Gerhard Körsgen


Premium (World), Köln

documenta 13

Aufnahme 8 / 2012 Kassel.

Kommentare 112

  • Tassos Kitsakis 19. April 2019, 1:15

    Gut dokumentiert.
  • Martin N Oberpal 10. November 2017, 23:01

    SO good !
  • Ernesto Ste Obscura 25. März 2014, 14:24

    Immer wieder erschreckend, wie wenige offen contra stimmen. Ich vermute einmal, um bei eigenen Vorschlägen kein "Rachecontra" einzufangen. Wie heißt es doch gleich: Wie der Schelm denkt...
    Übrigens ich finde auch, das Beste was ich an FC-Anmerkungen je gelesen habe, ist der Beitrag von Lucius Sombre!
    Generell habe auch ich den Diskurs unter diesem Bild wesentlich sachlicher empfunden als unter einigen anderen.
    Zum Bild: dersiebtesohn hat es schon anfangs gut analysiert - mit dem Heraustreten der linken Person, dazu die Blicke - einfach Klasse. So etwas sollte man schon erkennen und anerkennen können.
    lg Ernst
  • Matthias von Schramm 25. März 2014, 13:12

    ja - es ist eine persiflage übrigens, oder als solche gedacht - auf jonathan meese ;)
  • Gerhard Körsgen 25. März 2014, 10:57

    @Matthias von Schramm: Dein Anliegen die Kunst zu fördern ist ja schon jahrelang in der fc unstrittig.
    Eben damit macht man sich natürlich in der fc auch Feinde.
    Von daher: Von dir würde ich meine Bilder auch vorschlagen lassen wenn das Abstimmungsergebnis unter minus Null rutschen würde (sofern das ginge) ;-)
    Klasse Link, Danke, kannte ich noch nicht.
  • Matthias von Schramm 25. März 2014, 10:25

    nachtrag: "künstlerschweine, künstlerschweine" weils ja auch auf der dokumenta ist.

    schöööönes video.

    http://www.youtube.com/watch?v=k31oHRV0Otw
  • Matthias von Schramm 25. März 2014, 10:20

    ich schlage ja bilder vor, damit sie viele leute sehen, eben auch diese, die solche bilder schätzen und ansonsten übersehen und solche, die durch solche bilder ins grübeln kommen und solche, die an ihren grundfesten wackeln.

    fürs abstimmungsergebnis mache ich nichts gutes. ein vorschlag von mir wird generell schon aufgrund meiner präsenz abgewatscht. dies muss jeder wissen, dem ich ein bild vorschlage. es ist garantiert 100 stimmen, die ein vorschlag von mir weniger erhält, als der einer person, die den meisten hier komplett unbekannt ist.
  • Gerhard Körsgen 25. März 2014, 9:45

    @Lucius Sombre: Menschenskinder...ich bin ehrlich ergriffen von deinen Worten, Julius !
    Du besitzt eine phantastisch plastische und verständliche sprachliche Ausdruckskraft die in den Kommentaren der fc ihresgleichen sucht.
    Könnte man Kommentare "fav'en" wären deine mindestens editor s choice - würdig ;-)
    Ich bin glücklich und auch ein wenig stolz einen solchen durch mein Foto "hervorgerufen" zu haben.
    Hab' Dank.
  • Lucius Sombre 25. März 2014, 7:22

    Lieber Gerry,
    so wichtig und erfreulich Anerkennung ist und so sehr ich Dir mehr davon gewünscht hätte, so belanglos sind meiner Ansicht nach diese Abstimmungsergebnisse; denn in diese Galerie zu gelangen, kann wohl keine echter Wunsch sein, weil diese kein Konzept hat - ein Bild steht beziehungslos neben dem anderen, d.h. das, was es an Sprachlichkeit hat, wird im rein zufälligen Nebeneinander erstickt, und insofern ist die Galerie im Grunde der Anti-Ort für Bilder, die sprechen wollen und können.

    Was mich aber irritiert, sind die meisten Äußerungen der Contra-Voter, die wohl noch die qualitative Spitze der verdeckt Abstimmenden darstellen. Strukturell erschüttern mich zwei Aspekte: der Wunsch, k e i n e Erfahrungen zu machen, und der Wunsch, sich n i c h t mit Kultur auseinanderzusetzen und ins Denken zu kommen.

    Die Urteilsbildung folgt dem Muster: "Du photographierst den american spirit genau so, wie ich ihn mir vorstelle", "das Bild ist schlecht, weil die Figur vorne angeschnitten ist", "das ist doch total zufällig", "was soll das? da passiert doch gar nichts" - dem Muster also: Die Vorstellung, meine Vorstellung ist vorausgesetzt und sie wird erfüllt (pro) oder auch nicht (contra), die Regel ist vorausgesetzt und wird (nicht) erfüllt, der Wunsch ist.... mit anderen Worten: Ich bin vorausgesetzt, und was sich mir nicht fügt, wird ausgeschlossen.

    Der Wunsch, Erfahrungen zu machen, würde dagegen dem folgen, was sich zeigt, wenn man genau hinsieht, und würde sich dem genussvoll hingeben, weil es ein produktives, entdeckendes Sehen wäre (so stelle ich mir bei Dir auch das Motiv vor, mit Deiner Kamera durch die Straßen zu ziehen). Ließe man sich auf Dein Bild ein, könnte man drei Ausstellungsbesucherinnen sehen, die in einem bizarren Moment festgehalten sind - die Konstellation ist vollkommen zufällig und zugleich so subtil, als wäre sie sorgfältig inszeniert; die Besucherinnen befinden sich auf engstem Raum nebeneinander, aber sind in völliger Beziehungslosigkeit erstarrt - das Bild zeigt eine 'Skulptur', der man den Titel "Museumsbesuch" geben könnte.

    Lässt man also das hartherzige Ego los und beginnt in dem, was, das Bild zeigt, zu lesen, dann könnte man jetzt einen Moment innehalten und sich verwundern: Ach, so ist das, der Photograph zeigt uns eine andere Seite der bekannt scheinenden Welt, er hat sich umgedreht, er durchbricht die unbefragte Voraussetzung, im Museum gebe es einerseits die betrachtenden (bzw. zerstreuten) Besucher und andererseits die betrachteten Bilder bzw. Objekte. In dieser Umkehrung hat das Bild ja seine Zuspitzung und Idee: die das Kunstwerk Betrachtenden werden zur Skulptur, d.h. selbst zum betrachteten Kunstwerk. Und das ist nicht nur eine Spielerei, sondern etwas sehr Ernsthaftes, weil diese Museumsbesucherinen ja wir selbst sind, die somit infrage gestellt werden, und damit auch unser Photographieren (und insofern ist die Weigerung, eine Erfahrung machen zu wollen, auch verständlich: wer lässt sich schon gerne infrage stellen...).

    Und ließe man sich auf einen solchen Prozess des Nachdenkens, der im Alleralltäglichsten das Unselbstverständliche entdeckt, ein, dann könnte man weitergehen und sich auf produktive Weise auf "Bekanntes" beziehen und das kulturelle Gedächtnis tätig werden lassen (sich an Werke der amerikanischen Pop-Skulptur der 60er Jahre erinnern, z.B. Duane Hanson im Kölner Museum Ludwig) - es gibt nämlich nicht nur mich und ähnliche Miche auf der Welt, sondern auch Werke, die nicht eine vorhandene Sprache benutzen, sondern eine Sprache erst erzeugen. Und dann könnte man der klugen Beobachtung von @dersiebtesohn folgen, der "fehlerhafte" Schnitt lasse die Dame links aus dem Bild treten - die Pointe des Bilds besteht also nicht nur in der Umkehrung des Verhältnisses zwischen Betrachtenden und Betrachtetem, sondern geht noch diesen Schritt weiter, den Rahmen des photographischen Bild zu erschüttern, also dessen Sicherheit und Kontrollfunktion...

    Gerry, das ist für mich der Genuss Deines Bildes: dass es mir einen Raum für Erfahrungen und für mein Nachdenken öffnet, dass es mich die Welt und meine Art, die Welt zu sehen, befragen lässt, dass es mir die Möglichkeit gibt, "von vorne anzufangen". Um dann durch diesen Nachdenkprozess hindurch wieder naiv zum Bild zurückzukehren und zu sehen, dass sein ganzer Diskurs zugleich ein Moment ist, sich spielerisch an die Wirklichkeit hinzugeben...
    Herzliche Grüße
    Lucius
  • Gerhard Körsgen 24. März 2014, 23:16

    @dersiebtesohn: Danke, Willi, für die angenehmen Worte.
    Ich hadere nicht mit dem Abstimmungsergebnis.
    Was soll man auch erwarten ?
    Wenn die grosse Mehrheit der user die darüber abstimmen kulturell UND mental schon am Boden liegen bringt es ja nichts darauf noch 'rumzutrampeln.
    Mehr Qualität im Voting könnte einzig eine Reform dessen bringen.
    Dies wird seitens der fc-Inhaber/Geschäftsführenden/Ausführenden nicht gewünscht, sonst wäre das längst realisiert.
    Es gibt ja zudem nun quasi mehrere alternative Galerien, neben dem Projekt eben editor s choice und die Startseite.
    Auf der war ich ja unlängst mit einem Bild.
    Ich kann und will mich also nicht beklagen.
  • Gerhard Körsgen 24. März 2014, 22:45

    @0x FF: Das Schnittcontra dürfte breite Schneisen geschlagen haben.
    Das "kapier' ich nicht" - contra aber wohl nicht mindere...und DAS gibt mir zu denken...
  • Zwei AnSichten 24. März 2014, 22:44

    Glückwunsch zum Bild, Gerry !
    lg Ingrid
  • Gerhard Körsgen 24. März 2014, 22:42

    Vielen Dank vor allem an alle die das Bild gemocht haben und ein pro gaben, an alle die es nicht verstanden und dennoch unvoreingenommen sich enthielten und auch noch an diejenigen denen es nicht gefiel die sich aber öffentlich und argumentativ dazu einliessen.
    Kein Dank an die Heerschar anonymer contravoter die wie üblich ein Bild wie dieses "killten".
    Meine besondere Wertschätzung gilt Matthias von Schramm für den generösen Vorschlag.
  • 0x FF 24. März 2014, 22:37

    Pherdient abgewatscht. Das ist geradezu irgendwie verschnitten.
  • Frau Ke 24. März 2014, 22:25 Voting-Anmerkung

    Schade, aber so reicht das nicht, hömma, Gerry!

    pro