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Reto Boltshauser


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...trauer...

ich habe lange überlegt, ob ich diesen kommentar darunter schreiben soll...ich finde ja, weil er teil dieses volkes und deren tradition ist. man darf die augen vor unangenehmem nicht einfach verschliessen.

diese frauen trauern um ein zwillingskind. sie knien an einem stück fleisch nieder von einem ochsen, der von ihren männern für diesen anlass geopfert wurde. für die armen und "geizigen" himbas ein grosses opfer. die himbas hoch im norden namibias im lebensfeindlichen kaokoveld leben unter härtesten bedingungen. es ist daher einer frau nicht möglich zwillinge zu ernähren und hochzuziehen...meistens überlebt nur das stärkere kind.

...den rest meiner anmerkung habe ich gelöscht. ich habe keinen bock auf schlammschlacht, vor allem nicht auf meiner privaten homepage. falls sich jemand wirklich noch für den rest des textes interessiert, werde ich ihn auf private mailadressen gerne schicken.

Kommentare 20

  • gipsymaus 28. November 2010, 18:46

    dieses Foto gleich einer Dokumentation im TV, es reicht aber nur Dein Foto - man muss das Leben anderer Nationen hinnehmen - ich finde es nicht so schlimm - man sieht nur ein totes Tier, mit zewi Pfoten, als nehme ich an ein Rind...-
    welches für ein Fest vorbereitet wird.
    Wer kann sagen, ob es um irgendwelche Zwillinge geht?
    Wenn bei uns in gewissen Ländern im Europäischem Raum für ein Fest ein "Spanferkel" gegrillt wird, ein Grillhuhn am Spieß sich dreht, ein Lamm am Kebabspieß durchdreht.......... .
    also ich sehe auf "genau diesem BIld" nicht wirklich ein Problem!

    die geschichte, die weitergeht, erzählt dieses Bild ja nicht...
    lg gipsymaus
  • Olaf Jäckel 10. Mai 2006, 11:26

    finde ich ein richtig gutes foto.....und die story dazu....stark und ergreifend....weiß zwar nicht was für eine schlammschlacht entstehen könnte,aber die menschen sind halt verschieden....finde gut,was du machst....!!man sollte über vieles,was in der welt passiert,und was man selber denkt und tut,nachdenken....viel mehr.....
  • Upali Und Heike Kulatilaka 13. April 2006, 19:15

    Wir haben deine ganze Anmerkung gelesen und waren schon sehr berührt. Vielen Dank für deine Dokumentation, sie bringt einen sehr zum Nachdenken, vor allem denken wir auch daran, was diese Himbafrauen durchmachen müssen. Ein Kind zu opfern ist wohl für keine Mutter einfach.
    LG Upali und Heike
  • Karl-Heinz Wollert 13. April 2006, 16:35

    Sehr bewegendes Bild und Geschichte, was unbedingt zusammengehört.
    LG Karl-Heinz
  • Der TIEGER 13. April 2006, 0:27

    @Sandra: Die Alternative wäre der Tod beider Kinder. Wie würdest Du entscheiden?
  • Lehmann Marc 12. April 2006, 14:21

    @ Wildlife Scouts : Von Stämmen der Bakongo die im Land jenseits des Flusses wohnen (wo ich auch 3 Jahre gelebt habe und meine auch etwas über die Ethnien mitbekommen zu haben) weiss ich , dass solche Riten (aus demselben Anlass , aber mit anderer Methode) vollzogen werden . Kann mir also denken , dass das auch bei den Himbas möglich ist .
    Besides : interessantes Profil !
  • Reto Boltshauser 12. April 2006, 12:31

    hier geht es nicht um wilde geschichten sondern um ein heikles, ernstes thema thema, von dem auch andere naturvölker in afrika betroffen sind. wenn du im kaokoveld gelebt hast weisst du ja sicher das manche bis zu tausend kilometer zum nächsten spital haben. autos kennen die himnbas nur von den vorbei rauschenden touris, sofern sie überhaupt in der weiteren region einer strasse wohnen. das wort "babynahrung" ist nicht mal in ihrem wortschatz enthalten. hier gibt es keinen kinderarz, der die babys alle paar wochen untersucht. wenn eine himba frau nicht stillen kann, wie soll sie dann ihr kind durchbringen?
    die infos stammen von den himbas selber...wir waren auch längere zeit dort und haben das ganze trauerritual miterlebt. dabei hat uns ein stammesoberhaupt von der grossen überlebenproblematik der kinder dort oben erzählt. sogar gesunde kinder haben es sehr schwer die ersten 10 jahre zu überleben. simple ursachen wie entzündungen und vitaminmangel führen dort zum tod von kindern...die todesrate bei knaben ist fünf mal grösser. dies ist ein grund, weshalb die meisten männer bis zu fünf frauen haben.
    es geht mir nicht darum mein bild atraktiver zu machen. ich finde es auch ohne text nicht schlecht. vielmehr möchte ich ins bewusstsein rufen, das es nicht allen so gut geht wie uns...die himbas haben es echt schwer.
  • Wildlife Scouts 12. April 2006, 11:11

    Also dieser Text ist ja der Hammer, mich würde sehr interessieren, auf welcher Grundlage die Aussagen über den Kindsmord getroffen werden.
    Ich glaube hier werden wilde Geschichten erzählt, um das Foto interessanter zu machen. Wer es nötig hat...
    P.S. Habe selbst im Kaokofeld gelebt!
    Jens
  • oribi - pictures 11. April 2006, 8:43

    die story dazu bewegt, gerade einen frisch gebackenen Vater wie mich. Leider kann man eine Geschichte nicht in die Galerie wählen.
    Trotzdem danke, dass Du das Bild mit Geschichte hier zeigst.

    LG Enrico
  • Der TIEGER 11. April 2006, 0:48

    Und ich bin sicher, wenn es im Kaokoveld ein funktionierendes System der Sozialhilfe geben würde, würde sich die Mutter der Zwillinge anders entscheiden.

    Und ich bin ebenso sicher, wenn die Bedingungen in Deutschland so wären wie im Kaokoveld, würden sich Mütter mit Zwillingen ebenso entscheiden wie die Himba.

    Hat jemand Einwände?
  • Trine Gutjahr 10. April 2006, 21:43

    Doch, das darfst Du schon zeigen und ich finde es auch gut so!
    Wir sollten es uns nicht anmassen, mit unseren westlichen Wertevorstellungen zu urteilen - darauf brauchen wir uns nämlich rein gar nichts einbilden...
    Womit ich Ralf vor mir nur zustimmen kann...
    LG Peter
  • Ralf Kesper 10. April 2006, 21:31

    Der weiße Mann hätte besser nie seinen Fuß auf afrikanischen Boden gesetzt...dann ginge es denen besser. Wir haben schon viel zu viel Schaden angerichtet mit "unseren" Wertevorstellungen. Man denke nur an den lieben Papst, der genau diesen Frauen hier erzählen würde, dass Ihr Tun Sünde sei.

    lg Ralf
  • Reto Boltshauser 10. April 2006, 21:10

    @marc: hätte meinen text noch mit deiner anmerkung ergänzt, wenn...sehr treffend!
    @alle anderen: danke für die anregenden/nachdenklichen worte.
  • kaito u. irma k. 10. April 2006, 20:42

    schliesse mich marc an!
    wir sind geneigt, unsere sicht- und verhaltensweisen als die einzig richtigen/standards für andere völker auszugeben. und im verurteilen sind wir auch recht flott dabei - viele zumindest. doch irgendwie erscheint mir die verhaltensweise der himbas unter den gegebenen umständen als recht human.
    gut, dass du mittels des bildes den blickwinkel für andere lebensweisen schärfen hilfst!
    lg - irma

    ps: ein sehr anrührendes foto in fantastischen farben und klasse aufbau!
  • Lehmann Marc 10. April 2006, 20:27

    Ein heikles Thema das Du hier präsentierst , und es ist gut so !
    Diesen Akt (den auch andere Völker in Afrika praktizieren) gutzuheissen ist für uns schier unmöglich , ihn dennoch versuchen zu verstehen , obschon's vorerst sprachlos macht , ist unsere Pflicht .Leben und Tod spielen in ihrem täglichen Leben eine ganz andere , unmittelbarere Rolle als bei uns . Es ist in ihren Augen ein Akt der Barmherzigkeit ...

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