Mandrille: Mutter mit Kind beim Graszupfen - ihrer Lieblingsbeschäftigung!

Mandrille: Mutter mit Kind beim Graszupfen - ihrer Lieblingsbeschäftigung!

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Uwe Vollmann


Premium (Complete), Gratwein / Graz-Umgebung

Mandrille: Mutter mit Kind beim Graszupfen - ihrer Lieblingsbeschäftigung!

In Zoos - so auch im Tierpark Herberstein - sind Mandrille zwar "alte Bekannte", dennoch gehören sie zu den am wenigsten erforschten Primaten.

Über das Mandrill-Leben im Freiland ist nicht viel bekannt; zu unzugänglich ist der Lebensraum der Mandrille. Im Gegensatz zu den Steppenpavianen bewohnen sie dichte Urwälder, wo nur kurzfristige Beobachtungen möglich sind. Hinzu kommt, dass Mandrille sehr scheu sind und sich menschlichen Blicken meistens schnell entziehen.

Nur der "Pascha" trägt Kriegsbemalung. Die auffällige Gesichtsfärbung wird nur von "Haremsmännchen" getragen, ausgewachsenen, kräftigen Mandrill-Männern, die mehrere Weibchen um sich scharen. Zusammen mit Kindern und Jugendlichen können solche Gruppen bis zu 20 Tiere umfassen.

Durch die Signalfärbung ist der "Pascha" im dichten Unterholz des Urwaldes jederzeit für die Gruppenmitglieder sichtbar. Sollte er doch einmal außer Sichtweite geraten, ist immer noch seine Stimme zu hören, ein typisches Knurren, mit dem er ständig seinen Standort anzeigt. Die Gruppe orientiert sich am "Haremsmännchen" und ist auf seinen Schutz angewiesen.

Ausgewachsene Mandrill-Männer besitzen lange, scharfe Eckzähne und sind äußerst wehrhaft. Mit einer Länge von fast einem Meter und einem Gewicht von beinahe 30 kg sind sie doppelt so groß und fast dreimal so schwer wie die Weibchen.

Wie bei vielen Primatenarten gibt es auch beim Mandrill verschiedene Formen der sozialen Organisation. Neben den Haremsgruppen gibt es auch Männchengruppen, in denen sich oft bis zu 200 männliche Mandrille unterschiedlichen Alters zusammenfinden.

Mandrille sind überwiegend Bodenbewohner. Nur die leichten Weibchen und Jungtiere klettern häufiger auf Bäume. Zum Ruhen ziehen sich auch die erwachsenen Männchen auf Bäume zurück, bleiben aber meistens in den unteren Stockwerken.

Der Speiseplan der Mandrille ist recht reichhaltig; neben vegetarischer Kost, wie Früchten, Blättern, Samen, Nüssen, Knollen und Wurzeln, erbeuten sie auch Wirbellose, vor allem Insekten.

Das "dämonische Grinsen", das von Kopfschütteln begleitet wird, hat den Mandrillen bei der einheimischen Bevölkerung den Namen "Teufel des Waldes" eingebracht. Völlig zu Unrecht, denn es ist alles andere als eine bösartige Geste; Mandrille begrüßen sich auf diese Weise und der auf uns Menschen so unangenehm wirkende Gesichtsausdruck hat unter Artgenossen einen beschwichtigenden und freundlichen Charakter.

Quelle: Internet: Tierdach, Tiere und Tierschutz - alles unter einem Dach

Mandrill- Idylle
Mandrill- Idylle
Uwe Vollmann


Kamera: Canon EOS 400D
Belichtung: 1/640 s bei f/10
ISO: 800
Brennweite: 400 mm
Objektiv: Cosina 100 - 400 mm
Software: Photoshop CS2 Mac.

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