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TOTALLY EXTERMINATED

TOTALLY EXTERMINATED

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Robert Bauer


World Mitglied, Bad Homburg (davor 45 Jahre Stuttgart)

TOTALLY EXTERMINATED

Es gibt noch ein anderes Bild, das spukt in meinem Kopf herum. Der Ort: 350 km weiter nördlich, versteckt in den Wäldern Masurens. Gut getrarnt, damit man es aus der Luft nicht entdecken kann. Das Führerhauptquartier WOLFSCHANZE. Viele Bunker, eine riesige Anlage. Der Führerbunker, gesprengt und doch nicht richtig zerstört. Auch 60 Jahre danach: 1.000 Kubikmeter Beton für einen Irren und sein Gefolge. Was müssen das für kranke Köpfe gewesen sein, welche sich aus Angst in Wäldern einbetonierten, während Millionen hilfloser Menschen auf dem Scheiterhaufen verbrannten?

Die so genannte Lagebaracke steht nicht mehr, nur noch die Grundmauern und eine Tafel. Dort kann man sinngemäß lesen:

An diesem Ort versuchte Oberst Graf Schenk von Stauffenberg ein Attentat auf Adolf Hitler, das misslang.

Er und viele andere, die sich gegen die nazionalsozialistische Diktatur erhoben haben, bezahlten mit dem Leben.

Die Überlebenden von Auschwitz wurden im Januar 1945 von der Roten Armee befreit.

Den Dokumentarfilm kann man sich in mehreren Sprachen am Ort des Geschehens anschauen.


(Aufgenommen im August 2003 in Auschwitz, Canon G3, PS7)


ZUKUNFT BRAUCHT ERINNERN (1)
ZUKUNFT BRAUCHT ERINNERN (1)
Robert Bauer
ZUKUNFT BRAUCHT ERINNERN (2)
ZUKUNFT BRAUCHT ERINNERN (2)
Robert Bauer
THE END
THE END
Robert Bauer
RASSENWAHN
RASSENWAHN
Robert Bauer

Kommentare 8

  • Dy Tammy 24. September 2009, 14:20

    ich muss noch kurz hier vermerken, dass Deine Auschwitz Bilder noch immer sehr Anklang bei mir finden. warst Du schon in Dachau? wenn nein, dann kannst Du Dir diese Fahrt dorthin sparen...ich, bzw wir, empfanden es absolut enttäuschend dort.
    Buchenwald kann ich noch sehr empfehlen.
    Grüsse Tammy
  • IP Eyes 19. August 2003, 16:04

    ergreifende Serie
    sehr gute Fotoarbeiten
    lg, Ina
  • Birdies Landscapes 17. August 2003, 3:08

    es soll erinnert werden, es soll wachgeruettelt werden,
    es darf auch niemals vergessen werden,
    eine gutes zeitdokument, welches einem zum nachdenken anregt.
    und so kann ich es nicht verstehen, wie heute noch jugendliche und auch aeltere dieser zeit nachrennen.
    lg marco
  • Roland Zumbühl 16. August 2003, 18:12

    Dokumente dürfen einen hauen ... aufrütteln ... belästigen ... usw.
    Die Umsetzung eigener Gefühle kennt keine Vorschriften.
    Künstler wissen, weshalb sie ihre Skulptur so gestalten und nicht so.
    Fotografen wissen, wie sie ihre Erlebnisse und Gedanken aufarbeiten wollen ...
    Niemandem muss Skulptur und Foto gefallen.
  • Iris Richter 16. August 2003, 16:32

    Ein ernstes und sensibles Thema hast du hier angefasst.
    Die Gefühle beim Besuch einer solchen Stätte kann man nicht in Worte fassen.... man steht fast gelähmt davor und begreift nicht, zu was der Mensch fähig war... und leider immer noch ist.
    Thomas hat einige Empfindungen hervorragend ausgedrückt... da gibt es nicht viel hinzuzufügen.
    Deine Collage ist dokumentarisch wertvoll und technisch gut wie immer.
    Mit der Postkarten-Aufmachung habe allerdings auch ich ein Problem.
    Lieber Gruß
    Iris
  • Thomas Kunz 16. August 2003, 16:08

    Ich denke, Auschwitz ist nicht in Worten fassbar, auch nicht in einem Film oder in Fotos.
    Aber doch dient jedes Foto, jeder Text ein wenig dazu, zu verstehen, dass Menschen dazu fähig sind, so etwas zu bauen und zu betreiben.
    Ich denke, es ist auch berechtigt, sich gleichzeitig ein wenig zu distanzieren, hier in dem ins englische übersetzten Zitat, auch in der Darstellung der Besucher in der Gaskammer.
    Mich erinnert das Bild ein wenig an die Postkarten, die alles sehenswerte einer Stadt auf einmal zeigen wollen. Wobei ich es qualitativ nicht mit diesen in einen Topf werfen will - ich halte es für eine sehr gute Arbeit.
    Das Bild bringt nach meinem Gefühl eines sehr gut rüber, was mir bei meinem Besuch in Auschwitz vor ca. 4 Wochen sehr aufgefallen ist:
    Aus dem Ort unaussprechlichen Grauens ist ein Museum geworden, das man an einem hellen Sommertag besuchen kann. Die Erklärungen sind in polnisch und in englisch (nicht in deutsch). Zum Abschluss des Besuchs kann man sich ein Eis kaufen und eine Postkarte verschicken.
    Vor dem Stacheldraht fließt der Verkehr Oswiecims, und Autofahrer fahren zum Einkaufebn oder von der Arbeit nach Hause
    Gruß Tom
  • Robert Bauer 16. August 2003, 15:49

    @ Egbert: Das Zitat habe ich aus Ausschwitz mitgebracht. Es ist eine Tafel in einer der eingerichteten Räume der Gedenkstätte. In Polen ist die erste Fremdsprache Englisch. Und auch die Texte auf den Schautafeln sind zunächst in englischer Sprache abgefasst. - VGR
  • Egbert Borutta 16. August 2003, 15:44

    Ein Thema das uns nicht loslässt, auch sechs Jahrzehnte danach.

    Diese Community ist aus meiner Sicht auch gut für politische Inhalte, wenn Fragen der fotografischen Umsetzung dabei nicht zu kurz kommen.

    Ich stimme Andreas zu - das Zitat wäre besser unübersetzt geblieben.

    Ich hätte es mit dunklem Hintergrund und heller Schrift versucht.