Sandstein in "Wellen" 1

Sandstein in "Wellen" 1

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Frank ZimmermannBB


Premium (Pro), dem Märk"würdigen" Oderland

Sandstein in "Wellen" 1

Ausschnitt von den White Domes am oberen Ende des Water Canyon bei Hildale. Da das Gebiet nur recht beschwerlich in einem mind. 5-7stündigen Fußweg (na ja, meist eher weglos mit der Suche nach verbliebenen Steinmännchen) erreichbar ist, ist man hier völlig alleine. Die Formen gehören sicher zu den Highlights im Südwesten, und as alles dank der Abgeschiedenheit ohne lästige Permits und ohne Menschenmengen.
Aufgrund der schweren Unwetter vom September, von denen ein Teil von Hildale verwüstet wurde, war Mitte Oktober das Gebietnoch schwerer zu erreichen. Die Dirt Road zum Beginn des Water Canyon war mit Fahrzeug unpassierbar, weil an einigen Stellen einfach nicht mehr existent. 22 km Fußmarsch unter erschwerten Bedingungen mit häufiger Wegsuche und 700 m Höhenunterschied.
18.10.2015

Ergänzung 24.11.2015:
Etwas komisch kamen wir uns vor, als wir mit unserem RV durch den Ort fuhren, in dem noch Berge von Geröllmassen der großen Flashflood vom September herumlagen. Man fühlte sich fast als "Sensationstourist" und wir überlegten eine Weile, ob wir die Tour zum Watercanyon machen. Unterwegs sah man so manche Marken des Hochwassers mehrere Meter über uns, v.a. in der Slot Section des Canyons.
Unterwegs begegneten wir einigen "Jünglingen", alle im gleichen Outfit und einer dem anderen ähnlich wie ein Ei. Als wir wieder im Ort zurück waren, zahlreiche junge Mädchen an der Straße in fußlangen Röcken, wieder sah eine der anderen zum verwechseln ähnlich. Sie bedeuteten uns recht unmissverständlich, wir sollten uns doch verp......
Ursache der Ähnlichkeit: Im Ort leben fast ausschließlich Mitglieder einer vor etwa 100 Jahren von der Mormonenkirche abgespaltenen "Sekte". Wohl heute noch wird dort die Mehrfrauenehe betrieben, seit über 100 Jahren auch im Mormonenstaat Utah offiziell verboten. Über die Hälfte der Einwohner soll von 2 Vätern abstammen, die Wahrscheinlichkeit, einen verwandten Partner zu finden, steht also 50:50. Die (Inzucht)- "Deppenrate" soll dort die höchste in den ganzen USA sein, ca. 10 %. Schon irgendwie gruselig! Früher ist man mal staatlich dagegen vorgegangen, hat es aber wohl aufgegeben.

Kommentare 10

  • Udo Siebig 22. Februar 2019, 13:49

    Sehr schön gestaltet! VG Udo
  • Joachim Irelandeddie 30. August 2017, 8:48

    Faszinierende Landschaftsformen und Farben. Dein reisebericht dazu liest sich sehr spannend, aber vor allem dein Nachtrag dazu hat mich dann doch sehr erstaunt... was es so alles noch heutzutage gibt!

    lg eddie
  • Ruedi of Switzerland 17. Januar 2016, 13:41

    Eindrückliche Aufnahmen eines weitgehend unbekannten "Ortes". Deine ergänzenden Schilderungen werde ich mir nochmals zu Gemüte führen, wenn ich in einer näheren Zukunft diese Gegend mal besuchen werde.
    HG Ruedi
  • Jürgen Laudi 14. Januar 2016, 15:58

    Sehr schöner Bildaufbau. Und die Erklärungen zu allen Bildern sind richtig gut.
    LG, Jürgen
  • Reiner Boehme 8. Januar 2016, 10:23

    Noch nie gesehen. Interessante fotogene Strukturen sind das. Aber leider zu weit weg.
    Reiner
  • Fourcorners 27. November 2015, 20:13

    Zu deiner Ergänzung: aus SLC kam der Tip, sich den Film 'Prophet's Prey' anzusehen (im Netz); es geht um das üble Treiben von Jeff Warren; die Unfreundlichkeit vor Ort kann manchmal eine unrühmliche Ursache haben.
  • Beate Und Edmund Salomon 27. November 2015, 16:30

    Faszinierende Sandsteingbilde, die fast schon surreal wirken...eine erstklassige und interessante Naturaufnahme.
    Viele Grüße von Beate und Edmund
  • Frank ZimmermannBB 24. November 2015, 16:18

    @Fourcorners: Ja, dort gab es bei dem schweren Unwetter am 14. September 2015 12 Tote. Siehe mehr oben in der ergänzten Bildbeschreibung!
  • Fourcorners 23. November 2015, 19:06

    Nebenbei: In Hildale gab es doch einige Tote, nicht? Eine Freundin arbeitet seit ca. 2 Jahren in Salt Lake City und erzählte, sie habe mit einem Park-Ranger gesprochen, der ihr Horrorgeschichten von verunglückten Touristen in Utahs mehr oder weniger befestigten Weiten erzählt hat, bis ihr die Haare zu Berge standen. Die Einheimischen hätten mit denen so wenig Mitleid wie wir mit den Alpentouris in Sandalen.
  • fotographer 23. November 2015, 18:29

    in Natura sicher noch eindrucksvoller zumal nach solch strapaziösem Fussmarsch.
    Grüsse dieter

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Kamera Canon EOS 60D
Objektiv Tamron AF 18-200mm f/3.5-6.3 XR Di II LD Aspherical [IF] Macro Model A14
Blende 11
Belichtungszeit 1/320
Brennweite 25.0 mm
ISO 200

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