Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren und die Zugriffe auf unseren Webseiten zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Deiner Nutzung unserer Webseiten an unsere Partner für Emails, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen

Was ist neu?
Galaxie - NGC 891 - Andromeda II - reload

Galaxie - NGC 891 - Andromeda II - reload

1.233 17

Helmut - Winkel


Basic Mitglied, Freudenberg

Galaxie - NGC 891 - Andromeda II - reload


Galaxie - NGC 891 - Andromeda I


Aufnahmedaten : NGC 891 Andromeda

Aufnahmedatum : 3.12.1989
Aufnahmeort : Freudenberg i. Südwestfalen
Instrument : 8 Zoll-SC-Teleskop
Blende : 10
Öffnung : 200 mm
Brennweite : 2000 mm
Kamera : Tiefkühlkamera
Film : Fujichrome 1600 P
Filter : -
Belichtungszeit : 40 Minuten
Entwicklung : E-6-Prozess, 6 Min./38°C
Ausschnittvergrößerung : 3 X
Bearbeitung : Adobe Photoshop 6.0


NGC 891 ist eine wunderschöne Spiralgalaxie im
Sternbild Andromeda, die wir direkt von der Kante
her sehen.
Sie wurde im August 1783 von Friedrich Wilhelm
Herschel entdeckt und zeigt eine deutlich sichtba-
re Staubbahn entlang ihres schmalen Äquators.
Dieser Staub kann unter günstigen Bedingungen
schon in einem 12-Zoll-Teleskop gesehen werden.

Bei einer Entfernung von etwa 27 Millionen Lichtjah-
ren erscheint sie mit einer Helligkeit von 10 mag bei
einer Ausdehnung von 13,5 x 2.8 Bogenminuten.
(Das ist etwas weniger als der halbe Monddurch-
messer in der Längsausdehnung).
Etliche Milliarden Sterne umkreisen NGC 891 jedoch
schneller als man es bei einer Kreisbahn erwarten
würde. Infrarotaufnahmen mit dem 3,5 m Teleskop
am Kitt Peak legen nach gründlicher Untersuchung
nun den Verdacht nahe, das NGC 891 einen Balken
besitzt, der im sichtbaren Licht wegen der Kanten-
stellung nicht zu erkennen ist.
Eine interessanterweise seitenverkehrte Aufnahme
des Kitt Peak, zeigt sehr eindrucksvoll Staubwolken,
die sich bis zu 2000 Lichtjahre weit in den inneren
Halo erstrecken. Solche Effekte bringt man für ge-
wöhnlich mit Supernovae in Verbindung, doch im
vorliegenden Fall sind so viele Staubströmungen
vorhanden, das sich dies nicht so einfach damit
erklären läßt.
Stattdessen vermutet man einen etwas gemäßig-
teren Prozeß, der dieses bewirkt, z.B. durch den
Lichtdruck der umgebenden Sterne.
NGC 891 gehört zu einer kleinen Gruppe Galaxien,
die man die NGC1023-Gruppe nennt. Diese enthält
u.a. die Galaxien NGC 925, 949, 959, 1003, 1023 und
1058.
Am 21. August 1986 wurde in NGC 891 die Supernova
1986J entdeckt, die die 14. Größenklasse erreichte. Es
lohnt sich also immer, Bilder von Galaxien mit früheren
Aufnahmen zu vergleichen.

Kommentare 17

  • Uwe Vollmann 10. September 2017, 11:31

    Hallo Helmut, gerade beim Betrachten dieser tollen Aufnahme wird man sich bewusst, wie weit und groß das Universum ist! Auch hier hast Du alles super interessant in Deinem informativen Text beschrieben, ich bin begeistert!
    LG Uwe
  • Trautel R. 19. Februar 2010, 7:42

    da schließe ich mich doch jetzt gerne ilona an, weil ich weiß, dass auch sie romantisch veranlagt ist.
    lg trautel
  • ilona enz 14. Februar 2009, 0:14

    Ich liebe Sternenhimmel. Es ist besoders schön ausserhalb die Städte. Sehr schöne Aufnahme von sooooo weit! Du kennst du dich großartig aus, mein Respeckt Helmut. Wieviel man da hinausschauen muß, das alles zu wissen, wo was liegt.....und vor über 200Jahren ist es schon möglich gewesen, einfach unglaublich......LG Ilona
  • Ursula Sprenger 14. Juli 2007, 22:22

    Wow, Klasse, Super, was passt zu der Aufnahme?
    Mir fehlen die Worte.
    Gruß
    Ursula
  • Nikolaus R. 14. März 2007, 17:54

    Wie schon beim 1 Bild erwähnt: beeindruckend!
    Hätte da noch eine Frage:
    Du sagst:
    "Solche Langzeitaufnahmen stellen an den Fotografen oftmals höchste Anforderungen hinsichtlich der Konzentration. Im Winter wird dies natürlich bei sehr tiefen Temperaturen zusätzlich erschwert."
    Ist es nicht gerade im Winter in kalten klaren Nächten am besten zu fotographieren wegen der Unschärfe die die Luft einbringt?
    Merkt man einen großen Unterschied zwischen dem Sommer und dem Winter?
    (Also musst du dich gerade bei den kältesten Temperaturen rausstellen um die besten Bilder zu bekomen oder?)

    LG Nikolaus
  • Helmut - Winkel 13. März 2007, 19:32

    Ganz herzlichen Dank an alle für die zahlreichen Anmerkungen.
    @Fri Lo
    Hier die Antwort auf die Frage hinsichtlich der Nachführung einer Kamera bei astronomischen Langzeitbelichtungen:
    Die astronomischen Instrumente inklusive Kamera sind auf einer Montierung befestigt, die aus zwei senkrecht aufeinander stehenden, motorbetriebenen Achsen besteht. Die eine Achse bezeichnet man als Polachse, da sie exakt parallel zur Erdachse ausgerichtet werden muss (ausgerichtet auf den Himmelsnordpol,wenn man sich auf der Nördlichen Hemisphäre befindet), so dass man die (scheinbare) Bewegung der Gestirne am Firmament (die ja durch die Erdrotation hervorgerufen wird) ausgleichen kann. Solche Langzeitaufnahmen stellen an den Fotografen oftmals höchste Anforderungen hinsichtlich der Konzentration. Im Winter wird dies natürlich bei sehr tiefen Temperaturen zusätzlich erschwert.
    Wenn Du mal einen Blick in mein Profil wirfst, siehst Du dort auf dem Bild, dass meine rechte Hand auf der 35mm-Tiefkühlkamera ruht, die fokal mit dem 8" Schmidt - Cassegrain - Teleskop verbunden ist.
    Aufgesattelt auf diesem ein 90mm - Maksutov - Cassegrain - Teleskop, das ich in den ersten Jahren zur Nachführung benutzte - mit nur mäßigem Erfolg. Ich verwendete letztlich dann ein Off Axis System. Doch erst nachdem wir einen weiteren Schwachpunkt - das sog. Shifting (Kippen des Hauptspiegels) durch Arretierung beseitigt hatten, traten keine Nachführfehler mehr auf.
    Unter dem Hauptteleskop ist die Schmidtkamera befestigt, die wohl effektivste Kamera in der Astrofotografie. Sie eignet sich wegen ihrer Lichtstärke und ihres großen Gesichtsfeldes in Verbindung mit entsprechendem Film - und Filtermaterial für alle Deep Sky Objekte - Sternhaufen, Gasnebel, Galaxien und Galaxienhaufen - hervorragend. Dieses Instrument hat mir bisher am meisten Freude bereitet. LG Helmut
    Sternsucher...
    Sternsucher...
    Helmut - Winkel

  • Uwe Sievers 12. März 2007, 21:34

    Beeindruckende Aufnahmen aus unserem Universum, wenn gleich mir auch dazu der Ahnungsschein fehlt.
    Super
    Gruß Uwe
  • Jürgen in NRW und sonstwo 12. März 2007, 15:22

    Outstanding Performance!

    Unvorstellbar, toll gemacht!

    VG
    Jürgen
  • Steffen Kuehn 12. März 2007, 14:52

    Man kann es kaum glauben was dort Draussen so alles vor sich geht.
    vG; Steffen
  • Hamsterflüsterer 12. März 2007, 8:58

    Hallo Helmut, nicht ganz wieder auf dem Damm, aber ich bin wieder da!
    Ich verstehe davon auch nichts, aber schöne Fotos sind es auf jeden Fall!
    Gruß Ariane
  • Maria J. 11. März 2007, 18:37

    Der Lichtdruck der umgebenden Sterne erzeugt hier Staubwolken!? Unfaßbar!
    Wieder eine spannende Info!
    LG Maria
  • Jü Wei 11. März 2007, 8:22

    habe ja nicht so viel ahnung davon, aber es gefällt mir sehr
    LG
    Jürgen
  • Mick-el-Angelo 11. März 2007, 7:17

    Hervorragende Doku und wieder eine fantastische Ansicht.
    LG, Michael
  • Fri Lo 10. März 2007, 23:33

    Wirklich toll gelungene Aufnahme, hat dein Teleskop einen Antrieb der die Erdrotation ausgleicht, bei vierzig Minuten gibt es doch sonst nur Streifen.
    LG
    Fri Lo
  • Peter F.W. 10. März 2007, 22:59

    Sehr schön und in Farbe gefällt mir die Aufnahme auch gleich besser.
    lg peter