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Was ist neu?

Dr.Thomas Frankenhauser


World Mitglied, 40595 Düsseldorf

Nur ein kleiner Zettel . . .

. . . - aber offenbar der Beginn meiner Ahnenforschung.

In damals noch gut lesbarer (!) Schrift habe ich mir notiert, was mein Großvater mütterlicherseits mir so erzählte. Dazu kam natürlich von ihm - er war schließlich wie alle unsere Vorfahren Kirchenmusiker - die Bemerkung "im Geburtsjahr von Haydn".
Waldfeucht ist ein schönes Städtchen an der Grenze zu den Niederlanden im Selfkant nahe Heinsberg. Ich war schon öfter dort zu Besuch bei den lieben Verwandten. Auch sie bewahren mir Wichtiges auf, für das sich die meisten nicht interessieren - aber es gibt immer einige, auch von den Jüngeren, die die Geschichte (der Familie) nicht ganz untergehen lassen. Und diese Leute findet man irgendwie. Betreffend meine Familiengeschichte hatte ich meinen Großvater und drei von meinen Tanten, die mir alles mögliche an Informationen zukommen ließen, wofür ich heute äußerst dankbar bin.
Der wichtigste Grund für das Nichtvergessen und Weitergeben von Daten und Fotos etc. ist natürlich eine große, intakte Familie, die sich öfter trifft.

Die Notiz stammt etwa aus dem Jahr 1970, ich war etwa 17.

Mittlerweile weiß ich, daß die betreffende Person mein fünffacher Urgroßvater war. Von ihm gibt es noch ein Notizbuch, eine Art handschriftliches Tagebuch (ab 1732!), in dem er und seine Nachfahren alles Wichtige aufgeschrieben haben. Dazu zählen natürlich Geburten, Todesfälle, ein Komet (1744, Chésaux), den er sogar abgemalt hat, schlechte Zeiten für die Landwirtschaft etc.

So etwas ist von unschätzbarem Wert, besonders eben, wenn man daraus etwas machen kann, wie z.B. einen Stammbaum. - Leider liegt mir das Heft nur als (schlechte) Fotokopie vor; damals wußte ich noch nicht, wie man einscannt - wenn es das in den achtziger Jahren überhaupt schon gab. Ich muß mal nachforschen, wer das Heft heute besitzt . . .

Von meinen Großeltern habe ich alle recht lange gehabt - meine erste Großmutter starb, als ich vierzehn, die letzte, als ich 30 Jahre alt war. Dazwischen starben meine Großväter. So konnten sie mir alle noch viel aus der Vergangenheit erzählen. Zu den ausführlichsten Nachlässen gehören ein Kriegstagebuch meines Großvaters aus dem Ersten und Briefe meines Vaters aus dem Zweiten Weltkrieg, das oben erwähnte Büchlein und z.B. ein Heft meiner Großmutter, in dem sie notiert hat, wie man eine ganze Familie mit Mittagessen für dreieinhalb Pfennige satt bekommt. Von meiner jetzt 92jährigen Mutter habe ich alle Jahreskalenderchen verwahrt, in denen sie jeden Pfennig aufgeschrieben hat, den sie für die siebenköpfige Familie ausgegeben hat; an der bewundernswerten (notwendigen) Sparsamkeit meiner Eltern könnte sich mancher heutzutage ein Beispiel nehmen . . .

Habe immer schon einen Sammelfimmel gehabt, der mir aber heute zugute kommt. Was man so alles verwahrt . . .


10.4.2013

Kommentare 3

  • Dr.Thomas Frankenhauser 11. April 2013, 22:52

    Stimmt, Andreas; dann ist es mein "Obergroßvater". kjlingt allerdings ein bißchen komisch, oder?
    LGT
  • Andreas E.S. 11. April 2013, 19:57

    Da hast du ja Riesenglück gehabt, dass du deine Großeltern noch erlebt hast und sie dir aus früheren Zeiten erzählen konnten. Ich bin erst auf die Vorfahren und Ahnenforschung gekommen als nmein Vater gestorben war und ich meine entfernte bayrische Verwandtschaft sortieren wollte. Ich muß mühsam alles zusammen tragen und mich in Archiven herumtreiben. Bei vielen Vorfahren bin ich an die Stelle gekommen, an der es nicht mehr weiter geht: Wenn sie Pfarrer nur noch eingetragen haben: Heute habe ich den oder die getauft, ohne Angabe der Eltern. Dann ist Schluß und man kann nicht mehr weiter zurück gehen.

    LG Andreas


    PS. Man sagt in der Familienforschung nicht fünffachen Urgroßvater sondern: Großeltern, Urgroßeltern, Alteltern, Altgroßeltern, Alturgroßeltern, Obereltern. (Im Stammbaum meiner Mutter ablesbar, den ich dir mal geschickt hatte)
  • Schwabenstreich 10. April 2013, 13:43

    Toll!! Lieber Thomas, wenn einen erstmal das Fieber der Ahnenforschung gepackt hat, dauert es Jahre, bis man sich etwas beruhigt. Bei mir dauert es schon 10 Jahre und immer wieder fängt man an zu suchen. Meine Forschung geht zurück bis zum Jahre 1645 in Kirchhausen ( heute zu Heilbronn gehörend ) und 1558 im Hohenlohischen in Jungholzhausen bei Langenburg. glG von Schwabenstreich und viel Glück bei der Ahnenforschung.

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