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Die Rollengeburt ...

Die Rollengeburt ...

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Rainer Prüm


World Mitglied, Merzig / Saar

Die Rollengeburt ...

.... von Strohrollen, wie hier auf den Feldern entlang der Deutsch-Französischen Grenze, im saarländischen "grünen" Landkreis Merzig-Wadern, ist nix spektakuläres. Stroh ist heute eine Art "Abfallprodukt" beim Getreideanbau. In relativ geringem Umfang wird es noch zur Einstreu verwendet (Tiefställe zur Mast, auch überdachte Liegeflächen bei Weidehaltung). Auch Erdbeerbauern benutzen es als Mulchmaterial zwischen den Erdbeereihen.
Es geht beim Pressen dieser Ballen nicht so sehr um die Gewinnung eines Erntegutes, sondern um die Beseitigung von Ernterückständen. Die Rollen sind mit einem dünnen Kunststoffnetz zusammengepresst. Nur in die ersten cm dringt gelegentlich Regenwasser. 95 % bleiben trocken. So halten sie sich gut 3 - 4 Jahre. Wenn man die Ballen dann öffnet verdoppeln sie ihr Volumen.
Während in den USA Vermeer der Haupthersteller geblieben ist, werden diese Pressen in Deutschland heute von den Herstellern Deutz-Fahr (so wie hier), Claas, Krone, New Holland, John Deere, Fendt und Welger verkauft.

Kommentare 6

  • diesunddas 9. August 2008, 8:01

    Stroh und keine Silage - weiß es sehr genau, da meine Tochter in der Landwirtschaft ist - gruß Vilja
  • Bernd Jöhnk 8. August 2008, 22:57

    Cool Deine Aufnahme,(deutsches Wort fällt mir trauriger Weise nicht ein(
  • Helga N. 8. August 2008, 15:22

    Ups, da habe ich ja wohl voll daneben gelegen.....
    Danke für deine Aufklärung!!!!!
  • Jochen B. Schulz 8. August 2008, 14:52

    Wie lange geht den so eine Maschine trächtig?

    Viel Spaß noch
    JBS
  • Rainer Prüm 8. August 2008, 14:45

    Hallo Helga,
    Stroh muss viel weniger sorgfältig behandelt werden als Heu. Eine gewisse Restfeuchte darf da ruhig drin bleiben; wichtig ist eben, dass man es nicht grade tau- oder regenfeucht presst. Nach dem Pressen ist das Innere des Ballens weitgehend gegen Regennässe geschützt.
    Auf Deinem Foto handelt es sich um Silage. Silage wird aus angewelktem Grünfutter geworben. Dabei werden die Ballen bei der letzten Umdrehung der Ballenpresse in Folie eingewickelt, die dann annähernd gasdicht verschlossen wird. Die Gärung zur Silage findet in dem eingepackten Ballen statt. Dabei ist eine (im Vergleich zu Heu) relativ hohe Restfeuchte notwendig.
    Gruß Rainer
  • Helga N. 8. August 2008, 14:34

    In Hamburg wurden sie kurz nach der Geburt gleich gewickelt *g*
    ;-) Helga