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Fahrt frei für eine Baureihe, die eigentlich nur 2. Wahl war...

Fahrt frei für eine Baureihe, die eigentlich nur 2. Wahl war...

Patrick Rehn


Pro Mitglied, Bebra-Lüdersdorf

Fahrt frei für eine Baureihe, die eigentlich nur 2. Wahl war...

Bereits an dieser Stelle habe ich einiges über die Entstehung und Einsätze der Baureihen 1016 und 1116 der ÖBB, allgemein als TAURUS bekannt, geschrieben.

Allzweckwaffe
Allzweckwaffe
Patrick Rehn


Und doch sind die Loks der Deutschen Bahn eigentlich nur 2. Wahl:
Als die damalige DB Cargo AG bei Siemens in München insgesamt 195 Lokomotiven der Baureihe 152 bestellte war auch ein Einsatz in Österreich vorgesehen. Doch aufgrund verschiedener Faktoren erhielten die neuen starken Güterzugmaschinen nicht die erforderlichen Zulassungen, was die DB Cargo zu einem eigentlich cleveren Schachzug nötigte. Die Baureihe 1116 hatte bereits eine Zulassung für den Einsatz in Österreich, so dass man die letzten 25 Loks der Baureihe 152 storniert und stattdessen mit der Baureihe 1116 baugleiche Loks mit der neuen Baureihenbezeichnung 182 bei Siemens bestellte.

Fortan verfügte die Güterverkehrssparte über die serienmäßig bisher schnellsten Elektrolokomotiven des DB-Konzern. Ausgereizt haben die Loks die 230 km/h höchst selten, die meisten von ihnen vermutlich nur im Rahmen der Zulassungs- und Probefahrten. Die Loks gelangten dabei von ihrem Heimatbetriebshof hauptsächlich mit Güterzugleistungen nach Österreich, mitunter aber auch bis nach Norddeutschland. Aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit waren sie eine ganze Zeit auch die Planbespannung (in Doppeltraktion!) der Post-InterCity mit bis zu 160 km/h auf den Schnell- und Ausbaustrecken zwischen Süd- und Norddeutschland.

Durch die Zulassung eines Großteil der Baureihe 185 für einen Einsatz in Österreich und vor dem Hintergrund der Ausschreibung von Nahverkehrsleistungen im Raum Berlin/Brandenburg wo leistungsstarke Lokomotiven zum Einhalten der Fahrzeiten notwendig sein werden entschied man sich dazu die Loks Stück für Stück an den Nahverkehr abzugeben. So wechselten im Jahr 2009 die ersten fünf Loks von Franken nach Cottbus. Seitdem bewähren sie sich im Nahverkehsdienst zwischen Leipzig und Cottbus als Ersatz für nicht zur Verfügung stehende Triebwagen der Baureihe 442. Weitere Loks wechselten im Laufe des Jahres 2010 nach Cottbus (von hier wurden zeitweise sogar Loks an DB Fernverkehr vermietet) und Erfurt.

Die in Thüringen beheimateten Loks bespannen seit Mitte Dezember die Regionalbahnen auf der Linie Eisenach - Gotha - Erfurt - Weimar - Naumburg (Saale) - Halle (Saale). Durch ihren Einsatz lässt sich die Fahrzeit um einige Minuten verkürzen, was aufgrund von Fahrplanänderungen im ICE- und InterCity-Verkehr zwischen dem Rhein-Main-Gebiet und Mitteldeutschland notwendig wurde.

Im Rahmen des Herbstfestes des Thüringer Eisenbahnverein konnten sich die Besucher auch einen Eindruck von der "Neuen" im Thüringer Nahverkehr machen. Dies allerdings nicht nur von außen, sondern im Rahmen von Führerstandsbesichtigungen auch von innen.

Aufnahmedatum: Sonntag, 10. Oktober 2010 - 13:49 Uhr || || Aufnahmeort: Weimar, ehemaliges Bahnbetriebswerk (Gelände des Thüringer Eisenbahnverein) || Verwendete Kamera: Nikon D80

Weitere Aufnahme vom Herbstfest 2010
Langes Warten für 6 x 6
Langes Warten für 6 x 6
Patrick Rehn

Endlich Sonne in Weimar
Endlich Sonne in Weimar
Patrick Rehn

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Kamera D80
Objektiv AF-S DX Zoom-Nikkor 18-135mm f/3.5-5.6G IF-ED
Blende 8
Belichtungszeit 1/320
Brennweite 32.0 mm
ISO 100

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