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DefConData


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Über mich

Ich bin durch meinen Vater in die Fotografie eingestiegen. Für mich ist dies nur ein kleines Hobby welches ich viele Jahre nicht richtig betrieben habe. Mit dem Aufkommen der Digitalfotografie habe ich im Jahre 2000 wieder etwas verstärkter angefangen zu fotografieren. Im Jahre 2012 habe ich mir meine erste APS-C Systemkamera mit Wechselobjektiven zugelegt. Seit dem fotografiere ich mehr und man kann Fotografieren und Bildbearbeitung zu meinen Hobbies zählen. Beruflich bin ich im IT Bereich tätig und so wird dies nur ein kleines Hobby für mich bleiben. Ich beschäftige mich mit vielseitigen Motiven, allerdings werde ich hier im wesentlichen nur Natur, Landschafts, Motiv und Architekturaufnahmen veröffentlichen.

Kommentare 11

  • Hartmut Ustorf 4. Februar 2018, 12:38

    Du, ich habe irgend ein Problem mit den Quickmails. Das Icon auf der Website zeigt 3 Eingänge an, aber ich kann nur eine Mail öffnen, die anderen werden nicht angezeigt. Geöffnet wurden Deine Ausführungen zur Villa Hügel. Darauf habe ich 2x geantwortet. Dann werden nur noch 2 angezeigt, aber wenn ich darauf klicke, erscheinen erneut dieselben Villa-Hügel-Kommentare, die ich schon beantwortet habe. Also keine Ahnung, was in den beiden anderen steht.

    Schon neulich, als Du 2 Mails geschrieben hattest, konnte ich immer nur dieselbe Mail öffnen, die andere blieb unsichtbar. Die erschien erst dann, als ich die erste beantwortet hatte. Also ohne Antwort auf die geöffnete Mail blieb die andere unsichtbar. Ich MUSS also offenbar antworten. Jedenfalls ist das so bei mir. Aber eben nicht heute. Da bleiben die anderen Mails unsichtbar.
    Sorry, ich kann da nicht mehr machen. Ich weiß also nicht, was Du mir außer zur Villa Hügel noch geschrieben hast (wenn Du es überhaupt bist, der diese Mails geschrieben hat. Diese Mails öffnen sich nicht.
    Gruß Hartmut
  • DefConData 8. Januar 2018, 20:51

    Nicht das wir uns falsch verstehen. Ich finde deine Arbeiten genial. Es gibt aber immer mehrere Möglichkeiten um ans Ziel zu kommen. Deine Technik mit den Tilt Shift Objektiven ist eine wirklich coole Sache. Im Moment ist die Vorgehensweise noch nichts für mich, aber ich werde das im Auge behalten. Das Problem ist das ich ein Spontanfotograf bin und die Technik mit Tilt Shift ist im Moment zu zeitaufwändig für mich. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen das sich das irgendwann ändert. Ich bin mal gespannt zu welchen Ergebnissen du mit meinen Links kommst.
  • Hartmut Ustorf 7. Januar 2018, 23:10

    Ich schaue mir Deine Referenzen heute abend nicht mehr an, also die Links zu anderen Websites. Morgen hole ich das nach.

    Ja, ich bin seit 2 Jahren sehr glücklicher Rentner. Ein extrem rühriger Fotograf war ich als Student, das hat mich auch ein paar Semester gekostet. Da habe ich praktisch ausschließlich für die Fotografie gelebt für ein paar Jahre. Mein ganzes Geld, an das ich damals halt irgendwie gelangt bin, habe ich für meine Kameraausrüstung, mein Farbfotolabor und für meine Stereoanlage ausgegeben. Ich habe an der TH Aachen Elektrotechnik studiert. Und weil dort fast alle Studenten irgendwie technikaffin sind, war der Kampf um die beste Stereoanlage ein Prestigewettkampf, vor allem unter demselben Dach im Studentenheim. Den habe ich aber haushoch verloren! Da hatten andere sehr viel mehr Geld als ich!

    Aber den Fotowettbewerb: Den habe ich nicht verloren. Da hinein habe ich mein Herzblut gesteckt und auch sehr viel Geld. Ich hatte auch eine Großformatkamera, Negativgröße 9x12 cm. An diese Qualität kommt bis heute keine Digitalkamera heran, vielleicht gerade mal ein dänisches Modell, aber nicht einmal ein bekanntes deutsches Modell.

    Als ich ins Berufsleben einstieg, war das Fotografieren beendet. Aber ich war erstaunlicherweise nicht einmal traurig darüber. Komisch, nicht wahr, wo das doch mal fast mein ganzes Leben war...

    Ich lege sehr großen Wert auf Bildbearbeitung! Nicht ein einziges meiner Fotos ist unbearbeitet. Das ist der interessanteste, der spannendste und der heraufordendste Teil in der gesamten Prozeßkette. Wenn ich das Stacking noch nicht aus meiner eigenen Praxis kenne, dann bedeutet das nicht, daß ich nicht bearbeite. Ich habe es bisher noch nicht vermißt. Das kann sich aber ändern. So wie beim Focus-Stacking probiere ich das ganz bestimmt mal aus. Und wenn es mir was bringt, behalte ich es bei. Wenn nicht, vergesse ich es wieder. So wie beim Focus-Stacking. Damit kann ich nichts anfangen. Diese Erkenntnis ist mir aber erst gekommen, nachdem ich sie ausprobiert habe. Ich habe sie sogar technisch einwandfrei hinbekommen. Aber ich kann damit nichts anfangen.

    HDR hingegen halte ich für unverzichtbar. Bei starken Kontrasten ist sie ein Must-Have.

    Und auch wenn ich mit Tilt & Shift arbeite statt am Computer zu korrigieren, dann hat das nur einen einzigen Grund: Die totale technische Überlegenheit dieses Verfahrens. Das Bild gelangt entzerrt auf den Sensor. Es geht dabei die Qualität nicht verloren. Beim Entzerren am Computer geht immer Qualität verloren. Das habe ich ja schon einmal in einem früheren Beitrag im Detail erläutert.
    Gruß Hartmut
  • Hartmut Ustorf 7. Januar 2018, 22:15

    Laß' mich mal bitte noch etwas nachtragen, was ich für sehr wichtig halte:

    Wenn Du viel mit Tilt & Shift-Objektiven fotografierst wie ich, dann gewöhnst Du Dir eine sehr hohe fotografische Disziplin an. Bevor Du auf den Auslöser drückst, wählst Du sehr exakt den Standort aus, Du wählst exakt den Bildausschnitt, Du achtest peinlichst darauf, die Kamera geradezuhalten, Du achtest sehr genau darauf, daß keine Linie schräg verläuft, die nicht schräg verlaufen soll (genau darum hast Du Dir ja das Objektiv zugelegt oder vielleicht auch geschenkt bekommen, haha) und diverse konstruktive Bildelemente mehr.

    Das sind die Dinge, auf die ich zuallererst achte, wenn ich mir ein fremdes Bild anschaue. Bevor ich überhaupt sehe, WAS der Fotograf fotografiert hat, fällt mir vollautomatisch und ohne mein Zutun zuerst ins Auge, WIE er es fotografiert hat. Also ich sage mal, die technische Bildkonstruktion. Damit meine ich nicht die Motivauswahl, nicht den Kontrast oder die Helligkeit, nicht die Farbgebung und die Farbkonstruktion, also die "weichen" Faktoren. Denn wenn die technische Konstruktion nicht stimmt, die Bildschärfe übrigens eingeschlossen, dann verliert für mich ein Foto stark an Wert; dann sind in meinen Augen die "weichen" Faktoren bereits unwichtig. Dann stimmt das ganze Foto schon nicht mehr.

    Zu den wichtigen technischen Konstruktionsmerkmalen zähle ich übrigens auch die Korrektur von Objektivfehlern, die praktisch jedes Objektiv aufweist. In erster Linie sind das kissenförmige oder tonnenförmige Verzeichnung, letztere praktisch ausschließlich bei Weitwinkelobjektiven. Ebenso Abschattung in den Ecken, sofern diese nicht absichtlich herbeigeführt wird sowie Unschärfe in den Ecken. Abschattung und Unschärfe lassen sich in der Regel durch Abblenden überwinden. Also blendet man dann eben ab! Diese Fehler kann man jedoch gelten lassen, vor allem die Randunschärfe, wenn man Portraits macht oder Motive vor unscharfem Hintergrund fotografiert. Da interessiert die Randunschärfe nicht, weil man sie wegen der allgemeinen Hintergrundunschärfe sowieso nicht sieht. Aber wenn ich sehe, was Du so alles fotografierst, da muß das Foto bis in die Ecken scharf sein.

    Diese Denke und Vorgehensweise ist für die meisten Fotografen einfach nur kleinlich oder pedantisch. Okay, kann sein, aber alle diese Dinge spielen eine unglaublich wichtige Rolle für die Wahrnehmung eines Fotos und für seinen Wert. Wenn Du Dir z.B. eine Straßenszene mit gestürzten und gebogenen Linien anschaust, vielleicht auch noch mit schief gehaltener Kamera, und daneben das gleiche Bild mit vollständig korrigierten und geraden Linien, perfekt ausgerichtet, dann wird Dir vielleicht überhaupt das erste Mal in Deinem Fotografenleben bewußt, wie wichtig diese scheinbar unwichtigen Faktoren sind! Ein korrigiertes Foto wirkt ganz anders. Ich gehe oft Leuten gehörig auf den Wecker, wenn ich sie auf solche Fehler in ihren Fotos aufmerksam mache, das weiß ich sehr genau. Aber die meisten Fotografen, auch in der Fotocommunity, lassen gerne Fünfe gerade sein und sehen großzügig darüber hinweg, halten es für total unwichtig, solange sie nicht dasselbe Motiv mal mit perfekter Korrektur gesehen haben. Erst dann geht ihnen ein Licht auf.

    Wie gesagt, das gewöhnst Du Dir automatisch an, wenn Du mit Tilt & Shift-Objektiven fotografierst. Ich nenne das die Aneignung fotografischer Disziplin.
    Gruß Hartmut
  • Hartmut Ustorf 7. Januar 2018, 20:53

    Hallo.
    Ich fange mal bei Deinem Kommentar hinten an:
    Das kann ich nicht unbedingt beurteilen, ob das mit Stativ oder aus der Hand fotografiert wurde. Das hängt von den Lichtverhältnissen an Ort und Stelle ab. Bei hoher ISO-Zahl ja, da ist das möglich. Problematisch könnte es lediglich sein, wenn Du mehrere identische Fotos im Rahmen des Stacking zur Deckung bringen mußt. Da ist ein Stativ auf jeden Fall besser. Aber wenn Du mehrere Fotos in schneller Bildfolge fotografierst, und eine ruhige Hand hast, dann ist das sicher möglich, wie du ja mit dem Foto zeigst. Trotzdem: 15 Fotos sind auf jeden Fall sehr gewagt ohne Stativ. Ich glaube, da spielt dann auch viel Glück eine Rolle, oder? Ich weiß das von der HDR-Fotografie, die ich auch schon mal mit freier Hand fotografiert habe. Aber nur zum Test mit akzeptablen oder sogar guten Ergebnissen. Heutzutage mache ich das aber nur noch mit Stativ und geringer ISO-Zahl.

    Aber sei versichert: Mit einem Tilt & Shift-Objektiv hättest Du bei diesem Foto keine stürzende Linie zurückbehalten. Das wäre unter Garantie eine 100%ige technische Lösung. Es gibt keine Szenerie, die geeigneter wäre für ein Tilt & Shift-Objektiv als diese

    Altstadt-Panorama
    Altstadt-Panorama
    DefConData


    und ähnliche, die Du fotografiert hast. Eigentlich für alle Deine Szenenfotos.

    Du hast mit Deiner Feststellung recht, daß bei hohen Gebäuden man nicht vollständig entzerren sollte, weil wir auch bei unserem natürlichen Sehen ein solches Gebäude oben kleiner sehen, ansonsten sieht es auf dem Foto so aus, als würde es oben breiter. Das ist nicht nur völlig unnatürlich, es ist auch unästhetisch.

    Das sind jedoch Ausnahmefälle, die man wahrscheinlich außerordentlich selten oder gar nicht fotografiert.

    Bei diesem Foto aus Lüttich



    erkenne ich das Problem aber noch nicht; dazu ist das Haus nicht hoch genug. Und außerdem wird dieser Effekt, solltest Du ihn hier denn erkennen, durch die Dachkanten, die von vorne an den beiden Seiten entlang verlaufen und dann abbrechen und die so aussehen, als hätte man der Rundung eine Kappe aufgesetzt, überlagert, so daß das nicht auffällt. Vielleicht entsteht dieser Eindruck überhaupt erst durch die besagte Kappe.

    An diesem Bild aber erkennt man, daß in der Regel ein Hochhaus nicht alleine in der Gegend steht sondern immer auch von Bauten umgeben ist, die man automatisch mitfotografiert (außer im Hochformat, das ich jedoch nicht mag und daher nur sehr, sehr selten anwende). Und dann entsteht das Problem, daß am Bildrand an den anderen Gebäuden stürzende Linien entstehen, wenn man nicht vollständig entzerrt. Das will ich aber auf gar keinen Fall. Eine sehr schlechte Lösung wäre es dann, alle stürzenden Linien außer denjenigen des Hochhauses separat am Computer zu entzerren. Das ist nämlich eine schreckliche, unästhetische Diskrepanz zu den stürzenden Linien des nicht vollständig entzerrten Hochhauses und fällt sofort sehr negativ auf. Ich habe das mal probiert und ganz schnell wieder gelöscht, bevor ich überhaupt fertig war.

    Das Problem ist also gar nicht lösbar. Das ist aber für meinen Fotostil nicht von Bedeutung, weil ich so etwas nicht fotografiere. Ich lege daher immer größten Wert auf die vollständige Entzerrung.

    Wenn man das Tilt & Shift-Objektiv beim Fotografieren aus der Hand verwendet, hält man die Kamera in der Regel niemals 100% gerade, dann muß man also am Computer nachentzerren. Das ist bei diesen in der Regel sehr kleinen Verzerrungen jedoch kein Problem.

    Grundsätzlich aber ist ein Stativ selbst bei hellem Tageslicht von Vorteil, viele Profifotografen fotografieren nur mit Stativ, egal wie hell es ist. Und in der Tat, nur so holst Du das letzte aus Kamera und Objektiv heraus. Wer ein Foto für - sagen wir - eine Ausstellung mit großformatigen Bildern verwenden will oder für eine hochwertige Publikation, sollte das grundsätzlich niemals frei Hand fotografieren sondern ausschließlich mit Stativ. Da bist Du zu 100% auf der sicheren Seite und mußt nichts mehr korrigieren (höchstens objektivbedingte Abbildungsfehler). Technisch ist so ein Bild fehlerfrei und mit der höchstmöglichen Qualität erstellt. Ein Stativ ist halt lästig, aber wer nur ganz ausgewählte Motive fotografiert ist immer gut beraten, dafür ein Stativ zu verwenden.

    Dieses Bild mit der Feuerwehr

    Feuerwehrgaragen Wiesbaden
    Feuerwehrgaragen Wiesbaden
    Hartmut Ustorf


    mag unnatürlich erscheinen, ja das tut es vielleicht sogar tatsächlich. Das habe ich auch mit ziemlichem Aufwand bearbeitet, damit es so künstlich aussieht. Da baumeln nämlich zunächst einmal Straßenlaternen herum, die mich gestört haben. Das ist aber noch das kleinste Problem:

    Hinter dem Gebäude stehen im Original allerlei Gewächse in Gestalt von Bäumen, die mich bei meiner Zielsetzung total gestört haben. Ich wollte gar keinen lebenden Organismus sehen, auch kein Gras zwischen den Plattenfugen vor den Garagen. Also habe ich das alles entfernt.
    Aufwendig war es, die durch die entfernten Bäume entstehenden Freiflächen mit dem natürlich Blau so zu füllen bzw. die Bäume mit Blau so zu überlagern, daß es zum Rest des Himmels paßt, ohne daß ich den Himmel ganz entfernen mußte und durch ein Computerblau hinterlegen mußte. Genau das wollte ich nicht. Und dabei muß das Blau nach unten hin allmählich heller werden, so wie wir das auch im Original sehen. Klar, das geht mit dem Verlauffilter und Computerfarbe auch problemlos zu bewältigen, aber ich finde, das sieht nie so aus wie das Original.

    Ergebnis: Ein total abstrahiertes Foto mit einem roten Querstreifen und einer riesigen Blaufläche. Mehr nicht. Daß das Auto dort genau in jenem Augenblick angefahren kam und die Garage aufging, als ich meine Einstellungen vervollständigt hatte, hat mich zunächst sehr geärgert, denn das war das letzte, was ich wollte. Aber als ich das Ergebnis am Computer sah, war ich plötzlich richtig begeistert, weil die ganze Szenerie wie aus dem Faller-Spielzeugbaukasten für eine Modelleisenbahn aussieht. Dieses Foto gefällt mir von allen meinen veröffentlichten Fotos mit Abstand am besten. Darum war es auch das allereste Foto das ich hochlud, als ich im August Mitglied wurde.

    Wie schon gesagt, alles was Du zum Thema Stacking ausführst, muß ich kommentarlos übergehen, weil ich davon noch nichts verstehe. Ich kenne nur die Theorie von dieser Technik, bin aber in der Praxis völlig unbeleckt. Darum kann ich auch Deine letzte Frage nicht kompetent beantworten. Das mußt Du mir aber jetzt noch nicht erklären, vielleicht komme ich auf Dich zu, wenn ich das mal anwenden will oder wenn ich es schon angewendet habe und nur Mist dabei herausgekommen ist. Dann bist Du vielleicht mein Rettungsanker! Ich kenne nämlich niemanden, der das anwendet, außer Focusstacking. Das kann ich auch, aber das ist für mich ohne Bedeutung.

    Gruß Hartmut
  • Hartmut Ustorf 3. Januar 2018, 22:31

    Ich danke Dir für Deinen Kommentar auf meinem Profil. Auch Dir ein Frohes Neues Jahr.
    Gerade erst vor wenigen Tagen hatte ich eine fast identische Diskussion mit einer Userin.
    Was Regeln betrifft, so beantworte ich Deine Ausführungen zunächst einmal mit "jein".

    Ganz klar, wer Regeln befolgt, macht nicht unbedingt langweilige Fotos. Und es ist immer auch gut, Regeln zu kennen. Ich sage aber immer etwas ironisch auch in anderen Zusammenhängen, doch durchaus mit ernstem Hintergrund: Wer die Benimmregeln kennt und beherrscht, der darf auch bewußt dagegen verstoßen! Aber wer sie nicht kennt und ahnungslos dagegen verstößt, der fällt nicht unbedingt positiv auf, um das mal zurückhaltend zu formulieren. Haha, ich kenne sie und beherrsche sie sogar, was meine Erziehung und mein mittlerweile abgeworfener beruflicher Zwang unabdingbar gemacht haben; aber ich mache und machte mir immer schon gerne einen Spaß daraus, dagegen zu verstoßen. Oder sagen wir so: Es ist nicht unbedingt Spaß, es ist das Bedürfnis, Fesseln zu sprengen, die die Etikette diktiert.
    Zum Beispiel als Gast in einem steifen und teuren Restaurant. Also nicht so, daß ich dort die Füße auf den Tisch lege. Darunter gibt es noch viele Varianten von weniger vulgären, aber auffälligen Verstößen. Für Herrn Knigge wäre ich wohl das geborene Schreckgespenst.

    Wenn ich von Regeln spreche, meine ich die Bildgestaltung, nicht die technische Realisierung.

    Für mich besteht Fotografie zu weit über 90% aus Intuition, wenn nicht gar zu 100%. Ein Bild alleine mit dem Kopf und ohne Intuition zu fotografieren, geht in die Hose. Wer keine Intuition hat, kann nur durch Zufall gute Fotos machen. Für den ist die Fotografie wahrscheinlich das falsche Hobby. Der kann vielleicht durch Regeln versuchen, sich selber ein Stützkorsett einzuziehen, aber so richtig funktionieren wird das nicht. Denn dann steigt er von der Intuition auf die Ratio um, wenn er vorher erst einmal eine fotografische Checkliste abarbeiten muß.

    Und eine andere, wahrscheinlich die wichtigste Voraussetzung für gute Fotos ist besonders wichtig, wenn man nicht den Zufall entscheiden lassen will: Ein Foto muß und sollte immer nur dem Fotografen selber gefallen, das muß er anstreben. Wenn er darauf zielt, anderen zu gefallen, hat er sich bereits unwiderruflich verirrt.

    Aus diesem Grund auch könnte ich niemals im Leben ein Auftragsfotograf werden und nehme auch nicht an Wettbewerben teil. Da müßte ich mich sehr weit von meinem eigenen Weg entfernen. Wie kann man sich da noch orientieren?

    Ich glaube, jeder bildende Künstler, jeder Maler, jeder Fotograf mit künstlerischem Anspruch kreiert das, was ihm gefällt und er kreiert es so, daß es ihm gefällt. Und er setzt dabei seine ganz persönliche Kreativität ein und läßt seine Gefühle und Empfindungen in sein Werk einfließen, daher ist so ein erschaffenes Werk auch so gut wie immer mit seinem Erzeuger in Verbindung zu bringen. Man kann ihn hinter dem Kunstwerk identifizieren. Ich glaube, er strebt nicht zuerst Bekanntheit an, die ergibt sich automatisch, wenn sein Werk die erforderliche Ausdrucksstärke ausstrahlt und, das ist natürlich im Sinne von marketingtechnischen Überlegungen auch wichtig, wenn er den richtigen Kanal findet, sein Werk zu exponieren um sich anderen gegenüber auszudrücken. Ob solche Künstler dabei irgendwelchen existierenden künstlerischen Standardregeln gefolgt sind, also z.B. Fotografen gestalterischen fotografischen Standardregeln, das bezweifle ich. Im Gegenteil: Sie setzen die Regeln neu!

    Wenn ich mir Fotos bekannter Künstler anschaue, dann vermag ich darin nicht unbedingt und immer das wiederzuentdecken, was in Fotokursen gelehrt wird. Vielmehr wird in Fotokursen oft etwas verkrampft versucht, so etwas darin zu finden und zu entdecken.

    Natürlich muß man dabei betonen, daß berühmte Fotos auch keine Breitenwirkung erzielen, also eine ausgedehnte Fangemeinde quer durch die Gesellschaft haben. Die werden so gut wie immer in Kunstzirkeln mit begrenztem Zugang gehandelt. Wer kennt denn schon einen Fotografen wie - sagen wir - Andreas Gursky oder viele andere von diesem Format? Den kannte ich selber nicht einmal bis vor wenigen Jahren, als eines seiner Fotos für 4,2 Mio US$ versteigert wurde. Und was ist mit diesem Foto? Hast Du schon mal jemanden kennengelernt, dem dieses Foto gefällt? Ich nicht! Die überwiegende Mehrzahl der Leute würde nicht mal einen Cent dafür bezahlen. Die fassen sich ratlos an den Kopf. (Google mal nach Rhein II, dann findest Du das besagte Foto)

    Ich hingegen bin davon sehr beeindruckt, und ich stelle gelegentlich bei mir fest, daß es meinen Fotostil ein bißchen beeinflußt hat, ohne daß ich es kopiere. Glaube ich jedenfalls. Ein solcher Einfluß wäre auch nicht das Schlechteste. Wie ich schon in meinem Profil betont habe, lerne ich ohne Ende durch die Betrachtung von Fremdfotos. Ich bin oft sprachlos darüber wenn ich sehe, was sich Fotografen oft für tolle Dinge einfallen lassen.

    Und dann gibt es natürlich solche Erlebnisse daß man zweifelt, wenn man verschwenderisch viele Lobe kriegt und das Foto pausenlos angeklickt wird: Nanu, hab' ich vielleicht was falsch gemacht? Wie kann das Foto so vielen Leuten gefallen? Ha, einerseits schmeichelt es dem Fotografen, so viel Anerkennung zu finden, dann aber auch kommen solche Fragen wie am Anfang dieses Absatzes gestellt. Aber darin auch liegt ja die Spannung in einer künstlerischen Betätigung, als die ich meine Fotografie verstehe. Das ist eine Spannung, die sich nie auflösen läßt. Da tingelt man fortlaufend hin und her.

    Also um das zusammenzufassen: Beim Fotografieren soll man nichts anderes anpeilen als Fotos zu schießen, die ausschließlich einem selber gefallen. Alles andere wäre Zeitverschwendung. Alles weitere ergibt sich - oder eben auch nicht!

    Ich habe Stacking noch nicht ausprobiert, aber ich habe eventuell Interesse daran, das mal zu tun, vor allem auch deshalb, weil man es, wie Du schreibst, ja auch ohne Stativ und mit hohen ISO-Zahlen machen kann. Allerdings würde ich es wohl trotzdem mit Stativ machen, um eine möglichst hohe Deckungsgleichheit der Einzelfotos zu erzielen.
    HDR ist ja auch so eine Art Stacking, also Stapelung. Dabei habe ich auch eine hinreichend feinkörnige Struktur festgestellt, auch in dunklen Flächen. Meine beiden Fotos aus Lugano wurden mit HDR fotografiert; du findest sie in der Galerie. Da sieht man selbst im dunklen Himmel überraschend geringes, fast gar kein Rauschen. Bei einem Einzelfoto wäre der Himmel trotz der eingestellten 100 ISO so verrauscht gewesen, daß ich das Foto hätte wegwerfen können.

    Also wie gesagt, das Stacking teste ich demnächst auch mal.

    Puuhhh, hoffentlich hast Du es bis zum Ende meines Romans geschafft, würde mich freuen und danke noch einmal für Deine interessanten Ausführungen.

    Gruß Hartmut
  • BC Projekt 16. April 2017, 19:04

    Guten Abend Def,

    es freut mich, dass Dir meine Bilder gefallen. Nachdem ich in einer, zu allen
    Jahreszeiten interessanten Gegend, welche sich vom Bodensee bis zum
    Gletschereis erstreckt lebe, ist auch fotografisch viel Interessantes geboten.
    Zudem konnte ich auch viele Länder bereisen und dort auch fotografieren.

    "Stimmung am Bodensee": Glücklicherweise gibt es dort noch Naturschutzgebiete,
    Motive mit immer wieder neuen Stimmungen.
    "Sonnenaufgang am Säntis". Du hast recht, es ist eine seltene Aufnahme, welche ich
    im Sommer um 4 Uhr morgens, mit astronomischen Fernrohr (astronomischer Verein) vom Berggipfel aufgenommen habe.
    "Viti (Hölle) Island": Island, wohin ich eine Adventure Reise mit einer kleinen Gruppe
    per Zelt und Allrad in deren Wildnis unternommen habe, ist ein sehr interessantes,
    urtümliches Land. Fotografisch beeindruckend.

    Es gibt ja viele sinnvolle Hobbys, Fotografie zählt auch dazu, und es vermag den Augenblick für alle Lebensbereiche zu fixieren.

    Schöne Grüsse aus Dornbirn/ Österreich,

    Arthur
  • Gertrud RW 10. April 2017, 21:57

    Mit Sternmagnolie
    Mit Sternmagnolie
    Gertrud RW


    Lieben Dank für Deine nette Anmerkung zu meinem Fotound freue mich darüber.
    Ich habe mit Bildprogrammen PSE-Adobo Photoshop und mit Picasa 3 gearbeitet imd bin dannimmer auf das Ergebnis gespannt.
    Wünsche Dir mit Deinen Fotos viel Erolg und grüße herzlich,
    Gertrud
  • Düsseldorfer Jung 7. April 2017, 21:53

    Danke, danke aber das ist zuviel des Lobes. Mir gelingt längst nicht Alles und einige Fotos würde ich am Liebsten wieder löschen :-)
    Ich zeige gerne Dinge, die das Auge normalerweise nicht sehen kann, weil zu klein oder zu schnell. Habe ich einmal ein Thema für mich entdeckt, gehe ich lange damit schwanger, bevor ich es möglicht umfassend "abarbeite". So habe ich bei dem Gläser-Shooting mehr als zwei Jahre gebraucht, bis ich für mich zufriedenstellende Ergebnisse erzielt habe. Aber so wird die Sache halt auch nicht langweilig.
    LG Bernd
  • Düsseldorfer Jung 7. April 2017, 14:21

    Hallo,
    zunächst einmal vielen Dank für Dein Lob!
    Gerne beantworte ich Deine Fragen zu Foto 39500246:
    Ich schaue gelegentlich nach neu hochgeladenen Fotos und die, die mir da besonders ins Auge fallen, schaue ich mir genauer an. Dein Foto fiel mir wegen des extremen Weitwinkels, der Klarheit/Schärfe und der kräftigen Farben auf.
    Der Bildaufbau ist sehr gefällig und insgesamt hat mich Dein Foto erfreut. Da war ein Kommentar einfach fällig!
    Liebe Grüße Bernd
  • Schoenwolf 7. Januar 2017, 20:36

    Vielen Dank für dein Lob zu meinen Fotos!


    Es ist richtig das ich meistens Composings und Fotomontagen auf meine Seite hochlade! Das liegt aber auch daran das ich jeden Monat bei der Challenge mitmache mit drei Beiträgen! Andererseits bekommen hier bei der Fc Fotos wenig Aufmerksamkeit, auch wenn diese sehr gut sind!
    Natürlich fotografiere ich auch sehr viel und habe tausende guter Fotos in meinem Bilderarchiv!
    Da mein Bilderkontingent auf 350 Fotos beschränkt ist, lösche ich auch hin und wieder einige Fotos und Bilder hier bei der Fotocommunity!
    LG - Wolfgang
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