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Ein wundervoller Vorfrühlingstag auf dem jüdischem Friedhof in Dortmund
Normaler Weise verzichte ich auf ausgiebige Bilderklärung...meine bilder erklären sich von selbst..aber diesmal MUSS ich eine Ausnahme machen..
Dem mit dem Judentum nicht vertrauten Besucher werden sofort die Steine auffallen, die auf die Grabsteine gelegt wurden.
Sie sind Zeichen des Erinnerns im Sinne der Bibelstelle "Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen, bis du zurückkehrst zum Erdboden,
denn von ihm bist du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren!" (Gen. 3, 19)
Der jüdische Friedhof weist gegenüber dem christlichen Friedhof einige Besonderheiten auf. Wikipedia schreibt dazu:
Wie der Ausdruck "Haus der Ewigkeit" schon andeutet, ist ein jüdisches Grab für die Ewigkeit gedacht. Er wird nicht eingeebnet
und der Stein bleibt bestehen. Bei Platzmangel legt man eine Schicht Erde über ein Grab und bestattet einen Toten über dem anderen.
Sehr eindrücklich ist dies beim alten jüdischen Friedhof in Prag zu sehen. Dies hängt mit dem jüdischen Glauben an die Auferstehung der Toten zusammen.
Da die Toten nicht mit gärenden, säuernden oder sonstigen Nebenprodukten der Zersetzung verunreinigt werden sollen, verzichtet man auf Blumenschmuck,
statt dessen werden kleine Steine auf die Grabplatten gelegt. Die Gräber lässt man mit Efeu und Gras überwachsen.
Tatsache, genau diesen Grabstein habe ich auch Fotografiert - zufall - dieses mal ist Deine beschreibung wichtig, denn ich wusste ja auch nicht genau warum kleine Steine auf de n Grabstein liegen, also alles zusammen - ein klasse Foto
Liege ich da mit meiner Erinnerung richtig, daß im christlichen Abendland die jüdischen Friedhöfe abgeteilt von den christlichen meistens vor den Toren der Gemeinden liegen? Hier in Twente/Holland ist das zumindest so.
Zum Foto: gutes DoKu mit passender Tiefenschärfe aufgenommen.
MG
Willi
Ja, man sollte sich bemühen, zumindest ansatzweise Sitten, Bräuche, religiöse und Glaubensdinge zu verstehen. Das fördert das gegenseitige Verständnis. Guter Beitrag, das in Erinnerung zu rufen.
Lg Günter
Fotoumsetzung 1A - Danke für die Erläuterungen. Das Foto paßt - als Gedenken - auch zum heutigen Tag. Denn am (30. Januar) vor 75 Jahren ernannte Reichspräsident Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler. Ein Wendepunkt in der Geschichte. Die schrecklichen Folgen sind bekannt. LG Helga
ich kenne die bedeutung der steine seit ich auf dem jüdischen friedhof in prag war. das bild hätte sich somit für mich erschlossen, da auch noch zusätzlich der judenstern sichtbar ist.
hast du das bild mal in sw versucht? sw unterstützt m.e. noch zusätzlich die bildaussage.
Schöne Darstellung eines nachdenklichen Motivs.
Gefällt mir sehr.Lege symbolisch einen Stein dazu.
Und ich bin angetan von deinen ausführlichen Anmerkungen.Danke.
Gruß
Wolfgang
hast du fabelhaft aufgenommen .... die Info interessant.
war auch mal auf dem Prager Friedhof und beides, Foto und Text bestätigen meine Erinnerung.
lg Marie
Davon habe ich gestern noch einen Bericht gesehen,
war sehr interessant. Und jetzt dein Bild dazu, das passt!
Sehr schön im Bild festgehalten, klasse Info dazu!
vg Patrick
Der Bildaufbau gefällt mir sehr und ich mag die Farben.
Ja, das mit den Steinen wußte ich. Übrigens fällt mir in letzter Zeit auf, daß auch auf christlichen Friedhöfen die kleinen Steine auf die Grabsteine gelegt werden.
LG J.
dieser kleine ausschnitt zeigt eigentlich alles.....
ein grabstein mit inschrift....die von den hinterbliebenen hingelegten steine, ein kleines zeichen, wir waren da, wir denken noch an dich....
und eine ruhige beständigkeit...
danke auch für deine info...-)
lg petra
Beindruckend.. wie überhaupt jüdische Friedhöfe beeindrucken.. durch ihre vielen Grabstelen und durch den Verfall der Gräber.... und das mit den Steinen ist ein sehr schöner Brauch... gut gemacht..
LG, Wolfgang
Sehr gut in den Vordergrund gerückt, Bea. In Prag auf dem alten Friedhof habe ich auch viele Steine auf den Gräbern gesehen. Etliche sollen noch aus dem Krieg und davor stammen. Lieben Gruß, Richard