Dein Thema hat einen fotografischen Bezug, passt aber nicht in die anderen Foren? Dann sprechen wir hier ganz allgemein darüber.
Diskussion Letzter Beitrag Beiträge / Klicks
FusselKev

Fotografien in Dunklen ohne rauschen

Zitat: chromalaun 19.07.16, 20:04Naja, vom Stativ kannst du doch so lange belichten, wie du willst, sodass du weder den ISO hochziehen musst (bringt Rauschen) noch nachträglich in der BIldbearbeitung aufhellen (bringt auch Rauschen).
Die Softboxen würde ich dann einfach zur spannenderen Lichtgestaltung verwenden.


Danke schonmal dafür. :) Ich finde den vorschlag mit den Softboxen echt gut. Bin zwar unerfahren mit Licht aber ich könnte etwas damit versuche zu spielen. :)

Zitat: Sören Spieckermann 19.07.16, 20:12Sofern sich nichts bewegt: Kamera auf das Stativ, ISO auf 100 und Langzeitbelichtng.

Ansonsten:CGI lernen :-) Dazu einfach die Hintergründe rauscharm (z.B. Langzeitbelichtung) aufnehmen und dann das Auto als 3D-Model einmontieren :-)

Einfach mal nach CGI und Auto googlen. Leider hast du mit der Autofotografie eine Rubrik ausgesucht wo nicht mehr wirklich alles Fotografiert wird.

Wenn du es fotografisch lösen willst dann mit u.a
Langzeitbelichtungen
Viel Licht (mehrere externe Blitze etc)
rauscharme Kameras
......usw.....

und einiges an Wissen Rund um die Fotografie.

Welche Art von Bilder schweben dir denn vor?
Lg Sören


Nun ja... Also zu aller erst das mit Iso und der Langzeitbelichtung ist mir schon bewusst, dennnoch danke. Hatte nur gehofft einen Weg zu finden der einem das erleichtert sodass ich mich mehr auf die Positionierung und der artiges fixieren könne. Aber ich glaube ich muss beides benutzen. :D

An sich haben wir eine alte Lagerhalle gefunden. Ohne Tore, mit Zufahrt etc.
Darin ist vieles dunkel und schwarz mit vielen Roststellen. Ketten hängen von den Decken und Regale für frühere Metallteile stehen überall herum. Ein Bilderbuch Ort für Lost Places oder halt Autofotografie. Und selbst bei Tageslicht ist eine düstere Atmosphäre in den Hallen. Besonders in der mit den Ketten. Und da soll das Foto entstehen. Ein Schwarzer Audi S7. Licht besteht aus den dünnen Fenstern kurz unter dem Dach/Flachdach und wenn ich es hin bekomme eine Stromquelle zu besorgen aus Softboxen.

Hast du Tipps? :S
19.07.16, 20:51
Zitat: chromalaun 19.07.16, 20:04Naja, vom Stativ kannst du doch so lange belichten, wie du willst, sodass du weder den ISO hochziehen musst (bringt Rauschen) noch nachträglich in der BIldbearbeitung aufhellen (bringt auch Rauschen).
Die Softboxen würde ich dann einfach zur spannenderen Lichtgestaltung verwenden.


Danke schonmal dafür. :) Ich finde den vorschlag mit den Softboxen echt gut. Bin zwar unerfahren mit Licht aber ich könnte etwas damit versuche zu spielen. :)

Zitat: Sören Spieckermann 19.07.16, 20:12Sofern sich nichts bewegt: Kamera auf das Stativ, ISO auf 100 und Langzeitbelichtng.

Ansonsten:CGI lernen :-) Dazu einfach die Hintergründe rauscharm (z.B. Langzeitbelichtung) aufnehmen und dann das Auto als 3D-Model einmontieren :-)

Einfach mal nach CGI und Auto googlen. Leider hast du mit der Autofotografie eine Rubrik ausgesucht wo nicht mehr wirklich alles Fotografiert wird.

Wenn du es fotografisch lösen willst dann mit u.a
Langzeitbelichtungen
Viel Licht (mehrere externe Blitze etc)
rauscharme Kameras
......usw.....

und einiges an Wissen Rund um die Fotografie.

Welche Art von Bilder schweben dir denn vor?
Lg Sören


Nun ja... Also zu aller erst das mit Iso und der Langzeitbelichtung ist mir schon bewusst, dennnoch danke. Hatte nur gehofft einen Weg zu finden der einem das erleichtert sodass ich mich mehr auf die Positionierung und der artiges fixieren könne. Aber ich glaube ich muss beides benutzen. :D

An sich haben wir eine alte Lagerhalle gefunden. Ohne Tore, mit Zufahrt etc.
Darin ist vieles dunkel und schwarz mit vielen Roststellen. Ketten hängen von den Decken und Regale für frühere Metallteile stehen überall herum. Ein Bilderbuch Ort für Lost Places oder halt Autofotografie. Und selbst bei Tageslicht ist eine düstere Atmosphäre in den Hallen. Besonders in der mit den Ketten. Und da soll das Foto entstehen. Ein Schwarzer Audi S7. Licht besteht aus den dünnen Fenstern kurz unter dem Dach/Flachdach und wenn ich es hin bekomme eine Stromquelle zu besorgen aus Softboxen.

Hast du Tipps? :S
183 Klicks
-Wackerstein-

Wie Sponsoren richtig suchen ?

So ihr Lieben,

das Schuljahr ist rum und ich wollte die Gelegenhiet nutzen, mein Fazit zu ziehen. Vielleicht hilft es ja einigen Mitgliedern, die ein solches oder ähnliches Projekt in Angriff nehmen wollen.

Zuerst das Wichtigste.. ich würde (und werde) diesen Kurs auf jeden Fall wieder machen, aber nicht mit so jungen Fotografen. Meine Kinder waren 10-13 Jahre alt. Dieser Unterschied von 3 Jahren (und dann noch Mädchen/Jungen) war deutlich zu spüren.
Meine Jüngsten waren eben noch sehr verspielt. Das kann reichen für einen Ein-Tages-Workshop oder auch mal eine Woche in den Ferien. Ein Mal wöchentlich ein ganzes Schuljahr lang... dafür sind sie (vor allem die Jungs) einfach noch nicht reif genug. Es kann eben nicht immer nur 120% Spaß machen.. manchmal muss man auch was lernen.. manchmal ist Fotografie auch nur trockene Theorie.
Obwohl ich schon versucht habe, den theoretischen Teil kleinstmöglich zu halten, bremsten eben jene Einheiten den Elan der Kinder spürbar.
Der Bewegungsdrang ist in diesem Alter noch zu ausgeprägt, der Enthusiasmus, sich auch mal durchzubeißen wenn es nicht so viel Spaß macht, noch zu gering.

Also... gerne wieder ... aber mit älteren Kindern!

LG
Wackerstein
3.498 Klicks
KevinSchmid.de

Foto-Orte auf Webseite markieren

Zitat: KevinSchmid.de 23.05.16, 14:21Hey Leute,
was würdet ihr denn von einer Art Webseite halten, auf der man auf einer Karte interessante Orte eintragen kann, ähnlich "22places" (falls das jemand kennt)???


Gute Idee. ;) Ich habe ja 22places vor etwa zwei Jahren gegründet. Wir waren natürlich nicht die ersten, die das versucht haben und seitdem sind bestimmt 10 andere Plattformen dieser Art aufgetaucht und meistens genauso schnell wieder verschwunden.

Insgesamt sind ca. 1.500 Locations online, davon ein großer Teil in Deutschland (https://www.22places.de/fotolocations-deutschland/). Wir hatten eigentlich nie das Problem, dass sich keine Leute gefunden haben, die aktiv neue Locations einstellen.

Meine Learnings aus diesen zwei Jahren:
- Viele Leute suchen tatsächlich nach solchen Plattformen und man kann damit Erfolg haben. Wie immer in Deutschland wirst du auch eine Menge Gegenwind kriegen. Das siehst du ja schon an einigen Kommentaren hier in der Diskussion.
- Die Plattform muss einfach und intuitiv sein.
- Ganz wichtig ist die inhaltliche Qualität der Locations. Mir war es immer wichtig, dass zu den Orten ausführlichere Informationen veröffentlicht werden, als nur ein Satz und ein Foto. Denn nur dann hat man wirklich einen Mehrwert gegenüber Panoramio & Co. Das ist aber auch der schwierigste Part. Viele Teilnehmer haben keine Lust, ausführliche Texte zu schreiben. Hier haben wir oft selbst noch Informationen ergänzt, was natürlich unglaublich viel Arbeit ist.
- Wenn du damit Geld verdienen willst, brauchst du ein gutes Konzept. Das hat mir ehrlich gesagt gefehlt, weshalb sich 22places mittlerweile sehr stark weiter entwickelt hat. Die Locations sind nur noch ein kleiner Teil unserer Seite, der aber immer noch sehr gut besucht ist.

Fazit:
Probier es gerne aus. Mit dem nötigen technischen Know-how und gutem Marketing kann es ein Erfolg werden. Es ist aber wirklich eine ganze Menge Arbeit und braucht viel Durchhaltevermögen, wenn du es richtig machen willst.
18.07.16, 15:00
Zitat: KevinSchmid.de 23.05.16, 14:21Hey Leute,
was würdet ihr denn von einer Art Webseite halten, auf der man auf einer Karte interessante Orte eintragen kann, ähnlich "22places" (falls das jemand kennt)???


Gute Idee. ;) Ich habe ja 22places vor etwa zwei Jahren gegründet. Wir waren natürlich nicht die ersten, die das versucht haben und seitdem sind bestimmt 10 andere Plattformen dieser Art aufgetaucht und meistens genauso schnell wieder verschwunden.

Insgesamt sind ca. 1.500 Locations online, davon ein großer Teil in Deutschland (https://www.22places.de/fotolocations-deutschland/). Wir hatten eigentlich nie das Problem, dass sich keine Leute gefunden haben, die aktiv neue Locations einstellen.

Meine Learnings aus diesen zwei Jahren:
- Viele Leute suchen tatsächlich nach solchen Plattformen und man kann damit Erfolg haben. Wie immer in Deutschland wirst du auch eine Menge Gegenwind kriegen. Das siehst du ja schon an einigen Kommentaren hier in der Diskussion.
- Die Plattform muss einfach und intuitiv sein.
- Ganz wichtig ist die inhaltliche Qualität der Locations. Mir war es immer wichtig, dass zu den Orten ausführlichere Informationen veröffentlicht werden, als nur ein Satz und ein Foto. Denn nur dann hat man wirklich einen Mehrwert gegenüber Panoramio & Co. Das ist aber auch der schwierigste Part. Viele Teilnehmer haben keine Lust, ausführliche Texte zu schreiben. Hier haben wir oft selbst noch Informationen ergänzt, was natürlich unglaublich viel Arbeit ist.
- Wenn du damit Geld verdienen willst, brauchst du ein gutes Konzept. Das hat mir ehrlich gesagt gefehlt, weshalb sich 22places mittlerweile sehr stark weiter entwickelt hat. Die Locations sind nur noch ein kleiner Teil unserer Seite, der aber immer noch sehr gut besucht ist.

Fazit:
Probier es gerne aus. Mit dem nötigen technischen Know-how und gutem Marketing kann es ein Erfolg werden. Es ist aber wirklich eine ganze Menge Arbeit und braucht viel Durchhaltevermögen, wenn du es richtig machen willst.
660 Klicks
engelchen61

Objektiv

Zitat: engelchen61 12.07.16, 17:21Kamera ist nagelneu...

Davon gehe ich bei der 1300D aus.

Zitat: engelchen61 12.07.16, 17:21... die Kontakte des Objektivs habe ich schon gereinigt.

Dann dürfte es daran nicht liegen.

Zitat: engelchen61 12.07.16, 17:21Ich brauche kein Kabel.

Punkt 2. bedeutete nicht, daß da irgendwo ein zusätzliches Kabel ist o.ä., sondern daß eins der Kabel im Innern des Objektivs defekt sein könnte.

Zitat: engelchen61 12.07.16, 17:21Kann es sein, dass meine Kamera den Ultraschall nicht erkennen kann?

Unwahrscheinlich; ich bin soeben mal für die 1300D den Objektivfinder auf der Canon-Seite durchgegangen. Da wird genau das 75-300er III USM aufgelistet mit:
- mit Ihrer Kamera kompatibel
- Ultraschall AF-Motor (USM)
- Gewicht: 480 ca. g
etc. pp. ...
210 Klicks
maggilie

Kunde wünscht sich die RAW Dateien - Hochzeit

Nun haben so viele ihren Senf dazugegeben, da will ich auch noch (aus der Sicht eines Hobbyisten, der mit Fotografie kein Geld verdient).
Wenn wir nicht wissen, was genau vereinbart wurde, macht eine Diskussion über diese juristische Seite wenig Sinn. Das sind nur Spekulationen mit vielen wenns, hätte und aber.
Beim Urheberrecht ist quasi eine patt Situation. Der Fotograf hat die Urheberrechte, aber keine Rechte zur Weiterverwendung (wenn nichts anderes vereinbart wurde natürlich). Die Persönlichkeitsrechte hat der Kunde, aber er ist nun mal nicht Urheber. Folglich hilft dieser Aspekt auch nicht weiter.
Es bleibt als nur eine pragmatische Situationsanalyse und weitere Fakten (die auch schon genannt wurden):
- Der Fotograf hat neben den Urheberrechten natürlich auch die Rechte an seiner Bearbeitung, die er in seinem Preis aber eingerechnet hat und ihm im Normalfall also auch bezahlt wurde.
- Der Kunde hat möglicherweise andere Vorstellungen, wie die Bearbeitung von Hochzeitsfotos aussehen soll. Vorab ist das kaum zu klären, da man ja nicht weiß, wie die Situation bei der Hochzeit genau sein wird.
- Der Fotograf kann sich natürlich drauf berufen nichts oder vielleicht nur gering aufgelöste JPGs raus zu geben. Aber was hat er davon außer einem verärgerten Kunden? Wenn dem Kunden die Bearbeitung nicht gefällt, wird er sicher keine weiteren Abzüge bestellen. Die Aussicht auf einen Folgeauftrag für eine weitere andere Bearbeitung ist wohl auch sehr gering, bzw. spätestens hier würde ich als Kunde vereinbaren, dass mir die Originale in RAW oder voll aufgelösten JPG zur Verfügung gestellt werden.
- Will der Kunde partout nicht teure extra Abzüge beim Fotografen beziehen (die Anzahl der zu liefernden Abzüge hätte er ja auch im Vorfeld vereinbaren können !), hat er genügen andere Möglichkeiten. Wer sich in RAW oder allgemein gut genug in Bildbearbeitung auskennt, kann er die Abzüge auch Scannen oder abfotografieren und mit diesem Material eigene Abzüge anfertigen. Juristisch ist da sicher nicht okay, aber der Fotograf hat letztlich kaum Chancen a) dies zu überhaupt verhindern und b) stellt sich die Frage, wie der Fotograf davon jemals erfahren soll; das Risiko bei so einer "Kopieraktion" erwischt und überführt zu werden ist quasi NULL.
- In heutigen Zeiten sind auf jeder Hochzeit viele private Fotografen, dabei mit Sicherheit auch DSLRs und selbst Kompakte können durchaus brauchbares JPG-Material liefern. Dem Kunden ist es also ein Leichtes auf diese Material zurückzugreifen, wo ihm die Rechte von den eingeladenen Gästen sicher gern eingeräumt werden. Hier wird sich sicher viel ähnliches zum "offiziellen Fotografen" finden. Selbst bei den "exklusiven Paarfotos" kann der Fotograf nicht sicher sein, dass das Paar diese nicht eine Woche später mit einem anderen (privaten) Fotografen nachstellt und diese dann nach eigenem gut Dünken bearbeitet und vervielfältigt. Mit etwas Fachwissen oder ein paar Fragen im passenden Forum wird es sogar gelingen, nahe an die Bearbeitung des Hochzeitsfotografen heranzukommen.

Wenn man dies nüchtern analysiert, bleibt dem Fotografen doch fast nichts anderes übrig, als dem Kundenwunsch zu folgen. Ein im Nachhinein verärgerter Kunde wird sicher keine Empfehlung für andere Kunden aussprechen, aber ein zufriedener Kunde wird mit dem sich dann möglicherweise einstellenden Nachwuchs wieder kommen, um schöne Kinderfotos für die Großeltern machen zu lassen. Aber das muss natürlich jeder berufsmäßige Fotograf mit sich selbst ausmachen, wovon er in Zukunft Leben möchte.
Als Fazit bleibt: Liebe Berufs-Hochzeits-Fotografen, es ist für Beide seiten von Vorteil, wenn im Vorfeld alles angesprochen und dann auch geregelt wird. Nach meiner Einschätzung gehört eben auch eine gute eingehende Beratung zu so einem Auftrag.
Ich will hier niemandem unterstellen, dass im Vorfeld absichtlich lieber geschwiegen wird, um im Nachhinein nochmals Kasse machen zu können. Die Fragestellerin muss sich, so finde ich, schon die Frage gefallen lassen, warum sie vorher nicht von sich aus das Thema "Digitale Kopie" angesprochen hat, oder noch härter formuliert, warum sie den Kunden nicht darüber aufgeklärt hat. Dass ein Hochzeitspaar in Vorbereitung nicht an jedes kleine Detail denkt, ist für mich nachzuvollziehen.

Grüße Thomas
12.07.16, 10:39
Nun haben so viele ihren Senf dazugegeben, da will ich auch noch (aus der Sicht eines Hobbyisten, der mit Fotografie kein Geld verdient).
Wenn wir nicht wissen, was genau vereinbart wurde, macht eine Diskussion über diese juristische Seite wenig Sinn. Das sind nur Spekulationen mit vielen wenns, hätte und aber.
Beim Urheberrecht ist quasi eine patt Situation. Der Fotograf hat die Urheberrechte, aber keine Rechte zur Weiterverwendung (wenn nichts anderes vereinbart wurde natürlich). Die Persönlichkeitsrechte hat der Kunde, aber er ist nun mal nicht Urheber. Folglich hilft dieser Aspekt auch nicht weiter.
Es bleibt als nur eine pragmatische Situationsanalyse und weitere Fakten (die auch schon genannt wurden):
- Der Fotograf hat neben den Urheberrechten natürlich auch die Rechte an seiner Bearbeitung, die er in seinem Preis aber eingerechnet hat und ihm im Normalfall also auch bezahlt wurde.
- Der Kunde hat möglicherweise andere Vorstellungen, wie die Bearbeitung von Hochzeitsfotos aussehen soll. Vorab ist das kaum zu klären, da man ja nicht weiß, wie die Situation bei der Hochzeit genau sein wird.
- Der Fotograf kann sich natürlich drauf berufen nichts oder vielleicht nur gering aufgelöste JPGs raus zu geben. Aber was hat er davon außer einem verärgerten Kunden? Wenn dem Kunden die Bearbeitung nicht gefällt, wird er sicher keine weiteren Abzüge bestellen. Die Aussicht auf einen Folgeauftrag für eine weitere andere Bearbeitung ist wohl auch sehr gering, bzw. spätestens hier würde ich als Kunde vereinbaren, dass mir die Originale in RAW oder voll aufgelösten JPG zur Verfügung gestellt werden.
- Will der Kunde partout nicht teure extra Abzüge beim Fotografen beziehen (die Anzahl der zu liefernden Abzüge hätte er ja auch im Vorfeld vereinbaren können !), hat er genügen andere Möglichkeiten. Wer sich in RAW oder allgemein gut genug in Bildbearbeitung auskennt, kann er die Abzüge auch Scannen oder abfotografieren und mit diesem Material eigene Abzüge anfertigen. Juristisch ist da sicher nicht okay, aber der Fotograf hat letztlich kaum Chancen a) dies zu überhaupt verhindern und b) stellt sich die Frage, wie der Fotograf davon jemals erfahren soll; das Risiko bei so einer "Kopieraktion" erwischt und überführt zu werden ist quasi NULL.
- In heutigen Zeiten sind auf jeder Hochzeit viele private Fotografen, dabei mit Sicherheit auch DSLRs und selbst Kompakte können durchaus brauchbares JPG-Material liefern. Dem Kunden ist es also ein Leichtes auf diese Material zurückzugreifen, wo ihm die Rechte von den eingeladenen Gästen sicher gern eingeräumt werden. Hier wird sich sicher viel ähnliches zum "offiziellen Fotografen" finden. Selbst bei den "exklusiven Paarfotos" kann der Fotograf nicht sicher sein, dass das Paar diese nicht eine Woche später mit einem anderen (privaten) Fotografen nachstellt und diese dann nach eigenem gut Dünken bearbeitet und vervielfältigt. Mit etwas Fachwissen oder ein paar Fragen im passenden Forum wird es sogar gelingen, nahe an die Bearbeitung des Hochzeitsfotografen heranzukommen.

Wenn man dies nüchtern analysiert, bleibt dem Fotografen doch fast nichts anderes übrig, als dem Kundenwunsch zu folgen. Ein im Nachhinein verärgerter Kunde wird sicher keine Empfehlung für andere Kunden aussprechen, aber ein zufriedener Kunde wird mit dem sich dann möglicherweise einstellenden Nachwuchs wieder kommen, um schöne Kinderfotos für die Großeltern machen zu lassen. Aber das muss natürlich jeder berufsmäßige Fotograf mit sich selbst ausmachen, wovon er in Zukunft Leben möchte.
Als Fazit bleibt: Liebe Berufs-Hochzeits-Fotografen, es ist für Beide seiten von Vorteil, wenn im Vorfeld alles angesprochen und dann auch geregelt wird. Nach meiner Einschätzung gehört eben auch eine gute eingehende Beratung zu so einem Auftrag.
Ich will hier niemandem unterstellen, dass im Vorfeld absichtlich lieber geschwiegen wird, um im Nachhinein nochmals Kasse machen zu können. Die Fragestellerin muss sich, so finde ich, schon die Frage gefallen lassen, warum sie vorher nicht von sich aus das Thema "Digitale Kopie" angesprochen hat, oder noch härter formuliert, warum sie den Kunden nicht darüber aufgeklärt hat. Dass ein Hochzeitspaar in Vorbereitung nicht an jedes kleine Detail denkt, ist für mich nachzuvollziehen.

Grüße Thomas
1.249 Klicks
Nach
oben