Urheberrecht, Modelrelease, Agenturverträge – hier geht es um alle Rechtsfragen, die einem Fotografen begegnen können. Diskutier mit und erhaltet wertvolle Tipps von anderen Mitgliedern. (Keine verbindliche Rechtsberatung!)
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Pixelpiet

Dein Bild als Beute ...

Meine Antwort zu diesem Thema ist eher gegenteilig zum Eingangspost.

Bei meiner Fotografiererei und auch Filmerei versuche ich stets keine Menschen (und auch keine Haustiere, ausgenommen Nutztiere) im Foto/Film zu haben. Das bedarf manchmal sehr viel Geduld und es gibt dabei durchaus auch Seltsamkeiten des Universums zu beobachten. Dass wenn ich an einen Ort komme
- ist das Motiv frei. packe ich die Kamera aus. Schon laufen Menschen ins Motiv, manche bleiben länger stehen, sitzen, gehen wieder zurück.
- war das Motiv eben noch frei und zack kommen alle ins Motiv gelaufen ... und es hört nicht auf, oder einer löst den anderen ab in scheinbar endloser Folge.
Das wirkt teils wie ferngesteuert. Insbesondere diejenigen, die nur auf ihr Handy starren.
Zudem gibt es noch die Fotobomben, die exakt im Moment des Auslösers um die Ecke kommen oder aus dem Fenster schauen.
Es gibt aber auch Leute, die provokativ stehen bleiben. Dann tief durchatmen und abwarten wer den längeren Atem hat.
Die Kunst des Fotografierns ist dabei, zB durchs Motiv laufende Personen im Foto hinter Bäumen und dergleichen zu verstecken.

Die "Beiwerk"-Regelung im Urheberrechtsgesetz ist hier sicher jedem bekannt.
Manche Leute sind schon sichtlich erbost, wenn sie nur 10 Pixel im Foto einnehmen.

Sehr heikel und gefährlich kann(sic!) es werden, wenn Kinder in der Nähe(sic!) herumspringen. Da wurde ich schon mehrmals als ... ihr wisst schon ... nicht beschimpft, sonder eher angemacht, also per Verdacht, mit den großen Worten: "Ich ruf die Polizei!" Darauf folgt von mir nur noch: "Ja dann machen Sie es auch und beschuldigen Sie nicht unschuldige Menschen!" Dann wird es erst richtig zoffig. Weil das war nur eine leere Drohung von ihnen. Stattdessen drohe ich dann die Poilzei zu rufen, wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses, dass diese aufgebrachten Menschen verursachen. Dann eskaliert die Sache vollends. Die sind sich ihrer Sache so sicher, dass sie (endlich) "so eine Person" erwischt haben, dass sie kein halten kennen.

Es kam aber auch schon vor, bzw. bellende Hunde beißen nicht, ... also die mit Polizei drohen rufen sie eh nicht. Aber die Leute hinter den Vorhängen in den Fenstern, die sind da fix. Und was passiert? Die Polizei duckst teils selbst rum. Einer hatte wohl keine Zeit, oder war genervt und hat nur die Personalien festgestellt und war wieder weg. Andere, gleich im Dreierpack, Vollmontur, ducksten herum. Stellten extrem simple fragen: "Was machen sie da?" während ich am fotografieren bin ... Ermahnen mich irgendwie sehr subtil. Fahren weiter. Bleiben auf Distanz stehen. Kommen nochmal. Ich dann so (sinngemäß): Sie müssen meine Personalien aufnehmen, und am besten ein Protokoll ihres Einsatzes erstellen. Das ist jetzt ihre Aufgabe und lassen sie mich bitter weiter in Ruhe fotografieren. So gesagt, so geschehen. Ein anderes mal war es um ein vielfaches übler. Ein Polizist außer Dienst an einem Kindergarten an einem historischen Gebäude. Der ist mir gefolgt, nachdem er davon Wind bekommen hatte, dass da jemand fotografiert hatte, wo auch Kinder sind. Hat mich aufgespürt und einen riesen Zirkus gemacht. Mein Fahrrad in Gewahrsam genommen. Die Polizei gerufen. Allen erzählt er hätte "einen" dingfest gemacht. Die Polizei kam, nahm die Personalien auf. Auf mein Gesuch ihren Kollegen zu beruhigen taten sie es auch. Und die Sache war vorbei. Keine Kinder auf den Fotos - ja wie kann das sein? Weil ich keine fotografiere? Bei Kindern, und wenn die nur 3 Pixel im Foto ausmachen, ticken machen vollkommen aus. Dabei ist bekannt, dass nicht irgendwelche fotografierenden Personen "diejenigen" sind, sondern meist Leute aus der eigenen Familie, also sie selbst.

Es betrifft aber nicht nur Menschen / Kinder, sondern auch Gebäude, bei denen sich die Eigentümer aufregen. Es gibt eine extra Website mit Forum für Architektur. Da werden auch Fotos von Baustellen veröffentlicht. Da kann es passieren, dass die Eigentümer mit dem Argument kommen: "Ich will nicht, dass Sie meine Bauarbeiter fotografieren." Was schon sehr schräg ist. Wer bitte fotografiert Bauarbeiter? Das ist doch eher eine Ausnahme. Wenn dann sind die nur wenige Pixel groß und gelten als Beiwerk. Zumal es die meisten eh nicht stört. Die Leute wollen nicht, dass Ihre Baustelle fotografiert wird. Das erweckt den Anschein, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zu geht.

Also meine Erfahrung ist, und auch schon immer mein eigenes Interesse, keine Menschen zu fotografieren, weil es unter diesen Gestalten welche mit echt abstrusen Vorstellungen gibt. Für die ist ein Fotoapparat Teufelszeug.

Fotografierste, erlebste was - die hahnebüchensten Sachen.

Anderes Thema:
Aufgewachsen direkt an einer abgelegenen Sehenswürdigkeit gibt es wahrscheinlich unendlich viele Fotos von mir, insbesondere als Kind, weil wir da auch spielten. Es gab/gibt sogar eine Postkarte mit mir drauf, also als Beiwerk. Von daher habe ich da eine andere Einstellung, wenn von mir Fotos gemacht werden. Es ist mir, insoweit nicht provokativ oder in der Absicht missbräuchlicher Verwendung, egal, solange nur Beiwerk und kein Portrait.

PS: Wem es zuviel Text ist, der nutze bitte ChatGPT, was dem Namen nach "intelligent" ist.
17.05.24, 21:18
Meine Antwort zu diesem Thema ist eher gegenteilig zum Eingangspost.

Bei meiner Fotografiererei und auch Filmerei versuche ich stets keine Menschen (und auch keine Haustiere, ausgenommen Nutztiere) im Foto/Film zu haben. Das bedarf manchmal sehr viel Geduld und es gibt dabei durchaus auch Seltsamkeiten des Universums zu beobachten. Dass wenn ich an einen Ort komme
- ist das Motiv frei. packe ich die Kamera aus. Schon laufen Menschen ins Motiv, manche bleiben länger stehen, sitzen, gehen wieder zurück.
- war das Motiv eben noch frei und zack kommen alle ins Motiv gelaufen ... und es hört nicht auf, oder einer löst den anderen ab in scheinbar endloser Folge.
Das wirkt teils wie ferngesteuert. Insbesondere diejenigen, die nur auf ihr Handy starren.
Zudem gibt es noch die Fotobomben, die exakt im Moment des Auslösers um die Ecke kommen oder aus dem Fenster schauen.
Es gibt aber auch Leute, die provokativ stehen bleiben. Dann tief durchatmen und abwarten wer den längeren Atem hat.
Die Kunst des Fotografierns ist dabei, zB durchs Motiv laufende Personen im Foto hinter Bäumen und dergleichen zu verstecken.

Die "Beiwerk"-Regelung im Urheberrechtsgesetz ist hier sicher jedem bekannt.
Manche Leute sind schon sichtlich erbost, wenn sie nur 10 Pixel im Foto einnehmen.

Sehr heikel und gefährlich kann(sic!) es werden, wenn Kinder in der Nähe(sic!) herumspringen. Da wurde ich schon mehrmals als ... ihr wisst schon ... nicht beschimpft, sonder eher angemacht, also per Verdacht, mit den großen Worten: "Ich ruf die Polizei!" Darauf folgt von mir nur noch: "Ja dann machen Sie es auch und beschuldigen Sie nicht unschuldige Menschen!" Dann wird es erst richtig zoffig. Weil das war nur eine leere Drohung von ihnen. Stattdessen drohe ich dann die Poilzei zu rufen, wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses, dass diese aufgebrachten Menschen verursachen. Dann eskaliert die Sache vollends. Die sind sich ihrer Sache so sicher, dass sie (endlich) "so eine Person" erwischt haben, dass sie kein halten kennen.

Es kam aber auch schon vor, bzw. bellende Hunde beißen nicht, ... also die mit Polizei drohen rufen sie eh nicht. Aber die Leute hinter den Vorhängen in den Fenstern, die sind da fix. Und was passiert? Die Polizei duckst teils selbst rum. Einer hatte wohl keine Zeit, oder war genervt und hat nur die Personalien festgestellt und war wieder weg. Andere, gleich im Dreierpack, Vollmontur, ducksten herum. Stellten extrem simple fragen: "Was machen sie da?" während ich am fotografieren bin ... Ermahnen mich irgendwie sehr subtil. Fahren weiter. Bleiben auf Distanz stehen. Kommen nochmal. Ich dann so (sinngemäß): Sie müssen meine Personalien aufnehmen, und am besten ein Protokoll ihres Einsatzes erstellen. Das ist jetzt ihre Aufgabe und lassen sie mich bitter weiter in Ruhe fotografieren. So gesagt, so geschehen. Ein anderes mal war es um ein vielfaches übler. Ein Polizist außer Dienst an einem Kindergarten an einem historischen Gebäude. Der ist mir gefolgt, nachdem er davon Wind bekommen hatte, dass da jemand fotografiert hatte, wo auch Kinder sind. Hat mich aufgespürt und einen riesen Zirkus gemacht. Mein Fahrrad in Gewahrsam genommen. Die Polizei gerufen. Allen erzählt er hätte "einen" dingfest gemacht. Die Polizei kam, nahm die Personalien auf. Auf mein Gesuch ihren Kollegen zu beruhigen taten sie es auch. Und die Sache war vorbei. Keine Kinder auf den Fotos - ja wie kann das sein? Weil ich keine fotografiere? Bei Kindern, und wenn die nur 3 Pixel im Foto ausmachen, ticken machen vollkommen aus. Dabei ist bekannt, dass nicht irgendwelche fotografierenden Personen "diejenigen" sind, sondern meist Leute aus der eigenen Familie, also sie selbst.

Es betrifft aber nicht nur Menschen / Kinder, sondern auch Gebäude, bei denen sich die Eigentümer aufregen. Es gibt eine extra Website mit Forum für Architektur. Da werden auch Fotos von Baustellen veröffentlicht. Da kann es passieren, dass die Eigentümer mit dem Argument kommen: "Ich will nicht, dass Sie meine Bauarbeiter fotografieren." Was schon sehr schräg ist. Wer bitte fotografiert Bauarbeiter? Das ist doch eher eine Ausnahme. Wenn dann sind die nur wenige Pixel groß und gelten als Beiwerk. Zumal es die meisten eh nicht stört. Die Leute wollen nicht, dass Ihre Baustelle fotografiert wird. Das erweckt den Anschein, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zu geht.

Also meine Erfahrung ist, und auch schon immer mein eigenes Interesse, keine Menschen zu fotografieren, weil es unter diesen Gestalten welche mit echt abstrusen Vorstellungen gibt. Für die ist ein Fotoapparat Teufelszeug.

Fotografierste, erlebste was - die hahnebüchensten Sachen.

Anderes Thema:
Aufgewachsen direkt an einer abgelegenen Sehenswürdigkeit gibt es wahrscheinlich unendlich viele Fotos von mir, insbesondere als Kind, weil wir da auch spielten. Es gab/gibt sogar eine Postkarte mit mir drauf, also als Beiwerk. Von daher habe ich da eine andere Einstellung, wenn von mir Fotos gemacht werden. Es ist mir, insoweit nicht provokativ oder in der Absicht missbräuchlicher Verwendung, egal, solange nur Beiwerk und kein Portrait.

PS: Wem es zuviel Text ist, der nutze bitte ChatGPT, was dem Namen nach "intelligent" ist.
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a.bg

Lizenz - und Weitergabe an Dritte

https://www.alltageinesfotoproduzenten. ... startikel/

Das ist ein lesenswerter Artikel zu Wirestock.

Zum Eingangsposting:
Hast Du die Rechte von der Person erhalten, um die Bildwerke zu Vervielfältigen, öffentlich zur Schau zu stellen und an Dritte zu verkaufen, so dass diese Lizenznehmer diese gewerblich/publizistisch verwenden dürfen? Oder handelt es sich um Personen des öffentlichen Lebens, so dass Du die Bildwerke dieser Person im Rahmen einer journalistischen Berichterstattung weitergeben darfst?
Werden diese Bilderwerke für Werbung verwendet? Irgendwie klingt das so für mich.

Ich würde schnellstens klären, welche Rechte Du Wirestock eingeräumt hast.
Sollte eine Lizenzierung durch Dich nicht stattgefunden haben, so wie die Bildwerke jetzt genutzt werden - kannst Du dagegen vorgehen.
Aber auch der "Promi" kann Schadensersatzansprüche unter Umständen geltend machen, so dass Dich die Publizisten in Regress nehmen könnten, sollten diese zahlen müssen, weil sie Lizenzen von Dir erworben haben, die Du gar nicht besitzt.

Für eine umfangreiche Beratung gibt es zu viele Variablen.
Daher kläre idealerweise kurzfristig, wie oben schon geschrieben, was Du Wirestock für Rechte eingeräumt hast.
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mikeschernbeck

Rechtliches zu Limitierte Auflagen

Zitat: mikeschernbeck 28.03.24, 08:45...

1. Ich weiß mittlerweile, was die Abkürzung "a.p." bedeutet, frage mich aber, welche Regeln es zu einer limitierten Auflage gibt. Wenn ich ein Foto X in einer limitierten Auflage von 10 Stk. anfertige und verkaufe, könnte ich dann eine weiter limitierte Auflage von 10 Stk. vom selben Bild aber in einer anderen Größe oder einem anderen Format anfertigen? Wo kann ich mehr zu diesen Themen lesen? Bücher? Gesetzestexte?
2. Einer der "Werke", an die ich denke, ist ein Triptychon. Alle drei Bilder werden zusammen in einem Rahmen angeordnet. Wo würde ich dann die laufenden Nummer und die Größe der Auflage schreiben? Auf das Passepartout? Auf jedes der drei Bilder einzeln, auch wenn die Information dann durch das Passepartout verdeckt wäre?


Ich kenne es aus der Zusammenarbeit mit einer Galerie so, dass sich die Auflagen immer auf ein spezifisches Format bzw. Größe beziehen evtl. sogar in Verbindung mit einem speziellen Papier.

Zu jedem verkauften Bild gibt es dann ein von dir ausgestelltes Zertifikat u.a. mit Bildtitel, Größe und mit der Angabe der Bildnummer (also z.B. Bild 1 von 10).
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Konrad Hölzl

AI zur Anonymisierung von Personen in Fotos

Hi,
mit all den Diskussionen bezüglich DSGVO und Streetfotograpfie würde ich mir eine App/Funktion in meinem aktuellen Bildbearbeitungsprogram (Lightroom+Photoshop) wünschen welches Personen welche im Bild erkennbar sind soweit verändert, dass diese nicht mehr identifizierbar sind. Idealerweise wird das Geschlecht und der emotionale Gesichtsausdruck beibehalten. Dies sollte das Bild aber abgesehen von den Anonymisierungen intakt/unverändert halten. Eine Art von "generativ Fill" für Gesichter.
Meine Hoffnung wäre, dass damit wieder Streetfotografie im ursprünglichen Sinn möglich wäre. Ich habe schon genug Aufnahmen von Rücken, Silhouetten, Beinen und Schatten gesehen (gemacht).

lG Konrad
3.030 Klicks
Pixelpiet

Vorsicht mit der Micky Mouse. In Deutschland.

Zitat: Hermann Klecker 08.01.24, 17:38(Wo ist denn meine letzte Antwort hin? )
Keine Ahnung. Hatte vorhin auch etwas kurzes geschrieben, wurde auch nicht mehr danach angezeigt. Vielleicht schraubt da gerade irgend jemand im „Maschinenraum“ herum ;-) Mal schauen ob es mit diesem Beitrag hier jetzt klappt.

Ansonsten sind ja solche Artikel durchaus auch mal geeignet etwas Aufklärung zu betreiben und zur Vorsicht zu mahnen (gilt ja sowieso für alle urheberrechtlich und/oder auch anderweitig geschützte Werke). Denn es gab ja bereits schon einige Bilder im Netz, bei denen wohl geglaubt wurde die MM wäre jetzt so eine Art Public Domain. Das kann aber eben auch unter Umständen hier in D teuer werden, passt man da uninformiert nicht auf.
Im Artikel gibt es auch noch mal einen extra Link zu einer rechtlichen Einordnung hier good old Germany ;-)
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Rene-Koch

BWaldG Referentenentwurf

Zitat: Albrecht D 25.11.23, 18:32Zitat: Rene-Koch 23.11.23, 23:02Demnach ist das gewerbliche Fotografieren nicht mehr erlaubt. Die Aussage ist unabhängig von Veranstaltungen. So lese ich es als Laie, für den so ein Gesetz ja verständlich geschrieben sein soll, heraus.Ich verstehe es so, dass es sich um Foto-"Shootings" mit einem erheblichen Aufwand geht, also wenn ein Fototeam mit einem entsprechenden Equipement wie Fahrzeuge, Stative, Reflexschirme, Models etc ... anrückt. In § 30 ist ausdrücklich von "kommerziellen Veranstaltungen mit erwerbswirtschaftlicher Zielsetzung". Die Benutzung einer hochwertigen DSLR und eines gewöhnlichen Stativs wird wohl kaum gemeint sein. Es geht hier wohl nicht um das Fotografieren an sich.

Gruß
Albrecht


So sehe ich das auch. Vgl. Sondernutzung des öffentlichen Raums in den Gebührenordnungen der meisten Gemeinden, wenn nicht aller.
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sonnje

Urheber-Erwähnung bei Fotoverwendung über Agenturen

Zitat: sonnje 19.08.23, 22:43In diesem Fall ist es etwas unwahrscheinlich, dass der Fotograf seine Fotos zusätzlich bei einer Agentur hochgeladen hat. Aber es ist nicht gänzlichst auszuschließen. Die Urheberangabe: "Foto: picture alliance" lässt aber vermuten, dass das Foto nicht bei picture alliance ist, sowie von Google Earth geklaut wurde.

Soviel erstmal zu dieser verqueren Sachlage.

Schön, dass es so reibungslos vonstatten gegangen ist.

Ein anderes Beispiel:
Ich habe auch schon ganze Fotostrecken von mir im Internet befunden, bei Leuten, die von MIR keine Gestattung dafür haben - aber von einem Drittverwerter, dem ich die entsprechenden Rechte für derlei Veröffentlichungen eingeräumt habe.
Sowas muss man zunächst klären, bevor man gegen vermeintliche Urheberrechtsverstöße vorgeht.
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Pixelpiet

Auch Kinder haben eine Privatsphäre

Zitat: Silvie Manzen 03.08.23, 22:45Naja, wenn schon ein einziges Bild einer Person aus jedem Lebensalter ausreicht, um sämtliche Jahre ihres Lebens zu vergiften, dann muss die Sparsamkeit extrem sein.
Ja, sicher. Um auf die grundsätzliche Fragestellung des Videoclips zurück zu kommen, es bedarf eigentlich nicht Bilder im öffentlichen Raum der sozialen Medien, mit denen man jeden Pubs seiner Kinder anderen zeigen muß.
Wenn sich erwachsene Menschen entblöden jeden unsinnigen Quatsch aus ihrem Privatleben mit anderen teilen zu müssen, dann muss man das wohl heute hin nehmen. Andererseits könnte die Geschichte der sozialen Medien und deren Umgang mit Daten im allgemeinen eigentlich schon Warnung genug sein. ja, leider nicht für jeden und wirklich lebensnotwendig ist es schon gar nicht ;-)
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Abdallah Yogi

Urheberrecht

Zitat: Manfred Wenzel 27.06.23, 11:35dieser Kommentar hilft da m.E. weiter

https://www.frag-einen-anwalt.de/Produk ... 97319.html

Zitat hieraus:

Grundsätzlich gilt: Selbst geschossene Fotos dürfen nach einem Grundsatzurteil des BGH vom 04.05.2000 - I ZR 256/97 zu Werbezwecken, die den Weiterverkauf der abgebildeten Waren ermöglichen sollen, verwendet werden. Gestützt wird dies auf eine entsprechende Anwendung des § 17 II UrhG . Hier komme der allgemeine Grundsatz zum Ausdruck, dass das Urheberrecht ebenso wie andere Schutzrechte gegenüber dem Interesse an der Verkehrsfähigkeit der mit Zustimmung des Berechtigten in Verkehr gebrachten Waren zurücktreten muss.



Wie gesagt, Markenrecht. So richtig verstehe ich da auch nicht, dass der Anwalt das UrhG zitiert. (Habe aber nicht den Artikel gelesen sondern nur Dein Zitat und kenne sein Fallbeispiel nicht.) UrhG 17 II passt aber für unseren Fall ganz gut, denn hier wäre die Nemo-Figur ja käuflich erworben worden. (Wobei ich den Halbsatz mit der Vermietung nicht vrestehe. Aber egal. Hat sicher einen Grund.)

Im Markenrecht ist das ganz eindeutig geregelt, dass die Marke von jedem verwendet werden kann, der Produkte dieser Marke vertreibt. Beispiel: Ein Wirt verwendet die Logos auf einer Getränkekarte oder Webseite. Das wäre dann relevant, wenn dieses Nemo-Tier eine Marke wäre.
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