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Tore Straubhaar


Pro Mitglied, Höxter

in stiller Nacht

Sarek, Wanderung im September 2011

Das Wetter war schlecht wie noch nie. Tagelang wandern wir bei Regen, Schneeregen oder Schnee. Immer mal wieder sind wir total durchnässt, im Birken- und Weidendickicht schlagen uns die nassen Zweige ins Gesicht. Ehe man hier im Sarvesvágge anlangt, ist man gut vier bis fünf Tage zu Fuß unterwegs. Wir sind über die Berge gekommen, haben dort oben vor lauter Wolken und Nebel eigentlich gar nichts gesehen.

Dann Stunden, Augenblicke, in denen sich die dichte Wolkendecke öffnet, so wie am Nachmittag diesen Tages. Es offenbart sich eine wilde Landschaft voller Schönheit und Unberührtheit. 14 Tage lang sehen wir keine andere Menschenseele. Am Abend bewölkt es sich wieder. Wir zelten direkt am Sarvesjåhkå. Manchmal beginnt es schon zu tröpfeln, dann treibt der zunehmende Wind die Wolken auseinander, und der Mond lächelt vom Rapadal zu uns herüber.

Bald haben wir Weihnachten, und ich denke immer wieder zurück an diesen Ort in stiller Nacht ...

in arktischer Winternacht
in arktischer Winternacht
Tore Straubhaar

im Mondscheintal
im Mondscheintal
Tore Straubhaar

unwegsam im Sarvesvágge
unwegsam im Sarvesvágge
Tore Straubhaar

Kommentare 7

  • lotofphotography 19. April 2015, 23:52

    Ein tolles Foto .. LG Lotof
  • Manfred Bartels 22. Dezember 2014, 14:05

    Einen kleinen Teil des Sarek habe ich im Sommer mal erlebt. Ist wirklich schön dort. Allerdings war es Sommer. Kurz vorher hatten wir noch Goldwäscher gesehen und Angler. Irgendwann gab es nur noch uns uns etliche Mücken. Sie waren sehr anhänglich.
    Im Winter hast du Ruhe davor, da bist du dann wirklich allein.
    Uns hatte die Zivilisation am Abend zurück.
    Daran erinnere ich mich jedes Mal wenn ich eines deiner Sarek Bilder sehe.
    LG Manfred
  • scanpics 21. Dezember 2014, 17:35

    Hi Tore!
    Wie oft ich mir beim Betrachten Deiner Bilder und beim Lesen Deiner Texte schon gewünscht habe, auch mal dort zu sein und die Natur so intensiv zu erleben wie Du. Wenn ich mir diesen Text so durchlese und ein wenig darüber nachdenke, dann bleibe ich doch lieber ein Weichei.
    Vier/fünf Tage durch Regen, Schneeregen und Schnee ..... uuuuaaaahhhh ...... dann lieber ganz früh aufstehen und zum Ort der Begierde mit dem Auto fahren ... ;-)
    Liebe Grüße, Christian
  • Annette He 21. Dezember 2014, 9:26

    Den allergrößten Respekt vor Eurem Durchhaltevermögen, bei den Bedingungen ist das nicht so ohne.

    Gruß,
    Annette
  • Wilfried Humann 20. Dezember 2014, 22:02

    Ein tolles Foto und wieder eine emotional ergreifende Story! LG Wilfried
  • Meina Giese 20. Dezember 2014, 21:47

    Ganz wunderbar anzusehen!
    So einen stillen Ort bräuchte man in dieser zunehmend hektischen Adventszeit ....
    L.G. Meina
  • gjm 20. Dezember 2014, 21:04

    Ein wunderschönes Foto dieser wie du schilderst einsamen Gegend. Ich glaube dir, dass du in dieser Erinnerung schwelgst in dieser vorweihnachtlichen, hektischen Zeit. Ich wünsche dir eine frohe Weihnacht und einen guten Jahreswechsel verbunden mit einem erfolgreichem 2015. Liebe Grüsse Gary