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Dem deutschen Volke

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smokeonthewater


World Mitglied, Berlin

Dem deutschen Volke

In den nächsten Wochen mache ich mich etwas rar in der FC. Von Berufs wegen ziehe ich nach Berlin um. Hier ein paar aktuelle Nachtbilder.

Berlin by night: Das Reichstagsgebäude, Sitz des Deutschen Bundestages

"Dem deutschen Volke" – diese Inschrift des Architekten Paul Wallot prangt seit Dezember 1916 über dem Westportal.
Kaiser Wilhelm II. wollte diese Inschrift verhindern, aber letztlich wollte er sich in Kriegszeiten doch der Treue seines Volkes versichern.

Streit gab es auch um die Schriftart, die Zeitgeist, aber auch Gesinnung ausdrücken kann und sollte.
Letztlich einigte man sich auf eine Bastard-Schrift, d.h. auf Buchstaben, deren Merkmale verschiedenen Schriften entlehnt wurden.

Es fehlt nicht an Versuchen, die Inschrift zu verändern – mit einem Transparent oder wenigstens am Computer:
http://pix.echtlustig.com/1412/der-deutschen-wirtschaft.jpg http://qpress.de/wp-content/uploads/2012/04/Reichstag-Giebel-Dem-gewesenen-Deutschen-Volk.jpg https://volksbetrugpunktnet.files.wordpress.com/2014/10/inschrift_reichstag.jpg

Kommentare 26

  • T. Schiffers 30. Juni 2015, 18:50

    ...kaum dort & schon am rumpixxeln!;-))) gut so..tino
  • gelbhaarduisburg 27. Juni 2015, 8:10

    @Rheinbild
    Ich weiß, wat de schäl Sick is. Das war eher metaphorisch gemeint.
  • Rheinbild 26. Juni 2015, 23:22

    @ Gelbhaar, Schäl Sick bezeichnet aber die rechte Rheinseite. Da hat Adenauer zwar gewohnt, aber der ganze Rest ist linksrheinisch. Mit dem Verständniss des patriotischen geb ich dir recht. das klappt tatsächlich. Daran nimmt auch keiner Anstoß.
    @Smoke, hatte ich mehr auf das bombastische bezogen. Es kommt mir so, naja, fett vor. zu riesig für so ein eher kleines Land. Wie du schon geschrieben hast, Bescheidener war gar nicht schlecht.
    Was ist gegen tiefstapeln zu sagen ? Im Ring geht das immer gut :-)
  • smokeonthewater 26. Juni 2015, 23:05

    @Rheinbild: Das mit dem Reichstag sehe ich nicht so "gewagt". Zwar wurden hier die "Kriegskredite" für den Ersten Weltkrieg bewilligt (ausschlaggebend waren die Stimmen der SPD, die schon damals wie heute immer wieder einknickt), aber in der Weimarer Republik war das Gebäude Sitz eines demokratischen Parlaments. Dessen SPD- und KPD-Abgeordnete wurden nach der "Machtergreifung" der Nazis reihenweise ermordet. Der Reichstagsbrand war das offizielle Ende des Parlamentarismus in Deutschland. Insofern war das Hissen der Roten Fahne im Mai 1945 auf dem Reichstag ein Symbol am falschen Ort.
    Unterm Strich steht dieses Gebäude eigentlich für das bisweilen vergebliche Ringen um die Demokratie in Deutschland und ist somit ein würdiger Ort für den Bundestag. Aber das Wasserwerk in Bonn hätte es auch getan.
  • gelbhaarduisburg 26. Juni 2015, 23:04

    Hätten sie Bonn gewählt, hätte der Rest der Welt irgendwann gefragt "Stimmt was nicht mit euch?". Wo man uns doch international so viel Anerkennung zollt dafür, dass wir wieder patriotsch zu sein wagen. Wenn wir Fußball spielen ;-)
    Aber ohne Gag: DDR aufkaufen, ganz Deutschland verKOHLen und dann plötzlich doch nur Adenauers schäl Sick, wo doch Berlin 50 Jahre die Hauptstadt der Bösen war? Viel zu inkonsequent. Da wäre ich, glaube ich, doch auch mißtrauisch geworden...
  • Rheinbild 26. Juni 2015, 22:52

    Seh ich genau so. Wunderst mich auch das es uns der gesamte Rest der Welt so leicht gemacht hat. Normal gäbe das doch schnell Mecker.
    Bin kein Freund der ganzen Bedenkenträger, aber die Nummer mit dem Reichstag fand ich gewagt.
  • smokeonthewater 26. Juni 2015, 22:52

    @Jens: So kann man es auch sehen. Nur schade, dass das Ganze so teuer war/ist.
  • gelbhaarduisburg 26. Juni 2015, 22:50

    Punkt 1 ist nachvollziehbar.
    2 & 3 sind es auch. Aber die heutige Welt und die heutige Politik in Deutschland wären nicht anders, wenn es bei Bonn geblieben wäre. Dieses Land lebt konsequent seine bosaften politischen Traditionen. Da kommt es eigentlich nicht so sehr drauf an, ob Frankfurt, Weimar, Bonn oder eben doch Berlin. Dann lieber Berlin. So herrscht wieder mehr Ruhe bei uns am Rhein.
  • smokeonthewater 26. Juni 2015, 22:37

    @Jens: Ich war gegen Berlin.
    1. Bonn war ein modern ausgebauter Regierungssitz mit allem, was dazu gehört. Die Bescheidenheit hätte auch einem wiedervereinigten Deutschland gut getan.
    2. Von Berlin, als es Reichshauptstadt war, sind zwei Weltkriege ausgegangen. Die Demut vor der Welt hätte es geboten, Berlin nicht seinen Status wiederzugeben.
    3. Berlin war kurz hintereinander Sitz zweier Diktaturen: einer faschistischen und einer stalinistischen. Gestapo und Stasi hatten sich hier etabliert.
    Eine Hauptstadt sollte eine durchweg positive Tradition haben.
    Eine Trennung von Hauptstadt und Regierungssitz wäre auch möglich gewesen, so wie in den Niederlanden (Amsterdam und Den Haag). Und auch die Großmacht USA gönnt sich mit Washington DC eine relativ bescheidene Hauptstadt, sprich Behörden- und Beamtenwohnstadt.
  • gelbhaarduisburg 26. Juni 2015, 22:22

    Dass es Berlin sein mußte, war nachvollziehbar. Und ich war auch dafür. Bloß, dass es in diesem Umfang sein mußte...? Das Kanzleramt hätte bspw. auch in irgendeinem Altbau untergebracht werden können, um nur ein Beispiel zu nennen. Ich habe irgendwo gelesen, das K.-Amt sei größer als das Weiße Haus in Washington. Das mag nun stimmen oder nicht, aber bei dieser Protzburg ist "Großmannssucht" noch nett ausgedrückt.
  • Rheinbild 26. Juni 2015, 22:00

    Völlig korrekt. In Details hat die Stadt sogar gewonnen :-)

    LG
    Rheinbild
  • smokeonthewater 26. Juni 2015, 21:48

    @Rheinbild: "Das Dorf" ist nach dem Abzug der Regierung nicht in den Anfangszustand zurückgefallen. Die staatlichen Zweckbauten sind meines Wissens alle in Nutzung. Die "Diplomatenrennbahn" mit den wunderschönen Museen zieht nach wie vor Touristen an.
  • Rheinbild 26. Juni 2015, 21:42

    Das hat hier eh nie einer kapiert. Dieses Geld hätte man wahrlich sinnvoller einsetzten können. Aber die überall vertretene Großmansucht hat wieder zugeschlagen.
    Obwohl Bonn diesen quasi Todesstoß der Infrastruktur tatsächlich weggesteckt hat.

    LG
    Rheinbild
  • smokeonthewater 26. Juni 2015, 21:21

    @Rheinbild: Das Wasserwerk in Bonn war bescheiden und maßvoll. Moderne Gebäude für die Regierung und die Botschaften. Aber es musste ja für das neue großkotzige Deutschland Berlin und der Reichstag sein.
  • Rheinbild 26. Juni 2015, 20:41

    Ist ganz hübsch. Und man darf sich auch durchaus ein repräsentatives Parlament leisten. Wär nur schön wenn viel weniger Leute da arbeiten würden.
    LG
    Rheinbild

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