Urheberrecht, Modelrelease, Agenturverträge – hier geht es um alle Rechtsfragen, die einem Fotografen begegnen können. Diskutier mit und erhaltet wertvolle Tipps von anderen Mitgliedern. (Keine verbindliche Rechtsberatung!)
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Dirk Wellmitz

Kunde wollte wohl nicht fotografiert werden

Zur Situation selbst kann hier wohl keiner von uns etwas sagen. Wir kennen nur deine Schilderung und so wie du dich ausdrückst ist wohl davon auszugehen, dass die Gegenseite eine ganz andere Sicht der Dinge hat. Zudem verschweigst du uns wesentliche Dinge wie was vertraglich genau vereinbart gewesen ist und letztlich auch, ob du dein Geld erhalten hast oder dich mit denen noch streitest.
Aber für den Fall, dass es dir rein um die Situation vor Ort geht, um vielleicht beim nächsten Fall dieser Art besser klar zu kommen, wäre eine neutralere Darstellung deinerseits besser geeignet. Einige Formulierungen von dir klingen, als ob a) du dir deinen eigenen Frust von der Seele schreibst und b) ziemlich unsinnig, wenn man mit klarem Kopf drüber nachdenkt.
"eine Show für Corona-gelangweilte Bürodamen" : Zunächst mal gilt das Gebot des Homeoffice wann immer möglich. Hast du mal drüber nachgedacht, ob vielleicht nur eine Rumpfmannschaft da war und viel Equipment einfach in die Homeoffices umgezogen ist? Selbst wenn sie vor Ort wenig zu tun haben, wir haben Corona. Da holt sich niemand extra einen Entertainer gegen Langeweile ins Haus. Hast du von dir aus angesprochen, wie sich so ein Shooting mit deren Hygiene-Konzept in Einklang bringen lässt? Vielleicht waren die Bürodamen (kling übrigens auch überheblich, neutral sind es Angestellte) auch nur genervt und einfach nicht so direkt in Ihrem Ausdruck wie der Chef. Dem steht sowas auch zu…
"das die Bürodamen hier gar kein Shooting wollten sondern eher wohl ein Coaching" : Realistisch ist wohl, dass kein Unternehmen A bestellt, wenn es eigentlich B erwartet. Ich vermute hier zweierlei. Wenn es um Fotos der eigenen Person geht, die dann auch noch veröffentlicht werden (Web-Präsenz) sollen, reagieren viele eben sehr eigen. Darauf sollte man gut vorbereitet sein und da ist es ebenso natürlich, wenn diese größte Scheu davor gebrochen ist, auch jeder gut aussehen möchte. Möglicherweise sind Frauen da noch eitler als Männer, aber selbst wenn es mehr um den Arbeitsplatz geht als um die ausschmückende Person, sie möchten dennoch gut aussehen. Kurzum, hier ist zu erwarten, dass die "Unkundigen" Hinweise (ich will mal nicht Anweisungen sagen) erwarten, wozu neben z.B. der Körperhaltung auch etwas zum Styling gehört. Kommt so etwas nicht, machen die Beteiligten auch schnell mal dicht und es entsteht die Atmosphäre, wie sie von dir beschrieben ist. Möglicherweise war unter den Anwesenden vielleicht auch eine Hobby-Fotografin – sind ja quasi alle in Handy-Zeiten - , die die Gelegenheit einfach nutzen wollen, um etwas Wissen abzugreifen. Auch sowas ist normal und verständlich, sprich man muss passend damit umgehen, damit die Beteiligten sich nicht abwenden. Blockierst du Ihre Neugier, ist klar wie die Antwort ausfällt.
"Oder man wollte bewusst eine Situation schaffen, um später möglichst viel reklamieren zu können" : Klingt ziemlich schräg für mich. Wenn man einen Auftrag vergibt, als Unternehmen also Geld in die Hand nimmt, erwartet man auch eine bestimmte Leistung. Warum sollte jemand im Vorfeld etwas boykottieren, was er eigentlich haben will? Freiwillig nach Streitigkeiten mit einem Lieferanten suchen, sorry, für mich klingt das mehr danach, als ob du dir etwas aus den Fingern saugst, um das misslungene Shooting zu rechtfertigen. Dazu passt auch "Auch waren Fenster nicht geputzt". Klar ist das nicht optimal, aber hier sage ich a) dass dies einer guten Porträtierung nicht primär im Wege steht und es geradezu deine Aufgabe ist, hier Situationen zu schaffen, wo dies keine Rolle spielt bzw. dies nicht auf den Fotos sichtbar wird. B) sollte dir auch klar sein, dass Unternehmen in Corona-Zeiten sparen, wo es nur geht. Da wird monatliches Fensterreinigen schon mal auf jährlich umgestellt. Sorry, für mich ist das aus einer Mücke einen Elefanten machen.
Oder hast du erwartet, dass dir parallel zum normal laufenden Firmenalltag ein roter Teppich ausgerollt wird und alles auf Hochglanz poliert ist, damit der Meister perfekt arbeiten kann und nicht über Gebühr dabei beansprucht wird? Willkommen im realen Leben des Dienstleisters, besonders in Corona-Zeiten.

Um noch Deine Frage zu beantworten: Ich kenne solche Situationen, wenn auch auf einem völlig anderen Metier. Ich weiß was es bedeutet, wenn man als Inhouse-Experte auftritt. Die kaufen dich mit all deinem Wissen, was quasi mit Haut und Haaren meint. So ist nun mal die Erwartung an jemanden, den man teuer bezahlt. Und manchmal ist es ebenso, dass mehr das psychologische Geschick gefragt ist als rein das technische Knowhow. Gerade solche Situationen fordern heraus, um das Schiff in die richtige Richtung zu lenken. Auch wenn ich nicht Kapitän oder Lotse auf der 'Ever Given' bin, für mich ist die Fotografie reines Hobby und frei nach dem Schuster-Prinzip, bleib bei deinen Leisten, kommt mir nicht in den Sinn, eine teure Ausrüstung durch Kleinaufträge gegenzufinanzieren. Wenn dich "leere Schreibtische" und "ungeputzte Fenster" vor Ort bereits stressen, weißt du jetzt, dass Shootings eben mehr sind, als das pure Equipment und dem Wissen, wie ich es bediene. Ansonsten kann ich mich Hermann allumfänglich anschließen.

Grüße Thomas
02.04.21, 10:27
Zur Situation selbst kann hier wohl keiner von uns etwas sagen. Wir kennen nur deine Schilderung und so wie du dich ausdrückst ist wohl davon auszugehen, dass die Gegenseite eine ganz andere Sicht der Dinge hat. Zudem verschweigst du uns wesentliche Dinge wie was vertraglich genau vereinbart gewesen ist und letztlich auch, ob du dein Geld erhalten hast oder dich mit denen noch streitest.
Aber für den Fall, dass es dir rein um die Situation vor Ort geht, um vielleicht beim nächsten Fall dieser Art besser klar zu kommen, wäre eine neutralere Darstellung deinerseits besser geeignet. Einige Formulierungen von dir klingen, als ob a) du dir deinen eigenen Frust von der Seele schreibst und b) ziemlich unsinnig, wenn man mit klarem Kopf drüber nachdenkt.
"eine Show für Corona-gelangweilte Bürodamen" : Zunächst mal gilt das Gebot des Homeoffice wann immer möglich. Hast du mal drüber nachgedacht, ob vielleicht nur eine Rumpfmannschaft da war und viel Equipment einfach in die Homeoffices umgezogen ist? Selbst wenn sie vor Ort wenig zu tun haben, wir haben Corona. Da holt sich niemand extra einen Entertainer gegen Langeweile ins Haus. Hast du von dir aus angesprochen, wie sich so ein Shooting mit deren Hygiene-Konzept in Einklang bringen lässt? Vielleicht waren die Bürodamen (kling übrigens auch überheblich, neutral sind es Angestellte) auch nur genervt und einfach nicht so direkt in Ihrem Ausdruck wie der Chef. Dem steht sowas auch zu…
"das die Bürodamen hier gar kein Shooting wollten sondern eher wohl ein Coaching" : Realistisch ist wohl, dass kein Unternehmen A bestellt, wenn es eigentlich B erwartet. Ich vermute hier zweierlei. Wenn es um Fotos der eigenen Person geht, die dann auch noch veröffentlicht werden (Web-Präsenz) sollen, reagieren viele eben sehr eigen. Darauf sollte man gut vorbereitet sein und da ist es ebenso natürlich, wenn diese größte Scheu davor gebrochen ist, auch jeder gut aussehen möchte. Möglicherweise sind Frauen da noch eitler als Männer, aber selbst wenn es mehr um den Arbeitsplatz geht als um die ausschmückende Person, sie möchten dennoch gut aussehen. Kurzum, hier ist zu erwarten, dass die "Unkundigen" Hinweise (ich will mal nicht Anweisungen sagen) erwarten, wozu neben z.B. der Körperhaltung auch etwas zum Styling gehört. Kommt so etwas nicht, machen die Beteiligten auch schnell mal dicht und es entsteht die Atmosphäre, wie sie von dir beschrieben ist. Möglicherweise war unter den Anwesenden vielleicht auch eine Hobby-Fotografin – sind ja quasi alle in Handy-Zeiten - , die die Gelegenheit einfach nutzen wollen, um etwas Wissen abzugreifen. Auch sowas ist normal und verständlich, sprich man muss passend damit umgehen, damit die Beteiligten sich nicht abwenden. Blockierst du Ihre Neugier, ist klar wie die Antwort ausfällt.
"Oder man wollte bewusst eine Situation schaffen, um später möglichst viel reklamieren zu können" : Klingt ziemlich schräg für mich. Wenn man einen Auftrag vergibt, als Unternehmen also Geld in die Hand nimmt, erwartet man auch eine bestimmte Leistung. Warum sollte jemand im Vorfeld etwas boykottieren, was er eigentlich haben will? Freiwillig nach Streitigkeiten mit einem Lieferanten suchen, sorry, für mich klingt das mehr danach, als ob du dir etwas aus den Fingern saugst, um das misslungene Shooting zu rechtfertigen. Dazu passt auch "Auch waren Fenster nicht geputzt". Klar ist das nicht optimal, aber hier sage ich a) dass dies einer guten Porträtierung nicht primär im Wege steht und es geradezu deine Aufgabe ist, hier Situationen zu schaffen, wo dies keine Rolle spielt bzw. dies nicht auf den Fotos sichtbar wird. B) sollte dir auch klar sein, dass Unternehmen in Corona-Zeiten sparen, wo es nur geht. Da wird monatliches Fensterreinigen schon mal auf jährlich umgestellt. Sorry, für mich ist das aus einer Mücke einen Elefanten machen.
Oder hast du erwartet, dass dir parallel zum normal laufenden Firmenalltag ein roter Teppich ausgerollt wird und alles auf Hochglanz poliert ist, damit der Meister perfekt arbeiten kann und nicht über Gebühr dabei beansprucht wird? Willkommen im realen Leben des Dienstleisters, besonders in Corona-Zeiten.

Um noch Deine Frage zu beantworten: Ich kenne solche Situationen, wenn auch auf einem völlig anderen Metier. Ich weiß was es bedeutet, wenn man als Inhouse-Experte auftritt. Die kaufen dich mit all deinem Wissen, was quasi mit Haut und Haaren meint. So ist nun mal die Erwartung an jemanden, den man teuer bezahlt. Und manchmal ist es ebenso, dass mehr das psychologische Geschick gefragt ist als rein das technische Knowhow. Gerade solche Situationen fordern heraus, um das Schiff in die richtige Richtung zu lenken. Auch wenn ich nicht Kapitän oder Lotse auf der 'Ever Given' bin, für mich ist die Fotografie reines Hobby und frei nach dem Schuster-Prinzip, bleib bei deinen Leisten, kommt mir nicht in den Sinn, eine teure Ausrüstung durch Kleinaufträge gegenzufinanzieren. Wenn dich "leere Schreibtische" und "ungeputzte Fenster" vor Ort bereits stressen, weißt du jetzt, dass Shootings eben mehr sind, als das pure Equipment und dem Wissen, wie ich es bediene. Ansonsten kann ich mich Hermann allumfänglich anschließen.

Grüße Thomas
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bullrich04

DSGVO Vergehen?

Gegenüber wem sollst du dich denn überhaupt äußern? Hast du Post von der Staatsanwaltschaft bekommen oder lediglich von einem Anwalt?
Ansonsten hast du das Bild - an dessen Inhalt der Vermieter ja anscheinend ein gewisses Interesse haben mag - eben an den Vermieter geschickt. Ich gehe mal davon aus, dass du da selbst ein gewisses Vertrauen zu deinem Vermieter hast. Was also spricht dagegen, die Angelegenheit mit ihm vorab zu besprechen. Selbst wenn er kein Interesse an der "nicht korrekten Tätigkeit" hat, warum sollte er ein Interesse an einer Anzeige gegen dich haben; betroffen ist er selbst ja nicht.
Für den Fall, dass es offiziell ist, wäre es sicher ratsam selbst einen Anwalt zu kontaktieren.
Alles weitere ab jetzt ist Spekulation, da wir den genauen Sachverhalt nicht kennen. Aber ich beginne mal... Basierend auf der obigen Aussage zu deinem Vermieter, bleibt nur die Person auf den Foto. Wenn er/sie/es von dem Foto weiß, kann das nur bedeuten, dass der Vermieter mit irgendeiner Forderung an diese Person herangetreten ist. Wenn diese Forderung berechtigt ist, hast du vermutlich dokumentiert, wie ein fremdes Eigentum (das des Vermieters) beschädigt wurde. In diesem Sinne bist du Zeuge einer Ordnungswidrigkeit, evtl. auch Straftat und du hast eine Art "Beweissicherung" betrieben.
Aber wie gesagt, da ist viel Spekulation dabei und wenn dem so ist, sollte dies ein Anwalt in die richtigen Worte fassen.

Grüße Thomas
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AstraA

Nötigung

Zitat: Markus Hack 14.01.21, 09:20Das schreit nach einem Weitwinkel.

Mindestens 24mm und mit offener Blende nicht unter f2.0.
Ein Bildstabilisator wäre für die Nutzung hilfreich, bevor das Adrenalin zu heftig wirkt.


bist du sicher, in richtigen diskussion zu schreiben? .-)

Zitat: Tino Zeidler 14.01.21, 08:34Man sollte schon abwägen, wegen welcher Lapalien man den Staatsapparat bemüht

genau so. die haben weiß gott wichtigeres zu tun und es ist unser aller steuergeld. bei bestimmten befindlichkeiten, welche einen berühren kann man auch mal sagen: legg mich! die vorsätzliche herbeiführung einer gefahrensituation zählt für mich nicht dazu. es hat schon seinen guten grund, weshalb in wohngebieten tempo 30 gilt. ein anderes bsp: ich hab mal in einer sgn "verkehrsberuhigten zone" gewohnt (nannte sich früher "spielstraße", also das blaue schild mit den spielenden kindern drauf). da sind die leute auch durchgedonnert. im gefahrenfall wäre kein platz zum ausweichen gewesen. darauf angesprochen, wie schnell sie denn hier überhaupt fahren dürfen, kam oft die antwort: 30. tja, da kann ich nur sagen: irrtum und lappen her. schrittgeschwindigkeit wäre die korrekte antwort gewesen! per definition ist das standgas 1. gang. denn wenn 30 erlaubt wären, würde man das auch so dran schreiben und nicht zwischen einem 30-schild und dem spielstraßenschild differenzieren.
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Johannes Röhnelt

LG Frankfurt: Luftbilder und Panoramafreiheit

Zitat: D. Zille 04.01.21, 00:52Zitat: Hermann Klecker 03.01.21, 22:10Unter Panoramafreiheit wird allgemein UrhG 59 verstanden, und sonst gar nichts.Damit beweist Klecker, dass er wohl lesen, nicht aber (ausreichend) verstehen kann. Allein das von ihm verwendete Wort »allgemein« zeigt, dass der von ihm genannte UrhG 59 nicht auf den dortigen Wortlaut beschränkt ist.

Weiterhin hat er nicht verstanden, dass »Panoramafreiheit« keineswegs eine Freiheit an sich, sondern vielmehr eine EINSCHRÄNKUNG des UrhG ist. Heißt, die Panoramafreiheit kann nur im Rahmen des UrhG wirksam werden. Da aber bereits das UrhG durch Eigentums- Haus- und Persönlichkeitsrecht als auch staatliche Sicherheitserwägungen Bedingungen unterliegt, ist davon ebenso die daraus abgeleitete Panoramafreiheit betroffen.

So richtig lustig wird es, wenn Klecker, mit einsilbigen Kommentaren auf komplexe Zusammenhänge antwortet. Gleich eines Reichsmarschalls knurrt er irgendwelchen Unsinn daher und glaubt, man müsse seinem Altersschwachsinn folgen. Wohl ist die damit gleichfalls verbundene Verbreitung von Fake News schlicht peinlich, aber was juckt das einen dementen Berater.


LOL

Du klingst, als wolltest Du mir widersprechen. Dabei wirfst Du mir nur vor, was ich selbst hinlänglich schrieb, um mich beleidigen zu können.
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U Richter

Fotos von Friedhöfen veröffentlichen

Zitat: D. Zille 21.12.20, 23:28@ Johannes:
Du hast übersehen – dass vor der von die kopierten Literatursammlung steht »Die allgemeine Literaturmeinung fordert dazu eine Widmung zum Gemeingebrauch, …«. Wenn nun aber die Literatur eine solche Forderung aufstellt, kann sie folglich noch nicht vorhanden sein. Ebenso spricht der weitere Text »… die auch dann vorliegen kann, wenn die Straße oder der Platz im Privateigentum steht.« lediglich im Konjunktiv.
Beweiskraft hat das von dir vorgelegte bisher nicht.

Diesen Hinweis habe ich in der Tat übersehen.

Deinen Einwand, "wenn nun aber die Literatur eine solche Forderung aufstellt, kann sie folglich noch nicht vorhanden sein", verstehe ich zwar nicht, aber egal, vielleicht hilft dieser Hinweis weiter: Es gibt auch die Möglichkeit einer stillschweigenden oder konkludenten Widmung, die ggf. im Streitfall ein Richter feststellt.

Und - wie gesagt - Du kannst ja gewinnen, wenn Du Dir die Argumentation des BGH in den "Preußischen Gärten und Parkanlagen" zu eigen machst und Dich über die Kritik in der Literatur hierzu hinwegsetzt.

BGH, Urteil vom 17. Dezember 2010 - V ZR 45/10 (Preußische Gärten und Parkanlagen)

Siehe dort RN 22: "Die von der Klägerin verwalteten Anwesen sind zwar seit langem der Öffentlichkeit zugänglich. Das beruht aber nicht darauf, dass sie wie etwa öffentliche Straßen und Plätze dem Gemeingebrauch gewidmet wären."
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AstraA

Kamera gepfändet?

Zitat: Sören Spieckermann 15.12.20, 10:25Pfändungen in das bewegliche Vermögen (wozu eine Kameraausrüstung gehört) finden immer seltener statt. Denn dies ist mit hohem Aufwand (Aufbewahrung der gepfändeten Stücke, Versteigerung,....) und meist geringen Erlösen (Gebrauchtpreise sind im Keller) verbunden. Dies gilt insbesondere auch für Austauschpfändungen (sofern wir nicht von Luxusautos o.ä. reden)
So ist es ...

Bei mir gab es vor ein ppar Jahren einen finanziellen Engpass wegen plötzlicher Arbeitslosigkeit und der Gerichtsvollzieher ist noch nicht mal persönlich vorbeigekommen, um irgendwelche Wertgegenstände zu suchen.

Es gab nur eine Vorladung ins Büro und er war lediglich an Einkommen, Konten, Wertpapieren, Bargeld und KFZ-Zulassungen interessiert.

Und bei Gegenständen (wie Kameras) darf man natürlich nicht von einem Wert ausgehen, wie man ihn z.B. bei einem regulären Verkauf über ebay erzielen würde. Die Preise bei Notversteigerungen sind zumeist deutlich geringer und wenn man dann noch Gebühren, Lagerung und Arbeitsaufwand abzieht, bleibt selbst bei relativ hochwertigen Geräten kaum noch ein pfändenswerter Geldwert übrig.
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digger 53

Fotorechte

Die Internettechnologie basiert darauf die Inhalte von einer Quelle (Server) zu dem Ziel (Client / Anzeigegerät beim Nutzer) übertragen werden. Denn nur was zum, Client heruntergeladen wurde kann dort angezeigt werden. Du wirst im Browser nur etwa sehen wenn es zuvor auf deinen Rechner heruntergeladen worden ist.

Daher kann es im Internet keinen Schutz vor einem herunterladen geben. Denn wenn es diesen geben würde, würde KEINER etwas angezeigt bekommen.

Es gibt diverse Methoden (z.B. die "berüchtigte Rechtsklicksperre") die es "erschweren" da bestimmte Browserfunktionalitäten die der einfachen Bedienung dienen, ausgehebelt werden. Diese funktionen werden hauptsächlich wegen ihrer symbolischer Natur eingesetzt. Nicht wegen ihrem Nutzen :)
Für jeden halbwegs normalen Internetnutzer stellen diese "Sperren" jedoch keinerlei Hindernis dar und sind lediglich ein kleines Ärgerniss.

Weitere Infos zum Themenkomplex findest du hier in der fc-Hilfe
http://hilfe.fotocommunity.de/de/hilfe/ ... schuetzen/

Gruß
Sören
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WellBacin

Verwendung von Stockfotos in Gesellschaftsspiel

Zitat: MTV 17.11.20, 15:30https://thispersondoesnotexist.com/

Hier gibts auch KI Fotos. Alles Menschen, die es eigentlich nicht gibt :D Schon gruselig. Wer hat an den Bildern dann die Rechte?

Das folgende gilt ganz allgemein für reine Computergrafiken, nicht jedoch für mit dem Computer erzeugte Zusammensetzungen aus vorhandenen geschützten Bildteilen.

Computergrafiken können als urheberrechtliche Werke in Sinne von § 2 UrhG, nicht aber als Lichtbilder im Sinne von § 72 UrhG geschützt sein können. Siehe hierzu z.B.:

https://itmedialaw.com/kammergericht-ke ... rgrafiken/

Den Schutz nach § 2 UrhG können Computergrafiken jedoch nur dann genießen, wenn dieser nicht lediglich auf der Tätigkeit des Computers beruht. Rechteinhaber ist ggf. der menschliche Schöpfer.

Auch der von einem urheberrechtlich geschützten Computerprogramm erzeugte Output ist in der Regel nicht urheberrechtlich geschützt. Das heißt, die menschliche schöpferische Leistung, die im Programm steckt, überträgt sich nicht auf den Output.

Wie genau ganau das bei GAN ist, weiß ich nicht.

https://www.ionos.de/digitalguide/onlin ... -networks/

Zitat: "Die Aufgabe eines GANs ist es, basierend auf einer Reihe von realen Beispieldaten eigene Kreationen zu erstellen. Diese sollen so täuschend echt sein, dass man den computergenerierten Bildern nicht ansieht, dass hier kein Mensch aktiv war."

Immerhin ist dort von "realen Beispieldaten" die Rede.

MfG
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