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Im Luch

Für alle, die den Begriff "Luch" noch nicht kennen:
Luche haben sich im allgemeinen in den großen Urstromtälern oder in ihren Seitentälern, den Urstromtalungen, gebildet. Nach dem Ende der Eiszeit führte in der Nacheiszeit ein steigender Grundwasserspiegel zur Entstehung von Versumpfungsmooren. Die Torfmächtigkeit ist aber für gewöhnlich nicht groß. Meistens liegt sie unter 2 m. Vor der Anlage künstlicher Entwässerungsnetze blieb in den Luchen überschüssiges Wasser oft in Tümpeln stehen. Auf den Unterschied zu Niederungen mit natürlichen Fließgewässern deutet der Namensunterschied zu benachbarten „Bruchen“ wie dem Oderbruch im Osten und dem von der Havel berührten Hohennauenschen Bruch im Westen.

Die meisten Luche in Brandenburg sind mittlerweile durch den Menschen umgewandelt und in Kultur genommen worden. Nach der Melioration werden sie jetzt für gewöhnlich als Grünland genutzt. Archäologen wie Klaus Goldmann erwägen, dass die Urbarmachung teilweise schon in slawischer Zeit begann, später aber durch Verschlechterung der Abflussbedingungen wie die Mühlenstaue der Havel wieder zunichte gemacht wurden.

Es gibt in Brandenburg zahlreiche Luche, die größeren sind auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Auch einige Ortsnamen leiten sich vom Begriff Luch ab. Beispiele sind Luckenwalde und Doberlug.

Wenn die Kurzfassung Luch verwendet wird, ist meist das Gebiet des Havelländischen Luchs oder des Rhinluchs gemeint.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Luch

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Objektiv EF100mm f/2.8 Macro USM
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