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Agora Bilddiskussion intensiv


Community Manager , Köln

Magic Garden

Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv



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Kommentare 70

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Pixelfärber 7. November 2013, 23:54

    Den von @Rosa Obon Arte und von @Wolf Schroedax gefundenen Begriff Morgue halte ich für sehr treffend. Zwar lautet die Mehrzahl Morguen statt Morgien (frz./engl. morgues), und ich vermute weiterhin, dass dem Autor ein Flüchtigkeitsfehler unterlaufen ist, weil es noch ein paar kleinere im Text gibt (Ausschnitt ohne e, falsche Anzahl der Punkte, fehlende Leerzeichen), aber das ändert nichts daran, dass die Bezeichnung Leichen(schau)häuser ganz ausgezeichnet zu den Bildern passt.

    Tulpen sind laut Wikipedia in Literatur und Kunst ein Symbol für Vergänglichkeit. In der Blumensprache gelten zwar ganz andere Bedeutungen, aber dort sind die Farben der Tulpen entscheidend, und im Bild "Hunters Night" wurden den Tulpen die Farben entzogen. Die Eule ist auch kein Jäger der Nacht mehr, es ist die Nacht des Jägers, der noch sitzt, aber nicht jagt. Aus Tulpen und Titel schließe ich, dass die Eule als tot zu betrachten ist. Im Bild "Mimikri" ist sowieso klar, dass es sich um einen toten Vogel handelt, vielleicht eine weiße Taube, die keinen Frieden mehr bringen kann, weil sie den ewigen Frieden gefunden hat.

    Beim Vergleich zu H. Boschs "Der Garten der Lüste" finde ich mehr Gegensätzlichkeiten als Ähnlichkeiten. Bis auf den Garten im Titel und einer Vielzahl abgebildeter Wesen sehe ich keine Gemeinsamkeiten.

    Der Garten der Lüste Magic Garden:
    weite Landschaft Dickicht oder Hecke
    hell und freundlich dunkel und bedrohlich
    überwiegend Menschen ausschließlich Tiere und eine Hand
    (bis auf ein paar Fische) lebendige Wesen tote Wesen

    Die Inhalte der beiden Innenflügel "Der Garten Eden" und "Die musikalische Hölle" passen überhaupt nicht zum Inhalt der beiden Bilder, die hier beigefügt wurden.
  • Wolf Schroedax 6. November 2013, 15:48

    ...... früher drauf kommen können , wenn ich im Wörterbuch Span/Deut nachgesehen hätte ....
    Danke Rosa !!! ((Bin mehr über G.Benn gekommen ...))
  • Wolf Schroedax 6. November 2013, 9:31

    @Fantas morgien ::: Schaut nach unter >Morgue< bei Wikipedia ..... auch eine Art ´Schlüssel ....
    Hätten wir (WMeyer, Clara,M vS ?) schon eigentlich früher drauf kommen können....
  • Klaus-Günter Albrecht 5. November 2013, 10:01

    Das Spiel ist durchaus legitim. Mich persönlich spricht das Bild "Mimikry" am meisten an, weil da die Kontraste höher sind und es durch die Helle freundlicher wirkt, ohne daß das Geheimnis oder Unbehagen darunter leidet. Hier ist der Fotoapparat der Pinsel des Künstlers und das Bild nicht platte Widergabe einer Wirklichkeit, wie kunstvoll die auch immer sein mag, sondern freie Gestaltung.
    Liebe Grüße Klaus
  • Wolf Schroedax 5. November 2013, 9:02

    @Chagall :::: Da sind die lebensgeschichtlichen Bezüge, das Milieu, aus dem er kam, der ´Schlüssel´.
    @ magic garden ::: Wie kunsthandwerklich klein und beschränkt (hermetisch intim) dies Bild offensichtlich ist (nix von Metaebene, Fantasmorgien, ...) zeigen aber Vergleiche:::.
    Da lohnt es sich den Namen >Manfred Garstka< aufzurufen.
    http://www.manfred-garstka.com
    Da hat man das alles in einem Bild : Wiel Spaß !
  • Clara Hase 4. November 2013, 13:10

    es bleibt deshalb aber doch eine irreale Darstellung
    ob nun Wahrheit oder Traumbild.
  • Wolf Schroedax 4. November 2013, 12:51

    @Clara ::: Ist ja klar, der Sinn , den Du reinlegst, entschlüsselt ein Bild für Dich. Du brauchst den Schlüssel >Traumbild< nicht.
  • Clara Hase 4. November 2013, 11:49

    Zitat Schroedax : Traumbild nicht vielleicht doch funktioniert, wenn auch ncht über Stimmung
    - vielleicht irgenwie anders ....
    **

    Traumbilder haben immer offene Fragen, fremdartige Fragmente, die der Träumer selbst entschlüsseln muss.
    Häufiger aber selbst nicht kann. Ohne das zu tun, was wir hier auch versuchen - den Sinn zu erfassen.

    und, ich schrieb es oben schon - wir Menschen drehen immer irgendwie alles in die Realität - versuchen abzugleichen mit Wirklichkeit.
    Echte Kunstkenner haben natürlich im Hinterkopf weitläufiges Wissen auch anderer Bilder die ähnlich geartet sind - ich habe ein solches Wissen nicht.


    Eine Grundstimmung mag die gesamte Ausstellung aufzeigen - wir haben hier nur drei Elemente - die jedes für sich Auslöser hat. Dieses hier als erstes besprochene hat für mich keine Auslöser für Verwunderung, sondern nur Befremden.
  • Clara Hase 4. November 2013, 11:13

    Zitat: Ryan House, heute um 9:41 Uhr
    Wer in den Werken anderer aus der reinen Ich-Perspektive nach schlüssiger Argumentation sucht, befindet sich ziemlich oft auf dem Holzweg. Und der führt eigentlich immer zu verschlossenen Türen.Ende

    Das ist so, und täte man den ausführenden Künstler gut kennen, wäre es einfacher - andererseits ist dies ein fiktiver Protagonist wo eh verschiedene tatsächliche Personen zusammengeführt hätten werden können
  • Wolf Schroedax 4. November 2013, 11:03

    @Ryan H. ::: Falls du mich meinst : Ich suche gar nicht nach Sinn. Auch wenn Frösche beim Laichen von einem plötzlichen nächtlichen Frosteinbruch überrascht werden und im Eis des Teichs einfrieren, kann ich keinen Sinn erkennen. Also :: Ich interpretiere das Bild nicht zur Sinnfreiheit herab, es hat per se keinen. Ich suche nach einem Schlüssel und meine ihn im Begriff >Traumbild< gefunden zu haben. Traumbild ist keine Ichperspektive !!!
    Dazu wundere ich mich, dass der Schöpfer diesen Begriff nicht anbietet, sondern vielleicht auf Esotherik hinaus will. Das bedeutet : Jeder sucht sich seinen Sinn in dem Bild, jeder Sinn ist möglich, wenn man ihn mitbringt und irgend wie hineinlegen kann in das Bild .... Das scheint Dein Ansatz zu sein und der vieler anderer auch ....Schöpfen aus dem tiefen Brunnen seiner selbst...

    Wenn man sich hier äußert, hat man die Chance,
    Gelichgesinnte zu finden, um beispielsweise herauszufinden ob dies Traumbild nicht vielleicht doch funktioniert, wenn auch ncht über Stimmung
    - vielleicht irgenwie anders ....


  • bombo17 4. November 2013, 9:49

    Ich finde die Idee eine ganz wunderbare - jedoch: als gestaltetes Kunstwerk wird das (vermutlich) funktionieren - als Foto empfinde ich das einfach nur als wirr!
    LG
    bombo17
  • Ryan House 4. November 2013, 9:41

    Wer in den Werken anderer aus der reinen Ich-Perspektive nach schlüssiger Argumentation sucht, befindet sich ziemlich oft auf dem Holzweg. Und der führt eigentlich immer zu verschlossenen Türen.

    Tulpen und eine Eule. Klar, die Tulpen können nur für die Niederlande stehen. Eindeutiger Fall: Eulen nach Amsterdam tragen.

    Sinn? Nein.

    Man kann bei solchen Bildern immer wunderschön alles zwanghaft sinnfrei zurechtinterpretieren, um die sinnfreie Interpretation als Mangel darzustellen.
  • Wolf Schroedax 4. November 2013, 9:31

    @Clara ::: Das Bild will Stimmung machen .... Von mir kriegt es die aber nicht, weil ich einen metallischen Geschmack bekomme und keinen erdigen, weil es nicht nach Kompost und Erde riecht sondern nach Nadelgeäst, bronzenem Sprühlack und Mottenkugeln von den ausgestopften Tieren....Der Schöpfer will uns was weiß machen. ((Ja bin ich denn blöd ?))

    @Mimikry ::: Der im Federbad verendete Vogel -
    das ist schlüssig ... Vielleicht fehlt etwas getrocknetes Blut ... Das würde man als solches aber auch nur schwer bestimmen können.

    @Hunters Night ::: Was die Eule bei den einstampften Tulpen sucht, ist mir schleierhaft .
    Vielleicht Hunger. Also >Hungry Night< wäre plausibler. Oder ist es ein Traumbild ?

    Wenn die jungen Ohreulen auf unserer großen Wiese in den Julinächten das Jagen lernen, das zustoßen, lassen die Alten Kiefernzapfen fallen , welche die Jungen (2-3) dann abfangen müssen....
    Thats hunters night !
  • Matthias von Schramm 4. November 2013, 8:05

    die gestellte frage, was das exponat ist, ist für mich keine frage. das foto ist das exponat. zumindest das exponat, über das zu sprechen ist, denn das andere exponat, jenes über das nicht zu sprechen ist, kennen wir nicht. deshalb ist das andere exponat, über welches nicht zu sprechen ist, dass exponat über das nicht zu sprechen ist.

    zu sprechen wäre ggf. über einen vorgang, über den für mich aber nicht zu sprechen ist.

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