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Arganbaum

Der Arganbaum oder Arganie (Argania spinosa, Syn.: Syderoxylon spinosum L., Argania sideroxylon Roem. & Schult., Elaeodendron argan) ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Gattung Argania, die zur Familie der Sapotengewächse (Sapotaceae) gehört.
Herkunft
Der Arganbaum kommt als Endemit im südwestlichen Marokko und südöstlichen Algerien vor; er kann in Höhenlagen von bis zu 1.300 Metern gedeihen. Auch wenn die Arganwälder wild und buschartig aussehen, so hat bis auf den heutigen Tag doch jeder Baum seinen Eigentümer, der strikt darauf achtet, dass kein Fremder die erntereifen Früchte aufsammelt.
Der Arganbaum wird auch als Tertiärrelikt angesehen. Schon seit 80 Millionen Jahren soll er in Marokko wachsen; im Tertiär bedeckte er wahrscheinlich große Flächen in Nordafrika und Südeuropa, im Quartär schrumpfte sein Verbreitungsgebiet aufgrund der klimatischen Abkühlung auf einige wenige Gebiete im Süden Marokkos, Algeriens und im Norden Mauretaniens. Der Botaniker Louis Emberger beschrieb in den 1930er Jahren mehrere Standorte des Fôret d'Arganie in Mauretanien, wo die Pflanze prägend für den Charakter der Landschaft war. Heute wächst er beinahe nur noch auf ca. 820.000 ha im südwestlichen Marokko – ein Gebiet, das von der UNESCO im Jahr 1998 zusammen mit anderen Flächen zum Biosphärenreservat erklärt wurde, die jahrhundertealten Kenntnisse und Praktiken zur Nutzung des Baumes und seiner Früchte wurden im November 2014 als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.
Der Arganbaum ist eine bedornte, verholzende Pflanze mittlerer Größe, mit Wuchshöhen von bis zu 12 Meter. Der Baum hat für den relativ niedrigen Stamm eine weit ausladende Krone mit einem Durchmesser von bis zu 14 m und einem Umfang von bisweilen mehr als 50 m, deren Äste sich bis auf den Boden herabneigen, wo sie allerdings schnell von Ziegen abgefressen werden. Die Wurzeln des Baumes reichen bis in Tiefen von etwa 30 m hinab. Der Arganbaum ist in der Lage, äußerste Trockenheit und hohe Temperaturen bis über 50 °C zu überstehen. Im Sommer und in Trockenzeiten verliert er einen Teil seines Laubes. Man nennt ihn auch „Eisenholzbaum“ (wie viele andere Baum-Arten) wegen seines harten Holzes. Der Arganbaum hat eine Lebenserwartung von 250 bis 400 Jahren.
Erste Früchte sind nach fünf Jahren zu erwarten, allerdings ist der größte Ertrag erst im Alter von 50 bis 60 Jahren erreicht. Die Früchte des Arganbaums reifen erst ab Juni oder Juli des nächsten Jahres in einem sogenannten überjährigen Zyklus und besitzen bitteres Fruchtfleisch. Ein Baum kann in guten Jahren mehrere Generationen von Blüten und Früchten zugleich tragen. Die Früchte sind etwa so groß wie Datteln und sehen diesen in trockenem Zustand ähnlich. In unreifem Zustand sieht die Arganfrucht aus wie eine Mischung aus Olive und gelber Pflaume, ist morphologisch jedoch eine Beere. Diese enthält einen mandelgroßen Kern mit extrem harter Schale. Im Kern befinden sich zwei (seltener auch drei) Samen, die jeweils etwa so groß sind wie ein großer Sonnenblumenkern. Aus diesen Samenplättchen wird das Öl gewonnen.
Quelle: Wikipedia

Kommentare 1

  • HaagB 20. April 2017, 23:33

    Diese beeindruckenden Fakten sieht man dem Gewächs gar nicht an!
    Das erinnert mich an die Akazien im südlichen Afrika.
    Erstaunlich, die Ketterfähigkeit der Ziegen!
    LG Bärbel

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Ordner Marokko
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Kamera DMC-FZ1000
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