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Was ist neu?

Agora Bilddiskussion intensiv


Community Manager , Köln

Stolen land

Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv

Wichtig:

Hier werden unkonstruktive und/oder verletzende Anmerkungen gelöscht. Wir bitten darum die Diskussion aufs Bild zu fokussieren und persönliche Streitigkeiten, genauso wie irgendwelche Vermutungen über den Bildautor, aus der Diskussion herauszulassen.

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Beschreibe, warum Du das Foto genau so aufgenommen hast. Welche Idee steht dahinter?

Kommentare 91

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 24. Januar 2013, 10:14

    Hier geht es weiter:
    Portrait
    Portrait
    Agora Bilddiskussion intensiv


    Simon Krieger schreibt:

    "Besten Dank für die intensive Diskussion. Ich werde – wenn ich etwas mehr Zeit habe – alles noch einmal durchlesen und sicher einige Punkte in meine weitere Arbeit einfliessen lassen.

    Auf gewisse Anmerkungen möchte ich hier noch eingehen:
    Natürlich ist das Foto nicht gestellt. Genauso wenig wird irgendjemand vorgeschickt. Klar befinden sich links (übrigens Osten) weitere Demonstranten und rechts mehr Soldaten. Klar ist dies nur ein Ausschnitt und es versteht sich, dass Fotos dadurch immer Subjektiv sind. Diese Demonstrationen, an denen auch Israelis teilnehmen, sind losgelöst von politischen Parteien und als Graswurzelbewegung zu verstehen. Das Foto soll somit Symbolisch sein und die Situation kompakt vermitteln, was von vielen ja auch so wahrgenommen wird (obwohl ich Najah, im Gegensatz zu ihrer Situation, nie als hilflos sondern als seht stolze Frau wahrgenommen habe).

    Die Kritik, dass das Gesicht nicht zu sehen ist, kann ich gut nachvollziehen. Ob ich diese Variante gewählt hätte, weiss ich nicht, da ich weiter rechts ganz offensichtlich nicht erwünscht war.

    Und nein, ich bin kein Professioneller Fotojournalist, nehme das aber gerne als Kompliment auf ;)

    Nochmals danke dafür, dass ihr euch damit auseinandergesetzt habt."
  • Dietrich Kunze 24. Januar 2013, 8:05

    Natürlich zeigt ein Foto die Sicht des Fotografen auf eine bestimmte Situation,
    das ist in diesem Fall sehr eindringlich gelungen, wo es eigentlich gar keinen
    Bildtitel gebraucht hätte.
    Sehr hilfreich fand ich die Ausführungen von Johannes Barthelmes (obwohl ich in diesem
    Genre völlig unbeleckt bin).

    Was mir völlig gegen den Strich geht: Vertreter anderer Meinungen als "Mob" zu bezeichnen -
    offenbart mehr über sich selbst als über andere.


    Servus
    Dietrich
  • Claudia Jenniges 23. Januar 2013, 17:00

    Alles, was ein Reportagefoto braucht, Licht, Kontext, Aufbau :)

    Siggis Gestaltungsvorschlag kann ich nachvollziehen,
    vermute der Autor wird dies wahrscheinlich wohl auch können ;)

  • Henrika Tröster 23. Januar 2013, 15:39

    Ich habe mir mittlerweile auch mal die Internetseite dieses noch jungen Fotografen angeschaut und bin doch ziemlich beeindruckt. Was mir auffällt, ist die hohe fotografische Qualität seiner Fotos… es sind in meinen Augen ganz brillante Aufnahmen mit hohem gestalterischen Wert. Vielleicht ist es das, was mich irritiert.. auch wenn ich das hier diskutierte Bild im Kontext mit den anderen Fotos in seinem Portfolio jetzt mit anderen Augen sehe. Aber wenn ich an den israelisch-palästinensischen Konflikt denke, sind es einfach keine Hochglanzbilder, die mir in den Kopf kommen und ich frage mich, wie soll man hier über ein solches Foto mit diesem Hintergrund diskutieren???? Ich denke, es ist an dieser Stelle einfach fehl am Platz.
    PS. Fotos dieser Art findet man in Zeitschriften wie GEO… Das ist als Kompliment gemeint, dort kann man sie aber auch entsprechend "einordnen".
  • WMeyer 23. Januar 2013, 10:46

    Wer sich mit dem Projekt "Photojournalism Behind the Scenes" des italienischen Fotografen Ruben Salvadori bafasst hat, wird sich möglicherweise veranlasst sehen, seine grundsätzliche Haltung gegenüber dieser Art von Bildern einer kritischen Überprüfung zu unterziehen. Die distanzierte Betrachtung, wie sie sich aus einigen Statements ergibt, geht in diese Richtung. Gerade bei Situationen mit höchster Komplexität sollte man nicht vergessen, dass ein Foto lediglich einen einzigen Moment von der Dauer der Belichtungszeit widerspiegelt und auf einen räumlichen, frei manipulierbaren Rahmen beschränkt ist, mithin also nicht den Prozess, sondern - ich wiederhole mich - einen zeitlich/räumlichen und eng beschnittenen Teil widerspiegelt. Wer sich intensiv - auch über Bil'in - informieren möchte, braucht nicht, was die Phantasie aus diesem Bild macht, sondern findet genug Quellen unterschiedlichster Provenienz. Steinchen in dem Mosaik können natürlich auch die Bilder bzw. das Buch von Simon Krieger sein. Sein Portefeuille in der fc stößt bis dato allerdings auf ein eher mäßiges Interesse.
  • ValeriesWorld 23. Januar 2013, 9:45

    der Respekt, die Bewunderung und Achtung für das Moment geht zweifellos an die Protagonistin des Bildes: in diesem Fall der FRAU! Die Botschaft der Körpersprache: "ich stehe da..offen...biete meine ganze Person an,,,überwinde die Angst und halte fest die Fahne meiner Heimat...vor euch allen!" dieser Mut ist einfach beeindruckend! Ein Danke dann an den Fotograf (oder Fotografin?), der/die das in dem Moment ablichten konnte!
  • lophoto 23. Januar 2013, 9:31

    STOLEN LAND

    dieser titel greift meinungsbildend auf das foto zu.
    klar wer hier der gute und wer der böse ist.
    und jeder weiß, das bis jetzt jeder versuch es friedlich zu regeln, an den jeweiligen betonköpfen der seiten gescheitert ist.

    im internet gibt es 1000ende fotos zu dieser demo auch aus der anderen richtung. für wirklich interessierte ein leichtes sich die info zu beschaffen.
    auch ein blick in googleearth lohnt, zeigt es doch den genauen verlauf des sogenannten "The apartheid wall".

    an der grenze der beiden länder ist so ein foto der alltag.
    wer im recht ist oder nicht wird sich wohl nie finden, und auch dieses foto gibt diese auflösung nicht. es ist nur sehr stark einseitig, auch wenn es aus der mitte fotografiert wurde.
    die frau allerdings war nicht alleine dort, sie hatte hunderte mitdemostranten.

    das foto hat ein gutes, es zeigt mal kein blut!
  • Datou 22. Januar 2013, 20:48

    Eine ältere Palästinenserin baut sich vor israelischen Soldaten auf und hält eine palästinensische Fahne in den Wind.

    Mehr wissen wir nicht. Bzw. alles weitere, das wir wissen, wussten wir auch schon vorher oder durch Recherchen. Weder ist es eine gewagte Aufnahme durch einen tapferen Fotografen noch ist die Aktion der Palästinenserin mutig, sondern kalkuliert, und so wirkt sie auch auf mich. Die Dame macht das nicht zum ersten Mal. Die Situation ist ruhig und vollkommen unter Kontrolle. Die Soldaten haben nicht das geringste Interesse an einer Eskalation und wirken auf mich auch nicht aggressiv.

    Dies hier ist nicht der chinesische Student, der sich am Tian'anmen mutig dem Panzer entgegenstellt. Kein Vergleich, nicht einmal im Ansatz.

    Was ich an diesem Foto bemerkenswert finde ist die gedachte Linie, die die beiden Bildhälften trennt. Orient auf der einen, Occident auf der anderen Seite. Und die Grenze verläuft genau hier!

    Man kommt anhand der von dem Fotografen dankenswerter Weise zur Verfügung gestellten Informationen übrigens leicht an Hintergrundinformationen. Seit 2005 kommt es wöchentlich zu Demos. Es gibt auch eine Homepage des Ortes Bil'in, auf der sich tausende von Fotos befinden, die meisten wohl von eben diesen Demos. Auf einigen ist, was nicht verwundert, auch die Dame auf obigem Foto zu sehen.
  • ruepix 22. Januar 2013, 20:41

    Zweifellos hat es bei der Definition von Kitsch schon viele Fehlversuche gegeben. Meines Wissens wurde aber diese Bezeichnung bisher nicht auf journalistisch-dokumentarisches Bildmaterial angewandt, auch dann nicht, wenn es sich inhaltlich zur Meinungsmanipulation eignete oder sich bewährter Klischees bediente. Ganz im Gegenteil, immer wieder wird angemahnt, gute Fotos sollten doch gefälligst eine "message" haben. Davon gibt´s hier reichlich. Ob diese Botschaft manipuliert, aufklärt, informiert, langweilt, aufrüttelt - oder was auch immer - liegt allein im Hirn des Betrachters.
  • Kommissar Lohmann 22. Januar 2013, 19:06

    @

    also ich verstehe nicht wie Du auf die Idee kommst, dass die Sonne im Osten steht - vielleicht steht sie ja auch im Westen?

    noch weniger verstehe ich was das für eine Bedeutung haben soll in diesem Kontext von Gewalt und Unterdrückung?

    Ich finde den Begriff "Kitsch" -egal wie groß du ihn schreiben magst- ziemlich diffus und unglücklich gewählt

    Ich zumindest verstehe unter Kitsch etwas plüschiges, samt-rosa fabenes oder vielleicht ein Porzellandalmatiner in der Vitrine einer älteren Dame oder ähnliches -

    aber sicher nicht ein Bild aus einem chronischen kranken Krisenherd dieser Welt.
  • christine frick 22. Januar 2013, 18:36

    Ob jetzt gestellt oder nicht, Hauptsache ist doch dass das Bild eine Botschaft transportiert und das tut es.
    Erstklassig.
    LG Chris
  • D. Russmann - Mal sehen 22. Januar 2013, 16:50

    @Kommissar Lohmann:
    In meinem 1. Beitrag habe ich das Bild bewertet zusammen mit der Aussage, die es für mich transportiert.
    Im 2.Beitrag ging ich auf die einen Beitrag von "michael se" ein, welcher mich direkt angesprochen hatte.
  • santana45 22. Januar 2013, 14:10

    Fototechnisch ist das Bild erstklassig und unverfälscht.
    Menschlich betrachtet zeigt es die Hilflosigkeit einer mutigen Einzelperson, die sich dem Unrecht entgegenstellt. Die DDR-Mauer ist gefallen - und hier wird eine neue aufgebaut...bedenklich.
    vg
  • Matthias von Schramm 22. Januar 2013, 13:23

    @ Johannes

    ich weiß es nicht. mich interessiert michaelas meinung jedenfalls meistens. wir sind zum glück nicht immer der selben.

    @ Siegfried

    bei mir schließt sich das Loch im Kopf beim beobachten. Das heisst aber nicht, dass im Kopf dann ein Loch übrig bleibt und dies ist selbst dann so, wenn Schattenbilder oder Hamasaktivistinnen oder "Touristen" auftauchen. Verstehen kann ich aber die, die für eine direktere Bildsprache stehen, wie z.B. auch der Johannes.
  • Siegfried Hansen 22. Januar 2013, 12:13

    @ pixobox
    ja ich finde deine Sicht ist mit deiner Erklärung völlig in Ordnung
    --
    ich habe nun mal ein ausgeprägten Sinn für Bildgestaltung und eine spezielle Sichtweise auf Motive und Fotos ..
    und ich denke wenn du es mal sacken lässt , ist meine Ansicht mit Sicherheit nicht völlig vom Tisch zu wischen
    der Fotograf hätte nur 10 cm nach links gehen zu brauchen ,das " Loch" wäre geschlossen ..
    das ist nur ein formaler Gestaltungshinweis aus meiner subjektiven Sicht
    speziell für dieses Foto
    vielleicht kann der Fotograf was damit anfangen, aber vielleicht ist der Fotograf von seiner Arbeit so überzeugt und er würde das Foto immer wieder so machen
    dann ist auch gut .. dann weiß er was er will , und die überwiegenden Kommentare sind auch äußerst positiv
    meine Meinung ist nur eine Anregung und keine "übliche Zerpflückung eines Bildes"

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Kamera NIKON D3S
Objektiv AF-S Zoom-Nikkor 24-70mm f/2.8G ED
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Belichtungszeit 1/4000
Brennweite 27.0 mm
ISO 500

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