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Also sprach der Vogel Specht

Also sprach der Vogel Specht

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Also sprach der Vogel Specht

Vogel - Urteil

Als ich jüngst, mich zu erquicken,
Unter dunklen Bäumen sass,
Hört’ ich ticken, leise ticken,
Zierlich, wie nach Takt und Mass.
Böse wurd’ ich, zog Gesichter,
Endlich aber gab ich nach,
Bis ich gar, gleich einem Dichter,
Selber mit im Tiktak sprach.
Wie mir so im Versemachen
Silb’ um Silb’ ihr Hopsa sprang,
Musst ich plötzlich lachen, lachen
Eine Viertelstunde lang,
Du ein Dichter? Du ein Dichter?
Stehts mit deinem Kopf so schlecht? -
"Ja, mein Herr! Sie sind ein Dichter!"
- Also sprach der Vogel Specht.

Friedrich Nietzsche

http://www.youtube.com/watch?v=xDRzuKf6YaI&feature=related

Kommentare 5

  • comradekiev 21. September 2009, 22:53

    Wenn ich sie mal sehe zappeln sie immer so rum, dass an ein Foto gar nicht zu denken ist. Aber zuschauen tu ich ihnen dann gerne. Zumindest so lange sie mich lassen, bevor sie empört von dannen fliegen.

    LG, Birte
  • Angelika El. 20. September 2009, 22:30


    Oh, er hat einen ganz exponierten Platz auf den prächtigen Baumpilzen... Ein wirklich gelungener Schnappschuss dieses doch recht scheuen Vogels...

    LG!
    Angelika

  • D. Bahr 20. September 2009, 21:22

    Sehr schönes Bild. Klasse eingefangen.
    Oft hört man sie nur im Wald, aber beim genauen hinschauen hat man Glück und sieht ihn wie du.
    LG Daniel
  • Norbert Kappenstein 20. September 2009, 21:12

    Ob Du es glaubst oder nicht, ich habe es schon so oft versucht einen dieser wunderbaren Vögel zu erwischen. Es ist mir noch nie gelungen, obwohl ich ja fotomäßig viel unterwegs bin wie Du weist.
    Da kann ich Dir wirklich nur gratulieren.
    LG Norbert
  • Günter Suppé 20. September 2009, 21:00

    Daß Nietzsche auch Verse geschmiedet hat, und dazu so humorvolle, war mir bisher unbekannt.
    Sie stellen jedenfalls eine lebendige Tiktak-Verbindung her zu dem Meister des taktvollen Tickens im Walde.
    Egal,ob du ihn so aus der Ferne abgelichtet hast, weil Du gerade keine andere Optik zur Hand hattest, oder ob es Dir wichtig war, ihn uns in und mit seinem Revier zu zeigen, der Reiz Deines Fotos liegt für mich darin, daß es etwas von der Heimlichkeit dieses bildschönen geschnäbelten Zimmermanns vermittelt, für dessen Fleiß es zwar viele Ohrenzeugen gibt, den aber nur wenige jemals zu Gesicht bekommen.
    Eine stärkere Vergrößerung würde ihm sicher einiges vom Zauber seiner Heimlichkeit nehmen.
    Vielleicht wäre es aber für die kompositorische Spannung im Bild doch von Vorteil gewesen, wenn
    Du ihn etwas aus der Mitte genommen hättest.
    Liebe Grüße,
    Günter