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Premium (Pro), ... den unendlichen Weiten der Phantasie

Weihnachtsernchens Taten 2021

Zum diesjährigen Weihnachtsfeste“,
dacht‘ sich das Ernchen, „wär’s wohl das Beste,
wenn ich mir mal aus luftiger Höhe
und mit Abstand das Ganze von oben ansehe.“

Am Boden sieht man grad denkbar schlecht,
vermummt mit Maske und Schal, erst recht,
wenn dann noch hochsteigende Inzidenzienzahlen
das gemartete Hirn ganz schwindlig mahlen.

Auch möchte sie nicht nur ganz sachte schweben
Über Häuser und Straßen in ihrer Gegend.
Nein, eigentlich möchte sie gerade jetzt
Mal schauen, wie’s woanders auch weihnachtlich blitzt.

So beginnt sie mit der Erfahrung von fast 13 Lenzen
Und technisch versiert, sich ein Flugobjekt zu stanzen.
Sie schneidet und biegt,
verdrahtet, verlegt

Und baut aus uralten Dekobeständen
`ne Tannenbaumrakete, ganz kunstvoll behände.
Und mit der richtigen Sternenbrille
Leicht rosa getönt, geht’s ab Richtung All.

So kreist sie dann und nicht einmal schnell
So zwei Mal um den blauen Erdenball.
Von unten sieht sie aus wie ein fliegender Stern
Von oben, da glitzert’s und funkelt’s bis Fern.

Mit Abstand, da scheint sie in Ordnung, die Welt
Doch auch hier verfolgt sie ein seltsames Bild:
Sieht nicht der Mond, der halbe Gesell,
so aus, als wär‘ er mit ner Maske verhüllt?

Macht kehrt, Kurs auf Mond, der Ehrgeiz geweckt,
und mit den Spezialscheinwerfern, die in die Kugeln gesteckt
will sie ihn bestrahlen, den Erdtrabanten
Auch er soll heut leuchten wie Millionen Diamanten.

Sie lacht laut auf: „Ja, zum Mond will ich fliegen“,
und mancher, der am Boden stehen geblieben
und mit seinen Blicken den Himmel streift
Sieht hell etwas leuchten, fast wie ein Stern mit einem Kometenschweif….

***
Allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein gesundes Neues Jahr.

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