Urheberrecht, Modelrelease, Agenturverträge – hier geht es um alle Rechtsfragen, die einem Fotografen begegnen können. Diskutier mit und erhaltet wertvolle Tipps von anderen Mitgliedern. (Keine verbindliche Rechtsberatung!)
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Domi Nagl

Unverschämter Preis

Zitat: OnkelEgon 12.03.18, 14:44In diesem Zusammenhang hätte ich eine vereinfachte Verständnisfrage:

Nehmen wir mal an, ich fotografiere eine Streichholzschachtel und verkaufe die uneingeschränkte Nutzungsrechte an diesem Foto. In Folge des Verkaufs fertige ich ein fast identisches Foto an, es ist ja leicht und schnell reproduzierbar, und verkaufe ebenfalls die uneingeschränkten Nutzungsrechte an den zweiten Lizenznehmer.

Problem: 2 Lizenznehmer mit fast „gleichem“ Foto.

Frage: Kann mich der erste Lizenznehmer in Regress nehmen und mich ggf. auf Schadensersatz verklagen wenn der zweite Lizenznehmer das fast „identische“ zweite Foto ebenfalls für Werbezwecke nutzt?


Beide Lizenznehmer können das Bild unabhängig voneinander unbeschrkängt nutzen. Wo ist das Problem?
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Knut M. -Lordka-

Verwendung meiner Bilder auf porno bzw. Erotikseiten...

Zitat: Stefan F. (Lichtjäger) 19.05.11, 14:29Knut M. -Lordka- schrieb:

Zitat:Die Abmahnung gegen den Verursacher ist schon auf den weg
gebracht!

Warum Abmahnung???
Rechnung für die bisherige Nutzung schreiben, dazu ein Schreiben, das die weitere Nutzung untersagt und eine strafbewehrte Unterlassungserklärung, die abzugeben ist. Gleichzeitig rechtliche Schritte ankündigen, falls nicht nach deinem Geschmack reagiert wird. An einer Abmahnung verdient nur einer - der Anwalt.

Ich würde keine "Rechnung" schreiben, sondern Schadensersatzansprüche geltend machen. Das ist allgemein üblich, weil ja kein Vertragsverhältnis besteht, sondern eine nicht gestattete Bildnutzung vorliegt.
Alles andere (strafbewehrte Unterlassungserklärung, Nutzung untersagen) bleibt. Vielleicht noch auf das Auskunftsrecht bestehen. Das bedeutet, dass das Unternehmen Dir offenlegen muss, ob oder inwieweit die Bildwerke noch genutzt werden/wurden. Daran wird dann der Betrag für den Schadensersatz festgemacht.

Wenn es "schnell" gehen soll, einen Fachanwalt für Medienrecht beauftragen. Bei 38 unerlaubt genutzten Bildern erachte ich das als sinnvoll.
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slart

Gewerbeanmeldung als Fotograf

Die 17.500, wenn sie im letzten Jahr erwirtschaftet wurden und man im laufenden Jahr 50.000 überschreitet, sind die Grenze für die Umsatzsteuer. Ob man Freiberufler ist, entscheidet das Finanzamt anhand deiner Tätigkeitsbeschreibung, denn Freiberufler ist ein sogenannter Katalogberuf und der ist an bestimmte Voraussetzungen gekoppelt. Ob ein Fotograf als gewerblich oder als Freier Fotograf eingestuft wird, wurde ja schon beschrieben und hängt auch davon ab welche Jobs überwiegen. Als Hochzeitsfotograf ist man auf alle Fälle gewerblich. Es kann aber auch passieren, dass man von einem weniger versierten Finanzbeamten trotzdem als Freier Fotograf eingestuft wird. Wenn das bei einer Prüfung aber heraus kommt, dass man falsch eingestuft wurde, wird man dann entsprechend umgestuft. Seid euch also dessen nicht sicher, dass die Einstufung von eurem Finanzamt absolut sicher ist, nur weil es bei euch so ist. Das kann sich gleich wieder ändern, wenn man falsch eingestuft wurde. Am besten man hängt es nicht an die große Glocke.
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