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Tour Ronde Nordwand

Tour Ronde Nordwand

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Frank Stefani


Free Mitglied, Farchant

Tour Ronde Nordwand


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Fröhliche Eiszeit
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Dieses Bild soll ein bisschen illustrieren, wie es in einer
klassischen, hochalpinen Eiswand aussieht. Unter dem Bild

Entspannung
Entspannung
Frank Stefani
habe ich einen kurzen Bericht über meinen Alleingang durch
die Nordwand der Tour Ronde (3792 m) geschrieben. In diesem
Foto hier habe ich einige Hinweise eingetragen, die so weit
verständlich sein dürften. Das größte Problem ist, dass ich
mit diesem Bild kaum die Größenverhältnisse und die Steilheit
vermitteln kann. Die gelbe Linie von A nach B soll die Fall-
linie sein, also der kürzeste Weg von "hier" nach "da unten".
Punkt B ist vielleicht 100 m tiefer gelegen als Punkt A. Punkt B
bezeichnet zudem den "Einstieg", dort geht die Kletterei los.

An dieser Stelle habe ich gerastet. Nicht weil ich müde war,
sondern weil es unglaublich schön war, nach Sonnenaufgang
in dieser Wand zu sein. Außerdem wollte ich mir die Eisver-
hältnisse im weiteren Verlauf der Wand genau anschauen und
abschätzen, ob ich das Weitersteigen verantworten konnte.

Wie man auf dem Bild ganz gut erkennen kann, ist der untere
Wandteil (Punkt B) gut verfirnt, also im Prinzip "Stapfschnee",
hier am Beginn der größten Steilheit begann aber das Blankeis.
Blankeis ist im Prinzip sicher und solide, wenn es so aussieht
wie hier, also bläulich schimmert. Das größte Problem sind
die eigenen Nerven, weil man mit den Eisgeräten nur einige
Millimeter ins Eis eindringt und auf diese Weise langsam
hinauf steigt. Fehler beim Höhersteigen oder Umsetzen der
Eisgeräte dürfen nicht passieren, weil es keinen Halt gibt.

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Todesgefahr?
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Das Risiko ist kalkulierbar, bei so einer Sache: Eine glatte
Eiswand ist im Falle eines "Abrutschens" eine riesige Rutsch-
bahn, auf der man dann mit einem Affenzahn runtersaust. Wenn
auf der Rutschstrecke keine Felsen, Abstürze oder Spalten
vorhanden sind, bestehen gute Chancen, dass man unverletzt
unten ankommt - man darf sich vor allen Dingen nicht über-
schlagen - dann wird es schwierig! Jedenfalls ist man nicht
zwingend schwer verletzt oder tot, wenn man unten ankommt.

Bei einer gleich steilen Felswand wird ein ungesicherter
Absturz fast immer zu schwersten oder tödlichen Verletzungen
führen. Es ist wichtig, dass man einen Alleingang kalkuliert.

Kommentare 7

  • Sabine Luckner 1. Oktober 2004, 13:06

    Sprachlos....
    Gruss Sabine
  • Frank Stefani 27. September 2004, 10:59

    Hi Michael,

    ich habe bei diesem Alleingang (Schlüsselstelle 60°) ein Bild aus der Wand gemacht. Man kann sehen, was ich dort gesehen habe und das ist durchaus verwirrend: In dieser Blickrichtung gibt es eben Horizontlinie, die mir oben, unten, steil oder flach einzuschätzen erlaubt. Eine Vorstellung von der Steilheit und Tiefe bekommt man nur, wenn man ein Steinchen hinunter springen lässt .... aber ich denke, das weißt du selber.

    Das Bild ist kein Topo, sondern dient nur als Ergänzung zu dem Bild "Entspannung".

    Was ich von einer "riesigen Rutschbahn" geschrieben habe ist nicht mit einer verharmlosenden "Rutschpartie" zu verwechseln. Ich habe selbst Seilschaftsstürze in solchen Flanken miterlebt und weiß, dass man "nicht zwingend schwer verletzt oder tot" unten ankommt. Das ist meine Erfahrung. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich mich leichtsinnig oder freiwillig auf sowas einlassen würde. Allein die Steigeisen an den Schuhen und die Eisgeräte in den Händen bieten in solchen Fällen ein enormes Verletzungspotenzial - auch das weißt du als Eiskletterer mindestens so gut wie ich.

    Knackpunkt bei einem Absturz ist in der Eiswand die Aufprall- und/oder Überschlaggefahr. Man hat eine Chance. Bei einer gleichsteilen Felswand schlägt man immer auf und kann es kaum überleben. Das sagt mein letzter Absatz und viel mehr wollte ich dazu auch nicht loswerden.

    Viele Grüße aus den Alpen, Frank
  • Michael Knoll 26. September 2004, 22:57

    Hallo Frank,

    zwei Anmerkungen zu deinem Bild und dem verfassten Text.

    Das Bild finde ich absolut verwirrend. Weder erkennt man irgendeine Wand, noch ein Route durch diese und die eingetragenen Linien machen für mich keinen Sinn. Der Ausschnitt ist für ein "Topo" nicht geeignet. Wenn du vermitteln möchtest, wie es in einer Eiswand aussieht, dann wäre ein zweiter Kletterer sicherlich sehr hilfreich. So kann man sich gar nichts vorstellen.

    Deinen Text finde ich auch ein bisschen - entschuldige - schwachsinnig. Wenn eine Wand so flach ist, dass du von einer "Rutschpartie" sprichst, kann sie weder besonders steil noch besonders gefährlich sein. Ab 50° Steilheit möchte ich keine Wand mehr hinunterrutschen und sei sie noch so steinfrei. Es kommt hier ein bisschen ein falsches Bild von einer alpinen Unternehmung an den Tag, die weit weg ist vom eventuell harmlosen Rutschbahnfahren!

    Sorry, mir fällt weder zu dem Bild noch zu deinem Text irgend etwas positives ein!
  • Arne S. 26. September 2004, 17:52

    Klasse gemacht!
    Ich würde gerne mehr solcher Infos bekommen.
    Ist eine spannende und faszinierende Sache.
    Berge sind ohnehin eine tolle Erfindung :-)
    Ich fühle mich zu ihnen immer mehr hingezogen...
    Aber alleine hätte ich glaube ich zu viel Angst eine solche Tour durchzuführen.

    LG Arne
  • Barbara Mayer 26. September 2004, 9:32

    ach du liebe güte... da wär ich glaub ich verloren....
  • Frank Stefani 25. September 2004, 22:53

    Danke, Günni :-)
  • Günther Weinerth 25. September 2004, 20:40

    wahnsinn !


    .... aber gut. Ich hoffe, Du kannst noch viele solcher Berichte und Bilder hier reinstellen.


    Günni

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