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Agora Bilddiskussion intensiv


Community Manager , Berlin

Bist Du sicher

Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv




Wichtig: IMMER USER_ID ODER USERNAME MIT ANGEBEN IM MAIL AN AGORA

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Schreibe 2-3 Sätze zur Entstehung des Fotos

Wer gerne selbst einmal ein Foto diskutieren lassen möchte, sende es bitte an: Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net
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Das Foto wurde bei bei einem Merkel/Sarkozy Treffen in Freiburg aufgenommen. Auf der Suche nach Motiven fiel mir eben dieser sympathische Schildträger auf, der sich neben den martialischen Polizisten positionierte.
Ich fand diesen Kontrast zwischen ihm und den Polizisten interessant. Zwischen den "Hauptfiguren" und mir entstand keine verbale Kommunikation – ein Augenzwinkern zwischen mir und dem Schildträger war die einzige Kontaktaufnahme.

Kommentare 31

    Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 29. April 2012, 19:07

    Hier geht es weiter


    Stefan Düsseldorf schreibt:
    Liebe fotcommunity,
    danke für die Diskussion.

    ... war spannend, eure Anmerkungen zu lesen.
    vielleicht hätte ich den Schildträger über Sinn und Zweck seiner Aktion interviewen sollen,
    dann aber hätte ich das Bild ad acta legen können, da ich ja die Antwort wüsste.

    Tatsache ist, dass dieser Tag sehr entspannt und friedlich verlief. Die Polizisten
    hatten ihren Auftrag und Schlapphut seinen Spaß. Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder Fotograf, ob Hobbyist oder Profi, diese groteske Situation abgelichtet hätte.

    Nebenbei bemerkt – die RAW-Datei war unterirdisch unterbelichtet.

  • Frau Ke 29. April 2012, 13:46

    Meine Antwort war auch kollektiv gemeint, Wolf, aber möglicherweise ist das "auch" für dich (also deinen Text) ja auch fehl am Platz. .-) ...der Plakattext ist jedenfalls sehr ressourcenbewusst gewählt, da er sich bei allen erdenklichen Demonstrationen (und auch anderen Gelegenheiten) verwenden lässt. :)
  • Wolf Schroedax 29. April 2012, 10:22

    @Frau Ke, sorry ::: Bist Du sicher, dass man die Schuhe anziehen muss, die einem nicht passen...???
    {{;-)))
  • Kommissar Lohmann 29. April 2012, 10:21

    Diese Szene quält mich und das finde ich hervorragend!

    Dominiert wird das Bild von der Frage "Bist Du sicher?"

    Diese Frage ist so fies, heimtückisch, interessant, verwirrend und "ich weiss nicht was noch alles", dass mir mein Kopf schwirrt- dazu dieses sibyllinische Lächeln des Schildhalters
    ...

    das allein wäre mir als Fotografie schon völlig ausreichend!! ;) aber nein- zusätzlich zu diesen Herausforderungen zeigt uns der Fotograf noch ein paar, sonderbar aufgereihte, Bereitschaftspolizisten. Typischerweise sehr jung und entschlossen dreinschauend..

    das Bild strahlt auf der linken Seite mehr Heiterkeit und Intelligenz aus ..


  • bavare51 29. April 2012, 9:48

    komm mir vor wie bei einer werbeveranstaltung für starwars....sehe die angst vom eigenen volke, aber auch ironie, eben alles übertriebene handlungen, gelungenes foto ansonsten,,,,
    lg bavare
  • MTfoto 29. April 2012, 6:15

    VIER,
    rechts auf dem Bild
    stehen für SICHER-HEIT ...
    EINER fragt
    DA NACH !
    P R I M A festgehalten !
  • Harald . Wirtz . 28. April 2012, 23:48

    Es ist schwer sich in die Stimmung an diesem Ort hereinzuversetzen .
    Modern wirken die Menschen und der Ort .
    Der Polizist vorne wirkt angespannt .
    Ich denke er ist aber ein netter Kerl.

    Der Komische Kauz beeindrukt misch .

    Ich denke er weiss das er wichtig ist .Ja er ist ein selbstbewusster ( Intelektueller )
    Der sich an diesem Ort in den vordergrund stellen wollte .

    Mit hilfe des Fotografen ist er auch beachtet worden .

    Ist auch gut so !!!
    Er ist OK .

    So unauffällig , auffällig - ist wohl kein zufall .
    Aber selbst wenn er diese erscheinung geplant hat ,ein beachtenswerter Kerl !!!

    Gruss , Harald
  • Frau Ke 28. April 2012, 14:49

    @Wolf: Lobhudelei lässt sich m.A. an anderen Stellen in der fc besser studieren als ausgerechnet unter diesem Bild ...ich mein, wenn du sie schon schon kollektiv vorwerfen willst. ...der Ausdruck Fotokunst taucht hier erstmals in deiner Anmerkung auf.

    ...grundsätzlich nichts gegen deine Fragen, an denen mir gefällt, dass sie Routinen und eingeschliffene Begrifflichkeiten in Frage stellen.
  • Wolf Schroedax 28. April 2012, 14:32

    Es ist zwar ein Foto nach meinem Geschmack, aber
    warum liefert AutorIn keinen Kontext ? Warum hat AutorIn nicht jemanden gefragt, was los ist, warum die Schilder nicht mehr hochgehalten werden ?

    Deshalb bleibt uns doch nur eins, uns von dem Narren, der immer und ewig mit dieser gleichen Frage aufkreuzt, einer Frage, die immer passt, uns von ihm fragen zu lassen:::::
    >Seid Ihr sicher ?
    ...dass ich hier die Hauptperson bin ?
    ...dass AutorIn das Foto nicht aus Frustration geschossen hat, wie der Jäger, der die Krähe schießt, weil er keinen Hasen getroffen hat ?
    ...dass es richtig ist, dass, was sich hinter mir abspielt, Eurer Vieldeutigkeit preisgegeben werden sollte ?
    ...dass dies Knipsbild Fotokunst ist, nur weil ich hier posiere und die Grauwerte vielleicht stimmen und die Bundespolizei zugegen ist ?
    ...dass Eure Lobhudelei über Eure Ignoranz hinwegtäuschen kann ?
    ...dass .....
  • Claudia Jenniges 28. April 2012, 13:57

    @Thomas, es werden auch Märchen erzählt ;)
    LG Claudia
  • Thomas Bregulla 28. April 2012, 11:45

    @Claudia:
    "Der Betrachter wird von Vielerlei abgelenkt, was auch durch die doch zahlreichen Interpretationen meiner MitschreiberInnen klar wird, ob dies bezweckt war?"

    Ich hoffe es. Falls nicht, hat es jedenfalls gut funktioniert. Wenn ein Bild nur eine Interpretation zulässt, dann wird der Betrachter zu stark gelenkt. Das sehe ich als eine Schwäche meiner eigenen Bilder an. Die sind oft sehr plakativ, eindeutig.
    Interpretationsspielraum gibt jedem Betrachter eigene Winkel zur Reflexion.

    Deine Anregungen an den Fotografen inspirieren allerdings auch mich. Vielen Dank dafür.
  • Claudia Jenniges 28. April 2012, 10:35

    Sicher ist dies ein Foto zu dem es sich prima diskutieren lässt.

    Der Kontext, Grund der Demo erschließt sich nicht ohne die dazugeschriebene Bemerkung. Von daher stellt sich die Frage, des dokumentarischen Werts, als Solitär.

    Mein erster Eindruck war, Kategorie "Straßenkünstler", der steht in Pose neben Polizei. Sicher ist hier ein Stück Humor eingefangen, der sich allerdings durch den Straßenkünstler ergibt, weniger durch den Rest der Szenerie. Irgendwie bleibt bei mir der Nachgeschmack, dass es sich hier um eine, wie auch beschriebene reine Motivsuche handelte. Ist das Fotografie?
    Mehr einen Zusammenhang zu erstellen, Balance-Disbalance zwischen dem Protagonisten und Antagonisten und eine Ordnung im Bild zu schaffen mit fotografischen Mitteln wäre meine Anregung für die, den FotografIn. Auch würde eine andere Wirkung auf uns einfließen, wenn der Straßenkünstler nicht die, den FotografIn fokussiert hätte, sondern in Interaktion mit andreren Personen getreten wäre.

    Der Betrachter wird von Vielerlei abgelenkt, was auch durch die doch zahlreichen Interpretationen meiner MitschreiberInnen klar wird, ob dies bezweckt war?


  • Thomas Bregulla 27. April 2012, 17:41

    Ein Klasse Foto, mit einer prima Frage, da sie den Kern der Kultur in Deutschland trifft.
    Wir wollen uns gegen jedes Malheur versichern, wollen jeden Zweifel ausgeräumt und schriftlich fixiert haben und wollen immer unsere Ruhe bekommen ... und bekommen wir das wirklich?

    Trotz Diebstahlversicherung sind die Sachen weg, eine Lebensversicherung bringt das Leben nicht zurück, jede zugesicherte Sicherheit verpufft, wenn es sein soll.

    Nein, ich bin nicht sicher.

    Und das ist gut so.
  • lophoto-germany 27. April 2012, 14:33

    eine szene wie sie in jeder größeren stadt vorkommt.
    nee demo mit den üblichen dazugehörigen sich zum affen machern........der eine mit schild FREIWILLIG die anderen in reih und glied weil sie müssen,,,,,,,,,
    der rest lacht sich wie üblich eins weg......der eigentliche kern der demo bleibt im diffusen hintenan....

    reiner alltag
  • Matthias von Schramm 27. April 2012, 14:08

    ein nachvollziehbares dokufoto und dazu ein gutes finde ich. die welt inszeniert sich und wir bilden sie ab. das hat der fotograf so geschildert und deshalb ist er nicht teil der inszenierung, sondern tatsächlich fotograf der veranstaltung, der demonstration. denn natürlich ist es eine demo, deren eigentliches wesen ja viele gesichter haben kann. gut finde ich es auch, weil er den kontrast zwischen dem mann mit der sehr klaren aussage in frageform, zu den recht unentschlossen wirkenden polizisten erkannt hat. fotografischer humor ist für mich das aufgreifen von metaphern. humor ist für mich das verwenden von metaphern. für mich ist die frage "bist du sicher?" ein zeitloses sinnbild hier in den politischen kontext gesetzt. vereinzelte teilnehmer der demonstration kann man im hintergrund sehen. die szene ist eingeebnet in eine einkaufsstraße und stört somit den normalen ablauf eines konsumtages. konsumenten treffen auf zu konsumierendes und werden mit der demo und der frage "bist du sicher?" unterbrochen, verstört, verunsichert, belustigt, unterhalten. auch deswegen ist es ein gutes foto.

    wäre ich an der stelle des fotografen gewesen, hätte ich den ehrgeiz entwickelt durch wahl der fotografischen mittel dem kontrast zwischen den sicherheitskräften der polizei und dem demonstranten noch mehr gewicht zu geben und vieles beiläufiges nicht so in einem zunächst willkürlich wirkenden schnitt stehen zu lassen. aber damit wären auch wichtige details (informationen) verloren gegangen und ein foto dieser art lebt eben auch durch seine informationsdichte. man kennt z.B. den ort der szene durch die läden und das reiterstandbild, ist man nur ein wenig ortskundig. ausserdem bin ich verfechter des eigenen stils. sollte der fotograf einer reihe dieser art von bildern zu bieten haben, könnte man die aufnahmen tatsächlich nebeneinander sehr gut wirken lassen.

    insgesamt eine in meinen augen gelungene vorstellung.
  • Frau Ke 27. April 2012, 12:34

    Ob es kein Street im "eigentlichen" Sinn ist, da der Schildträger posiert, habe ich mich gefragt und erst bejat, dann verneint mit der Begründung, es handele sich um eine Demonstration (...zumindest der Schildträger demonstriert offensichtlich) - er IST (in diesem Moment) eine wandelnde Pose, ob er hin- oder wegschaut, weshalb ich es trotz der Pose als Street gelten lassen würde ...aber das sind bloß Definitionsfragen, die mit dem Bild nicht viel zu tun haben.

    Die gelöste Stimmung der Situation lässt mich mehr an Happening als eine Demonstration denken. Vielleicht ist es auch die Situation einer sich auflösenden "erfolgreichen" Demonstration, die ihre Teilnehmer mit gestärktem Selbstvertrauen entließ. Reste von Polizei stehen noch etwas unkoordiniert in der Gegend rum, wirken etwas verloren in ihrem - wenn alles "gut" läuft - leerlaufenden Auftrag. Dieser Widerspruch erscheint mir gerade am interessantesten - er ist für mich die subtilere "Leistung" dieses Fotos. Wenngleich der vom Plakatträger aufgeworfene gedankliche Stolperstein allein Inhalt genug birgt und wahrscheinlich auch der Impulsgeber war um dieses Foto aufzunehmen. ...mir war es die Beschäftigung wert, darin zumindest bin ich mir sicher. ;-)

    PS: Ich konnte nur an sehr wenigen, kleinen Stellen reines Schwarz abgreifen. Auf meinem Monitor wirkt es insg. etwas körnig, aber durchaus nicht abgesoffen.

    PS2: Für mich gehören die Menschen im HG zur Bildaussage, wollte sie deshalb nicht unscharf sehen müssen, würde im Gegenteil die Bevorzugung einzelner Bildelemente durch Freistellen als gedankliche Gängelung empfinden - lobe hier gerade den Spielraum, den das Bild eröffnet.

    PS3: Ich frage mich, ob die Polizisten Teil der "Kunstaktion" (zusammen mit dem Plakatträger, also "falsche" Polizisten) sein könnten. ...aber wahrscheinlich wäre das verboten (Amtsanmaßung).

    (...das ginge wohl nur mit echten Polizisten, die falsche echt spielen müssten .-) ...vermutlich auch verboten...
  • Wolf Schroedax 27. April 2012, 12:18

    Sarko beriet Merkel beim Schuhkauf. Dass sie längst über den Hintereingang abgehauen sind wird den Demonstaden allmählich klar. Noch hat niemand eine Idee, wohin jetzt. Der Clown und die vier Polizisten üben ein einstudiertes Ritual... Die Jugend belächelt dieses, der Betrachter wohl mehr jenes ... vielleicht auch beide .....
  • habee³ 26. April 2012, 17:54


    Sektion : "trainspotting spezial"

    der Irrsinn der Welt und es darf gelächelt werden,
    da fällt mir nix mehr zum meckern ein...:-)
  • Klaus-Günter Albrecht 26. April 2012, 14:23

    Das ist keine Demo sondern eine (Kunst-)Aktion, zumindestens eine Kunstaktion innerhalb einer Demo, und das Foto ist bewußt gestellt. Es karikiert und spielt mit der Verwechselung und insofern ist es gut. Auch weil oder wenn es - bewußt - sich nicht um Perfektion bemüht. Denn damit steigert es die Verwechselung nur noch mehr.
    Liebe Grüße Klaus
  • Jens Lotz 26. April 2012, 13:15

    Ist ja immer die Frage, aus welchem Blickwinkel man ein Foto betrachtet. Dies hier hätte ein Dokumentarfoto über eine politische Demonstration werden können, wenn…….
    „Können“ für mich deshalb, weil der Fotograf es versäumt hat im Foto durch die Motivwahl oder in seinem Bildtext einen Kontext zu dem Anlass, geschweige denn zu dem Inhalt der politischen Auseinandersetzung, um die es hier ging, herzustellen.
    Jeder mag sich zwar hier seine Geschichten „ausdenken“, der Sinn einer Dokumentation ist aber realer Bezug zu einem historischen Ereignis, der hier im Jahr 2010 am 10. Dezember inhaltlich zu Eurokrise, Rettungsschirm und Natoeinsätzen im Ausland gewesen wäre. Wo erzählt darüber etwas dieses Bild oder gar der Text darunter ?

    Was das Foto selbst angeht, finde ich es nicht schlecht in seiner Bildgestaltung.
    LG jens
  • Alfons Gellweiler 26. April 2012, 12:34


    »Wer so aus dem letzten Loch pfeift wie wir alle,
    kann nur noch Komödien verstehen.«
    Eine solche wird hier aufgeführt, scheint mir, gesteigert bis zum Grotesken, ganz im Sinne Dürrenmatts.

    In Weltraumkostüme gekleidete Polizisten blockieren gesetzeswidrig die Straßenbahn und haben sich dabei so formiert, dass sie nicht mehr die Bürger schützen, sondern Rücken an Rücken gelehnt sich selbst vor dem infernalischen Gelächter einzelner vorweihnachtlich gestimmter Passanten. Und der Narr fragt, mich liebenswert zur Bildbetrachtung auffordernd: »Bist du sicher?« – »Aber ja ! Die ganze Welt ist eine Bühne.«
    Und den Polizisten vor Deichmann drücken diese beschissenen Schuhe, und er mag nicht immer den Schwangeren spielen, und dabei schaut er schon wie Frau Merkel ;-( Und der künstliche Narr neben den natürlichen, ein verkleideter Altbundeskanzler vielleicht, wird gleich seinen Propeller starten und davonfliegen.
    Was für ein irres Foto ! Da stellt sich nicht die Frage, ob man es anders oder besser hätte machen oder ob man es gar besser hätte lassen sollen.
  • Martina Taylor 26. April 2012, 8:37

    Ein starkes Bild, das eine groteske Szene dokumentiert und mich mit Fragen konfrontiert, die mich sofort in das Bild hineinziehen.

    Auf der einen Seite also gut gerüstete Polizisten, die für Sicherheit sorgen sollen. Links dann ein Spaßvogel, der genau in dieser Situation die Frage stellt, ob man sicher ist/sich sicher fühlt..... das ist doch zumindest bedenkenswert.

    Das satirische "Bist du sicher?" des Schildträgers, der durch Kleidung und Haltung eindeutig auf Charlie Chaplin anspielt, bezieht sich auf die Präsenz der "Sicherheitskräfte" auf der rechten Seite des Bildes. Chaplin machte sich einen Spaß daraus, Polizisten zu verulken.

    Dem Fotograf/der Fotografin ist es gelungen, die Szene und das Wesentliche gut einzufangen. Die Umsetzung in S/W war ebenfalls eine gute Wahl.




  • Herbert Rieger 26. April 2012, 8:02

    Gute Szene tapfer eingefangen, gibt die Stimmung treffend wieder.
    Dem Typ mit Schlapphut hätte ich die Füße abgesägt, weil ich mir über die Folgen meiner Fotografie absolut nicht sicher gewesen wäre. Er sieht fast friedlich aus, aber man weiß nie, was dahintersteckt.
    Abschneiden der Beine - also etwas höher - ist wohl bei den USA-Reportern ein übliches Bildmuster ?
  • taradi 26. April 2012, 5:17




    ....................... BIST DU SICHER ? ....................



    Dieses Schild ist "mehrdeutig"; BIST DU SICHER in
    Bezug auf Sicherheit oder in Bezug auf Gedanken ?




    dieses Bild ist gut

    ... nein, dieses Bild ist nicht gut

    ........... dieses Bild ist nämlich "sehr" gut

    durch den Schildträger und dessen Aufmachung ;-)




    In solch spontanen Situationen gibt es keine Diskussion über die Qualität des Bildes, den der Fotograf hat hier einen genialen, unwiederbringlichen Moment der Vergangenheit festgehalten und in SW gut zum Ausdruck gebracht. Ob das Spiel mit der Schärfe etwas gebracht hätte, ist hier belanglos; wem der Schärfeeindruck wichtig ist, kann im Nachhinein in aller Ruhe ja immer noch bis zum Umfallen damit spielen :-)



    Am schwersten haben es hier eindeutig die Polizisten die in ihrer fast peinlichen Situation ja nur ein Teil des Sicherheitssystems sind und für ihren öffentlichen Pflichtauftritt allseits - auch durch das Schild - Ausgelacht und Verspottet werden. Eine unfreiwillige Komik-Situation die auch jeden Moment für eine "gefährliche" Zünd-Spannung zwischen zwei Lagern sorgen und den noch lustigen Moment rasch in einen sehr brutalen Ernstfall mit Verletzten oder sogar toten Ausarten lassen könnte !



    Die Entwicklung der zwei Spannungsfronten bei politischen Demonstrationen mit starken Interessenskonflikten ist absolut
    unberechenbar und meist Situationsbedingt von mindestens einer Lagerseite her sehr Angespannt, in dessen Spannungsfeld ja jeden Moment aus einem der beiden Menschenlager ein unkontrollierter Zündfunke fallen und eine Gewalttätige Explosion auslösen könnte die eine gefährliche Kettenreaktion hervorruft.



    Also sind wir froh, wenn Demonstrationen so friedvoll und lustig verlaufen wie hier in diesem großartigen Momentbild festgehalten und zum Ausdruck gebracht. Wäre nur eine der hier sichtbaren Personen durch eine Eskalation Verletzt od. Getötet worden, wäre dieses tolle Momentbild doppelt so wertvoll !



    A p p l a u s . A p p l a u s . dem . F o t o g r a f . dieses . B i l d e s ;-)


    _________________________________________________________
    taradi






  • Kerstin Marsidis 25. April 2012, 23:23

    Das Bild gefällt mir super gut!!!
    Es hat so etwas sarkastisches! Dazu reichen einzig dieser schelmische Blick des "Schilder-Halters" und die drei Worte "Bist Du sicher?" im Gegensatz zu der Polizistentruppe.
    Diese Polizisten sehen für mich nämlich alles andere als "martialisch" aus. Im Gegenteil!!!! Sie wirken regelrecht unbeholfen und harmlos auch wenn der strenge Blick des ersten von ihnen was anderes aussagen will.
    Für mich sind die Menschen im Hintergrund sehr wohl wichtig für die Bildaussage. Denn die Gruppe ganz links scheint sich ja über irgendwas zu amüsieren, was rechts passiert. Auf mich wirkt es geradezu so, als nehmen auch sie die Polizisten nicht so ganz ernst.
    Und wenn man die "Staatsgewalt" nicht so ernst nimmt, ja ist man dann noch sicher ;-))

    Ich finde, das ist ein richtig richtig gutes Street!!!!

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Kamera Canon EOS 40D
Objektiv EF-S17-85mm f/4-5.6 IS USM
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Brennweite 30.0 mm
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