Wir schenken Dir 12 Monate Premium-Zugang zum halben Preis! Die Aktion ist bis zum 30.09.2016 gültig.
Nur für Free-Mitglieder. Angebot ansehen und 50% Rabatt sichen.

Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren.
Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden.   Weitere Informationen   OK

Was ist neu?

Agora Bilddiskussion intensiv


Community Manager , Berlin

Stolen land

Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv

Wichtig:

Hier werden unkonstruktive und/oder verletzende Anmerkungen gelöscht. Wir bitten darum die Diskussion aufs Bild zu fokussieren und persönliche Streitigkeiten, genauso wie irgendwelche Vermutungen über den Bildautor, aus der Diskussion herauszulassen.

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Beschreibe, warum Du das Foto genau so aufgenommen hast. Welche Idee steht dahinter?

Kommentare 95

    Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 24. Januar 2013, 10:14

    Hier geht es weiter:

    Simon Krieger schreibt:

    "Besten Dank für die intensive Diskussion. Ich werde – wenn ich etwas mehr Zeit habe – alles noch einmal durchlesen und sicher einige Punkte in meine weitere Arbeit einfliessen lassen.

    Auf gewisse Anmerkungen möchte ich hier noch eingehen:
    Natürlich ist das Foto nicht gestellt. Genauso wenig wird irgendjemand vorgeschickt. Klar befinden sich links (übrigens Osten) weitere Demonstranten und rechts mehr Soldaten. Klar ist dies nur ein Ausschnitt und es versteht sich, dass Fotos dadurch immer Subjektiv sind. Diese Demonstrationen, an denen auch Israelis teilnehmen, sind losgelöst von politischen Parteien und als Graswurzelbewegung zu verstehen. Das Foto soll somit Symbolisch sein und die Situation kompakt vermitteln, was von vielen ja auch so wahrgenommen wird (obwohl ich Najah, im Gegensatz zu ihrer Situation, nie als hilflos sondern als seht stolze Frau wahrgenommen habe).

    Die Kritik, dass das Gesicht nicht zu sehen ist, kann ich gut nachvollziehen. Ob ich diese Variante gewählt hätte, weiss ich nicht, da ich weiter rechts ganz offensichtlich nicht erwünscht war.

    Und nein, ich bin kein Professioneller Fotojournalist, nehme das aber gerne als Kompliment auf ;)

    Nochmals danke dafür, dass ihr euch damit auseinandergesetzt habt."
  • Dietrich Kunze 24. Januar 2013, 8:05

    Natürlich zeigt ein Foto die Sicht des Fotografen auf eine bestimmte Situation,
    das ist in diesem Fall sehr eindringlich gelungen, wo es eigentlich gar keinen
    Bildtitel gebraucht hätte.
    Sehr hilfreich fand ich die Ausführungen von Johannes Barthelmes (obwohl ich in diesem
    Genre völlig unbeleckt bin).

    Was mir völlig gegen den Strich geht: Vertreter anderer Meinungen als "Mob" zu bezeichnen -
    offenbart mehr über sich selbst als über andere.


    Servus
    Dietrich
  • Claudia Jenniges 23. Januar 2013, 17:00

    Alles, was ein Reportagefoto braucht, Licht, Kontext, Aufbau :)

    Siggis Gestaltungsvorschlag kann ich nachvollziehen,
    vermute der Autor wird dies wahrscheinlich wohl auch können ;)

  • Henrika Tröster 23. Januar 2013, 15:39

    Ich habe mir mittlerweile auch mal die Internetseite dieses noch jungen Fotografen angeschaut und bin doch ziemlich beeindruckt. Was mir auffällt, ist die hohe fotografische Qualität seiner Fotos… es sind in meinen Augen ganz brillante Aufnahmen mit hohem gestalterischen Wert. Vielleicht ist es das, was mich irritiert.. auch wenn ich das hier diskutierte Bild im Kontext mit den anderen Fotos in seinem Portfolio jetzt mit anderen Augen sehe. Aber wenn ich an den israelisch-palästinensischen Konflikt denke, sind es einfach keine Hochglanzbilder, die mir in den Kopf kommen und ich frage mich, wie soll man hier über ein solches Foto mit diesem Hintergrund diskutieren???? Ich denke, es ist an dieser Stelle einfach fehl am Platz.
    PS. Fotos dieser Art findet man in Zeitschriften wie GEO… Das ist als Kompliment gemeint, dort kann man sie aber auch entsprechend "einordnen".
  • WMeyer 23. Januar 2013, 10:46

    Wer sich mit dem Projekt "Photojournalism Behind the Scenes" des italienischen Fotografen Ruben Salvadori bafasst hat, wird sich möglicherweise veranlasst sehen, seine grundsätzliche Haltung gegenüber dieser Art von Bildern einer kritischen Überprüfung zu unterziehen. Die distanzierte Betrachtung, wie sie sich aus einigen Statements ergibt, geht in diese Richtung. Gerade bei Situationen mit höchster Komplexität sollte man nicht vergessen, dass ein Foto lediglich einen einzigen Moment von der Dauer der Belichtungszeit widerspiegelt und auf einen räumlichen, frei manipulierbaren Rahmen beschränkt ist, mithin also nicht den Prozess, sondern - ich wiederhole mich - einen zeitlich/räumlichen und eng beschnittenen Teil widerspiegelt. Wer sich intensiv - auch über Bil'in - informieren möchte, braucht nicht, was die Phantasie aus diesem Bild macht, sondern findet genug Quellen unterschiedlichster Provenienz. Steinchen in dem Mosaik können natürlich auch die Bilder bzw. das Buch von Simon Krieger sein. Sein Portefeuille in der fc stößt bis dato allerdings auf ein eher mäßiges Interesse.
  • ValeriesWorld 23. Januar 2013, 9:45

    der Respekt, die Bewunderung und Achtung für das Moment geht zweifellos an die Protagonistin des Bildes: in diesem Fall der FRAU! Die Botschaft der Körpersprache: "ich stehe da..offen...biete meine ganze Person an,,,überwinde die Angst und halte fest die Fahne meiner Heimat...vor euch allen!" dieser Mut ist einfach beeindruckend! Ein Danke dann an den Fotograf (oder Fotografin?), der/die das in dem Moment ablichten konnte!
  • lophoto 23. Januar 2013, 9:31

    STOLEN LAND

    dieser titel greift meinungsbildend auf das foto zu.
    klar wer hier der gute und wer der böse ist.
    und jeder weiß, das bis jetzt jeder versuch es friedlich zu regeln, an den jeweiligen betonköpfen der seiten gescheitert ist.

    im internet gibt es 1000ende fotos zu dieser demo auch aus der anderen richtung. für wirklich interessierte ein leichtes sich die info zu beschaffen.
    auch ein blick in googleearth lohnt, zeigt es doch den genauen verlauf des sogenannten "The apartheid wall".

    an der grenze der beiden länder ist so ein foto der alltag.
    wer im recht ist oder nicht wird sich wohl nie finden, und auch dieses foto gibt diese auflösung nicht. es ist nur sehr stark einseitig, auch wenn es aus der mitte fotografiert wurde.
    die frau allerdings war nicht alleine dort, sie hatte hunderte mitdemostranten.

    das foto hat ein gutes, es zeigt mal kein blut!
  • Datou 22. Januar 2013, 20:48

    Eine ältere Palästinenserin baut sich vor israelischen Soldaten auf und hält eine palästinensische Fahne in den Wind.

    Mehr wissen wir nicht. Bzw. alles weitere, das wir wissen, wussten wir auch schon vorher oder durch Recherchen. Weder ist es eine gewagte Aufnahme durch einen tapferen Fotografen noch ist die Aktion der Palästinenserin mutig, sondern kalkuliert, und so wirkt sie auch auf mich. Die Dame macht das nicht zum ersten Mal. Die Situation ist ruhig und vollkommen unter Kontrolle. Die Soldaten haben nicht das geringste Interesse an einer Eskalation und wirken auf mich auch nicht aggressiv.

    Dies hier ist nicht der chinesische Student, der sich am Tian'anmen mutig dem Panzer entgegenstellt. Kein Vergleich, nicht einmal im Ansatz.

    Was ich an diesem Foto bemerkenswert finde ist die gedachte Linie, die die beiden Bildhälften trennt. Orient auf der einen, Occident auf der anderen Seite. Und die Grenze verläuft genau hier!

    Man kommt anhand der von dem Fotografen dankenswerter Weise zur Verfügung gestellten Informationen übrigens leicht an Hintergrundinformationen. Seit 2005 kommt es wöchentlich zu Demos. Es gibt auch eine Homepage des Ortes Bil'in, auf der sich tausende von Fotos befinden, die meisten wohl von eben diesen Demos. Auf einigen ist, was nicht verwundert, auch die Dame auf obigem Foto zu sehen.
  • ruepix 22. Januar 2013, 20:41

    Zweifellos hat es bei der Definition von Kitsch schon viele Fehlversuche gegeben. Meines Wissens wurde aber diese Bezeichnung bisher nicht auf journalistisch-dokumentarisches Bildmaterial angewandt, auch dann nicht, wenn es sich inhaltlich zur Meinungsmanipulation eignete oder sich bewährter Klischees bediente. Ganz im Gegenteil, immer wieder wird angemahnt, gute Fotos sollten doch gefälligst eine "message" haben. Davon gibt´s hier reichlich. Ob diese Botschaft manipuliert, aufklärt, informiert, langweilt, aufrüttelt - oder was auch immer - liegt allein im Hirn des Betrachters.
  • Kommissar Lohmann 22. Januar 2013, 19:06

    @

    also ich verstehe nicht wie Du auf die Idee kommst, dass die Sonne im Osten steht - vielleicht steht sie ja auch im Westen?

    noch weniger verstehe ich was das für eine Bedeutung haben soll in diesem Kontext von Gewalt und Unterdrückung?

    Ich finde den Begriff "Kitsch" -egal wie groß du ihn schreiben magst- ziemlich diffus und unglücklich gewählt

    Ich zumindest verstehe unter Kitsch etwas plüschiges, samt-rosa fabenes oder vielleicht ein Porzellandalmatiner in der Vitrine einer älteren Dame oder ähnliches -

    aber sicher nicht ein Bild aus einem chronischen kranken Krisenherd dieser Welt.
  • christine frick 22. Januar 2013, 18:36

    Ob jetzt gestellt oder nicht, Hauptsache ist doch dass das Bild eine Botschaft transportiert und das tut es.
    Erstklassig.
    LG Chris
  • D. Russmann - Mal sehen 22. Januar 2013, 16:50

    @Kommissar Lohmann:
    In meinem 1. Beitrag habe ich das Bild bewertet zusammen mit der Aussage, die es für mich transportiert.
    Im 2.Beitrag ging ich auf die einen Beitrag von "michael se" ein, welcher mich direkt angesprochen hatte.
  • santana45 22. Januar 2013, 14:10

    Fototechnisch ist das Bild erstklassig und unverfälscht.
    Menschlich betrachtet zeigt es die Hilflosigkeit einer mutigen Einzelperson, die sich dem Unrecht entgegenstellt. Die DDR-Mauer ist gefallen - und hier wird eine neue aufgebaut...bedenklich.
    vg
  • Matthias von Schramm 22. Januar 2013, 13:23

    @ Johannes

    ich weiß es nicht. mich interessiert michaelas meinung jedenfalls meistens. wir sind zum glück nicht immer der selben.

    @ Siegfried

    bei mir schließt sich das Loch im Kopf beim beobachten. Das heisst aber nicht, dass im Kopf dann ein Loch übrig bleibt und dies ist selbst dann so, wenn Schattenbilder oder Hamasaktivistinnen oder "Touristen" auftauchen. Verstehen kann ich aber die, die für eine direktere Bildsprache stehen, wie z.B. auch der Johannes.
  • Siegfried Hansen 22. Januar 2013, 12:13

    @ pixobox
    ja ich finde deine Sicht ist mit deiner Erklärung völlig in Ordnung
    --
    ich habe nun mal ein ausgeprägten Sinn für Bildgestaltung und eine spezielle Sichtweise auf Motive und Fotos ..
    und ich denke wenn du es mal sacken lässt , ist meine Ansicht mit Sicherheit nicht völlig vom Tisch zu wischen
    der Fotograf hätte nur 10 cm nach links gehen zu brauchen ,das " Loch" wäre geschlossen ..
    das ist nur ein formaler Gestaltungshinweis aus meiner subjektiven Sicht
    speziell für dieses Foto
    vielleicht kann der Fotograf was damit anfangen, aber vielleicht ist der Fotograf von seiner Arbeit so überzeugt und er würde das Foto immer wieder so machen
    dann ist auch gut .. dann weiß er was er will , und die überwiegenden Kommentare sind auch äußerst positiv
    meine Meinung ist nur eine Anregung und keine "übliche Zerpflückung eines Bildes"

  • Kommissar Lohmann 22. Januar 2013, 12:00

    @kerstin

    also da sich Andreas hier ausklingt möchte ich dazu nochmal was sagen - ich finde es ist uns eben nicht möglich dieses Bild "objektiv" (was immer das sein soll) zu betrachten. Wir können unser Wissen nicht negieren und zu einer Bildbetrachtung gehört für mich auch eine ethische Komponente.

    Das heisst; was soll das Bild bewirken und ist das, was es bewirken soll, wirklich hilfreich!

    Wie ich ja bereits schon beschrieben habe finde ich dieses Bild durchaus manipulativ.

    links eine einzelne Frau mit einer wehenden Fahne, machtlos, anklagendend, alleine unterlegen

    und rechts die anonyme übermächtige gesichtslose Mauer der Agressoren..


    dazu die Perspektive, die die Mauer noch größer erscheinen lässt als sie ist ..

    Für mich hat das Bild eindeutig propagandistische Tendenzen und davon habe ich genug und gerade weil der Konflikt so aktuell ist, finde ich es so höchst unangemessen

    Tendenziöse Berichterstattung macht die Situation nur noch schlimmer. Keiner der beiden Konfliktparteien ist damit letztendlich gedient.

    @ D.Russmann
    eine rein politische Diskussion finde ich in diesem Forum allerdings auch unangebracht.
  • D. Russmann - Mal sehen 22. Januar 2013, 11:52

    @michael se
    Wenn die Frau Gründe hat (wenn sie denn die HAMAS gewählt hat), eine Terrororganisation zu wählen, die das Existensrecht vom Staat Israel und das Existensrecht der Juden (die wollen eben alle Juden vertreiben oder töten) ablehnt, dann ist sie sicherlich keine unschuldige Frau. Sie mag Gründe haben, ( die jeder Mensch, der für die allgemeinen Menschenrechte ist, ablehnen sollte), aber sie ist nicht unschuldig.

    Ganz ehrlich: Israel würde doch blöd sein, wenn sie freiwillig Land abgeben an Menschen, die überwiegend eine Terrororganisation gewählt haben. Die Terrororganisation will das Land Israel inkl. der Bewohner vernichten. Da kann ich es nachvollziehen, das Israel kein Interesse hat, dass der Staat Palästina entsteht.

    Ohne dauerhaftes Existensrecht von Israel und deren Bewohnern, kann es in meinen Augen, keinen Frieden dort geben.
  • Andreas Reich 22. Januar 2013, 11:36

    @kerstin: ganz ehrlich, was ich sagen wollte sagte ich. alles andere was ich noch sagen würden wollte, endete nur in einer langen debatte die ich nicht mehr in foren führe, sondern nur noch face-to-face

  • michael se.......... 22. Januar 2013, 11:09

    ein foto (graf) darf und soll stellung beziehen!

    ps. menschen die eine partei wählen... haben stets gewichtige gründe... so auch diese frau.
  • D. Russmann - Mal sehen 22. Januar 2013, 11:06

    Moin,
    für mich ist das Bild mit dem Titel zusammen ein schlechtes Bild, weil es dieses komplizierten Konflikt für mich sehr einseitig darstellt und mit Emotionen arbeitet, um eine Sicht der Dinge, darzustellen. Ja, diese weckt das Bild bei mir.

    Bilder in solchen Regionen sollten für meine Begriffe die Situationen vielschichtiger darstellen - dieses gelinkt wahrscheinlich dann auch besser mit mehreren zusammenhängenden Bildern. Ein Einzelbild ist dafür nicht geeignet. Es ergreift einseitig Partei, was ich ablehne.

    Man könnte jetzt eben fragen, ist diese Frau wirklich so harmlos, wie es dieses Bild zeigt? Hat sie nicht vielleicht auch die Terrororganisation HAMAS gewählt? Dieses Bild ist sicherlich gut, wenn es um Lobbyarbeit geht. Aber es beschreibt in keiner Weise, den Konflikt dort. Aber diesen Anspruch habe ich an solche Bilder(serien), wenn sie gut sein sollen.

    LG
    Mal sehen
  • roswitha v.g. 22. Januar 2013, 10:50

    @johannes, ich gebe dir völlig recht, was deine sichtweise anbeterifft! ich kenne deine art zu sehen sehr, sehr gut, schätze sie, diese atemberaubende direktheit in der sache und besonders deine unverwechselbare nähe zu den meschen.

    vermutlich hätte ich es sogar - wenn ich die gelegenheit dazu gehabt hätte - ganz anders bzw. ähnlich dir gemacht. - aber trotzdem, ich mag dieses stille bild, was den betrachter dazu animiert, die geschichten zu sehen, die dieses bild erzählt - auch von der weite dieses "stolen land".

    endlich mal wieder eine diskussion, die sich wirklich mit dem bild beschäftigt und den verschiedenen sichtweisen von mir sehr geschätzter fotografen! danke!
    lg kestin

    edit:
    @andreas, was ist an diesem bild "propagandistisch"? - die fahne? die ist angeschnitten, ihr gegenüber die masse der schilde. - warum sollte ich mich hier menschlich ausgebeutet fühlen? -

    betrachte doch das bild ganz einfach einmal ohne die kenntnis der situation vor ort. - hier tritt eine einzelne in kommunikation mit mehreren anderen. frage: wie gestaltet sich diese kommunikation, ganz ohne voreingenommenheit, wie du dich selbst mit all deinem wissen entscheiden würdest. - das ist für mich objektive bildbetrachtung, in der man sich letztlich viel besser gegen oder (wie ich) für das bild entscheiden kann.

    :-)
  • Andreas Reich 22. Januar 2013, 10:11

    ich finde das bild ein wenig zu gestaucht. ein anderer ausschnitt hätte es m.e. besser rausgeholt. vielleicht ein wenig mehr schild rechts und fahne links und weniger himmel hätte das ganze noch komprimiert. ich denke auch das man die highlights ein wenig senken und die tiefen ein wenig heben hätte können, um den gewollten mangel an tiefenschärfe durch ein wenig mehr kontrastumfang zu bereichern. das ist aber persönlicher geschmack. ausserdem hätte ich gerne auch gesichter gehabt. und ich wüßte zu gern was hinter den protagonisten vor sich geht. es scheint sich ja hier um eine punktuelle konfrontation zu handeln die 10 m später eine andere ist. wenn man die hügel runterschaut sieht man dort weitere menschen, die nicht beteiligt aussehen. wenn man einen propagandistischen effekt mir dem bild erzielen wollte, dann fände ich es besser die beiden im hintergrud nicht drauf zu haben. apros hintergrund. menschenverstand sagt mir das mindeste sechs armeepolizisten (annahme) ein overkill für eine alte frau sind. ich würde gerne wissen was hinter der alten frau alles passierte.

    im großen und ganzen finde ich das foto fotografisch sehr gut, inhaltlich aber sehr propagandistisch. es überzeugt mich nicht. mein erstes gefühl war, 'das bild kennst du, hast du tausend mal gesehen, hier versucht der / die fotograf_In deine menschlichkeit auszubeuten'. mich überzeugt es nicht.
  • Rudolf71 22. Januar 2013, 9:36

    Die Eindeutigkeit seiner Aussage scheint das Bild nun doch nicht davor zu schützen, auf die übliche Weise "zerpflückt" zu werden. Da lese ich z.B. zu meiner Überraschung, das Bild habe "gestaltungs-technisch in der Mitte ein Loch". (@Siegfried Hansen) Ich reibe mir die Augen und sehe in der Mitte die drohenden Schatten der Soldaten. Weiter hinten erkenne ich das Land, um das es geht und dessen geographische Beschaffenheit zumindest angedeutet wird. Da dürfen sich auch Menschen aufhalten, zufällig, ohne Bezug zum Geschehen im Vordergrund. Dann ist da noch der Wolkenschleier am Himmel, den man zumindest als Struktur und nicht unbedingt als Symbol für irgend etwas wahrnehmen könnte. Ohne das alles hätte allein die Distanz zwischen den beiden Seiten ihre gestalterische und inhaltliche Bedeutung, die Distanz, deren Überwindung vorerst noch utopisch zu sein scheint.
  • Anna und Martin 22. Januar 2013, 7:47

    Ich finde das Bild wirklich sehr stark. Die Komposition finde ich so sehr toll, abgeschnittene Füße hin oder her. Ich persönlich hätte mich das wahrscheinlich nicht getraut, denn in dem Land ist man als Fotograf, der die Wahrheit festhalten will, wirklich in Gefahr.

    lg Anna und Martin
  • harry k. 21. Januar 2013, 22:24

    Ich finde das Bebildern der zwei Seiten gut - und das Land steht zwischen ihnen.
    Abgesehen davon, dass der Fotograf auch mich als Betrachter zwischen die beiden Seiten gestellt hat.

Schlagwörter

Informationen

Kategorie Spezial
Ordner Agora
Klicks 34.983
Veröffentlicht
Lizenz

Exif

Kamera NIKON D3S
Objektiv AF-S Zoom-Nikkor 24-70mm f/2.8G ED
Blende 5.6
Belichtungszeit 1/4000
Brennweite 27.0 mm
ISO 500

Gelobt von 3

Öffentliche Favoriten 19