Urheberrecht, Modelrelease, Agenturverträge – hier geht es um alle Rechtsfragen, die einem Fotografen begegnen können. Diskutier mit und erhaltet wertvolle Tipps von anderen Mitgliedern. (Keine verbindliche Rechtsberatung!)
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Knut M. -Lordka-

Verwendung meiner Bilder auf porno bzw. Erotikseiten...

Zitat: Stefan F. (Lichtjäger) 19.05.11, 13:29Knut M. -Lordka- schrieb:

Zitat:Die Abmahnung gegen den Verursacher ist schon auf den weg
gebracht!

Warum Abmahnung???
Rechnung für die bisherige Nutzung schreiben, dazu ein Schreiben, das die weitere Nutzung untersagt und eine strafbewehrte Unterlassungserklärung, die abzugeben ist. Gleichzeitig rechtliche Schritte ankündigen, falls nicht nach deinem Geschmack reagiert wird. An einer Abmahnung verdient nur einer - der Anwalt.

Ich würde keine "Rechnung" schreiben, sondern Schadensersatzansprüche geltend machen. Das ist allgemein üblich, weil ja kein Vertragsverhältnis besteht, sondern eine nicht gestattete Bildnutzung vorliegt.
Alles andere (strafbewehrte Unterlassungserklärung, Nutzung untersagen) bleibt. Vielleicht noch auf das Auskunftsrecht bestehen. Das bedeutet, dass das Unternehmen Dir offenlegen muss, ob oder inwieweit die Bildwerke noch genutzt werden/wurden. Daran wird dann der Betrag für den Schadensersatz festgemacht.

Wenn es "schnell" gehen soll, einen Fachanwalt für Medienrecht beauftragen. Bei 38 unerlaubt genutzten Bildern erachte ich das als sinnvoll.
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slart

Gewerbeanmeldung als Fotograf

Die 17.500, wenn sie im letzten Jahr erwirtschaftet wurden und man im laufenden Jahr 50.000 überschreitet, sind die Grenze für die Umsatzsteuer. Ob man Freiberufler ist, entscheidet das Finanzamt anhand deiner Tätigkeitsbeschreibung, denn Freiberufler ist ein sogenannter Katalogberuf und der ist an bestimmte Voraussetzungen gekoppelt. Ob ein Fotograf als gewerblich oder als Freier Fotograf eingestuft wird, wurde ja schon beschrieben und hängt auch davon ab welche Jobs überwiegen. Als Hochzeitsfotograf ist man auf alle Fälle gewerblich. Es kann aber auch passieren, dass man von einem weniger versierten Finanzbeamten trotzdem als Freier Fotograf eingestuft wird. Wenn das bei einer Prüfung aber heraus kommt, dass man falsch eingestuft wurde, wird man dann entsprechend umgestuft. Seid euch also dessen nicht sicher, dass die Einstufung von eurem Finanzamt absolut sicher ist, nur weil es bei euch so ist. Das kann sich gleich wieder ändern, wenn man falsch eingestuft wurde. Am besten man hängt es nicht an die große Glocke.
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Martin M. Korth

Steuerpflicht und Absetzbarkeit

Jain.

Eine einmalige Sache, die Du nicht aktiv betreibst, wird sicher als Liebhaberei eingestuft werden.

Du mußt dann nicht die Einnahmen versteuern, sondern, wie bei anderen Gewerben auch, den Gewinn. D.h. Du kannst nach den üblichen Spielregeln die damit verbundenen Kosten einkommensmindernd absetzen. Es wird also kein nennenswerter Gewinn übrig bleiben.
Da sie es wohl nicht als Gewerbe einstufen, weil die auf Dauer angelegte Gewinnerzielungsabsicht fehlt, wirst Du Deine Verluste aber auch nicht geltend machen können. D.h. Du kannst damit nicht die Steuerlast anderer Einnahmearten reduzieren.

Sollte es doch ein Gewerbe sein, dann sind neben einem 5to9 Job Gewinne bis 410€ p.a. steuerfrei. Die brauchst Du nicht einmal zu erklären. Diesen Gewinn, nicht Umsatz, mußt Du erst einmal erreichen. Kosten sind nicht nur die Hardware sondern auch Entfernungspauschalen oder echte Reisekosten, Software, PC, ggf. anteilig.

Näheres verrät Dir Dein Steuerberater.
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mathe01

Fotos von Reproduktionen.

Danke für eure Hinweise:
TST: Tatsächlich würde ich gerne an einem Wettbewerb teilnehmen - habe es aber bisher noch nicht.
Worum es mir geht: Mir sind einige gute Aufnahmen in der Nachbildung der Grote chauvet in Frankreich gelungen. Die Höhle enthält Zeichnungen aus der Frühsteinzeit also ca. 35.000 alt. Da die Originalhöhle nicht betreten werden darf, wurde mit einem enorem Aufwand eine Replikation errichtet - in der Fotografieren natürlich verboten ist (Asche auf mein Haupt.)

Insgesamt komme ich bei dem Thema streetfotografie und Rechte immer mehr zu dem Eindruck, dass es etwa 100 mal mehr Diskussionen als gerichtliche Urteile zu dem Thema gibt.
Nach dem Motto "Wo kein Richter ist, ist auch kein Urteil" in Verbindung mit "vor Gericht ist man in Gottes Hand" scheint das ganze in den meisten Fällen doch mehr eine Frage der gesunden Risikoabwägung zu sein.
Solange niemand wegen eines "Fotos vom Eifelturm" verurteilt wurde, werde ich ihn weiter fotografieren.
(Mit welchem Recht verhindern eigentlich die Beleuchtungskünstler, dass ich den Turm nachts fotografiere? Habe ich vielleicht sogar einen Rechtsanspruch darauf, dass das Licht ausgeschaltet wird, damit ich dieses Kulturerbe der Menschheit ungestraft fotografieren kann? ;-)

Natürlich gilt dabei immer, das Fotos von Menschen mit dem gebotenen Respekt gemacht werden und nicht verletzend sein.
VG
Matthias
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Thomas Geider

LEGO-Figuren Firmenfolder

Danke für eure Antworten! Mein Schreiben an LEGO habe ich leider nicht mehr, da es nur direkt über deren Homepage möglich war und ich keine Kopie erhalten habe. Deshalb konnte ich auch keine Dateien anhängen und mein Vorhaben näher erklären.
So wie ich die Antwort von Lego sehe, besteht aber auch kein besonderes Interesse mein Projekt näher kennen zu lernen (logisch).

Ich habe dennoch auf das Mail geantwortet und die Fotos mitgesendet. Vielleicht ergibt sich ja doch noch etwas.

Natürlich lasse ich mich auf keinen Rechtsstreit ein. Die Sache mit dem Anwalt war ja nur zu meiner Info, da ich mich bei Rechtsfragen nicht auskenne.

Münzen, Streichhölzer, Reiskorn, Stecknadel, usw. sind auch mein Notfallplan. Dachte auch schon an Insekten aber die sind zur Zeit etwas schwierig zu finden und auch nicht jedermanns Sache. Also wahrscheinlich nicht gerade optimal für ein Firmenprospekt.


LG Tom
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