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Aus meiner Kindheit und Jugendzeit existieren weniger Fotos, als ich in diesem Jahr aufgenommen habe.
Meine ersten Fotos habe ich auf dem Apparat meines Vaters hergestellt. Es war eine Vorkriegsbalgenkamera der Marke "Ihagee". Da es dazu keine Filme gab, mußte der Fotograf erst den neuen Rollbildfilm auf die alte Spule wickeln.
Meinen ersten Fotapparat bekam ich zur Konfirmation. Es war eine "Werra" mit automatischem Aufzug, der jedesmal einen Lärm wie ein Russenpanzer machte. Außerdem war der Sucher seitlich angebracht, so daß man nur ungefähr erahnen konnte, was dann auf dem entwickelten Bild erscheinen mochte.
Anfang der 60-er Jahre kaufte ich mir dann eine Spiegelreflexkamera von Pentacon mit Prismenaufsatz (Praktika IV). Dazu gehörte dann ein Belichtungsmesser und ein Tele- sowie ein Weitwinkelobjektiv und diverse Filter. Damit habe ich im Wesentlichen Diapositive hergestellt. Die Diafilme von "ORWO" waren für mich erschwinglich und wiesen auch eine akzptable Qualität auf. Mit diesen Dias haben wir dann unsere Besucher genervt, die ja nun im Dunklen an unseren Urlauben teilhaben mußten. Wir haben Gott sei Dank sehr tolerante Freunde und trotz dieser Quälereien keinen verloren.
Als unsere Kinder geboren waren, mußten natürlich Papierbilder hergestellt werden, um unseren ganzen Stolz überall präsentieren zu können. Leider war die Papierqualität nicht die Beste. Ich werde nun versuchen, mit Hilfe von Scanner und Adobefotoshop, die Bilder wieder aufzumöbeln.
Nach 1989 haben wir erst einmal die Reisefreiheit genossen und nicht ans Fotografieren gedacht. Beruflich bedingt, mußte ich jedoch Fotodokumentationen von mir betreuter Baustellen herstellen und so bin ich doch wieder zum Fotografieren gekommen.
Ich backe aber ganz kleine Brötchen und arbeite mit Kleinstkameras von Casio. Zur Zeit ist es eine EXILIM EX-Z1050. Die habe ich je nach Jahreszeit in einer Hosen- oder Jackentasche und schlage bei Bedarf zu. So falle ich in Dresden nicht auf wie ein japanischer Tourist und werde nicht dauernd angequatscht:"Gann ich ihn hälfm".
Keine Angst ich lebe noch und entschuldigt bitte, dass ich so lange Zeit nichts mehr habe von mir hören, bzw. sehen lassen. Seit meiner Buchveröffentlichung im Dezember letzten Jahres hat sich einiges getan.
Okay, ich bin noch kein Promi aber so manche Lokal- Kirchen- Schul- Hauszeitung und recht viele meiner Leser haben sich schon für mich interessiert. Etliche Buchwidmungen hielten mich wochenlang auf Trab und ehe man sich versieht, steht schon das Osterfest vor der Tür, welches auch der Hauptgrund für diesen Gästebucheintrag ist.
Ich wünsche euch ganz besonders nach diesem langen und harten Winter von ganzem Herzen ein wunderschönes Osterfest mit frühlingshaften Temperaturen und nach der Fastenzeit vielleicht einen tollen Grill- Nachmittag im Kreise der Freunde und/ oder der Familie.
Beschließen möchte ich meinen Eintrag mit einem Gedicht (wie wohl auch anders ;-)), welches zum Nachdenken anregen soll…
Wer lügt gewinnt?
Es war einmal vor vielen Jahren,
als Petticoats noch Mode waren.
Da sprach ein Mann ganz weis’ zu mir:
„Mein Junge eines sag ich Dir!“
„Mit Ehrlichkeit wirst Du im Leben,
sicher nicht nach Großem streben,
denn wir Menschen greifen gern,
mit Lügen nach so manchem Stern!“
Heut’ ist der Mann schon lange tot,
hat brav geschafft fürs täglich’ Brot.
hat niemals sich mal Geld geborgt,
und die Familie Stolz versorgt,
Manchmal schau ich zum Himmelszelt,
und sag zu ihm: „Mein weiser Held,
Du hattest Recht, wer lügt gewinnt,
verdammt, was sind wir Menschen blind.“
Schön, mal wieder was von dir zu hören. In der Zwischenzeit warst du aber wieder fleissig am fotografieren.
Vielen Dank für deinen Kommentar zu dem niedlichen Erdmännchen(-frauchen). Wahrscheinlich hatte er gerade eine Identitätskrise......