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Shankx

Frage bzgl. Recht am eigenen Bild bei Vereinstätigkeit

Zitat: Sören Spieckermann 21.07.18, 19:25Zitat: Marcel Ahl 21.07.18, 13:12Warum kann er denn nicht nach § 42 Abs. S. 1 UrhG widerrufen? Und die Entschädigung entfällt auch nach § 42 Abs. 3 S. 2. Er könnte ja sagen:"Nö, finde Fotos nicht mehr schön." Wie soll man ihm das nachweisen?

Gewandelte Überzeugung ist ungleich "die mögen mich nicht mehr" :-)
Mal etwas zur Vertiefung was eigentlich damit geneint ist und welche Art von Interessenabwägung dabei vorgenommen werden muss.
https://www.juraforum.de/lexikon/rueckrufsrecht


Das meinte ich damit ja auch nicht. Sondern wirklich zu sagen:"mir gefallen die Fotos nicht mehr." Wenn das auf der verlinkten Seite stimmt, dann würde mich diese sog. Beweislast interessieren. Wie soll jemand beweisen, dass etwas nicht mehr seinem Gusto entspricht.
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Eckhard Heynen

Blitzerfotos und DSGVO

Zitat: Eckhard Heynen 20.06.18, 06:49ber wie sieht es eigentlich mit den privaten Blitzunternehmen aus, die im Auftrag der Gemeinden auf diesem Weg Daten von Fahrern erheben? Dürfen die das einentlich nach der DSGVO überhaupt noch?Ja, das sollte erlaubt sein, wenn ich mir DSGVO Art. 6 Abs. 1 e. so ansehe
Zitat:Art. 6 DSGVO Rechtmäßigkeit der Verarbeitung

1 Die Verarbeitung ist nur rechtmäßig, wenn mindestens eine der nachstehenden Bedingungen erfüllt ist:
(a) Die betroffene Person hat ihre Einwilligung zu der Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten für einen oder mehrere bestimmte Zwecke gegeben;

(b) die Verarbeitung ist für die Erfüllung eines Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich, die auf Anfrage der betroffenen Person erfolgen;

(c) die Verarbeitung ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich, der der Verantwortliche unterliegt;

(d)die Verarbeitung ist erforderlich, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen;

(e) die Verarbeitung ist für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde;

(f) die Verarbeitung ist zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich, sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person, die den Schutz personenbezogener Daten erfordern, überwiegen, insbesondere dann, wenn es sich bei der betroffenen Person um ein Kind handelt.
und im allerletzten Fall kann das auch als Behörden-Vorgang gelten, wie Albrecht ja schon anmerkte.

Und gesetz dem Fall, dass selbst das nicht ziehen würde, glaubst du nicht auch eine Behörde ist in der Lage einen Vertrag für soetwas zu entwerfen? Die DSGVO verbietet doch nicht das Erfassen und Verarbeiten von Daten sondern legt nur sehr strenge Regeln dafür fest.
20.06.18, 07:15
Zitat: Eckhard Heynen 20.06.18, 06:49ber wie sieht es eigentlich mit den privaten Blitzunternehmen aus, die im Auftrag der Gemeinden auf diesem Weg Daten von Fahrern erheben? Dürfen die das einentlich nach der DSGVO überhaupt noch?Ja, das sollte erlaubt sein, wenn ich mir DSGVO Art. 6 Abs. 1 e. so ansehe
Zitat:Art. 6 DSGVO Rechtmäßigkeit der Verarbeitung

1 Die Verarbeitung ist nur rechtmäßig, wenn mindestens eine der nachstehenden Bedingungen erfüllt ist:
(a) Die betroffene Person hat ihre Einwilligung zu der Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten für einen oder mehrere bestimmte Zwecke gegeben;

(b) die Verarbeitung ist für die Erfüllung eines Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich, die auf Anfrage der betroffenen Person erfolgen;

(c) die Verarbeitung ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich, der der Verantwortliche unterliegt;

(d)die Verarbeitung ist erforderlich, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen;

(e) die Verarbeitung ist für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde;

(f) die Verarbeitung ist zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich, sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person, die den Schutz personenbezogener Daten erfordern, überwiegen, insbesondere dann, wenn es sich bei der betroffenen Person um ein Kind handelt.
und im allerletzten Fall kann das auch als Behörden-Vorgang gelten, wie Albrecht ja schon anmerkte.

Und gesetz dem Fall, dass selbst das nicht ziehen würde, glaubst du nicht auch eine Behörde ist in der Lage einen Vertrag für soetwas zu entwerfen? Die DSGVO verbietet doch nicht das Erfassen und Verarbeiten von Daten sondern legt nur sehr strenge Regeln dafür fest.
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Petra Grundmeier

Veröffentlichen von Fotos einer öffentlichen Veranstaltung

Die Panoramafreiheit spielt bei Personenfotos keine Rolle.

Die entsprechenden Spielregeln des Veranstalters schon eher.

Ich schätze schon, dass die Darsteller damit rechnen (müssen), auf Fotos dargestellt zu werden, auch öffentlich.

Auf Übersichtsfotos sowieso (KUG). Auf Fotos mit Portraitcharakter, und das sind sicher die interessanteren, also Fotos auf denen einzelne Darsteller aus dem Gesamtgeschehen herausgegriffen werden, hast Du jetzt keinen direkten "Rechtsanspruch". Ich halte es tortzdem für normal, anzunehmen, dass sie einverstanden sind. Höchstwahrscheinlich haben sie auch den Vereinbarungen des Veranstalters zugestimmt und in dem Rahmen kannst Du die Fotos dann auch nutzen.

Ein Wettbewerb, der Hobbyisten als Zielgruppe anspricht, fällt imho auch unter den privaten Gebraucht, den MPS zuläßt. Daß Veröffentlichunten auf Webseiten in diesem Sinne privat sein können, wurde ja schon von Gerichten entschieden. (Deshalb können andere Gerichtet auch anders entscheiden.)
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