Allgemeine Themen mit fotografischem Bezug
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Nachricht bearbeitet (14:26h)
01.07.08, 16:12
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Nachricht bearbeitet (14:26h)
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Sebastiao Salgado und der Massengeschmack

Zitat: 0x FF 00:59Zitat: Jefaelltmaso 17.06.13, 20:02
Bei Salgado oder Nachtwey wird für mich allerdings klar der Anspruch auf kritische Dokumentation durch die verkitschende Ästhetik konterkariert, da passt die Umsetzung schlecht zum Anspruch.


Da geb ich Dir recht. Dem Anspruch auf kritische bzw. ungefilterte Dokumentation entspricht eine solche Auswahl nicht. Zweifelhaft bleibt für mich allerdings die Aussage, dass derart Verschöntes/Verkitschtes vom Gedanken an den Schutz des Schönen unbedingt ablenken müsse.

Und da sehe ich, diesmal andersrum, auch eine eine Vereinfachung, eine künstliche Dichotomie. Um Sensibilität für Bewahrenswertes zu wecken, braucht es verschiedene Stimmen. Jedoch nicht in einem Werk. Gerade die Stimme des Kitsches darf nicht unterschätzt werden, wirkt sie doch breit und tief, trotzdem sie intellektuell höchstens an der (evtl. falschen) Oberfäche kratzt.

Simples Beispiel: Womit wirbt man für den Erhalt der Tigalein in der (sogenannten) Wildnis? Manchmal mit Bildern gewilderter und verstümmelter Tigaleichen oder ähnlichem. Häufiger aber mit Fotos supersüsser Streiflinge. Auf seine Art manipulativ jedoch nicht notwendigerweise in der beschriebenen Richtung.


ja die stimme des kitsches wirkt manipulativ. aber das hat mit Dokumentation nichts mehr zu tun. ich wollte darauf hinaus, dass man anspruchsvolle Dokumentarfotographie betreiben kann ohne zu tief in den Farbtopf der aufwallenden Gefühle zu tauchen. Das kann trotzdem ästhetisch sein, im Sinne einer ausgewogenen Betrachtungsweise und einer genauen Beschreibung. Auch hier sollte doch gelten, dass man die fotographischen Mittel wählt die dem Inhalt angemessen sind? Kritische Darstellung durch hollywoodartige Umsetzung ist meiner Meinung nach keine gute Idee.

Böll trifft es auf den Punkt: "Das Auge des Schriftstellers sollte menschlich und unbestechlich sein: man braucht nicht gerade Blindekuh zu spielen, es gibt rosarote, blaue, schwarze Brillen - sie färben die Wirklichkeit jeweils so, wie man sie gerade braucht. Rosarot wird gut bezahlt, es ist meistens sehr beliebt - und der Möglichkeiten zur Bestechung gibt es viele -, aber auch Schwarz ist hin und wieder beliebt, und wenn es gerade beliebt ist, wird auch Schwarz gut bezahlt. Aber wir wollen es so sehen, wie es ist, mit einem menschlichen Auge, ..."
07:31
Zitat: 0x FF 00:59Zitat: Jefaelltmaso 17.06.13, 20:02
Bei Salgado oder Nachtwey wird für mich allerdings klar der Anspruch auf kritische Dokumentation durch die verkitschende Ästhetik konterkariert, da passt die Umsetzung schlecht zum Anspruch.


Da geb ich Dir recht. Dem Anspruch auf kritische bzw. ungefilterte Dokumentation entspricht eine solche Auswahl nicht. Zweifelhaft bleibt für mich allerdings die Aussage, dass derart Verschöntes/Verkitschtes vom Gedanken an den Schutz des Schönen unbedingt ablenken müsse.

Und da sehe ich, diesmal andersrum, auch eine eine Vereinfachung, eine künstliche Dichotomie. Um Sensibilität für Bewahrenswertes zu wecken, braucht es verschiedene Stimmen. Jedoch nicht in einem Werk. Gerade die Stimme des Kitsches darf nicht unterschätzt werden, wirkt sie doch breit und tief, trotzdem sie intellektuell höchstens an der (evtl. falschen) Oberfäche kratzt.

Simples Beispiel: Womit wirbt man für den Erhalt der Tigalein in der (sogenannten) Wildnis? Manchmal mit Bildern gewilderter und verstümmelter Tigaleichen oder ähnlichem. Häufiger aber mit Fotos supersüsser Streiflinge. Auf seine Art manipulativ jedoch nicht notwendigerweise in der beschriebenen Richtung.


ja die stimme des kitsches wirkt manipulativ. aber das hat mit Dokumentation nichts mehr zu tun. ich wollte darauf hinaus, dass man anspruchsvolle Dokumentarfotographie betreiben kann ohne zu tief in den Farbtopf der aufwallenden Gefühle zu tauchen. Das kann trotzdem ästhetisch sein, im Sinne einer ausgewogenen Betrachtungsweise und einer genauen Beschreibung. Auch hier sollte doch gelten, dass man die fotographischen Mittel wählt die dem Inhalt angemessen sind? Kritische Darstellung durch hollywoodartige Umsetzung ist meiner Meinung nach keine gute Idee.

Böll trifft es auf den Punkt: "Das Auge des Schriftstellers sollte menschlich und unbestechlich sein: man braucht nicht gerade Blindekuh zu spielen, es gibt rosarote, blaue, schwarze Brillen - sie färben die Wirklichkeit jeweils so, wie man sie gerade braucht. Rosarot wird gut bezahlt, es ist meistens sehr beliebt - und der Möglichkeiten zur Bestechung gibt es viele -, aber auch Schwarz ist hin und wieder beliebt, und wenn es gerade beliebt ist, wird auch Schwarz gut bezahlt. Aber wir wollen es so sehen, wie es ist, mit einem menschlichen Auge, ..."
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Was ist eigentlich dieses "Bokeh"?

Zitat: Jan Böttcher 17.06.13, 12:04Das greift zu kurz.

Ich habe mich redlich gemüht, Links zu Stellen zu geben, an denen es "sichtbar" bzw. "erklärt" wird. Wenn die dann niemand verfolgt … dann kommen eben einerseits die Spaßvögel raus, die eigentlich ans Buffet gehören und andererseits die Arschlöcher, die zwar alles wissen aber nichts erklären können, und sehr gerne rausposaunen, daß sie alles wissen und der Rest der Welt es doch nie kapieren / sehen wird.

PS: Der Link hier http://www.andreashurni.ch/equipment/bokeh.htm kam zwar nicht von mir, könnte aber auch von mir stammen. Wer nach Lektüre DER dort gegebenen Erklärungen und der gezeigten Beispiele immernoch "BOKEH" nur für ein Modewort hält, der darf sich als Blindfisch zusammen mit den Arschlöchern eine Zelle teilen.


Hallo Zuchtmeister Jan,

das ist halt so eine Situation, in der man sich ungeschickt ausgedrückt hat – ich habe mich ungeschickt ausgedrückt – und schon wird man begrifflich abgestraft und am Ende kommt dann auch noch das Bild mit einer Gefängnissituation. Hallo?
Müßig zu erklären, dass in meinem Satz das kleine Wörtchen "allein" steht, welches andeutet, dass allein schon das Wort "Unschärfe" länger ist, als das Wörtchen "Bokeh". Ungleich länger wäre eine Erklärung, was ein "Bokeh" ist und ausmacht. Wie sollte man das also als lange Beschreibung in einem Katalog aufführen? Da ist es doch ganz prima, dass es den zusammenfassenden Begriff "Bokeh" gibt, der einen komplexen Sachverhalt elegant zusammenfasst – zumal in einem Katalog.
Was anderes habe ich gar nicht gemeint – vielleicht hätte ich es einfach so schreiben sollen.
Jedoch, wenn jemand jemanden missverstehen will, dann kriegt er das bestimmt auch trotzdem gewuppt.
;-)
Und das mit dem Modewort ist doch so: Würdest Du garantieren, dass jeder weiß, was es ist?!
Würdest Du ausschließen wollen, dass der Begriff oft gebraucht und beurteilt wird, ohne dass er passt?
Gerade in den Foren? Hier in der fotocommunity? Wo viele noch nicht einmal die Blendenreihe aufsagen können?
"Bokeh" wird mit Sicherheit gerne gebraucht und sicher oft missbraucht.
Fahr' nicht so hoch – Du wirst doch Deine Kräfte sicher noch brauchen.

Beste Grüße vom Silberfisch aus Zelle 7, der heute Nacht noch ausbrechen wird.
Ahoi
Claudia
03:01
Zitat: Jan Böttcher 17.06.13, 12:04Das greift zu kurz.

Ich habe mich redlich gemüht, Links zu Stellen zu geben, an denen es "sichtbar" bzw. "erklärt" wird. Wenn die dann niemand verfolgt … dann kommen eben einerseits die Spaßvögel raus, die eigentlich ans Buffet gehören und andererseits die Arschlöcher, die zwar alles wissen aber nichts erklären können, und sehr gerne rausposaunen, daß sie alles wissen und der Rest der Welt es doch nie kapieren / sehen wird.

PS: Der Link hier http://www.andreashurni.ch/equipment/bokeh.htm kam zwar nicht von mir, könnte aber auch von mir stammen. Wer nach Lektüre DER dort gegebenen Erklärungen und der gezeigten Beispiele immernoch "BOKEH" nur für ein Modewort hält, der darf sich als Blindfisch zusammen mit den Arschlöchern eine Zelle teilen.


Hallo Zuchtmeister Jan,

das ist halt so eine Situation, in der man sich ungeschickt ausgedrückt hat – ich habe mich ungeschickt ausgedrückt – und schon wird man begrifflich abgestraft und am Ende kommt dann auch noch das Bild mit einer Gefängnissituation. Hallo?
Müßig zu erklären, dass in meinem Satz das kleine Wörtchen "allein" steht, welches andeutet, dass allein schon das Wort "Unschärfe" länger ist, als das Wörtchen "Bokeh". Ungleich länger wäre eine Erklärung, was ein "Bokeh" ist und ausmacht. Wie sollte man das also als lange Beschreibung in einem Katalog aufführen? Da ist es doch ganz prima, dass es den zusammenfassenden Begriff "Bokeh" gibt, der einen komplexen Sachverhalt elegant zusammenfasst – zumal in einem Katalog.
Was anderes habe ich gar nicht gemeint – vielleicht hätte ich es einfach so schreiben sollen.
Jedoch, wenn jemand jemanden missverstehen will, dann kriegt er das bestimmt auch trotzdem gewuppt.
;-)
Und das mit dem Modewort ist doch so: Würdest Du garantieren, dass jeder weiß, was es ist?!
Würdest Du ausschließen wollen, dass der Begriff oft gebraucht und beurteilt wird, ohne dass er passt?
Gerade in den Foren? Hier in der fotocommunity? Wo viele noch nicht einmal die Blendenreihe aufsagen können?
"Bokeh" wird mit Sicherheit gerne gebraucht und sicher oft missbraucht.
Fahr' nicht so hoch – Du wirst doch Deine Kräfte sicher noch brauchen.

Beste Grüße vom Silberfisch aus Zelle 7, der heute Nacht noch ausbrechen wird.
Ahoi
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Meine Horror Erlebnisse in Sachen Gewerbliche Fotografie.

Zitat: j.j. 17.06.13, 12:41Zitat: Ralf Beier 17.06.13, 09:47Zitat: Hans-Dieter Vieten 16.06.13, 23:59Wie sollen Eltern ihren Kindern dieses Verhalten beibringen, wenn sie doch selber dazu nicht in der Lage sind.
indem die Eltern ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Höfliche Aufforderung etwas zu unterlassen, wird ignoriert, Wiederholung der Aufforderung + freundliche Erklärung wieso, wird ignoriert, spätestens jetzt ein energisches Wort mit Ultimatum, wird ignoriert - Abbruch, auf Wiedersehen.

Gilt diese Erziehungsmethode auch bei offensichtlich unvorbereitete Fotografen, die durch ihren Mangel an Respekt dem Kunden gegenüber zeigen?


Vielleicht wurde er ja antiautoritär erzogen.
Die erste Generation ist ja längst erwachsen. Und offensichtlich entschuldigt das einiges an mangelnder Sozialkompetenz.

Ich sehe schon Dissertationen angehender Jouralisten über die strafreduzierende Wirkung einer antiautoritären Erziehung.
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Nikon Support Repair Service Schlechter geht es nicht!

Zitat: Animaflora 17.06.13, 07:59also ich habe gemerkt das die Leute in Düsseldorf vom Handwerk was verstehen. Die haben gleich festgestellt das mit dem Objektiv was nicht stimmt es wird jetzt Komplett ausgetauscht. Nun heißt es abwarten und Tee trinken.

Dresden hat es mit einer Werkstoleranz einfach vom Tisch geschoben. Also von technischer Kompetenz nicht gerade Vertrauens erweckend.


Vielleicht mal nachdenken, bevor man hier etwas postet.

1.
Nikon Düsseldorf ist der Hersteller. Es gibt diverse Möglichkeiten und Motive, auf Beschwerden zu reagieren. Wenn man einfach Ruhe an der Front haben will, tauscht man eben schnell aus, egal ob das nötig war. Oder man tauscht einfach, weil das billiger kommt, als das Objektiv zu untersuchen. Hast ja nicht dazugeschrieben, ob das ein 50/1,8 oder ein 400/2,8 war ...

2.
Warum sollte eine Werkstatt, die mit dem Verkauf nichts am Hut hatte, für andere in die eigene Tasche greifen und Dir Dein Objektiv tauschen? Die Dresdener haben, wie beim Fredstarter, bei dem nichts zu reparieren war, nichts gemacht. Daher sind sie doof und inkompetent. Sollen Sie Dir mit Deinem Objektiv zusammen eine Tüte Kaffee schicken, damit Du sie nicht öffentlich anpinkelst?
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