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Bären, U-Boot und ein UFO

Beitrag zur DigiArt-Challenge 58 von Frank Schneidereit


Hier die Geschichte zum Bild:

Es war einmal im Sommer als Braunbär Hugo arg entäuscht und sichtlich verärgert wurde.
Entäuscht darüber, dass es hier am kleinen See immer so proppenvoll war. Verärgert, weil kein Badeplatz weit und breit frei war, das Gelände bevölkert von ganzen Horden von Bärenmüttern mit ihrem keifenden und kreischenden Nachwuchs.
Hugo, der die Stille eines einsamen Badeplausches am kleinen See über alles schätzte wurde es richtig übel.
Nach etlichen Minuten des intesiven kratzens am Hinterkopf kam er plötzlich auf eine plausible Idee, welche sich immer mehr in seinen Gehirnwindungen festschraubte und somit den Weg zum konkreten Handeln bereitete.
"Wie wäre es", sagte er zu sich, "wenn ich meinen Badeplausch in den Winter verlege, am besten auf den Neujahrmorgen, da hat es bestimmt keine Bären hier, da diese wie allgemein bekannt zu dieser
Jahreszeit sich dem erholsamen Winterschlafe hinzugeben pflegen."
So befand sich Hugo kurze Zeit später in einem exclusiven und auch dementschprechend teuerem Juweliersgeschäft und erstand ein schweizer Präzisionschronographen mit eingebauter Weckfunktion der Marke BOLEX.
Da der Verkäufer, wie Hugo beteuerte, ob eines unbeabsichtigten Gähnens seitens des Bären in einen schockartigen Trancezustand verfiel, käsebleich übergab ihm dieser die teure Uhr nur allzu gerne kostenlos und stellte, wenn auch mit zitternder Hand, noch eine Garantiebescheinigung für die nächsten tausend Jahre aus.
Gääähhhnnn, schon bald meldete sich die Müdigkeit und alsbald verfiel Hugo in einen tiefen, traumlosen Winterschlaf.
Das Tal fibrierte ob Hugo's Schnarchen und langsam zog Gevatter Winter der Landschaft ein weisses Kleid an.
Pünktlich zum Neujahrsmorgen wurde er geweckt,noch etwas müde und verschlafen machte sich Hugo mit seinem Sohn Hugo Junior auf den Weg zum kleinen See.
Dass da jetzt ein U-Boot im See ankerte, störte Hugo nicht im geringsten.
"Naja", dachte er sich, "die haben wohl den kalten Krieg wieder ein wenig aufgewärmt, aber solange sie Fische im See nicht stehlen, sind die mir sowas von egal."
So stieg er also in die bereitgestellte Wanne, mitsamt seiner geliebten Badeente Hulda.
Trotz der eisigen Kälte überkam in ein Wonnegefühl und er lies es sich nicht nehmen mittels eines tiefen Brummlautes seine Lebensfreude auszubrummen.
"Wie schön kann doch das Leben sein", dachte er bei sich.
In diesem Moment kroch ein Schatten von oben über die Szenerie, ein undefinierbares Geräusch erfüllte die Luft.
Da sah es auch Hugo! EIN UFO!
Der Schreck lähmte seine Glieder und lies das Blut in seinen Adern gefrieren.
Ein Blitz aus dem UFO traf seine geliebte Badeente und Hugo musste ohnmächtig zusehen wie Hulda durch eine intergalaktische
Intervention mehrfach geklont und durchs U-Boot ins Raumschiff gesogen wurde.
Hugo wünschte sich, alles wäre nur ein Traum.
"Womöglich ist das alles so überhaupt nicht passiert und es ist doch nur ein böser Traum?"
Dies waren seine letzten Gedanken, danach versank er langsam in einen Nebel aus rosaroten und hellblauen Schleifen und es wurde immer heller und heller.

Seither sind etliche Jahre in Land gegangen.

Das UFO, und auch das U-Boot wurden nie mehr gesehen,
aber auch Hugo und sein Sohn blieben von da an verschwunden.

Pssssttt...!!!
Es gibt Bären die munkeln, dass seither am Neujahrsmorgen der kleine See von zigtausenden geklonten Badeenten bevölkert wird.
Und auch Hugos Brummlaute sollen dann zu vernehmen sein.
Aber das quietschen und quaken der zu tausenden geklonten Plastik-Hulda's sollen den Ort in ein akustisches Inferno verwandelt haben.

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