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Johannes Röhnelt

Frage zur neuen Ausschüttungspraxis der VG Bild-Kunst

Zitat: britta.wegener 18.02.20, 11:30Allgemein habe ich den Eindruck das die VG KunstBild seit einigen Jahren immer mehr die "Kleinen" benachteiligt bei der Verteilung. Hierfür brauchte es eigentlich eine neue Verwertungsgesellschaft. Was ich echt nervig finde ist, das in den letzten Jahren immer wieder die Ausschüttungstermine in letzter Sekunde verschoben werden, oft mit der Begründung von neuer Software. Keine Firmae, kein Konzern kann es sich leisten jahrelang lahmgelegt zu sein nur weil es neue Software gibt. Da scheint eine Menge Inkompetentenz versammelt zu sein vom Vorstand bis hin zu der IT-Firma.
Hallo Britta, Dein Eindruck kann richtig sein, zumindest was die Mitglieder der Berufsgruppe I (Bildende Künstler) angeht, z. B. weil diese außer der eigenen Homepage keine anderen Internetpräsentationen mehr für die Beteiligung an der Ausschüttung der Privatkopievergütung (siehe PS in Beitrag 1) melden können.

Die Informationpolitik der VG hat sich aber durch die News-Seite und die Newsletter verbessert. Siehe z.B.: http://www.bildkunst.de/vg-bild-kunst/news.html

Wichtig ist dort der Hinweis auf den Termin für den Meldeschluss. In diesem Jahr ist das der 30. Juni 2020.

Mich interessiert außerdem der Punkt "Verteilungsprojekt Kunst und Bild im Jahr 2020". Zitat: "Es setzte sich die Erkenntnis durch, dass Handlungsbedarf besteht, der in den Berufsgruppenversammlungen am 22. April in Bonn diskutiert werden soll." Da bin ich gespannt.

Und siehe auch "Änderungen des Verteilungsplans". Zitat unter "weiterlesen": "Die Mindestgutschrift pro Ausschüttung wurde von EUR 5,- auf EUR 1,- herabgesetzt. EUR 1,- pro Jahr! Und für die eigene Homepage gibt es eine pauschale Ausschüttung, "die sich zwischen EUR 10,- und EUR 15,- pro Jahr belaufen dürfte."

Da sieht man um welche Beträge es bei der Ausschüttung an die "Kleinen" geht ;-). Einen Vorstellung, mit wieviel EUR im Vergleich dazu ein "Großer" pro Jahr rechnen kann, habe ich nicht. Mein Vorschlag, lasst doch die Ausschüttung - auch an die "Großen" - ganz sein und gebt alles der Stiftung Sozialwerk: https://www.bildkunst.de/vg-bild-kunst/ ... lwerk.html.

Aber ich glaub, das wird die FDP nicht wollen ;-).

Schöne Karnevalstage, wo immer Du auch sein magst.

MfG
Johannes
22.02.20, 21:03
Zitat: britta.wegener 18.02.20, 11:30Allgemein habe ich den Eindruck das die VG KunstBild seit einigen Jahren immer mehr die "Kleinen" benachteiligt bei der Verteilung. Hierfür brauchte es eigentlich eine neue Verwertungsgesellschaft. Was ich echt nervig finde ist, das in den letzten Jahren immer wieder die Ausschüttungstermine in letzter Sekunde verschoben werden, oft mit der Begründung von neuer Software. Keine Firmae, kein Konzern kann es sich leisten jahrelang lahmgelegt zu sein nur weil es neue Software gibt. Da scheint eine Menge Inkompetentenz versammelt zu sein vom Vorstand bis hin zu der IT-Firma.
Hallo Britta, Dein Eindruck kann richtig sein, zumindest was die Mitglieder der Berufsgruppe I (Bildende Künstler) angeht, z. B. weil diese außer der eigenen Homepage keine anderen Internetpräsentationen mehr für die Beteiligung an der Ausschüttung der Privatkopievergütung (siehe PS in Beitrag 1) melden können.

Die Informationpolitik der VG hat sich aber durch die News-Seite und die Newsletter verbessert. Siehe z.B.: http://www.bildkunst.de/vg-bild-kunst/news.html

Wichtig ist dort der Hinweis auf den Termin für den Meldeschluss. In diesem Jahr ist das der 30. Juni 2020.

Mich interessiert außerdem der Punkt "Verteilungsprojekt Kunst und Bild im Jahr 2020". Zitat: "Es setzte sich die Erkenntnis durch, dass Handlungsbedarf besteht, der in den Berufsgruppenversammlungen am 22. April in Bonn diskutiert werden soll." Da bin ich gespannt.

Und siehe auch "Änderungen des Verteilungsplans". Zitat unter "weiterlesen": "Die Mindestgutschrift pro Ausschüttung wurde von EUR 5,- auf EUR 1,- herabgesetzt. EUR 1,- pro Jahr! Und für die eigene Homepage gibt es eine pauschale Ausschüttung, "die sich zwischen EUR 10,- und EUR 15,- pro Jahr belaufen dürfte."

Da sieht man um welche Beträge es bei der Ausschüttung an die "Kleinen" geht ;-). Einen Vorstellung, mit wieviel EUR im Vergleich dazu ein "Großer" pro Jahr rechnen kann, habe ich nicht. Mein Vorschlag, lasst doch die Ausschüttung - auch an die "Großen" - ganz sein und gebt alles der Stiftung Sozialwerk: https://www.bildkunst.de/vg-bild-kunst/ ... lwerk.html.

Aber ich glaub, das wird die FDP nicht wollen ;-).

Schöne Karnevalstage, wo immer Du auch sein magst.

MfG
Johannes
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m5577

Nutzungsrechte

Zitat: Michael B. Rehders 30.01.20, 19:34Zitat: Hermann Klecker 25.01.20, 21:47Viele Fotografen sehen das nicht so gern ein. Es gab schon welche, die in ihren AGB §60 ausgeschlossen haben, was sicherlich gewagt sein dürfte.
Das verstehe ich im Falle einer Hochzeitsfotografie nicht - zumindest nicht, wenn dem Brautpaar die Bildwerke als Digitaldateien zu Verfügung gestellt werden.
Es ist doch allgemein üblich, dass Brautpaare auch auf Social-Media-Plattformen Bilder von ihrer Hochzeit zeigen.
Dass das mit dem Fotografen (vorab) geklärt werden sollte, versteht sich von selbst.


Ich verstehe auch nicht, dass viele Fotografen sich da blöd anstellen. Es ist, wie Johannes es schreibt. Für z.B. Fotos zu Danksagungen.
Social Media geht nicht so pauschal, aber in einer Gruppe mit (echten) Freunden und Verwandten oder auch in einem Facebook-Profil mit entsprechend eingeschränkter Sichtbarkeit.
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f3nnek

Filmen auf öffentlichen Konzerten für privaten Gebrauch

Zur Frage nach dem privaten Gebrauch hier auf die Schnelle ein Beitrag , den ich vor vielen Jahren im Usenet gepostet habe:

Auffuehrungen oder Vorfuehrungen eines urheberrechtlich
geschuetzten Werkes duerfen ohne Erlaubnis der Rechteinhaber
nicht einmal fuer den privaten Gebrauch gefilmt werden.

siehe Par 53 (7) UrhG
Die Aufnahme oeffentlicher Vortraege, Auffuehrungen oder
Vorfuehrungen eines Werkes auf Bild- oder Tontraeger, die
Ausfuehrung von Plaenen und Entwuerfen zu Werken der
bildenden Kuenste und der Nachbau eines Werkes der
Baukunst sind stets nur mit Einwilligung
des Berechtigten zulaessig.

Wenn die Werke nicht mehr urheberrechtlich geschuetzt sind,
ist zu beruecksichtigen, dass die Interpreten Leistungsschutz
fuer ausuebende Kuenstler geniessen (Par 73 ff UrhG).

Fraglich ist aber, ob damit auch das Aufnehmen fuer den
Privatgebrauch verhindert werden kann.

Damit keine Missverstaendnisse entstehen: Fernsehsendungen
duerfen fuer den privaten Gebrauch aufgezeichnet werden.

MfG
Johannes
http://www.schmunzelkunst.de


PS: Das gilt nicht nur für Konzertsäle, sondern auch für das Filmen urheberrechtlich geschützter Vorführungen auf öffentlichen Plätzen, was zum Glück kaum jemand weiß ;-). Es gilt aber nicht für Einzelbilder, denn Bild- und Tonträger sind lt. § 16 (2) UrhG Vorrichtungen zur wiederholbaren Wiedergabe von Bild- oder Tonfolgen.
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Esi86

Bildrechte, Preise

Zitat: Ehemaliges Mitglied 30.07.14, 16:52ich frage mich, was diese endlose Aufzählung von Nutzungsrechten soll. Besonders interessant sind ja die Nutzungsrechte für "unbekannte Nutzungsarten"

Ich kann mir da einfach kein seriöses und ernsthaftes Interesse vorstellen.

Einfacher wäre wahrscheinlich eine solche Formulierung im Vertrag: "Der Erwerber erhält die Erlaubnis, die im Vertrag benannten Werke zu bearbeiten. Die Nutzungsrechte werden für alle zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bekannten und auch für die zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannten Nutzungsarten eingeräumt."

Und wie Hermann schon sagte "Unbekannte Nutzungsarten sieht doch sogar das UrhG vor."

Was ist daran schlimm? Immerhin wird nur ein einfaches Nutzungsrecht eingeräumt. Das ist schon einmal sehr wichtig.

Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz)
§ 31 Einräumung von Nutzungsrechten
https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__31.html
§ 31a Verträge über unbekannte Nutzungsarten
https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__31a.html

siehe auch https://www.urheberrecht.de/nutzungsrecht/

MfG
Johannes
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Marion Bers

You Tube - Vorgehen gegen Werbeeinnahmen mit geklauten Songs

Zitat: Marion Bers 21.11.19, 01:53 Weder sie noch ihre Begleitmusiker, Manager, Studioproduzenten ...



Liebe Marion, dein Engagement in der Sache finde ich toll, selbstlos und vorbildlich. Um so schöner, dass sich der Sachverhalt aufgeklärt hat. Was mich allerdings wundert ist der obige Zitatausschnitt. Für genau solche "Probleme" (natürlich die Verträge selbst, aber auch die Marktüberwachung usw.) hat man doch ein Management und Team um sich, das ja schließlich aus den Einnahmen der Künstlerin bezahlt wird.
Sorry, das hat nichts mit dem Thema zu tun. Aber mich ärgert es immer wieder, dass vor allem in der künstlerischen Szene immer wieder sogenanntes Management auftaucht, dass sich selbst teuer bezahlen lässt und dann ziemlich dilettantische Arbeit leistet. Weitere bekannte Beispiele dazu erspare ich mir und uns mal. Dennoch fürchte ich, dass der Künstlerin mit diesen Partnern keine große Karriere droht. Sorry nochmals, aber das musste ich mal rauslasen bei dieser Steilvorlage.

Grüße Thomas
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