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Hagioskop - Lepraspalte in der Kirche Midlum im Rheiderland

Hagioskop - Lepraspalte in der Kirche Midlum im Rheiderland

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Folkert Saueressig


Free Mitglied, Norden

Hagioskop - Lepraspalte in der Kirche Midlum im Rheiderland

Ostfriesland an der Ems,an der ev.-ref. Kirche aus dem 13. Jahrhundert in der Apsis.
Ein Hagioskop (griechisch hágios: heilig; skopein: sehen, betrachten), auch Lepraspalte genannt, ist ein Mauerdurchbruch in einem mittelalterlichen Kirchengebäude, der von außen den Blick ins Innere der Kirche auf den Altar erlaubt.

Manche Kirchen wurden im Mittelalter mit einer solchen Öffnung versehen, damit vom Gottesdienst ausgeschlossene Menschen das Geschehen am Altar verfolgen konnten. Ausgeschlossen waren exkommunizierte, seit dem Dritten Laterankonzil 1179 vor allem aber an ansteckenden Krankheiten wie Lepra leidende Menschen. Sie sollten eigene Gemeinschaften bilden, von geistlichem Trost jedoch nicht ausgeschlossen werden. Die Mauerdurchbrüche waren rund oder rechteckig, es gab zudem Öffnungen in Kreuzform. Häufig waren die Lepraspalten auf der zum Friedhof gelegenen Seite des Kirchengebäudes angebracht. Hagioskope befinden sich meist an Kirchen in Gebieten, die im Mittelalter dünn besiedelt waren, kaum in Kirchen größerer mittelalterlicher Städte.
Pentax ist DL

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