...leichte Bewegung - in der Erstarrung... (ein Seelenbild)

...leichte Bewegung - in der Erstarrung... (ein Seelenbild)

KLEMENS H.


Premium (Pro), aus der Stadt zwischen Solling und Weser

...leichte Bewegung - in der Erstarrung... (ein Seelenbild)

...so könnte man diese Schatten-Komposition
in verharrschtem Schnee -
natur-strukturistisch ausdeuten... -

...aber in den Seelen mancher Menschen
sieht es genauso aus... (deswegen "Seelenbild")

Ich kenne eine ganze Reihe solcher (verbitterter) Menschen -
ich bin es - trotz Enttäuschungen mit nahen Verwandten - gotttlob nicht...

(Normaler Weise würde ich dieses Bild gerne in die Sektion "Emotionen -
Untersektion "Ratlosigkeit" - der dortigen Definition entsprechend - einordnen -
aber ich habe leider den Eindruck,
dass viele der dort eingestellten Bilder nicht wirklich ernst zu nehmen sind...)

NIKON CP 8800 (leicht in der Farbtemperatur geändert)

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- siehe auch zum Thema "Emotionen":

GELB: OPTIMISMUS - oder (auch): ...WONNE- Monat Mai...
GELB: OPTIMISMUS - oder (auch): ...WONNE- Monat Mai...
KLEMENS H.


- siehe auch weitere Natur-Nah-Aufnahmen:

IM SOG DES UNENDLICHEN: ...je dunkler die Nacht...
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KLEMENS H.
...Sommer-Liebe...
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KLEMENS H.
Sumpfgras, schopfig eingestreut... - oder: Hoffen auf das Grün...
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KLEMENS H.
Abend- Gedanken... - "WERDEN UND VERGEHEN"
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KLEMENS H.

Kommentare 17

  • Bri Werner 26. Dezember 2016, 8:17

    Es macht immer wieder große Freude deine Bildergalerie zu durchstöbern. Dieses Seelenbild gefällt mir besonders. Es ist fantastisch wie die Schatten der Zweige dem Schnee und Eis diese Strukturen einhauchen und letztlich in Komposition mit deinem Ausschnitt diese Deutung zulassen. Mein erster Gedanke dazu ging in die Richtung >sie bewegen sich aber doch, wenn auch nur leicht, sanft und unscheinbar< also es gibt Hoffnung, dass das Erstarrte wieder auftaut, die Seele wieder in Bewegung kommt. Herzliche Weihnachtsgrüße noch, Bri
  • KLEMENS H. 18. März 2010, 0:09

    @ Martina Bie 2 (und @ alle):
    Es macht mir Freude,
    in Vielem, was ich draußen in der Natur entdecke,
    auf mich und meine Erfahrungen zu beziehen und auszudeuten,
    immer wieder kleine Gleichnisse zu sehen...

    @ alle:
    Die erste Ebene ist das Schnee-Erlebnis,
    die zweite das Durchdringen des Gegenständlichen
    auf der formalen Ebene (Farben, Formen, Strukturen
    und Komposition im bewusst gewählten Ausschnitt...)

    ...und die dritte Ebene ist die der Deutung,
    sie ist die subjektivste - wenn auch auch nicht nur willkürlich
    und beliebig zu verstehende...

    Ich will in dem Nah-Foto eine kleine Landschaft sehen,
    eine kleine Seelen-Landschaft...

    Was sie - absichtsvoll von mir "ins Bild gesetzt"-
    zum Ausdruck bringt (bzw. bringen soll)
    ist nur im ÜBERTRAGENEN Sinne zu verstehen,
    und der erschließt sich natürlich am ehesten
    über MEINE Erlebnisse und Erfahrungen... -

    ...deswegen sind Titel und Titel-Text
    immer sehr sorgfältig gewählt...

    Wer ihnen folgen will, erfährt -
    in der geistigen Auseinandersetzung mit allem -
    mehr über mich
    (auch wenn sich Bild und Gleichnis NICHT explizit auf mich beziehen (!)
    und erfährt mehr über sich,
    als er hier vordergründig im Foto sehen kann...

    Danke an alle und herzliche Grüße
    Klemens
  • KLEMENS H. 18. März 2010, 0:03

    @ Hella H. (und @ Anne Maxen):
    ...es gibt ja Menschen, die legen sich nackt und ungeschützt
    in diese "weichen" und "flauschigen" Eiskristalle: :-))

    ...zum Kuscheln... - wozu sonst... ? ;-)))

    @ alle:
    ...jedes Sehen ist Interesse geleitetes Sehen... -

    ...mein Interesse war es, "Blau" als "Kälte"
    und "Nadelspitzen" als "schmerzend" zu sehen und zu empfinden... -
    für mich... eben kein "Flokati"... (Begründung siehe weiter oben !)

    HG Klemens
  • Lutz-Henrik Basch 17. März 2010, 11:41

    Eine großartige Idee, Klemens und eine hervorragende Umsetzung ist Dir dabei gelungen. Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen.
    LG Lutz
  • Martina Bie. 17. März 2010, 0:49

    Zunächst einmal ist das eine herrliche Komposition von Starre und Bewegung, so, wie du es (leider) bereits im Titel vorweg genommen hast. Der blaue Farbton unterstützt (oder ruft hervor) diesen Eindruck.
    Beziehe ich das Psychische ein, dann ergibt sich für mich eine Situation, in der sich wohl mancher schon befunden hat: Das Erleiden eines Schocks, der in die seelische Erstarrung führte (hier: die Eiskristalle), das lange Umeinanderkreisen und Leerlaufen möglicher Auswege (hier: die dunklen Linien) und das Finden einer Lösung plus dem langsamen Wiederauftauchen aus der Lähmung (hier: die aufwärtsführenden Linien).
    Jeder deutet ein Bild anders auf Grund seiner Erlebnisse und Erfahrungen, und das ist ja auch Sinn der Sache.
    Schade, dass du dich ein wenig rar gemacht hast... Erinnere dich an Brecht, der das Denken als eine der größten Vergnügungen der menschlichen Rasse bezeichnete... :-))
    LG Martina
  • Hella H. 17. März 2010, 0:22

    Das habe ich mir lange angeguckt. Und je länger ich es mir ansehe, desto besser gefällt es mir. Kühle Blautöne, spitze Eiskristalle, aber in der Gesamtwirkung wie ein flauschiger Teppich zum Hineinkuscheln.
  • Thoralf 16. März 2010, 19:41

    ganz prima Fotografenauge
    LG Thoralf
  • KLEMENS H. 16. März 2010, 14:04

    @ Anne Maxen:
    Bild, Titel und Titeltext bilden für mich eine EINHEIT -
    insofern SOLLEN Titel und Titeltext beeinflussen... -

    ...trotzdem steht es natürlich jeder Betrachterin und jedem Betrachter frei,
    sich auf verschiedene Weise, über verschiedene Bezüge
    und auf verschiedenen Ebenen
    vom Bild oder vom Titel oder vom Titeltext oder eben von allem
    gedanklich oder emotional anregen zu lassen -

    ...Hauptsache überhaupt... ;-))

    NACHTRAG:
    ...und jede Stellungnahme, jede neue Idee...
    ...ist ein Denkanstoß, eine Bereicherung ... !

    HG Klemens
  • Anne Maxen 16. März 2010, 9:53

    ohne beeinflussenden Text hatte das Bild für mich zunächst eine andere Aussage. Aufgrund der Farbe und auch der leichten, fast harmonischen Wellenbewegung habe ich das Bild als positiv empfunden. Die rechte äußere Bildseite störte die Harmonie. Die feinen Kristalle habe ich natürlich gesehen, empfand sie aber eher als weich, leicht mit der Hand wegzustreichen (-streicheln?)
    Mit Text und nach einem erneuten hinschauen konnte ich Deine Auslegung nachvollziehen, aber so ganz überzeugt bin ich noch nicht.
    Es ist immer wieder reizvoll, etwas in Dein Bild hinein zu deuten, was nicht mit Deiner Auslegung übereinstimmt. Das ist natürlich nicht beabsichtigt, sondern einfach meine Sichtweise. Grüße Anne
  • KLEMENS H. 16. März 2010, 8:38

    @ alle:
    ...eigentlich ist HELLBLAU farbpsychologisch in positiver Bedeutung
    die Farbe der "Leichtigkeit", "Unbeschwertheit" und der "Sorglosigkeit" etc. -
    siehe auch:

    ...die Leichtigkeit des Seins beginnt... - AUSSTELLUNGSFOTO "WERDEN UND VERGEHEN"
    ...die Leichtigkeit des Seins beginnt... - AUSSTELLUNGSFOTO "WERDEN UND VERGEHEN"
    KLEMENS H.

    (darum wird in der Werbung Hellblau gerne von Versicherungen verwendet)
    und das besonders, wenn Hellblau durch den Himmel vergegenständlicht wird...

    ...verbunden mit den Formen der scharfen Eiskristalle
    kommt ihre zweite, hier negativ besetzte Bedeutung zur Wirkung:
    nämlich Hellblau = "Kälte" und "Erstarrung" (Lähmung)...

    ...man sieht hier also, dass auch die Strukturen- und Formenbedeutung
    nie außer Acht gelassen werden sollte...

    @ Doris H:
    ...danke für den "Märchen-Link", Doris:
    "Das kalte Herz" kenne ich seit meiner Kindheit -
    allerdings als ein viel kürzeres Märchen aus dem Englischen -
    nicht von Hauff...

    ...ich werde mal recherchieren, wer es geschrieben hat...

    LG an alle Klemens
  • André Reinders 16. März 2010, 7:53

    Ich auch ;-) Sehr gute Bildidee und Aussage!!!

    VLG

    André
  • Bettina Bürgel-Stein 16. März 2010, 7:04

    das könnte ein cover- foto für ein buch über depressionen sein......beeindruckend!
    LG Bettina
  • Doris H 16. März 2010, 5:56

    Licht- und Schattenseiten gibt es in jeder Menschenseele und dein Foto transportiert dies symbolisch sehr gut. Das aber nur solange man kein "kaltes Herz" dabei hat. Das Märchen von Hauff hat mich schon als Jugendliche sehr berührt und beschäftigt.
    http://www.erfolgsmaerchen.de/DaskalteHerz1.htm
    LG Doris
  • KLEMENS H. 16. März 2010, 0:10

    @ Wolfgang Rupprecht:
    ...danke, Wolfgang, dass Du dich darauf einlässt,
    mein Fotomotiv - durch den Titel angeregt -
    in seinen Strukturen und Formen
    und in der Komposition der Schatten-Linien und -Formen
    für dich auszudeuten... -

    ...eines allerdings scheinst Du dabei nicht zu berücksichtigen:

    ...es sind kalte, glas-splitterartige, nadel-spitze EIS-Formen,
    die die Fläche durchziehen... -
    sie verletzen... -
    ...und sie verwunden am schlimmsten in der Kälte:

    Gefühls-Kälte ist hier gemeint -
    gegen sich und gegen Andere... verletzend...
    ...und verletzlich, zerbrechlich zugleich... -
    ein (Sinn-) Bild der Aggression gegen Andere
    wie auch gegen sich selbst...

    Mein Bild ist ein weiteres (helleres) Stück "Trauerarbeit" und -
    wie der Titel es verdeutlicht - allgemeiner und unspezifischer,
    als auf nur einen Menschen bezogen:

    DORNEN IN SEIN SCHWARZES HERZ... (Trauerbild mit Gedicht)
    DORNEN IN SEIN SCHWARZES HERZ... (Trauerbild mit Gedicht)
    KLEMENS H.

    Ich glaube nicht,
    dass Du dich (nun immer noch) mit einbeziehst
    in die Gruppe von Menschen,
    die krank in ihrer Seele sind,
    dass sie selbstzerstörerisch und zerstörerisch...
    ...sich und Anderen schaden...

    HG Klemens
  • KerstinRe 15. März 2010, 21:25

    Auf dass wir seelisch nicht so erstarren....
    ein schönes Foto, Klemens,
    Gruß Kerstin