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BlaubaerSahne

Beleuchtung Objektfotografie verbessern / LED Flimmern

Hallo,

ich bin Account-Neuling bei fotocommunity, habe aber über die Jahre zumindest öfter mitgelesen und mir Tipps & Tricks abgeholt. Vielen Dank schon dafür in die Runde. Und wie es so ist, kommt als erstes eine neue, etwas speziellere Frage - für die ich bisher auch online keine Antworten finden konnte.

Ich digitalisiere des öfteren sehr großformatige (1.2m Breite x 3 bis 9m Länge) Zeichnungen auf Papier (normales 80g/qm) und habe mir dafür mittlerweile einen recht ausgefeilten Workflow erarbeitet, was die digitale Weiterverarbeitung via Lightroom/Photoshop nach dem Ausschnitts-weisen Ablichten des Motivs angeht.

Knackpunkte sind aber einerseits eine verbesserungswürdige Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung, ein Flimmern der Lichtquellen und dass möglichst schon beim Ablichten auch hellere Grauwerte vom möglichst reinweißen Hintergrund trennscharf aufgenommen werden. Ich verspreche mir in allen Punkten Verbesserung durch andere Leuchtmittel.

Als technisches Setup benutze ich eine Canon G1X auf (einem an der Decke hängendem) Stativ mit Fernauslöser und unterlege mein Motiv am Boden mit rein weißer Kapa-Platte (weil alle Lichtquellen bei Papier in 80g/qm das Licht durchschlagen lassen). Die Lichtquellen nun sind meine Baustelle: Ich benutze als permanente Leuchten 4 LED-Strahler (ich meine je 2.000lm) jeweils als Zwillinge auf Stativ in abgedunkeltem Raum im Abstand von etwa einem Meter zum Motiv. Anfangs schien das perfekt - mittlerweile stelle ich aber fest, dass bei den Leuchten offenbar Flimmern eingesetzt hat - oder ich habe das Thema anfangs einfach übersehen weil mittlerweile auch die manuellen Kamera-Einstellungen (Manuell) ausgefeilter wurden. Weil es sich um echt billige Baumarkt-Leuchten handelt, gehe ich davon aus, dass das Flimmern auch ein Thema sein kann, welches erst nach einiger Nutzungszeit aufkommt - jedenfalls habe ich mir die Technik hinter LED so angelesen, dass dies der Fall sein kann; bin aber Elektrotechnik-Unwissender. Fakt ist ja wohl, dass letztlich die Güte der LED-ansteuernde Elektronik darüber entscheidet, ob Flimmern auftritt oder nicht.

Weil ich nun verunsichert bin, möchte ich gern nach Hinweisen fragen, wie ich einerseits eine wirklich gute, und Flimmer-freie Ausleuchtung hinbekomme, ohne für die Leuchten 800 Euro zahlen zu müssen. Ist Flimmern bei (LED-)Leuchten, die explizit für den Studio-Einsatz angeboten werden, generell kein Thema (mehr)? Es muss natürlich kein LED sein und das Licht soll zukünftig auch ordentlich gesoftet werden - letzteres Thema wurde bislang nur mit Bastel-Lösung realisiert ...

Gute Technik kostet immer gutes Geld - das ist klar. Eine große Investition lohnt sich für mich in diesem Fall aber wirklich nicht. Wie bekomme ich hier den Einstieg in ein möglichst professionelles Setup zu möglichst geringen Kosten hin? Leider habe ich mehrere Leute mit erheblich mehr Foto-Erfahrung dazu auch schon befragt, aber weil die alle praktisch ausschließlich mit Blitz-Systemen unterwegs sind, kann mir da auch keiner recht weiter helfen. Vielleicht aber ist die Investition in ein gebrauchtes Blitz-Setup plus Softboxen die Lösung?

Dankbare Grüße

Maik
01.07.21, 12:55
Hallo,

ich bin Account-Neuling bei fotocommunity, habe aber über die Jahre zumindest öfter mitgelesen und mir Tipps & Tricks abgeholt. Vielen Dank schon dafür in die Runde. Und wie es so ist, kommt als erstes eine neue, etwas speziellere Frage - für die ich bisher auch online keine Antworten finden konnte.

Ich digitalisiere des öfteren sehr großformatige (1.2m Breite x 3 bis 9m Länge) Zeichnungen auf Papier (normales 80g/qm) und habe mir dafür mittlerweile einen recht ausgefeilten Workflow erarbeitet, was die digitale Weiterverarbeitung via Lightroom/Photoshop nach dem Ausschnitts-weisen Ablichten des Motivs angeht.

Knackpunkte sind aber einerseits eine verbesserungswürdige Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung, ein Flimmern der Lichtquellen und dass möglichst schon beim Ablichten auch hellere Grauwerte vom möglichst reinweißen Hintergrund trennscharf aufgenommen werden. Ich verspreche mir in allen Punkten Verbesserung durch andere Leuchtmittel.

Als technisches Setup benutze ich eine Canon G1X auf (einem an der Decke hängendem) Stativ mit Fernauslöser und unterlege mein Motiv am Boden mit rein weißer Kapa-Platte (weil alle Lichtquellen bei Papier in 80g/qm das Licht durchschlagen lassen). Die Lichtquellen nun sind meine Baustelle: Ich benutze als permanente Leuchten 4 LED-Strahler (ich meine je 2.000lm) jeweils als Zwillinge auf Stativ in abgedunkeltem Raum im Abstand von etwa einem Meter zum Motiv. Anfangs schien das perfekt - mittlerweile stelle ich aber fest, dass bei den Leuchten offenbar Flimmern eingesetzt hat - oder ich habe das Thema anfangs einfach übersehen weil mittlerweile auch die manuellen Kamera-Einstellungen (Manuell) ausgefeilter wurden. Weil es sich um echt billige Baumarkt-Leuchten handelt, gehe ich davon aus, dass das Flimmern auch ein Thema sein kann, welches erst nach einiger Nutzungszeit aufkommt - jedenfalls habe ich mir die Technik hinter LED so angelesen, dass dies der Fall sein kann; bin aber Elektrotechnik-Unwissender. Fakt ist ja wohl, dass letztlich die Güte der LED-ansteuernde Elektronik darüber entscheidet, ob Flimmern auftritt oder nicht.

Weil ich nun verunsichert bin, möchte ich gern nach Hinweisen fragen, wie ich einerseits eine wirklich gute, und Flimmer-freie Ausleuchtung hinbekomme, ohne für die Leuchten 800 Euro zahlen zu müssen. Ist Flimmern bei (LED-)Leuchten, die explizit für den Studio-Einsatz angeboten werden, generell kein Thema (mehr)? Es muss natürlich kein LED sein und das Licht soll zukünftig auch ordentlich gesoftet werden - letzteres Thema wurde bislang nur mit Bastel-Lösung realisiert ...

Gute Technik kostet immer gutes Geld - das ist klar. Eine große Investition lohnt sich für mich in diesem Fall aber wirklich nicht. Wie bekomme ich hier den Einstieg in ein möglichst professionelles Setup zu möglichst geringen Kosten hin? Leider habe ich mehrere Leute mit erheblich mehr Foto-Erfahrung dazu auch schon befragt, aber weil die alle praktisch ausschließlich mit Blitz-Systemen unterwegs sind, kann mir da auch keiner recht weiter helfen. Vielleicht aber ist die Investition in ein gebrauchtes Blitz-Setup plus Softboxen die Lösung?

Dankbare Grüße

Maik
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Nik eSudden

Neues Canon Objektiv RF 15-35mm F4

es ist doch nicht neu und die tendenz klar zu erkennen, dass mit der einführung des RF-bajonetts die preise durch die decke gehen und die hersteller null interesse haben, sich breitenwirksam aufzustellen. denen sind wir als normalos komplett egal. das mag man arrogant finden. und ist es auch. zudem ist der europäische markt als hochlohngebiet schon immer die cashcow gewesen. denn solche preise ließen sich am hart umkämpften amerikanischen markt niemals durchsetzen.

fest steht für mich: sollte mir nicht mal ne gute fee auf den kopf scheißen, kann es mir ehrlich gesagt auch wumpe sein, welche preispolitik die fahren. denn ab einer bestimmten entfernung sind alle ziele gleich weit weg.

zudem sollte man nicht aus den augen verlieren, dass sich canon traditionell schon immer etwas schwer im WW-sektor tat. ich erinnere nur an das 16-35/2.8, wo man drei anläufe brauchte, bis mal was gescheites bei rum kam. das EF 16-35/4.0 ist ja ganz ordentlich und schon in der erstausführung ein guter wurf. man darf also gespannt sein.

mir scheint sowieso, dass canon mit dem RF-sektor sich in mancher hinsicht vollkommen vergaloppiert. ich sage nur ein 28-70/2.0 - wer braucht das? ein 100-500/7.1 - ein sauteures erektil mit ausfahrendem tubus (das macht sony mit dem 200-600/6.3 ohne tubus deutlich besser und dazu noch günstiger), oder solche krampen wie ein 600/11 und 800/11 - das braucht keine sau usw.

und gleichzeitig verpennen die komplett die handlichen zwischenstufen im telebereich, wie sie bspw nikon mit dem 500/5.6 anbietet.
22.06.21, 23:15
es ist doch nicht neu und die tendenz klar zu erkennen, dass mit der einführung des RF-bajonetts die preise durch die decke gehen und die hersteller null interesse haben, sich breitenwirksam aufzustellen. denen sind wir als normalos komplett egal. das mag man arrogant finden. und ist es auch. zudem ist der europäische markt als hochlohngebiet schon immer die cashcow gewesen. denn solche preise ließen sich am hart umkämpften amerikanischen markt niemals durchsetzen.

fest steht für mich: sollte mir nicht mal ne gute fee auf den kopf scheißen, kann es mir ehrlich gesagt auch wumpe sein, welche preispolitik die fahren. denn ab einer bestimmten entfernung sind alle ziele gleich weit weg.

zudem sollte man nicht aus den augen verlieren, dass sich canon traditionell schon immer etwas schwer im WW-sektor tat. ich erinnere nur an das 16-35/2.8, wo man drei anläufe brauchte, bis mal was gescheites bei rum kam. das EF 16-35/4.0 ist ja ganz ordentlich und schon in der erstausführung ein guter wurf. man darf also gespannt sein.

mir scheint sowieso, dass canon mit dem RF-sektor sich in mancher hinsicht vollkommen vergaloppiert. ich sage nur ein 28-70/2.0 - wer braucht das? ein 100-500/7.1 - ein sauteures erektil mit ausfahrendem tubus (das macht sony mit dem 200-600/6.3 ohne tubus deutlich besser und dazu noch günstiger), oder solche krampen wie ein 600/11 und 800/11 - das braucht keine sau usw.

und gleichzeitig verpennen die komplett die handlichen zwischenstufen im telebereich, wie sie bspw nikon mit dem 500/5.6 anbietet.
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Manuel_PF

Praktische Merkmale von Studioblitzen

Zitat: Die Lichtformer 31.05.21, 14:25
...
Und es gibt inzwischen sogar sehr gute Akkublitze (im Foto: Priolite), die du nicht nur im Studio einsetzen kannst:
...


Falls man sich mal irgendwann mal für ein (Odin) Funksystem von Phottix für seine Systemblitze entschieden hat, die Transmitter und Receiver also schon hat, ist es eine Überlegung wert auf die Bowens oder Bowens S kompatiblen Phottix Studioblitze Indra500 zu erweitern.
Die gibt's auch mit zusätzlichem Akku-Pack das an das Stromsteuergerät angedockt wird.
Am Stromsteuergerät lassen sich immer zwei voneinander unabhängig steuerbare Blitzköpfe anschließen.
Ähnliche Preisklasse wie "Priolite"
(Selbst unter Chinakrachern gibts für richtiges Geld Qualität, aber "if you pay peanuts, you get monkeys")

Gruß und wech
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