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Was ist neu?

Clara Hase


Basic Mitglied, Kreis Segeberg
[fc-user:885989]

Über mich

Auch wenn es nett ist, auf dem Familiensofa zu sitzen um Fotos gemeinsam zu betrachten, sich zu erinnern, oder wieder zu freuen, ist das für mich in der FC eigentlich nicht ausschliesslich so angedacht gewesen. Eher vermutete ich hier sachdienliche Hinweise oder Aussagen zum Bild von Fotografen.


Schönes Bild - von Kurt
http://thomas-tremmel.de/mein-nachbar-kurt/schoenes-bild

Lobhäkchen? Noch mal Lobhäkchen? Und ich weiss immer noch nicht warum?
Kommt mir vor wie das Liken bei facebook. Text und Lob macht sich besser.
*

Wo ist das?
Diese Frage ist völlig überflüssig, für die Besprechung nach fotografischen Gesichtspunkten.
Will ich es sagen, zurorden steht es in den Schlagworten.
Für die heimische Ablage ist es sehr wichtig.

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"Wenn alle einstimmig singen, ist der Text
ohne Bedeutung."
Stanislaw Lec

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Google liest mit...
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Interessantes aus dem "markt" für fotografien: http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2011/06/27/stockfotos-kaufen-unterschied-zwischen-redaktioneller-und-kommerzieller-nutzung/
da kann man wohl tagelang lesen.
WAS ist verkäuflich? http://www.fotocommunity.de/blog/fotowissen-tipps-und-tricks/fotos-verkaufen-welche-fotos-sind-geeignet

**
Heimat

Was ist das?

Heimat ist rund. Quasi eine runde Sache. Ein Rund in dem sich vieles wiederholt. Wie z.B. unser Frühstück – Brot, Butter, Marmelade und Kaffee.
Langweilig sagen die einen und die anderen freuen sich nach drei Wochen interkontinental Frühstück auf „ihren Kaffee“.
Heimat, das ist der Geschmack, der Duft von Gulasch, so wie ihn Oma oder Mutter kochte. Heimat, Heimat ist der Duft der Wiesen und ebenso der Geruch der Fleete und der Abgase in Hamburg an der Alster.
Heimat, das sind vertraute Stimmen, vertraute Worte. Heimat ist die Erinnerung an die Tage der kindlichen Unbesorgtheit, der Geborgenheit. Heimat ist die Erinnerung, die Rückschau, das Andenken an Vater, Mutter und Großeltern.
Heimat ist auch die weiche dunkelbraune Erde, aus der so vieles sprießt. Warum sage ich dunkelbraune Erde, betone dies? Ist doch logisch das die Erde braun, wie auch der Himmel blau ist. Ist aber nur in meiner Heimat so, da Heimat auch ihre eigenen Farben hat.
Hätte ich z. B. dunkelbraune Haare, wäre ich für Mexikaner blond. Und auch meine von der Sonne gefärbte Haut hätte ein anderes Braun, als das des Mexikaners, Spaniers oder Türken. Und was passiert, wenn eine olivebraune Hand meinen rotbraunen Arm greift, um mich über die mir fremde Kreuzung zu führen? Ich fühle mich in meiner eigenen Haut fremd. In der eigenen Haut nicht mehr wohl, ja fast verunsichert – Was will die olivebraune Hand von mir? Befremden und Argwohn würden in mir kribbeln und der Gänseschauer des Fremden lässt Argwohn in meine Augen gleiten.
Und wenn Vanille nicht so schmeckt, wie in Mutters Apfelkuchen (mit Zimt), dann ist das gar nicht komisch.
Also, Heimat ist Vertrautes, Wiederkehrendes. Heimat ist rund, ist Geborgenheit, Sicherheit und behütet sein.
Heimat ist auch Selbstverständnis, das dem was ich tue, keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird, denn Heimat ist nicht nur rund, Heimat auch einen festen Rahmen. Einen unsichtbaren, wie auch einen sichtbaren Rahmen von Regeln, Normen und Gebräuchen oder Ritualen. Gesetze nicht zu vergessen.
Wer hoffnungsfrohe Ausflüge unternimmt, diesen Rahmen zu durchbrechen, der wird uns fremd. Ja, wir werden uns selbst fremd, wenn wir diesen Rahmen versuchen zu durchbrechen. Ziehen unbemerkt die Register des unsichtbaren Rahmens nach dem Motto: Darf das das? Wenn dann eine Stimme folgt: Das darf das! Dann ist Heimat wieder Heimat. Der Fremde wundert sich und sagt: Daß das das darf!
Und auch dieses Zeichen "ß" ist Heimat und ich möchte diesen Buchstaben nicht durch eine deutsche Rechtschreibreform verlieren.
Heimat, das sind auch die Gräber der Großeltern und die Häuser, in denen meine Eltern aufgewachsen sind. Heimat ist Vertrauen und Vertrautheit zwischen einigen wenigen und vielen Menschen. Heimat ist die sinkende Glückseligkeit und Wonne des Gefühls, Wehmut und gelegentlich der Blick zurück im Zorn oder in Angst.

Heimat , das ist sehr oft etwas, was wir leider vergessen oder auch verloren haben und doch an vielen Orten oder Gelegenheiten meinen gefunden zu haben. Mal ist es nur ein Bild, eine Gestik, ein netter Mensch, ein altes Haus, ein Straßenname, eine besondere Blume die wir lieben. Wie auch immer : Heimat lebt durch Erinnerung. Bewusst oder unbewusst. Wir richten uns ein.

19.05.2000 Webmaster Prosa-und-Bild
01-01-2015 nachdem ich nun das Heimatmuseum von S Lenz gelesen habe
wäre noch so einiges zu ergänzen oder auch anders zu setzen.
Aber so im Groben hab ich´s wohl erfasst gehabt.
Und, wehe jemand kommt und will auch hier seine Heimat haben - oh je, da gehts ins Politische emotional aufgeladenes. Neu ist das aber auch nicht wirklich


03.10.2015 Herbert Grönemeyer singt, Heimat ist kein Ort sondern ein Gefühl.
Dem kann ich voll zustimmen, doch in dem Gefühl liegt der gesamte Klebstoff der eigenen Kultur, also auch der anderen. Und der ist Ortsgebunden.
Zieht man um, flüchtet, lässt sich nieder, die Heimat verbleibt doch im Herzen.
die Kultur kann sich anpassen - kann.
Jeder weiss wohl selbst wie schwer es ist, sich von den Macken die evtl ein Elternteil hatte zu lösen. Und die sind unauffällig.


12.10.2015 Heimat - das Wort schwallert neuerdings soviel herum und ich wurde damals eher beschimpft als ich obigen Text schrieb.
Heimaträume und Gefühle - ein Zitat aus der Literaturkritik welches mit meinen Gedanken übereinstimmte und auch mit Grönemeyer "Heimat ist kein Ort"

Zitat: Vor dem belasteten Heimat-Begriff schreckte Reitz, der seine Filme in mehreren "Büchern zum Film" kommentiert hat, damals zunächst zurück, rechtfertigte dann aber den Titel seiner Serie so:

Es [das Wort Heimat] war mit lauter negativen Erinnerungen belastet. Heimat war bei den Nazis ein Propagandawort. Dann gab es in den fünfziger Jahren die seicht-kitschigen Heimatfilme. Ich war aber überzeugt davon, daß man das Wort von diesem Ballast befreien kann, und sagte mir: Weder die Nazis noch die Folklore-Musiker haben das Wort erfunden; sein wahrer Inhalt ist eigentlich unschuldig. Der Begriff Heimat hat eine große kulturgeschichtliche Vergangenheit. Ich sah bedeutende Philosophen an meiner Seite, die sich damit auseinander gesetzt hatten, zum Beispiel Ernst Bloch. In seinem Prinzip Hoffnung heißt es: „…so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.“ Der Satz enthält die Vorstellung, daß Heimat etwas ist, das jeder von uns verloren hat.

In einer anderen Stellungnahme grenzte sich Reitz entschieden von nationalistischen Vereinnahmungen des Heimat-Begriffs ab:

Ich habe die Nation Deutschland noch nie als meine Heimat begriffen. Das ist mir zu abstrakt für das Gefühl. Heimat hat für mich immer mit konkreter Erinnerung zu tun. Leute, die Heimat politisch definieren, sie vermarkten, […] die Volkstum pflegen und dergleichen, schädigen den Begriff…Zitatende

es lohnt die gesamten Artikel zu lesen - ob von Drüben, oder aus dem Sudetenland, Eingewandert, wie auch immer, ein jeder wird sich wiederfinden.
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=21214

Interessant auch der Wandel Hamburgs -
https://www.youtube.com/watch?v=Qpu-zqDbnN0
es ist leiser und qualmfreier geworden und einfach nur schön

Mal wieder Herr Lenz
eindrucksvoller kann man wohl das Gerangel auf der Elbe bei Hamburg nicht darstellen http://www.zeit.de/1969/45/einstein-ueberquert-die-elbe-bei-hamburg

Kommentare 14

  • Inge S. K. 9. Mai 2017, 8:32

    Für was war das nützlich?
    Für was war das nützlich?
    Inge S. K.

    Danke Clara für deine Anmerkung mit dem Link.
    Da war ja die ganze Bandbreite dieser alten Geräte zu sehen.
    LG iNge
  • Horst Kampmann 2. April 2017, 9:50

    Moin Clara, vielen Dank für Interesse und Kommentar. Sehr schöne Konzert-FGotografien hast Du an dieser Stelle. Kompliment!
    hG aus Bremen Horst
  • Dark Side_1 12. Dezember 2016, 16:58

    Hallo Clara es,ist alles gut geht mir genauso
    Liebe Grüße
    Rainer
  • Weinstein 29. November 2016, 23:03

    Lieben Dank, Clara! Nein, der Marabu hat nicht immer diese olle Dauerwelle... deshalb war er ja so unglücklich... hatte ich auch mal... nie wieder...
    Lieben Gruß
    Hanne
  • Killerkralle 15. November 2016, 14:42

    Hallo Clara , ich habe "den Hut" noch nicht veröffentlicht ..... schätze Dir ist der Hut genau da am Rathausmarkt während der Veranstaltung "Maskenzauber" aufgefallen denn so ein markantes Teil bleibt meist im Fotografengedächnis hängen. LG
  • TSB 31. August 2016, 12:48

    Mal was zum Löschen... ;-)
    Vielen Dank für deine Anmerkung, die ich zum Anlass genommen habe, um mal in deinen Fotos zu stöbern.
    VG
    tsb
  • Killerkralle 17. August 2016, 6:55

    Hallo Clara , danke für deine Nachricht , komm doch mal zum Stammtisch ins Cafe Geyer denn da hast du auch schon Interesse dran bekundet. LG
  • LichtbildGeschichten 10. August 2016, 17:29

    Liebe Clara,


    Clara Hase 11. Juli 2016, 23:32
    "Wir sollten viel öfter
    von ganzem Herzen etwas tun,
    das kein Ziel verfolgt,
    keine Eile hat
    und sich nicht lohnen muss."

    -Jochen Mariss -

    Der Satz täte aber stark ambitionierten Fotografen weh - wie kann man nur so belanglos durch die Gegend knipsen gehen?

    --> Mag schon sein, doch wenn das Herz nicht mitschaut, dann hat das Bild keine Seele, so denke ich...Technik ist für mich nicht wichtig, ein Bild muss mich berühren..ich bin eh Techniklegastheniker.. :)

    ich bin noch da - es gibt keine Alternative
    --> Das freut mich, wenn auch nur hälftig.. ;) Ich bin hier super selten..aber auch nicht ganz weg..
    Manchmal denke ich eh, dass man zu viel Zeit mit den SocialMedias verspielt, alsa m echten Leben teil zu haben..aber das hat ja jeder für sich im Griff.. :)

    Lieben Gruß und danke für Deine Worte!!
    Gunda
  • Sag mal Micha 4. Mai 2016, 18:12

    Immer ruhig Blut, Nachrichten sind nicht verloren gegangen...
  • Hotzenwäldler 28. April 2016, 10:31

    Früher hat man geschrieben, habe dich orangiert...
    heute nennt man das: ich "folge"dir
    Was für ein sprachlicher Blödsinn.
  • Deidra Johnson 31. März 2016, 3:07

    Clara, dass der Köhlbrand gegenüber Neumühlen liegt ist mir als gebürtiger Finkenwerderin, die jeden Tag mit dem Schiff zum Gym fahren musste, wohl bekannt. Aber eben dies wollte ich von oben einfangen: Das Verholen eines Containerriesen in den Köhlbrand bei Nacht. Das ist der Wahnsinn, ein Schlepperballett und dieses Ungetüm von Containerschiff. Bei Tage habe ich das schon öfter abgelichtet. Ein Spektakel. Solltest Du Dir auch mal ansehen :-))
  • Heimatverliebt 28. Dezember 2013, 20:26

    Das nenn ich mal eine wirklich Eindruck hinterlassende Definition von HEIMAT!

    Herzlichst, Jule
  • Clara Hase 7. Februar 2013, 19:29

    ich lösche alle Dankesmails...
    Anmerkungen haben mehr Wert für mich.
    Danke für alle Dankes
    clara

    und - Erklärungen zu Anmerkungen bitte unter dem eigenen Bild
    disskussionen sind verfolgbar
  • Hagen H. 17. Januar 2007, 19:46

    Hey...

    ...herzlich Willkommen in der FC.
    Ich wünsche dir immer ein tolles Motiv, im richtigen Licht !!!

    Mfg Hagen H. aus L.

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