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FURTHER FATE UNKNOWN von Robert Bauer

FURTHER FATE UNKNOWN


Von 

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17.09.2003 um 20:06 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Fotografiert im August 2003 im KZ Auschwitz I und in Auschwitz-Birkenau.


(Canon G3, Fotomontage aus 2 Bildern, freigestellt, Duplex)

siehe auch:

OSWIECIM - 2003 von Robert Bauer
OSWIECIM - 2003
Von
11.9.03, 0:09
4 Anmerkungen

TOTALLY EXTERMINATED von Robert Bauer
TOTALLY EXTERMINATED
Von
16.8.03, 15:22
10 Anmerkungen

My sorrow is continually before me von Robert Bauer
My sorrow is continually before me
Von
16.8.03, 11:48
5 Anmerkungen

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Iris Richter, 17.09.2003 um 20:23 Uhr

Sehr berührend.
Schweigende Grüße von
Iris



Angelika Stück, 17.09.2003 um 20:26 Uhr

hartes brot...
lg angelika



Sylvia P., 17.09.2003 um 20:27 Uhr

Macht einen traurig weis nicht so genau was ich davon halten soll g Sylvia


Helene Smirnow, 17.09.2003 um 21:35 Uhr

Jedes Mal, wenn ich solche Bilder sehe, bleibt mir das Herz stehen. So viel Schmerz, so viel Traurigkeit....
Wie kann ein Mensch das alles ertragen?!
Gruß - Helene



Ela Dücker, 18.09.2003 um 0:57 Uhr

Unfassbar :´-(
Grüße, Ela



Robert Bauer, 18.09.2003 um 6:50 Uhr

An alle: "Traurig" ist natürlich die spontane Empfindung. Vielleicht sogar Entsetzen. Der Verstand geht noch einen Schritt weiter, und zwar genau in die Richtung, die uns Volker aufgezeigt hat. Denn es passiert manchmal vor unserer Haustüre. Wir müssen deshalb die Augen aufbehalten und dürfen sie nicht verschließen. Genau das steht auch in zwanzig Sprachen auf zwanzig Gedenktafeln in Ausschwitz. Die Toten mahnen zur Wachsamkeit der Lebenden. R.


Angelika Stück, 18.09.2003 um 6:58 Uhr

ich finde es kommt genau passend...wenn man die neuerdings heftigen aktivitäten der neonazis in münchen und so betrachtet...also das damalige gedankengut, was zu soetwas geführt hat ist längst nicht tot. daher denke ich ist es gut wenn man sich dessen was damals geschah immer wieder bewußt wird, damit sowas nie wieder stattfinden kann...
lg angelika



Holger Haug, 18.09.2003 um 9:07 Uhr

Sehr gute Montage mit starker Aussage.

Aber weshalb der englische Titel?



Hansjoerg S., 18.09.2003 um 14:39 Uhr

Starke Bildaussage
Klasse Doku
Gruss
Hansjörg



Robert Bauer, 18.09.2003 um 19:46 Uhr

@ Holger: In Auschwitz sind die Dokus in drei Sprachen geschrieben. Zuerst in Englisch, dann in Polnisch und zuletzt (aber nicht alle) in Deutsch. - VGR


Thierry Burgherr, 19.09.2003 um 17:29 Uhr

ich glaube es ist schon gut, wenn die, die den krieg noch erlebt haben, denen erklären um was es dabei geht, die sich das gar nicht vorstellen können ...
Respekt
thierry



Eva Schubert, 19.09.2003 um 17:30 Uhr

berührt mich nicht.
ist einfach nur fotografischer kitsch, will sagen: man nehme zwei jungs und stelle sie untern stacheldraht.
ich denke: die sind zu un-mager, und werde sauer über solche werbung. hier wird aber mal so richtig auf die tränendrüse gedrückt!

liebe grüße!



Robert Bauer, 19.09.2003 um 18:43 Uhr

@ Eva: *kopfschüttel*


Eva Schubert, 19.09.2003 um 19:02 Uhr

@robert:
sorry, das sollte jetzt nicht so krass rüber kommen, aber ich dachte im ersten moment, es sei eine werbung.
ich kann verstehen, dass du auf diese weise versuchst, das erlebte aufzuarbeiten, aber diese art ist für mich zu platt. ich denke, es liegt daran, dass sie in meinen augen so klischehaft ist. ich würde subtolere wege bevorzugen, aber da haben sich schon ganz andere leute den kopf drüber zerbrochen ;-))))



Helene Smirnow, 19.09.2003 um 23:20 Uhr

@ Eva: "Werbung"(zitat )? Wofür?
Was geht in Deiner "Rübe" vor, wenn Du schreibst: "DAS sollte jetzt nicht so krass rüber kommen". Was meinst Du mit "DAS" - das Foto oder Deine unüberlegte Anmerkung?
Der Knabe ist so-o-o "un-mager"... und in gleichem Satz kommt wieder das Wort "Werbung" vor.
Wofür "wirbt" das Foto? Für Auschwitz, wo, anscheinend, die Versorgung dermaßen gut war, daß der Junge nicht eimal abgemagert aussieht?
Was für "Wege" (die Du nennst "subtolere" bevozugst Du?
So viel Unsinn in einer einzigen Anmerkung! *kopfschüttel*
Helene



Eva Schubert, 20.09.2003 um 20:37 Uhr

@helene:
zum einen meinte ich natürlich anstatt subtulere, subtilere. da hatte sich wohl ein kleiner schreibfehler eingebaut, sorry :-)
zum thema werbung: natürlich kann man für alle möglichen dinge werben, so mit sicherheit auch für einen besuch in auschwitz, z.b. mit einem faltblatt.
durch die grobe rasterung der köpfe auf roberts foto nahm ich an, es wäre ein abfotografiertes plakat, oder ähnliches. erst beim durchschauen der anderen teile der arbeit ist mir aufgegangen, das robert hier bewußt diese postkarten-ästhetik gewählt hat, und dass er die jungen aus den suchbildern 'ausgeschnitten' hat. nichts desto trotz finde ich diese art des umgangs nunmal zu platt, weil sie einer gewissen ästethetik entspicht, die ich fotografischer-kitsch nannte.
die art von herangehensweise, die ich sehr gut fand, war zum beispiel ein spendenaufruf für das holocaust mahnmal in berlin: auf postkarten und plakaten war ein alpenpanorama mit einem see davor zu sehen. über die szene war in anführungszeichen der satz "den holocaust hat es nie gegeben" gesetzt, welcher auf der rückseite erklärt wurde. dort stand der satz: "es gibt immer noch viele, die das behaupten." aber auch ohne diese erklärung fand ich diese 'werbung' sehr aussagekräftig, da sie das ganze ausmass nationalsozialistischer lügen und ideologien auf einmal darlegte.
eine andere herangehensweise gab mir der künstler christian boltanski. eine seiner installationen steht zum beispiel in der hamburger kunsthalle.

ich möchte mich nochmal dafür entschuldigen, dass meine erste anmerkung so negativ (unverständlich) herüberkam. mich hat die art und weise im ersten moment sehr abgeschreckt.



Eva Schubert, 22.09.2003 um 17:46 Uhr

ich weiss, ich habe zu spontan reagiert und bereue dies auch.
robert schrieb als antwort auf meine entschuldigung, er habe weder den anspruch auf ein kunstwerk, noch auf webung gehabt.
mein erster eindruck war allerdings eine reaktion auf diese ästhetik, die der von marketing in meinen augen erschreckend nahe kam. immerhin ist dieses foto eine montage, d.h. 2x von dir interpretiert.

ich weiss, dass ein besuch in auschwitz kein spass ist, und möchte ihn mir wirklich ersparen. aha, werdet ihr denken, erst gemeine sachen schreiben, aber den tatsachen nicht ins auge sehen wollen. es ist einfach so, dass ich meine jugend unter anderem mit authentische romane über die opfer der nazis verbracht habe, was zur folge hatte, dass ich mich jahre-lang nicht als deutsch akzeptieren wollte. den vorwurf von dir, robert, ich stamme aus einer generation, die mit dieser thematik nichts mehr zu tun hat, hat mich daher zu einer weiteren anmerkung getrieben, (sorry!)
aber ich denke, dass auch die jungeren generationen dieses unbeschreibliche nachvollziehen können. nicht umsonst ist die deutsche nation heute (gott-sei-dank) immer noch so gegen jede form von krieg und gewalt.

herzliche grüße!



Robert Bauer, 22.09.2003 um 18:12 Uhr

Abschließend @ Eva: Ich habe dir nichts vorzuhalten; das liegt mir fern. Es ist aber nun einmal eine Tatsache, dass wir uns auf die "Gnade der späten Geburt" berufen können. Und das gebietet aus meiner Sicht, dass wir der Generation, die noch Krieg und Vertreibung mitgemacht habt, mit entsprechendem Respekt begegnen. Gleiches gilt für diesen Schandfleck Auschwitz, an welchem 1,5 Mio Menschen ihr Leben lassen mussten, weil sie dem Rassenwahn zum Opfer fielen.

Ich sagte dir, Ausschwitz sei keine Marketingveranstaltung. Da würde kein Produkt verkauft, für das geworben werden soll. Ausschwitz sei auch kein Kunstwerk, sondern eine Gedenkstätte. Gleichwohl kann die Kunst dazu beitragen, dass Ausschwitz rund 60 Jahre danach nicht in Vergessenheit gerät.

Meine Montagen sind weder Kunst noch Kitsch. Ich denke, es sind Dokumentationen dessen, was ich angetroffen hatte. Die Lehre, die ich daraus ziehe, steht in zwanzig Sprachen am Ende der "Rampe". Wie aktuell diese Botschaft gerade heute ist, zeigen die Ereignisse dieser Tage. Auschwitz ist auch nicht nur ein deutsches Problem; denn Auschwitz gibt es überall. Völkermord durch Giftgas im Irak oder Massenschlachtungen in Afrika - das ist das Auschwitz unserer Zeit. Ich denke, die Menschheit tut gut daran, dass sie Auschwitz nicht vergisst. Der Mensch soll aus seinen Fehlern lernen, damit sich Geschichte nicht doch noch einmal wiederholt.

Lernen ist ein Prozess; es fängt im Kleinen an. In meinem Sportverein leben Menschen aus halb Europa friedlich zusammen und verbringen ihre Freizeit miteinander. Das ist es, was wir unseren Jugendlichen vermitteln müssen. Braune Ausländerfeindlichkeit hat im Deutschland des 21. Jahrhunderts nichts mehr verloren.

Liebe Grüße
Robert



Eva Schubert, 22.09.2003 um 18:24 Uhr

lieber robert,
ich denke, ich habe verstanden, was du mir sagen willst. und ich denke darüber genauso.
deshalb jetzt zum letzten von mir und dann nichts mehr (zu diesem bild):

heinrich heine, verse an edom:

"jetzt wird unsre freundschaft fester,
und noch täglich nimmt sie zu,
denn ich selbst begann zu rasen,
und ich werde fast wie du"




Patrick Weniger, 10.10.2003 um 23:25 Uhr

Gratuliere - eine saupere und obendrein noch eine Traurige Montage. Ich finde es gut das man sich diesem Thema noch annimmt, ich selbst bin erst 32 Jahre und habe den Krieg nicht mit erlebt ( Gott sei Dank ) ,denke aber dieses Thema darf aus den Köpfen der Menschen nicht verschwinden. Habe mir gleich Deine anderen Werke angesehen und dieses hier finde ich am besten , schon die Augen des Jungen bringen einen zum Weinen und zum Nachdenken.


mfg patrick



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