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verocain


Pro Mitglied, Morgens um halb 10 in

Die RÄTTIN

Man kann den alten STINKSACK hassen oder mögen oder beides zugleich.
Aber er hat eines der schönsten Gänsehaut-Gedichte deutscher Zunge geschrieben...finde ich zumindest

Günter Grass, 1986
aus: "Die Rättin, das IV. Kapitel, 5. Strophe"
(dafür gabs zwar keinen Nobelpreis, sondern nur Verrisse, aber was solls ?!)


"Mir träumte, ich müsste Abschied nehmen
Von dir, dir und dir, von meinem Ungenügen,
dem restlichen Ich: was hinterm Komma blieb
und kümmert seit Jahren.
Abschied von sattsam vertrauter Fremde,
von den Gewohnheiten, die sich Recht geben höflich,
von unserem eingeschriebenen verbrieften Hass. Nichts
war mir näher als Deine Kälte. So viel Liebe genau
falsch erinnert. Am Ende
war alles versorgt: Sicherheitsnadeln zuhauf.
Bleibt noch der Abschied von deinen Geschichten,
die immer das Bollwerk, den Dampfer suchen,
der von STRALSUND, aus der brennenden Stadt
beladen mit Flüchtlingen kommt;
und Abschied von meinen Gläsern, den Scherben, allzeit
nur Scherben, sich selbst als Scherben
im Sinn hatten. Nein,
keine Kopfstände mehr."

Ein Riesendank geht an die Gemahlin von

Giuseppe CatEyes

Du warst wirklich darin, in diesem wunderbaren Stück Poesie

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