Urheberrecht, Modelrelease, Agenturverträge – hier geht es um alle Rechtsfragen, die einem Fotografen begegnen können. Diskutier mit und erhaltet wertvolle Tipps von anderen Mitgliedern. (Keine verbindliche Rechtsberatung!)
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fotopura

Workshop (Pay) und keine kommerzielle Rechte am Modelrelease

Zitat: fotopura 17.03.19, 14:30Mir ging es auch nicht um die Frage (...) und ob er das für die Teilnehmer auf das nicht-kommerzielle reduzieren darf, sondern die eigentliche Tatsache das ein Model über die Teilnehmergebühr bezahlt wird und warum man da nicht auch die vollen Rechte erhält.
Werfen wir mal einen Blick in eine Modelagentur - dann sollte das alles ein wenig klarer werden.
Es gibt unterschiedliche Vertragsentwürfe.
- Modelhonorar für einen bestimmen Zeitraum (reine Arbeitszeit des Models)
- Buyout (klärt genau, wofür und wie lange und von wem die Aufnahmen vom Model genutzt werde dürfen)

Veranstalter und Model haben vermutlich aus Kostengründen (!) vereinbart, das die gemachten Aufnahmen vom Model nur für "nicht kommerzielle" Zwecke genutzt werden dürfen.
Das schließt jede kommerzielle Nutzung aus. Punkt.

Wenn eine kommerzielle Nutzung gewünscht ist, muss diese auch vereinbart sein.

In beiden Fällen erfolgt die Bildnutzung im Rahmen des bestehenden Vertrages.
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Fotografie Alex

Sylt Leuchttürme am Ellenbogen "Privatgrundstück"

Zitat: Albrecht D 15.03.19, 13:01Zitat: Johannes Röhnelt 15.03.19, 11:49Zitat: "Wer Fotos oder Videos am Strand machen möchte, muss ebenfalls aufpassen: Sollen sie gewerblich genutzt werden, muss vorher eine schriftliche Genehmigung beim Tourismus-Service beantragt werden."Interessanterweise bezieht sich die erforderliche Genehmigung auf Sylt allgemein, also das Gebiet der Gemeinde Sylt und nicht speziell auf den in Privatbesitz befindlichen "Ellenbogen".

Das wäre so, als wenn die Stadt Rothenburg ob der Tauber für den historischen Stadkern eine Fotografier- und Veröffentlichungs-Erlaubnis verlangen würde. Vieleicht ist das schon so, ich war schon lange nicht mehr dort.

Andererseits gibt es an anderen Stränden ebenfalls Regeln, die von der Kommunalverwaltung erlassen wurden, auch bei relativ kleinen Gewässern wie Weihern.

Bitte nicht missverstehen. Es sollte nicht der Eindruck entstehen, dass mit Hilfe von Ortssatzungen für das Gebiet einer Gemeinde bestimmte Schrankenregelungen des UrhG ( z. B. die Panoramafreiheit des § 59) mit verbindlicher Wirkung gegenüber jedermann außer Kraft gesetzt werden können.

Deshalb auch der Vergleich mit den Fake News ;-).
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chrisfinn

Nutzungsrechte bei professioneller Event-Fotografie

Es spricht ja nichts dagegen, Werbung mit Hochzeitsfotos zu machen. Ich mache das ja auch auf verschiedenen Portalen.
Allerdings frage ich das Brautpaar höflich nach der Hochzeitsfeierlichkeit, ob ich ein oder mehrere Bildwerke nutzen darf. In der Regel wird eingewilligt, weil sich die Brautpaare geschmeichelt fühlen ob der "Ehre".

Als Vertragsbestandteil mache ich so etwas vor einer Hochzeit grundsätzlich nicht, eben aus den bekannten Problemen, die sich vorab aus Datenschutzgründen und des KUG ergeben können.
Wenn mir ein Foto besonders gut gefällt, warum nachträglich nicht mal fragen?

Im Eingangsposting klingt es für mich hingegen so, als ob der Fotograf die Hochzeit als "bezahltes Werbeshooting" für sich nutzen möchte. Die Bedenken des Brautpaares kann ich daher nachvollziehen.
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