Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Was ist neu?

JOKIST


Complete Mitglied, Bad Aussee

Abendstimmung

Die Blumen, die im Grase stehn,
Die weichen Halme, die im Winde wehn,
Ein später Falter irrt durch diese Wildnis -
Sieh, Seele, träumende, dein schwankend Bildnis.
Fehlt auch die Distel nicht, die sticht,
Fehlt auch der giftige Schierling nicht.
Da blinkt die Sichel noch, die über Tag erklang
Und morgen wieder klingt. Der sie im Feldvergessen,
Ruht nun wie ich indessen
Und denkt der zarten Gräser kaum. -
Die Sichel schläft. - Wer weiß der Sichel Traum?-
Und was die Nacht dort sinnt am fernen Waldeshang?


Gustav Falke . 1853 - 1916

Kommentare 35