Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen

Was ist neu?
Pilotwale vor Gomera

Pilotwale vor Gomera

1.338 2

Jan Geerk


Pro Mitglied, Basel

Pilotwale vor Gomera

Der Grindwal (Globicephala melas), von färöisch grind, > grindahvalur, auch bekannt als Pilotwal, ist eine Art der Delfine (Delphinidae). (Wikipedia)

Auf unserer Bootstour um die Insel kamen wir plötzlich in eine Herde Pilotwale. Wunderschöne elegante Tiere. Nach einer Weile mit dem Teleobjektiv auf Wasserhöhe bei hohem Wellengang wurde mir tatsächlich übel und ich lag vornüber der Reeling. :)

Eos 7D, Iso 100, f/8, 170mm, 1/250 Sek, leicht geschnitten.


Info die alle angeht:

Grindwale werden seit langer Zeit von Menschen gejagt. Großbritannien, die USA und Norwegen haben früher viele Grindwale gefangen, wegen der abnehmenden Bestände wurde die Jagd aber zumeist eingestellt. Noch immer wird der Grindwal traditionell auf den Färöern gefangen, wenn er sich in die engen Fjorde der nordatlantischen Inselgruppe verirrt. Diese traditionelle Jagd wird Grindadráp genannt. Neben den Färöern fand der intensivste Grindwalfang an den Küsten Neufundlands statt. Die Bestände der Wale dort brachen jedoch in den frühen 1970er Jahren zusammen, und der Walfang wurde eingestellt. Neben der traditionellen Jagd auf den Grindwal werden die Tiere nicht selten als Beifang gefangen, vor allem beim Schwertfischfang in Italien und beim Makrelenfang vor den USA.

Wie bei vielen anderen Walen stellt auch für den Bestand der Grindwale die Verschmutzung der Meere die Hauptbelastung dar. Da sie an der Spitze der Nahrungskette stehen, reichern sich in der Muskulatur und der Leber sowie in den Nieren Schwermetalle wie Quecksilber, Blei oder Kadmium an. In der Speckschicht kommt es vor allem zu Einlagerungen von fettlöslichen Umweltgiften wie polychlorierten Biphenylen (PCB) oder (mittlerweile abnehmend) Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) und dessen Abbauprodukt Dichlordiphenyldichlorethen (DDE). Am 28. November 2008 berichtete das Wissenschaftsmagazin New Scientist, dass die Gesundheitsbehörde der Färöer dazu aufgerufen hat, ab sofort kein Fleisch von Grindwalen mehr zu verzehren, da es aufgrund der hohen Konzentration an Giftstoffen nicht für den menschlichen Verzehr geeignet ist.

Der aktuelle Bestand der Art im nördlichen Atlantik wird auf über 100.000 Tiere geschätzt. Entsprechend gilt sie als häufig und wenig gefährdet. Der Grindwal fällt wie alle Kleinwale nicht unter die Schutzbestimmungen der Internationalen Walfangkommission (IWC). Er ist allerdings im Anhang II des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens aufgeführt. Der internationale Handel mit Grindwalprodukten ist somit untersagt. Die IUCN listet die Art mit "keine ausreichenden Daten" (Data Deficient). (Wikipedia)

Auf hoher See
Auf hoher See
Jan Geerk

Abflug
Abflug
Jan Geerk

Kommentare 2

  • Cécile Fischer 12. April 2010, 23:35

    Eine grandiose Aufnahme! Auch das Info dazu ist bemerkenswert. Danke für diese Informationen.
    Liebe Grüsse,
    Cécile
  • Elisabeth Schiess 12. April 2010, 23:34

    Das Bild vermittelt einen eindrücklichen Gedankengang zu deinem Text.
    Ich dachte schon, das Wale überhaupt nicht mehr gefangen werden dürfen, diese Wale machen es zum Edikt, weil sie "ungeniessbar" werden---oh Menschheit, wann endlich wird sie weniger diktatorisch?
    Lieben Gruss
    Elisabeth