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Wie wollen wir sterben ? von Doris24

Wie wollen wir sterben ?


Von 

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29.04.2012 um 9:12 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Nach etwas mehr als 5 Wochen und 11 Nachtwachen mit 12 Stunden pro Nacht (an verschiedenen Tagen). hat es mein Patient, Herr Sch., heute morgen kurz nach 7 Uhr endlich geschafft , für immer einzuschlafen.
Dankbar und froh für unser aller Aushalten - ich habe selten jemand so friedlich sterben sehn.



Wie wollen wir sterben? "Michael de Ridder gehört zu den Ärzten, die die unwürdigen Bedingungen des Sterbens im Krankenhaus nicht länger mit ansehen wollen. Sein Buch rüttelt auf. Nach der Lektüre wird später niemand sagen können, er habe von nichts gewusst." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung

"'Leben und Sterben miteinander zu versöhnen'. Immerhin, nie waren die Möglichkeiten besser, diesem Ziel so nah wie möglich zu kommen. 'Wie wollen wir sterben?' ist ein bemerkenswerter Beitrag dazu." -- Der Tagesspiegel

"Wie wollen wir sterben? Schnell und mit möglichst wenig Schmerzen, werden viele sagen. (...) Auch de Ridder bekundet am Ende seines Buches, dass es uns trotz aller Bemühungen nicht gelingen wird, 'Leben und Sterben miteinander zu versöhnen'. Immerhin, nie waren die Möglichkeiten besser, diesem Ziel so nah wie möglich zu kommen. 'Wie wollen wir sterben?' ist ein bemerkenswerter Beitrag dazu." -- Der Tagesspiegel

Sterben dürfen - die Streitschrift eines Arztes Die Würde des Menschen muss auch und gerade bei unheilbar kranken und alten Menschen respektiert und bewahrt bleiben. Viel zu oft allerdings setzen sich Ärzte über den Willen ihrer Patienten hinweg, tun alles, was medizinisch und technisch möglich ist, und tragen so eher zur qualvollen Sterbeverzögerung als zur sinnvollen Lebensverlängerung bei. Aber Lebensverlängerung, so de Ridder, darf nie zum Selbstzweck werden. Ein leidenschaftliches Plädoyer für Selbstbestimmung und Fürsorge am Lebensende.Der medizinische Fortschritt der letzten Jahrzehnte hilft zahllosen Patienten, verschafft Heilung oder zumindest Linderung, rettet und verlängert Leben. Gleichzeitig hat Hochleistungsmedizin, wie sie in unseren Krankenhäusern praktiziert wird, aber auch ihre Schattenseiten. Michael de Ridder, seit über dreißig Jahren an verschiedenen Kliniken in Hamburg und Berlin als Internist, Rettungs- und Intensivmediziner tätig, plädiert dafür, Sterben wieder als Teil des Lebens wahrzunehmen und anzuerkennen. Er richtet sich damit nicht zuletzt an die eigene Zunft. Vielfach verstehen sich Ärzte in einer medizinisch-technischen Krankenhauswelt, in der alles möglich scheint, ausschließlich als Heilende. Was aber, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist? Wenn ein Patient "austherapiert" ist, wie es im Fachjargon heißt? Statt Todkranke um jeden Preis am Leben zu erhalten, müssen Mediziner lernen, in aussichtslosen Situationen ein friedliches Sterben zu ermöglichen. Gerade hier, so de Ridder, sind Ärzte gefragt, als Begleiter, als Fürsorger.

Anmerkungen:

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Marguerite L., 29.04.2012 um 10:00 Uhr

Ein ausgezeichnetes Bild zum speziellen Thema,
erschütternd menschlich ...
seine Seele und unsere mögen Frieden finden.
Sonntagsgrüessli Marguerite



Ludger W, 29.04.2012 um 13:01 Uhr

nachdenklich machendes Bild...
LG Ludger



elstp, 29.04.2012 um 19:41 Uhr


1. Ampulle mit Leben erhaltendem Inhalt + aufgebrochene leere Ampulle + Injektionsspritze + irgend ein textiler Gegenstand/Tuch o.ä. -
2. eine Frage, die auf das, was gerade erörtert werden soll, hinweist -
3. ein Begleittext, der die Motivation der Autorin erklärt.
Jede dieser drei Komponenten für sich würde andere Assoziationen beim Betrachter/Leser wecken, zusammen genommen ergibt sich ein diskussionswürdiges Bild.

Kommentare wie ,tolles Foto, gelungene Belichtung usw. haben keinen Platz mehr. Die Frage, ob man sterben muss, ist bereits ausgeklammert; es richtet sich die Frage im Kontext auf die Betreuung im Krankheitsfall. Der Begleittext erzählt davon, dass es einem Todkranken ermöglicht werden konnte, sein Lebensende würdig zu akzeptieren, d.h. nämlich, er sei friedlich gestorben

Die verschlossene Ampulle symbolisiert vielleicht
die Gesellschaft, die den Kranken Mittel = Möglichkeiten verschafft zur Genesung, aber auch zu einem freiwilligen Lebensende
das Pflegepersonal im Hospiz, das seine Möglichkeiten zielgerichtet einsetzt
- durch die Schärfe der Darstellung den Blick auf ein Weiterleben der Zurückgebliebenen,

Die abgebrochene Ampulle steht vielleicht
für den nicht mehr behandlungsbedürftigen Patienten
für die strittige Frage nach der Sterbehilfe

Die Materialien im Hintergrund symbolisieren das Instrumentarium, das der Medizin und das der Gesellschaft zur Verfügung steht. Beides verschwimmt in seiner Darstellung, beides ist aber in der Praxis tatsächlich auseinander gedriftet und ein Konsens ist nicht erreichbar, weil die unterschiedlichen Interessen nicht klar definiert werden.



Doris24, 1.05.2012 um 5:38 Uhr

@elstp.
Zuererst ein ganz großes Danke, dass Du Dich mit meinem Beitrag auseinandergesetzt hast.

Die Ampullen stehen für Schmerzlinderung, Sedierung, Bekämpfung von Atemnot und Angst .Sie werden eingesetzt, um Sterbenden den Übergang in eine andere Welt zu erleichtern.
Es handelt sich also um keinen lebenserhaltenden Stoff".
Die beiden Ampullen sollen die Menge, die ermittelt werden muß, wie viel und in welchem zeitlichen Abstand dieses Mittel vonnöten ist, bzw. welche Dosis ausreicht, um den gewünschten Effekt wie Schmerzlinderung usw. zu erzielen, symbolisieren.
Dies gilt es, einfühlsam und mit kleinen Gaben beginnend (antittrieren nennt man es im Fachjargon) heraus zu finden und immer wieder dem Sterbeprozeß anzupassen.
Diese Utensilien waren hier in meinem Fall zu Hause vor Ort, wo ich als Krankenschwester im Auftrag vom Hospiz als Nachtwache tätig war.
Es geht also hier nicht mehr um Genesung oder Leben erhaltende Maßnahmen,und ebenso wenig um Sterbehilfe sondern ausschließlich um
Palliativ-Pflege.
Sterben dürfen - Die Würde des Menschen muss auch und gerade bei unheilbar kranken und alten Menschen respektiert und bewahrt bleiben. Viel zu oft allerdings setzen sich Ärzte über den Willen ihrer Patienten hinweg, tun alles, was medizinisch und technisch möglich ist, und tragen so eher zur qualvollen Sterbeverzögerung als zur sinnvollen Lebensverlängerung bei.

in aussichtslosen Situationen ein friedliches Sterben zu ermöglichen - das ist das Ziel der Hospizbewegung.
Cicely Saunders, die Begründerin des ersten Hospizes in England, studierte nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester Medizin und forschte intensiv über Morphium, um den damals gängigen Mythos, dass Morphium eine medizinisch unbrauchbare Droge sei, zu widerlegen. Im Jahre 1962 gelang es ihr zu beweisen, dass bei richtiger Verwendung des Morphiums keine Suchtprobleme auftreten.
Damit stellte sie das Prinzip einer einer schmerzlindernden oder schmerzunterdrückenden Medizin auf eine wissenschaftliche Basis.
C, Saunders mußte noch lange kämpfen, bis ihre Methode die verdiente Anerkennung fand:
1987 erst wurde die Palliativmedizin in Großbritanien zu einer medizinischen Fachdisziplin. Einige Jahre später zog Deutschland nach. Doch in der BRD wird Morphium zur Schmerzlinderung bis heute in wesentlich geringeren Mengen als beispielsweise in Dänemark oder in Großbritannien verschrieben.



ingeborg m., 3.05.2012 um 15:46 Uhr

...fast jeder Mensch möchte zu Hause sterben, aber wie wenigen ist dies vergönnt?
Da leisten Hospize und Palliativstationen und viele ehrenamtliche Hospizhelfer sehr wertvolle Arbeit.
- Gut wäre es, wenn wir alle uns frühzeitig mit diesem Thema auseinandersetzen würden.
Gut, dass Du es hier aufgreifst!
LG Ingeborg
Ich wünsche Dir immer viel Kraft für Deine wertvolle Arbeit!



Rudolf Himmelrath, 9.05.2012 um 14:39 Uhr

Das sog. "Recht auf Selbstbestimmung" reduziert sich hierzulande auf die simple und uns durch die Politik und die Kirche(n) aufgezwungene Frage, ob der Patient (oder dessen Angehörige) denn zuetzt auch Palliativmedizinische Betreuung befürworten, oder nicht.

Das eigentliche Recht auf Selbstbestimmung ist aber ein ganz anderes, nämlich das, entscheiden zu dürfen, ob man es überhaupt so weit kommen lassen will oder nicht!

Ich habe erst dann ein wirkliches Recht auf Selbstbestimmung, wenn ich mir sowohl den Todeszeitpunkt, als auch die Art, wie ich aus dem Leben scheiden möchte, selbst aussuchen kann!

So lange das hier nicht möglich ist, wird es einen entsprechenden "Tourismus" in die Schweiz, oder andere Staaten auch weiterhin geben.

Die Heuchelei mit der Kirche und Staat gegen diese ungewollte und vehement verteufelte Art der Selbstbestimmung agieren, wird nur noch übertroffen von deren Streben nach Pfründen und "weltlicher" Macht!

Sich rechtzeitig mit dem Tod auseinanderzusetzen bedeutet nämlich auch ein Stück weit gelassener werden zu können, oder loslassen zu können/zu wollen!

Palliativ-ähnliche Ansichten/Vorgehensweisen ihres Hausarztes haben beispielsweise meiner Mutter ermöglicht, "in Ruhe" zuhause im Kreise ihrer Kinder sterben zu können. ICH möchte jedoch auch solch eine vermeintlich "günstigere" Alternative zur bekannten Apparatemedizin auf Intensivstationen weder mir, noch unseren Kindern, oder deren Familien antun!

Jedes größere Tier, das unter solchen Bedingungen vegetieren müsste, würde ohne lange Diskussionen von seinem Leiden erlöst! Ein Mensch, der im vollen geistigen Bewußtsein Wochen, oder Monate, leiden muss, wird vorsätzlich, oder zumindest mit Billigung der sogenannten "moralischen Instanzen" gequält! DAS ist der eigentliche Skandal, dem sich der Mensch als denkendes Inividuum entgegen stellen müsste.

Auch meine Frau ist Krankenschwester und ich habe größte Hochachtung vor den meisten ihrer Kolleginnen und Kollegen, aber auch sie teilt meine Meinung und möchte dann gehen (können), wenn SIE es für richtig, vertretbar und angemessen hält!

Palliativmedizin, für die, die es WÜNSCHEN, ist Glück für die, die auch damit eine vernünftige Begleitung auf ihrem letzten Lebensabschnitt erhalten können!
Aber dies bitte nicht mit dem sog. "Recht auf Selbstbestimmung" verwechseln!

LG
Rudolf



Himmelsstürmer, 29.08.2012 um 17:22 Uhr

Hallo Doris,
nicht viele Worte, aber die sich stellende Frage, wie wollen wir (ich) sterben, darüber denke ich schon so manchmal nach, wenn auch nur oberflächlich, denn eigentlich will ich da nicht so sehr in die Tiefe gehen.
Angst, Selbstschutz? Ich weiß es nicht! Aber ich weiß, dass sich auch meine Mutter mit dem Sterben literarisch auseinandergesertzt hat. Ich hatte auch dern Eindruck, dass sie dem Tod recht gelöst "in die Augen geschaut hat". Das wäre auch ein Wunsch von mir, keine Angst zu haben, vor dem Einschlafen für immer. Aber, da bin ich mir sicher, da muss ich mich sicherlich tiefer mit dieser Thematik auseinandersetzen. Dazu fehlt mir jetzt noch die absolute Bereitschaft. Die Verdrängung siegt momentan. Ich wünsche mir, die richtige Zeit dazu wird kommen. Hoffentlich!!!

Herzl. Gruß, Ulli



Der Wolle, 30.08.2012 um 12:02 Uhr

"Statt Todkranke um jeden Preis am Leben zu erhalten, müssen Mediziner lernen, in aussichtslosen Situationen ein friedliches Sterben zu ermöglichen. Gerade hier, so de Ridder, sind Ärzte gefragt, als Begleiter, als Fürsorger."
Prinzipiell stehe ich auch voll und ganz hinter den Satz "Die Würde des Menschen ist unantastbar"
Dieser Satz in deinem Statement unterm Bild gibt mir Anlass, zu hinterfragen. Ich unterstelle keinem Arzt, dass er nicht ethisch und moralisch verantwortlich denkt und handelt. Und jeder Arzt hat einen Eid auf das Leben geleistet.
Was ich allerdings glaube, ist die Tatsache, dass oftmals die rechtliche Situation in solchen Grenzfällen strittig ist und Ärzte da oft einfach schlicht und ergreifend überfordert sind.



Doris24, 7.11.2012 um 23:16 Uhr

http://web.ard.de/themenwoche_2012/



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