Bildgestaltung, Do-It-Yourself und alle kreativen Aspekte der Fotografie
Diskussion Letzter Beitrag Beiträge / Klicks

Foto Projekt "Beeinträchtigte Personen im Leben"

Zitat: Hermann Klecker 21.05.13, 23:59Zitat: Ozeanpianist 14.05.13, 18:02Naja, das Wort "Behinderung" oder "behindert sein" ist inzwischen gebräuchlich geworden. Oft werden nur die negativen Seiten gesehen. Wo sind die positiven Seiten?! Und wenn man es sachlich betrachtet ist Behinderung/behindert sein ein mehr ein gesellschaftliches Problem als z.B. ein medizinisches. Von der medizinischen oder anerkannten Seite spricht man vielmehr von Beeinträchtigung. Behindert ist niemand behindert wird man! Dieses muss bekämpft werden, ansonsten geben wir uns dieser Stellung in 100 Jahren noch zufrieden!

Nein.
Nein.
Und übrigens ... nein.

Man spricht so selten von den positiven Seiten, weil es keine gibt.
Es gibt einzelne Betroffene, die als Folge ihrer Behinderung ein neues Weltbild gewonnen haben und dieser Tatsache einen positiven Aspekt abgewinnen können. Ob das die Nachteile so sehr überwiegt, möchte ich gar nicht festelstellen müssen, obwohl meine medizinische Akte durchaus ein paar Einträge hätte, die mir einige Prozente beim Versorgungsamt verschaffen könnten. Allein - ich kann mich nicht durchringen, einen Antrag zu stellen.

Mediziner sprechen durchaus von Behinderungen. Sie messen sie allerdings gern und sachlich und imho zielorientiert an einem Grad der Beeinträchtigung der Lebensqualität.
Und da, aber auch nur da, spielt die Gesellschaft eine Rolle.

Die Behinderung ist ein rein medizinisches Problem und ein sehr individuelles Schicksal. Daran kann die Gesellschaft nicht bzw. über medizinischen Fortschritt hinaus wenig ändern.
Die Gesellschaft kann allerhöchstens - und diese Grenzen der Handlungsmöglichkeit muß man auch erkennen und für sich anerkennen - die Beeinträchtigung der Lebensqualität etwas beeinflussen. Das geschieht teilweise durch Kompensationen, also Geld für die Betroffenen Direkt und Geld für bauliche Maßnahmen (die gibts ganz selten ohne Geld) und - imho sehr wichtig - durch Aktzeptanz und durch Chancengleichheit in allen Bereichen, in denen die Behinderung eben keine Beeinträchtigung darstellt oder in denen sie durch geeignete Maßnahmen hinreichend kompensiert werden kann.
da geb ich recht denn ich habe krebs und schon viele op´s hinter mir und stehe trotzdem im leben und nehme es so wie es ist nun ja wenn einer von sich bilder machen möchte kann er es ja auch tun ist seine eigene entscheidung und kann ruhig von seinen freunden und angehörigen unterstütz werden denn das stärkt sein selbstbewusstsein denn ich weiß wie es ist meine fam. steht auch hinter mir
16:25
Zitat: Hermann Klecker 21.05.13, 23:59Zitat: Ozeanpianist 14.05.13, 18:02Naja, das Wort "Behinderung" oder "behindert sein" ist inzwischen gebräuchlich geworden. Oft werden nur die negativen Seiten gesehen. Wo sind die positiven Seiten?! Und wenn man es sachlich betrachtet ist Behinderung/behindert sein ein mehr ein gesellschaftliches Problem als z.B. ein medizinisches. Von der medizinischen oder anerkannten Seite spricht man vielmehr von Beeinträchtigung. Behindert ist niemand behindert wird man! Dieses muss bekämpft werden, ansonsten geben wir uns dieser Stellung in 100 Jahren noch zufrieden!

Nein.
Nein.
Und übrigens ... nein.

Man spricht so selten von den positiven Seiten, weil es keine gibt.
Es gibt einzelne Betroffene, die als Folge ihrer Behinderung ein neues Weltbild gewonnen haben und dieser Tatsache einen positiven Aspekt abgewinnen können. Ob das die Nachteile so sehr überwiegt, möchte ich gar nicht festelstellen müssen, obwohl meine medizinische Akte durchaus ein paar Einträge hätte, die mir einige Prozente beim Versorgungsamt verschaffen könnten. Allein - ich kann mich nicht durchringen, einen Antrag zu stellen.

Mediziner sprechen durchaus von Behinderungen. Sie messen sie allerdings gern und sachlich und imho zielorientiert an einem Grad der Beeinträchtigung der Lebensqualität.
Und da, aber auch nur da, spielt die Gesellschaft eine Rolle.

Die Behinderung ist ein rein medizinisches Problem und ein sehr individuelles Schicksal. Daran kann die Gesellschaft nicht bzw. über medizinischen Fortschritt hinaus wenig ändern.
Die Gesellschaft kann allerhöchstens - und diese Grenzen der Handlungsmöglichkeit muß man auch erkennen und für sich anerkennen - die Beeinträchtigung der Lebensqualität etwas beeinflussen. Das geschieht teilweise durch Kompensationen, also Geld für die Betroffenen Direkt und Geld für bauliche Maßnahmen (die gibts ganz selten ohne Geld) und - imho sehr wichtig - durch Aktzeptanz und durch Chancengleichheit in allen Bereichen, in denen die Behinderung eben keine Beeinträchtigung darstellt oder in denen sie durch geeignete Maßnahmen hinreichend kompensiert werden kann.
da geb ich recht denn ich habe krebs und schon viele op´s hinter mir und stehe trotzdem im leben und nehme es so wie es ist nun ja wenn einer von sich bilder machen möchte kann er es ja auch tun ist seine eigene entscheidung und kann ruhig von seinen freunden und angehörigen unterstütz werden denn das stärkt sein selbstbewusstsein denn ich weiß wie es ist meine fam. steht auch hinter mir
899 Klicks

Fotos in einem Seniorenheim

Es ist lustig hier. Da fragt jemand nach der menschlichen Seite der Fotografie, sozialer Interaktion und alle diesen sicher nicht leichten Themen... und was passiert hier? Es dauert nur ein paar Postings und das übliche Paragraphen-Geschwätz beginnt und dazu noch ein bisschen moralischer Zeigefinger. Willkommen in der FC.

Was ist eigentlich daran so schwierig, das Ansinnen eines Fragestellers einfach mal hinzunehmen, anstatt ihn auf der Stelle belehren zu müssen? Zumal Jens offenkundig nicht das erste Mal Menschen fotografiert.


@Jens: Bau den Kontakt auf. Sprich mit den Menschen. Sie sind alt, aber deshalb - wie Hermann schon schrieb - weder geistig unterbelichtet, noch unmündig, noch ohne eigenen Willen. Geh die ersten Male vielleicht ohne Kamera hin. Lass Dir Zeit, Du brauchst nicht sofort zu fotografieren. Hör ihnen zu und wenn Du mehr über die Menschen weißt, ergibt sich auch, wie Du sie fotografieren möchtest. Vielleicht kannst Du ihr Leben einbinden. Vor allem aber, nimm sie ernst als das was sie sind: als ganz normale Menschen.

Du schreibst: "Bei meinen sonstigen Shootings habe ich zwar auch völlig wildfremde Leute vor meiner Linse, aber da wird geredet und gelacht und zwischendurch Bilder gemacht. " Warum kannst Du das mit den Heimbewohnern nicht auch machen? Warum nicht mit ihnen reden, lachen und zwischendurch Bilder machen?

Ich finde Dein "Projekt" unheimlich interessant.
145 Klicks
Nach
oben