeregt, diese wunderbaren Tiere als dekorative Motive zu betrachten. Sie sind schön verteilt eingebaut in eine mehrschichtig zu betrachtende Landschaft. Die Baum - Silhouetten im Vordergrund bilden die erste Linie. Die Bäume werden von dem Weidenzaun getrennt, was interessant ist, denn dadurch ist der Betrachter mitten in der Szenerie, steht quasi auf der "Bühne", obwohl er hinter dem Zaun steht. Die Natur lebt die Architektur moderner Konzerthäuser vor. Hinter dem linken Tier dann die nächste Baumlinie, welche quasi die "Bühne" abzugrenzen scheint, ebenso wie die Baumreihe links daneben. Ganz hinten schließlich eine Wald-ähnliche Landschaft. Der Hintergrund hätte mehr Kontrast verdient, nicht viel mehr, aber ein wenig. Dabei muss man aufpassen, dass es nicht zu viele komplett ausgebrannte Flächen gibt. Aber ich mag SW mit etwas härterem Kontrast.

    Das dritte liegende Tier bildet nur eine schwarze Attitüde und hat keine Zeichnung. Das passt hier sehr gut, auch wenn es eben nicht zum Betrachter schaut. Man übersieht es fast. Insgesamt ein sehr entspanntes Landstilleben, zeitlos wirkend aber doch interessant, denn wenn man an solchen Stellen immer wieder fotografiert, wird man Veränderungen erleben und so ist es doch ein Zeitzeugnis und weil mit Lebewesen drauf in Aufbau, Blickwinkel und Brennweite nicht unähnlich der Streetfotografie, nämlich der unspektakulären und damit schönen.

    P.S.

    Den Bildausschnitt würde ich nicht verändern wollen.
  • framebyframe 24. Mai 2021, 11:19

    Das Bild wirkt so sonderbar, weil die Kuh aussieht wie in einem Schafspelz ? Der Fotograf tritt aus der Deckung des Busches, hat sich aber durch seine Geräusche bereits längst verraten. Reine Neugier und ein Ausdruck, dass die Kuh die Szene im Griff hat, kann man in dem schönen Kuhgesicht sehen. Das Kalb respektvoll zurückhaltend. Eine dritte Kuh zeigt das Desinteresse querliegend. Besser kann man die Szene nicht darstellen. Auf den Punkt ausgelöst.
  • HF25 24. Mai 2021, 0:11

    zuerst faellt mein blick auf die beiden tiere im helleren, linken mittelbereich der aufnahme; auf das hellere, das neugierig-aufmerksam am  zaun steht und mit aufgestellten, ausgerichteten ohren auf den fotografen schaut, und auf das andere dunkle, das dahinter in abgewandter haltung vermutlich auf der weide ruht. danach entdecke ich das kalb des muttertieres, das wie die kuh, aber aus sicherer entfernung auf den fotografen sieht. ein alltaeglicher anblick, wie er sich immer wieder auf dem lande bietet; genauso wie die hohen laubbaumbestaende, die wege saeumen, den tieren wetterschutz bieten und im hintergrund wohl auch eine art waldbereich bilden. das licht macht die alltaeglichkeit der aufnahme besonders und haelt das ganze als sw zwischen scherenschnitt und malerei in der schwebe. kein bildgegenstand ist hier hervorgehoben, alles ist gleichwertig abgebildet, was neben den abgebildeten kuehen insgesamt die ruhige ausstrahlung des bildes bewirkt. schoen auch, wie der blick des betrachters im mittelbereich des bildes in einem weiten bogen von links nach rechts aus dem hellen ins dunkle gefuehrt und am rechten bildrand "geerdet" wird. ueberrascht hat mich die bildueberschrift, die zuerst die landschaft benennt und erst danach die kuehe, weil mein blick zuerst von den tieren angezogen wurde. insgesamt eine gelungene und angenehm beruhigend wirkende aufnahme, die dennoch nicht langweilig wird. feine sache.   lg horst
  • wittebuxe 23. Mai 2021, 18:07

    Der Baum im rechten Bildteil ist wichtig für die Gesamtwirkung, er verringert optisch die Distanz zum mittleren Bildinhalt, und leitet den Blick hin zu dieser wirklich interessanten und interessierten Kuh, die so viel Platz im Rücken hat, die mit konzentriertem Blick und aufgestellten Ohren 'rauskriegen will, ob Ungemach droht von diesem Menschen mit Fotoapparat, der so unvermittelt aus dem dunklen Wald tritt. Kälbchen rechts wartet mit geducktem Blick auf Mutters Freigabe, um weiterhin unbesorgt zu spielen oder Mamas Milchtheke zu benützen.

    Schwierige Lichtsituation, aus dem Dunkel ins Helle zu belichten und trotzdem alles erkenntlich abzubilden.

    Dass die Kuh der Linse frontal und mittig gegenübersteht, macht dass Bild spannend: gut, dass der Zaun da ist, womöglich würde sie versuchen, den Menschen zu verjagen, um ihr Junges zu verteidigen?

    Das Bild ist gelungen, so wie es ist. Es hat etwas Surreales, deshalb passt hier s/w. Die drei Wesen auf der Wiese sehen einen Störenfried, der nicht in ihre Welt gehört und besser nie gehörte.

    Sie haben ihre Ruh, solange WIR sie ihnen gewähren.
  • Clara Hase 23. Mai 2021, 18:01

    Ich male mir heute nach tagelanger Dunkelheit und Wannenweise Regen das Foto lieber in Farbe.
    Es erinnert mich aber auch ein bisschen an alte Malerei, nur das dann Menschen unter den Bäumen aus Flucht vor der Sonne ein Picknick abhielten.

    Kühe sind neugierig - sie kommen grundstäztich an den Zaun, wenn da jemand auftaucht. Sie können wohl den Melker nicht von sonstigen Zaungästen unterscheiden.
    Die Weisse hat zudem wohl erst geworfen und könnte das junge Vieh beschützen wollen. Sie wirkt so bullig und mächtig, ist aber zum Stehen gekommen, wird den Zaun nicht einreissen. Unterhalb ihrer Vorderhufe ist das Gras bzw sonstige Grün im Unschärfebereich. Wind scheint es nicht zu geben - die Halme stehen aufrecht.
    In der Tat - die Bäume, wie eine Kuppel umrahmen sie die Tiere auf der Weide. Das schwarze Galloway liegt sogar im Gras - es wird über der Weide also eher nicht am regnen sein. Es sei denn es ist eine Wettergewohnte Art von Kühen.

    Bei den Bäumen mag ich wohl den harten Kontrast, das knorrige der Äste. Aber jener im rechten Bereich ist so nah, das ich durchaus gerne etwas Kontur noch gesehen hätte - von der Rinde. Er ersäuft etwas im Schwarz.  Ich meine nicht, dass er abgeschnitten gehört, das würde mir die Kuppel aus Blättern nehmen und auch die Führung weiter in das Bild hinein, denn sie wirkt auf mich wie ein zugeniffenes  Auge.

    für mich ist das ein ziemlich ausgewogenes Naturbild- wo bei der eine Baum mittig steht, aber da die kühe davon ablenken und rechts auch noch einer steht stört mich das nicht.


    Hier sehe ich eine Agrarlandschaft - vorangig eine Weide für die Rindviecher. Sie Sonne geht rechts schon fast unter ich sehe es am Schatten des linken Baumes der auch nach Links fällt. Und im hinteren Drittel, wo die weisse Bahn abgedeckter Spargelbeete verläuft wirkt es auch wie Regen. Dunstig, flusig. Sich in der Unschärfe verlierend, wie ein Regenvorhang. Das Graue wird pastellig.
  • pschim 23. Mai 2021, 15:02

    Ich fühle mich auf den ersten Blick nicht angesprochen von dem Bild. Weswegen? Die Düsternis rechts finde ich zu bedrückend. Der Stellenwert von Kuh und Kalb in dem Foto wird mir nicht klar (Hauptmotiv? Nebendarsteller? was ist dann die Aussage des Fotos??). Hervorragend gezeichnet ist der Baum mit seinen Ästen und Blättern: soll er das Hauptmotiv sein? Soll es gar keines geben, sondern soll es eine Gesamtkomposition sein? Ich fühle mich sehr irritiert über das Bild. Wenn ich mich an die Position des Fotografen denke, hätte ich versucht, den Standpunkt zu verändern und die Perspektive, weg von diesem frontalen Draufblick! Z.B. aus der Froschperspektive die Kuh zentraler und interessanter abzulichten? Auf das rechte Drittel des Fotos könnte man m.E. ganz verzichten.
  • Günter Richter Paderborn 23. Mai 2021, 13:02

    Auch für mich ist der rechte Teil viel zu dunkel. Ich wäre 5 Schritte nach links gegangen und hätte auf den linken Teil verzichtet. Dadurch wäre die Kuh auch nicht mehr so im Mittelpunkt. Der Reiz der Aufnahme liegt für mich in der Landschaft, nicht bei den Kühen.
    Auch die s/w Variante ist für mich nicht überzeugend.